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Märkte setzen auf Entspannung Waffenstillstandshoffnung im Iran treibt Aktienmärkte

Grafik: ChatGPT

Die Aktienmärkte reagieren auf neue Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Iran-Krieg mit Kursgewinnen, während die Ölpreise nachgeben. Die Lage im Nahostkonflikt bleibt trotz der Gerüchte angespannt, nachdem Donald Trump seine Drohungen am Wochenende erneut verschärft hat. Nach sechs Wochen Krieg im Nahen Osten deuten erste Signale auf eine mögliche Eindämmung der Auswirkungen hin. Im Fokus stehen Gespräche zwischen den USA, Iran und regionalen Vermittlern. Sollte sich eine Deeskalation bestätigen, könnte dies die Märkte kurzfristig stabilisieren.


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Hoffnung auf Waffenstillstand treibt Aktienmärkte

Die Aktienmärkte sind gestiegen, während der Ölpreis seine Gewinne teilweise wieder abgab, da Anleger etwas Zuversicht aus Anzeichen schöpften, dass die Auswirkungen des seit sechs Wochen andauernden Konflikts im Nahen Osten begrenzt bleiben könnten. Zusätzlich stützte ein Bericht, wonach der Iran auf einen Waffenstillstand drängt.

Der MSCI Asia Pacific Index legte um 0,3 % zu, während Futures auf den S&P 500 um 0,4 % zulegten, angetrieben von Technologiewerten und rückläufigen Ölpreisen.


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Wie Bloomberg berichtet, sorgte ein Axios-Bericht für bessere Stimmung an den Märkten. Angeblich verhandeln die USA, Iran und eine Gruppe regionaler Vermittler über Bedingungen für einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand, der zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen könnte. Zusätzlich half die Meldung, dass wieder mehr Schiffe die Straße von Hormus passieren. Gleichzeitig verschärfte Präsident Donald Trump seine Drohungen und kündigte an, ab Dienstag iranische Kraftwerke und Brücken zerstören zu wollen.

Brent-Rohöl reduzierte zuvor starke Gewinne von bis zu 2,6 % und lag zuletzt 0,7 % im Minus bei etwa 108,30 Dollar pro Barrel, deutlich unter dem Tageshoch von rund 112 Dollar.

„Vor allem asiatische Aktienmärkte reagieren sehr schnell auf jede Andeutung, dass Worst-Case-Szenarien – wie eine vollständige Unterbrechung der Ölversorgung – vermieden werden könnten“, sagte Tareck Horchani, Leiter Sales Trading Prime Brokerage bei Maybank Securities. „Deshalb sehen wir eine moderate Erholung, insbesondere in Sektoren wie Halbleitern und zyklischen Werten.“

Marktreaktionen und geopolitische Risiken

Händler reagieren derzeit auf jede Schlagzeile, die die Marktstimmung beeinflussen könnte, nachdem der Iran-Krieg die wirtschaftlichen Aussichten eingetrübt und Inflationssorgen verstärkt hat. Dies sorgt gleichzeitig für Unsicherheit hinsichtlich möglicher Zinssenkungen der US-Notenbank. Im Mittelpunkt bleiben die Energiepreise sowie die Frage, ob die Straße von Hormus geöffnet wird.

Trump bekräftigte seine Drohungen gegen die zivile Infrastruktur Irans und erklärte gegenüber Axios, er werde „dort alles in die Luft sprengen“, falls kein Abkommen zustande komme. Zudem kündigte er eine Pressekonferenz für Montag um 13 Uhr Ortszeit an und setzte eine Frist für Dienstagabend 20 Uhr, ohne weitere Details zu nennen.

„Für Investoren bleibt es extrem schwierig, Prognosen zu treffen“, sagte Homin Lee, Stratege bei Lombard Odier in Singapur. „Der Fokus liegt klar auf militärischen Aktionen auf beiden Seiten des Persischen Golfs sowie darauf, ob sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus trotz der Angriffe weiter normalisieren kann.“

„Händler konzentrieren sich auf Berichte, wonach die USA, Iran und regionale Vermittler über einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand sprechen. Das zeigt, wie stark Investoren auf eine Deeskalation hoffen, da der Konflikt aktuell die Risikovermeidung an den Märkten dominiert. Sollte Präsident Trump diese Hoffnungen später am Montag dämpfen, könnte sich die positive Stimmung an den Aktienmärkten schnell drehen. In einem Umfeld geringer Liquidität ist dies derzeit jedoch das zentrale Thema für Investoren.“

Der Goldpreis legte ebenfalls um 0,3 % auf 4.690 Dollar je Unze zu. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar hat das Edelmetall rund 12 % verloren, da steigende Energiepreise Inflationsängste schüren und die Chancen auf Zinssenkungen verringern, die üblicherweise Gold stützen.

Der Bloomberg Dollar Spot Index gab einen Teil seiner Gewinne wieder ab und notierte nach dem Axios-Bericht kaum verändert. US-Staatsanleihen gaben leicht nach, wodurch die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe um zwei Basispunkte anstieg.

Waffenstillstand im Iran trotz Trump-Drohung? Aktienmärkte steigen, Ölpreise fallen
Der Goldpreis ist seit Beginn des Nahostkonflikts gefallen

Hormus als strategischer Engpass

Mehrere Finanzmärkte im asiatisch-pazifischen Raum, darunter China, Hongkong und Australien, blieben am Montag geschlossen. Auch viele europäische Märkte waren am Ostermontag nicht geöffnet.

Die Kontrolle über die Straße von Hormus bleibt ein zentraler Faktor im Konflikt. Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit globalen Märkten, insbesondere in Asien. Teheran kontrolliert derzeit den Schiffsverkehr und lässt nur eine begrenzte Anzahl von Schiffen passieren, darunter zuletzt ein französisches Containerschiff, ein japanischer Tanker sowie Schiffe aus Malaysia und Pakistan.

Das Außenministerium des Oman erklärte am Sonntag, man habe mit Iran über Möglichkeiten gesprochen, einen „reibungslosen Verkehr“ durch die Wasserstraße sicherzustellen. Beide Seiten hätten Vorschläge zur weiteren Prüfung vorgelegt.

Seit Samstagmorgen haben laut Schiffsverfolgungsdaten insgesamt 16 Schiffe die Meerenge passiert – 11 verließen den Golf, fünf fuhren ein. Das liegt weiterhin deutlich unter dem üblichen Verkehrsaufkommen. Zwei Tanker mit Flüssigerdgas aus Katar scheinen sich der Straße von Hormus zu nähern. Eine erfolgreiche Passage würde den ersten Export außerhalb der Region seit Beginn des Krieges markieren.

Falsche Hoffnung an den Märkten?

Der Iran hat laut Walter Bloomberg bereits klargemacht, dass die Straße von Hormus nicht im Gegenzug für einen „vorläufigen“ Waffenstillstand geöffnet wird. Zudem wird Teheran keine Fristen oder Druck akzeptieren, um eine Entscheidung zu treffen. Auch stellt man infrage, ob die USA überhaupt die Bereitschaft für einen dauerhaften Waffenstillstand haben.

Die Aufmerksamkeit der Aktienmärkte richtet sich nun auf Trumps Pressekonferenz am Montag. In der Vergangenheit hatte er seine Eskalationsrhetorik bereits mehrfach kurzfristig abgeschwächt, unter anderem vor zwei Wochen.

„Die Märkte könnten der Diplomatie erneut vorauslaufen“, sagte Charu Chanana, Strategin bei Saxo Capital Markets. „Trumps Tonfall am Wochenende deutete darauf hin, dass diplomatische Lösungen in den Hintergrund geraten. Es besteht daher das Risiko, dass die Aktienmärkte schneller eine Deeskalation einpreisen, als sie politisch tatsächlich umgesetzt werden kann.“

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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11 Kommentare

  1. Selbstverständlich muß die Agenda heißen: Renessauce des JCPOA-Abkommens 2015. Im Rahmen der heutigen Rede des 47. US-Präsidenten Donald John Trump wissen wir mehr. Der Ölpreis wird die genannte Rede von Präsident Trump entsprechend bewerten.

  2. Wenn es nicht zu einem Ölabkommen kommt, jage ich alles in die Luft/Quelle: Bild-Zeitung. Was verspricht sich der 47. US-Präsident Donald John Trump von solch einem Kasernenhofton?

  3. „Nach Trumps Ultimatum: Iran lehnt US-Forderungen ab“/Überschrift eines aktuellen ZDF-Fernsehtextes. Und Teheran überzeugt mich wieder einmal. Der Ölpreis wird somit eventuell wieder steigen.

  4. Ja wie immer, Falschinformation. Die sind gut für eine Reduzierung der Panik. Eine Reduzierung der Preispanik.
    Wobei Gespräche bestimmt stattfinden unter welchen XLändern auch immer. Sowas waren früher Geheimgespräche. Diplomatie im Hintergrund. Trump bringt was fertig, was neu ist. Einen unvorhersehbaren Kriegsausgang, und auch der Länge nach, zu erzeugen und gleichzeitig Hoffnungen zu streuen die nie eintreten werden, zur Zeit. Ein Bravourstück. Oder die Medien und die Börse sind bled.
    Napoleon und seine Armee sind in Köln eingerückt. Nach ein paar Kölsch verkündet Napoleon:“ An die Exzellenzen und Fürsten, Baronen, Könige, Kaiserschmarrn des Heiligen Römischen Reiches. Wir werden bei Euch Durchmarschieren und Euch Erobern um mit Ihnen den Frieden zu finden, den wir Täglich bräuchten.
    Dann nehmen wir uns Russland vor die den Friedischen Krieg um des Friedenswillen akzeptieren müssen.
    Noch einen Köksch bitte…

  5. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Alles läuft nach dem Motto: “ Diese Blase darf nicht platzen ! „….

    Also werden sämtliche Narrative bedient….Aktien steigen immer …FOMO… TINA…Notenbanken als Lender of Last Resort…und buy the dip….

    Denn zu viel hängt dran…bei dieser hohen Marktkapitalisierung… haben viele Leute… viel zu verlieren…

  6. Der Ölpreis steigt/Quelle: Aktueller n-tv-Teletext.

  7. Der 47. US-Präsident Donald John Trump erwägt den Iran „dem Erdboden gleich zu machen“. n-tv-Fernsehen überträgt die genannte Rede von Präsident Trump momentan live.

  8. Aktueller n-tv-Teletext: 47. US-Präsident Donald John Trump: „Irans Vorschläge reichen nicht“.

  9. In der genannten Pressekonferenz bekräftigt der 47. US-Präsident Donald John Trump die Tatsache, daß er sich an den iranischen Ölvorkommen zu schaffen machen möchte, mit dem Argument, dem Gewinner gehört alles. Ein „Holocaust-Vergleich“ liegt mir wirklich fern, aber so legitimierte Führer und Reichskanzler Adolf Hitler das Unternehmen Barbarossa.

  10. Die Sprachmatik ist eines Präsidenten unwürdig. Ein Mann am Ende seiner Glaubwürdigkeit. Fristen zu setzten die ein Armaggedon herbeiführen, für wem? Der Sprachgebrauch erinnert schon wieder an die Zeiten des Untergangs. Wunderwaffen. Endsieg. Er treibts an die Spitze, der Pokerface. Welches Blatt hat er, am Dienstag?
    Da wir es nicht wissen, aber wissen wie er wahrscheinlich tickt. Seine Wortwahl zeigt einen Jammernden, der weiß er hat einen riesen Fehler gemacht und wirft Hasserfüllt um sich. Da wir nicht wissen wie die Dinge wirklich sind, besteht ein Rest von Irrtum.

  11. Ein aktueller n-tv-Fernsehtext in Sachen Straße von Hormus bekräftigt meine Auffassung, daß Staatspräsident Emmanuel Macron ein vergleichsweise kompetenterer Naher und Mittlerer Osten-Politiker ist, als Bundeskanzler Friedrich Merz.

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