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Wall Street: Margin Debt auf Allzeithoch

Der Margin Debt, also die Kredithebelung von US-Investoren, ist auf ein neues Allzeithoch geklettert. Mit diesem neuen Allzeithoch liegt die Kredithebelung nun doppelt so hoch wie zur Zeit der Dotcom-Blase und 45% höher als im Jahr 2007, also unmittelbar vor dem Einsetzen der Finanzkrise..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Jeden Monat veröffentlicht die New York Stock Exchange (NYSE) zum Margin Debt, also zur Kredithebelung. Kauft etwa ein US-Investor eine Aktie, muß er in der Regel nicht 100% der Kaufsumme investieren, sondern handelt auf Margin, sprich er muß nur einen Teil der Summe als Sicherheit hinterlegen, den Rest kreditiert der Broker.

Der Margin Debt, also die Kredithebelung, geht in den USA seit Jahren mehr oder weniger steil nach oben. Im August diesen Jahres (neuere Daten liegen noch nicht vor, die NYSE veröffentlicht die Daten mit gut einmonatiger Verzögerung) ist der Margin Debt nun auf einem neuen Allzeithoch angekommen mit knapp 551 Milliarden US-Dollar (hier geht es zur Margin Debt-Liste der NYSE).

Mit diesem neuen Allzeithoch liegt die Kredithebelung nun doppelt so hoch wie zur Zeit der Dotcom-Blase und 45% höher als im Jahr 2007, also unmittelbar vor dem Einsetzen der Finanzkrise:

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Meistens laufen Margin Debt und Aktienmärkte an der Wall Street weitgehend parallel. Der Margin Debt umfasst jedoch auch Short-Positionen, allerdings ist die Short-Quote derzeit sehr niedrig nach den starken Anstiegen an der Wall Street.

Je höher der Margin Debt, so könnte man formulieren, umso größer auch das Risiko für die Zukunft – allerdings sagt das noch wenig über das Timing, wann der Hochpunkt erreicht sein könnte an den Aktienmärkten. So stieg etwa der Margin Debt in den 1990er-Jahren kontinuierlich an, in 47% aller Fälle wurden Monat für Monat neue Allzeithochs erreicht damals – aber die Märkte stiegen weiter stark an.

Gefährlich wird es jedoch dann, das zeigt die Vergangenheit, wenn der Margin Debt fällt, die Aktienindizes aber auf neue Hochs steigen (siehe dazu unseren Artikel „US-Aktienmärkte: Margin Debt (Hebelung) auf Allzeithoch – der beste Frühindikator für das, was kommt!“):

„Die Daten zum Margin Debt liegen seit dem Jahr 1995 vor, und wenn man sich diesen Daten ansieht, stellt man fest: vor jeder großen Korrektur (bzw. Crash) war der Margin Debt stark angestiegen, dann kurz bevor die Aktienmärkte ihr Hoch erreicht hatten, rückläufig. So etwa erreichte der Margin Debt im März des Jahres 2000 seinen Hochpunkt, während der S&P500 dann im August 2000 sein Hoch erreichte – zuvor war der Margin Debt Ende 1999 stark angestiegen.

Ähnlich in der Finanzkrise: im Jahr 2006 stieg der Margin Debt steil an und erreichte dann im Juli 2007 sein Hoch – während die US-Aktienmärkte im Oktober dann ihr Hoch erreichten. Dann kam es bekanntlich zum herben Crash.

Das gilt auch umgekehrt – so fiel der Margin Debt im Februar 2009 auf ein neues Tief, im März fielen die US-Aktienmärkte auf neues Tiefs und begannen dann zu drehen“.

Historisch gesehen kommt es durchschnittlich alle elf Monate zu einer größeren Korrektur an den US-Märkten – die letzte nennenswerte Korrektur aber fand im November 2015 statt. Die letzte Bewegung, die man als „Korrektur“ bezeichnen könnte, war im Juni 2016. Und gleichzeitig ist die Volatilität extrem gering, sichtbar schon im VIX, sichtbar aber auch daran, dass der Schlusskurs beim S&P500 nur achtmal in diesem Jahr über +1% oder unter -1% lag – so wenig wie seit dem Jahr 1995 nicht mehr. Seit fast sechs Jahren hat der S&P nicht mehr als 4% gewonnen oder verloren an einem Handelstag – auch das ein sehr langer Zeitraum!

Das derzeitige Marktgeschehen zeigt also das, was man in den USA als „complacency“ bezeichnet, als Sorglosigkeit oder auch als Selbstgefälligkeit. Diese zeigt sich derzeit vor allem auch in vielen Kommentaren etwa bei FMW, in denen die These vertreten wird, dass die Märkte niemals mehr fallen würden, weil die Markt-Götter, also die Notenbanken, das nicht mehr zulassen würden.

Dabei versucht doch die Fed gerade, aus Sorge über diese „complacency“, die Zinsen anzuheben, selbst wenn die Inflation nicht anzieht – man fürchtet die Wiederholung des einst von Greenspan titulierten „irrationalen Überschwangs“, dem dann ein Crash folgen könnte. Das ist das, was die Fed mit den laxen „financial conditions“ meint – und viele in der Fed scheinen der Auffassung zu sein, dass es schon deshalb Sinn macht, die Zinsen anzuheben, um sie dann überhaupt wieder senken zu können, wenn es nötig sein sollte.

Theoretisch aber kann der Anstieg des Margin Debts immer weiter gehen, ebenso können natürlich auch die Aktienmärkte schlicht weiter steigen. Aber wenn der Zug in die andere Richtung fahren sollte, dann ist die hohe Hebelung vieler Investoren ein Beschleunigungsfaktor, Kettenreaktionen bei Algorithmen und die Austrocknung der Liquidität bei ETFs werden dann weiterre Brandbeschleuniger sein..


Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0)

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    PK

    4. Oktober 2017 11:32 at 11:32

    Man sollte zur Darstellung vielleicht besser keine absoluten Zahlen verwenden sondern eher prozentual vom total market cap.
    Denn üblicherweise handeln viele mit einer prozentual konstanten Margin.
    Übertreibungen nach oben oder unten würde man so viel besser erkennen.

  2. Avatar

    PK

    4. Oktober 2017 11:35 at 11:35

    Hab mal bisserl gesucht und hier hat z.B. jemand die Margin Debt richtig aufgetragen:
    https://www.yardeni.com/pub/stmkteqmardebt.pdf
    So betrachtet, hat sich die Debt Percentage seit 10 Jahren kaum verändert…

    • Avatar

      Segler

      4. Oktober 2017 12:01 at 12:01

      Danke !
      Solche Beiträge sind Perlen im Meer.
      Gleich mal einen Link draufgemacht.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      4. Oktober 2017 12:07 at 12:07

      @PK, aber das ändert ja nichts an der Grundaussage der immer höheren gehebelten Summen! Dass die Hebelung eher proportional zu den Kursen mitsteigt, ändert nichts daran, dass die absolute Hebelung weiter steigt, was tendentiell wiederum die Risiken erhöht, wenn die Fahrtrichtung des Zuges sich ändern sollte..

      • Avatar

        PK

        4. Oktober 2017 14:19 at 14:19

        wenn die prozentuale Debt bezogen auf das gesamte market cap gleich bleibt, dann wird auch der zusätzliche Druck auf die Kurse (durch Marginreduktion bei fallenden Kursen) zu prozentual gleichen zusätzlichen Verlusten führen, nur die absoluten Verluste sind größer.
        Das ist ähnlich simpel einzusehen wie die Tatsache, daß ein 1000 Punkte Verlust bei einem Dow von 11.000 eben prozentual 2x größer ist als heute.
        Und daher ist meiner Ansicht nach der absolute Wert der Margin Debt eben nicht so entscheidend wie der prozentuale.
        Generell muss man bei irgendwelchen Charts und Relationen immer sehr aufpassen, wie man es wirklich zu interpretieren hat. Oft gibt es 2 Seiten.

        • Avatar

          PK

          4. Oktober 2017 14:43 at 14:43

          um noch einen anderen einleuchtenden Vergleich zu bringen.
          Die Short interest beträgt an der NYSE im Schnitt in den letzten 10 Jahren durchschnittlich gleichbleibend zwischen 4-5%.
          Absolut betrachtet, könnte man nun als Bullenargument anführen, daß also die absolute Summe an Dollar, die gegen den ansteigenden Markt gewettet wird immer größer geworden ist und sogar doppelt so groß ist wie die Margin Debt ! Wir reden hier also über 1 Billion Dollar short interest !
          Ich halte daher die prozentuale Bewertung für viel zielführender, ausser man will ein paar Bären aus Kreuz legen.
          Ich halte es als Physiker bei solchen Kurven immer mit Hopkins „Was ist es in sich selbst“

  3. Avatar

    Schuppo

    4. Oktober 2017 12:04 at 12:04

    Die Dummen werden im Ernstfall die kreditierenden Brokerhäuser sein. Denen ist das aber schnurz und piepegal weil die alle nur Fassade sind. Kriminellen Banken angeschlossene whitewashing branches.

  4. Avatar

    Ex-Bänker

    4. Oktober 2017 13:02 at 13:02

    HEBEL HOCH 3 , also das heisst die Kurse sind durch die Notenbanken hochgetrieben u.die dadurch extrem hohen Summen sind noch durch Kredite gehebelt.Der nächste Turbo der US -Steuersenkungen ist auch schon eingepreist.Wie wir kürzlich lesen konnten ist sogar der grosse Buffett stark gehebelt ! !
    Kürzlich schrieb Howard Marks,
    AN WEN SOLL MAN VERKAUFEN WENN DIE PARTY STOPPT U.ALLE ANDERN AUCH AUSSTEIGEN WOLLEN ?
    Ich habe früher einmal gelesen Buffett kaufe nur was er verstehe, ich nehme an ,dass er das versteht, hat er darum soviel Cash?

  5. Avatar

    Beobachter

    4. Oktober 2017 13:58 at 13:58

    Da ja der Super Buffett anscheinend auch stark auf dasGDP achtet im Verhältnis zu den Börsenkursen wäre noch zu erwähnen:
    -Anstieg des S-P 500 seit 2008 = ca. 300%
    -Anstieg des GDP seit 2008. = ca, 33% zu einem heute viel schwächeren Dollar ? ?

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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