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Wall Street: Viel kaputt gegangen! Ist das noch ein Bullenmarkt?

Bestandsaufnahme eines Desasters – wo sind Trumps Jubel-Tweets über die Allzeithochs am US-Aktienmarkt?

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am

Erleben wir derzeit an der Wall Street nur eine Korrektur – oder ist das doch eine Trendwende zu einem Bärenmarkt? Schauen wir uns zunächst die nüchternen Zahlen an:

– der Dow Jones verlor seit Anfang Oktober -8,9%

– der S&P 500 verlor seit dem Hoch vom 20.September -9,9%

– der Nasdaq Composite verlor seit seinem Hoch im August -13,1%

– der Nebenwerte-Index Russell 2000 verlor seit seinem Hoch im August -15,1%

Bedenklich ist vor allem, dass nach dem Abverkauf im Februar wir nun die zweite Korrektur von 10% in nur einem Jahr erleben – das gab es in den letzten 30 Jahren nur ein einziges Mal, aber nie nach einem langen Bullen-Markt! Ist das überhaupt noch ein Bullenmarkt? Das gestrige reversal mit anfänglich starken Gewinnen, die sich dann in herbe Verluste verwandelten, war eine der intensivsten Drehungen der Aktienmärkte in den letzten Jahren!

All das passiert vor dem Hintergrund eines starken US-BIPs, einer rekordniedrigen Arbeitslosigkeit in den USA, starken Zahlen der US-Firmen und einem immensen Steuer-Stimulus durch die Trump-Administration. Dennoch ist der Trend derzeit: raus aus Wachstum (growth), rein in solide Werte (value).

Besonders unter Druck sind daher die US-Tech-Werte:

– Facebook und Netflix haben ein Drittel ihres Wertes seit ihren Hochs verloren

– Google verlor 20% seit seinem Hoch, Amazon 25% – nun also auch offiziell in einem Bärenmarkt

– einziger FANG-Wert, der sich noch einigermaßen halten kann ist Apple mit einem Minus von 8,5% seit Erreichen des Allzeithochs. Da Apple wichtig ist für eine riesige Zulieferindustrie in der ganzen Welt, kommen den Apple-Zahlen am Donnerstag besondere Bedeutung zu!

Charttechnisch sind die großen US-Indizes aus ihren Aufwärtstrends gekippt:

Nasdaq Composite:

Dow Jones:

S&P 500:

Auffallend ist aber, dass zentrale ökomische Sektoren massiv schwächeln – so zum Beispiel die „Homebuilders“ (dargstellt am ETF XHB), die im Durchschnitt 30% gefallen sind seit ihrem Hoch und sich seit ihrem Allzeithoch im Januar nicht mehr wirklich erholt haben:

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

Auch andere zyklische Sektoren mit ausgeprägter Schwäche: der S&P 500 Airlines index verlor 19% seit seinem Hoch, der Material-Sektor (ETF mit dem Namen XLB) verlor 20% von seinem Allzeithoch, der Finanz-Sektor (ETF mit dem Namen XLF) verlor 15% von seinem 2018-Hoch. Auffallend ist, dass sich nur defensive Sektoren besser halten (consumer staples, Utilities (=Versorger). Wer soll jetzt also die „Führung“ übernehmen? Die bessere performance der defensiven Sektoren legt nahe, dass da was „im Busch ist“!

Schon deshalb bleibt also Vorsicht angesagt – auch die gestrige impulsive Erholung zum Handelsende hin ist noch lange kein Befreiungsschlag:

Vieles spricht dafür, dass die Märkte einen Abschwung einpreisen, der wohl spätestens auch 2019 oder 2020 in den USA eintreten wird – nicht zuletzt wegen der Handelspolitik von Donald Trump, die eine ohnehin schon unter Druck stehende chinesische Wirtschaft weiter schwächt. Und wenn China niest, hat die Welt eine schwere Grippe!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Beobachter

    30. Oktober 2018 17:10 at 17:10

    Die ewige Diskussion, ob Aktien oder Anleihen, warum müssten es 3,5% Rendite bei Anleihen sein, wie Viele meinen.Howard Marks ( einer der anerkanntesten Investoren) sagt in einem Bericht:
    In diesem Umfeld ist Vorsicht angebracht. Er würde jetzt eher in Anleihen statt in Aktien investieren.
    Wer möchte Howard Marks widersprechen ?

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Dax-Signal für beide Richtungen

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Gestern ging es im Dax bergab, ohne dass er vorher unseren Einstieg erreichte. Eine große Erholung nach oben sollte heute nicht möglich sein. Jetzt haben wir ein doppeltes Signal bereitgestellt für einen Long-Einstieg, und einen Short-Einstieg. Mehr dazu finden Sie hier.

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Dax: Das Jahr 2000 und heute – vorwärts in die Vergangenheit

Manchmal reimt sich Börsen-Geschichte – und wenn das diesmal so ist, dann könnten wir bis Januar steigen – bevor es dann richtig ungemütlich wird!

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am

Manchmal reimt sich Börsen-Geschichte – auch diesmal? Wenn dem so wäre, dann könnte es durchaus ungemütlich werden in 2019, denn die aktuelle Geschichte „reimt“ sich mit einem Muster, das wir im Dezember des Jahres 2000 gesehen hatten – also jenes Jahr, in dem die Dotcom-Blase zu platzen begann. Und jendes Jahr neben den Jahren 1987 und 2008, in denen es beim S&P 500 im Dezember zu Verlusten von -3% gekommen ist (was in den restlichen Jahren sonst nie vorkam, weil der Dezember eigentlich ein sehr guter Börsenmonat ist!).

Auch im Dezember 2000 passierte das, was gestern passierte: ein Dreifachboden wurde nach unten durchbrochen mit einem neuen Tief, dann erfolgte eine impulsive Drehung nach oben:

(Chart: northmantrader.com)

 

Auch gestern der Bruch eines Dreifachbodens – dann eine impuslive Rally:

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

Im Dezember 2000 ging es dann nach dem Erreichen des Tiefs bis Anfang Januar 2001 weiter nach oben, bevor dann der nächste Abverkauf einsetzte:

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Und ähnlich könnte es diesmal auch laufen! Noch einmal ein Tief, dann eine impulsive Erholung durch den Dezember – ab der zweiten Dezember-Woche wird die Saisonalität nämlich ohnehin extrem günstig! Man wollte seine Jahresendrally, also bekommt man sie dann nach Umwegen doch noch!

Aber übergeordnet ist die Wende schon passiert:

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

Was wir seit Oktober sehen, spricht eine klare Sprache: die Trendwende hat stattgefunden, wir sind bereits in einem Bärenmarkt, der nun noch einmal durch impulsive Rallys nur kurzzeitig unterbrochen wird! Das Gleiche gilt auch für den Dax:

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Und so sah es im Dezember des Jahres 2000 beim Dax aus – nach einem recht unerfreulichen Jahr:

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Faktisch deutet vieles darauf hin, dass 2019 ein gelinde gesagt sehr schwieriges Jahr wird – denn was derzeit an den Märkten abläuft ist nicht mehr nur eine Korrektur innnerhalb eines ansonsten intakten Bullenmarkts! Was wir seit 2018 mit dem Abverkauf im Februar und nun ab Oktober erleben, ist eine Trendwende – ausgelöst durch eine Trendwende der Liquiditätslage: die Fed hat es gegeben, die Fed hat es nun mit Zinsanhebungen und Bilanzreduzierung wieder genommen.

 

Vielleicht ist es schlicht und simple: solange die Notenbanken die Märkte mit Liquidität künstlich nach oben pumpten, stiegen die Kurse – als sie damit aufhörten und Liquidität entzogen, fielen sie. Also werden die Kurse mit Zwischenerholungen so lange fallen, bis die Fed anfängt zu blinzeln und in Panik gerät, spich die Zinsen senkt – dann kommt wahrscheinlich noch einmal eine impulsive Rally. Bis man dann feststellt, dass die Notenbanken ihr Pulver bereits verschossen haben..

 

 

Von Christoph F. Siekermann – Fotografiert am 03. März 2006, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12057470

 

 

 

 

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Wer hat da gedreht? Videoausblick

Merkwürdigkeiten des gestrigen Handels..

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Das war gestern ein extrem merkwürdiger Handelsverlauf an der Wall Street! Zunächst folgte die Wall Street den schwachen europäischen Märkten und geriet besonders unter Druck nach Mays Absage der für heute geplanten Brexit-Abstimmung. Nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief aus dem Oktober unterschritten hatte und unter die 2600er-Marke gefallen war, kam plötzlich die Drehung, ausgehend von der Apple-Aktie, die von eonek deutlichen Minus ins Plus drehte – und das obwohl ein chinesisches Gericht faktisch den Verkauf der meisten iPhone-Modelle in China verboten hatte. Wer hat denn da gedreht – hat Apple vielleicht massiv eigene Aktien zurück gekauft? Der Dax konnte sich mit der Wall Street erholen, wirkt aber nach wie vor schwaächer als die US-Indizes..

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