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Wall Street vor Entscheidung – rein in den Markt oder überfällige Konsolidierung?

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Bereits seit zwei Wochen spitzt sich die Lage an den US-Märkten zu und zwar dergestalt, dass es aus Sicht der Investmentfonds zu einer Entscheidung kommen muss. Ich hatte ja schon mehrfach darauf hingewiesen, dass diese Kapitalanleger dem Braten der Aktienhausse nicht getraut haben und etwas unterinvestiert blieben, um den Rückstand zu den passiven Fonds (ETFs) auf einem verbilligten Niveau aufzuholen. Deshalb auch die niedrigen Umsätze.

War ja auch irgendwie logisch. Ständig steigende Kurse bei sich verschlechternden Frühindikatoren und der Erwartung eines Rezessionsquartals. Aber es kam eben anders, das Quartal war nicht so schlimm wie befürchtet. Der S&P 500 hat sich still und heimlich an sein Allzeithoch vom Herbst 2018 herangeschlichen und es bereits überwunden, er schloss gestern mit 2941 Punkten auf einem neuen Allzeithoch, welches der Nasdaq schon erreicht hat, nur der Dow Jones liegt noch ein gutes Prozent darunter.

 

Short-Squeeze voraus?

Damit könnte etwas geschehen, was für logisch und fundamental denkende Anleger schlichtweg irrsinnig ist. Neue Höchstkurse stellen ein Kaufsignal dar und die aktiven Fondsmanager, die der Hausse ferngeblieben sind, müssen in den Markt „Whatever it takes“. Ein schlimmes Shortsqueeze-Szenario für die Branche, denn nach ein paar Prozent Kursgewinne könnte es durchaus zu Gewinnmitnahmen kommen.

Aber, dies ist für die Branche eigentlich nichts Neues, denn wenn man mit Timing den Markt zu schlagen versucht, muss man stets mit der artigen Überraschungen rechnen. Da ist es in Trendmärkten schon um einiges leichter, aber nach zehn Jahren Hausse wird es ungleich schwerer Marktentwicklungen zu antizipieren.

Gestern kamen nachbörslich die Zahlen der Google-Mutter Alphabet, die nicht nur wegen der EU- Strafzahlungen schlechter als erwartet ausfielen. In der Nacht meldete Samsung, eine der führenden Technologiefirmen weltweit, einen Gewinneinbruch um 57 Prozent, auch wegen des Vormarsches von Huawei.

Heute Apple-Zahlen, morgen Fed-Sitzung und noch einige Q1- Zahlen, es ist noch nichts entschieden, aber man sollte auf beide Szenarien gefasst sein. Denn dass die Kurse noch längere Zeit auf der Stelle treten, ist eher unwahrscheinlich.

 

Die New York Stock Exchange im Jahr 2009
By Government of Thailand – Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26323620

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Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

Rüdiger Born

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Neben dem Dax schaue ich mir im folgenden Video vor allem ganz genau die aktuelle Entwicklung im Dow Jones an. Es geht gen Süden. Ist noch mehr Abwärtspotenzial vorhanden? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Dax: Neutrale Stimmung lässt Fortsetzung der Rallye vermuten – nur wann?

Stephan Heibel

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So viel passiert und so wenig zu sehen: Nach einer ereignisreichen Woche notiert der DAX nahezu unverändert auf dem Niveau von vor einer Woche. Dabei haben wir diverse Übernahmen, Börsengänge und Tech-Ausverkäufe gesehen, sowie eine Notenbankentscheidung und Betrugsvorwürfe verarbeitet. Wenn ich mir das vor Augen führe, dann hat sich der Aktienmarkt doch erstaunlich robust gezeigt.

Auch unsere Sentiment-Analyse zeigt erstaunlich wenig Bewegung: Die Stimmung bleibt auf einem neutralen Niveau bei -0,1. Die Verunsicherung unter den Anlegern bleibt moderat bei -1,4. Sogar die Zukunftserwartung bleibt mit einem Wert von +1,2 auf dem gleichen Stand wie vor einer Woche. Das ist mäßiger Optimismus, eine dünne Mehrheit für die Optimisten vor den Pessimisten, wobei die neutral gestimmten Anleger die größte Gruppe bilden.

Einzig bei der Investitionsbereitschaft gibt es ein wenig Bewegung: Nach 2,0 in der Vorwoche ist der Indikator nun auf 1,1 gesunken. 2% der Umfrageteilnehmer, die vor einer Woche noch Kaufen wollten, sind nun ins Lager derer übergesiedelt, die Verkaufen möchten. Kaufabsicht ist eine wichtige Voraussetzung für steigende Kurse, doch nur eine von vielen. Es kann auch sein, dass bereits ein nachlassender Verkaufsdruck für steigende Kurse sorgt.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert ebenfalls unverändert bei neutralen -2. Profis, die sich über die Eurex absichern, verhalten sich ebenfalls neutral. Das Put/Call-Verhältnis von 1,3 liegt nur leicht unter dem Durchschnitt von 1,4.

In den USA sieht es da anders aus. Das Put/Call-Verhältnis der CBOE notiert weiterhin bei 0,45 Punkten und damit in einem Bereich, der so bullisch ist wie in den vergangenen fünf Jahren nicht. Das Vertrauen in Präsident Trump, bis zu den Wahlen eine gute Börsenstimmung zu schaffen (wichtiger Faktor für Wiederwahl!), ist sehr groß.

Ganz anders sehen dies Fondsmanager, deren Investitionsquote vor einer Woche um 40% auf 53% eingebrochen war. Diese Woche folgte nur eine leichte Gegenbewegung auf 59%. Jetzt wird ein Schuh draus: Fondsmanager haben schon vor einer Woche Cash generiert, um für die anstehenden Börsengänge von Snowflake, Amwell und bald folgend vielleicht auch Palentir und AirBnB gerüstet zu sein. Ohh, und nicht zu vergessen, vielleicht besteht Trump auf einen Börsengang der US-Sparte von TikTok?

Unter US-Privatanlegern dominieren die Pessimisten, das Bulle/Bär-Verhältnis steht bei -8,4%.

Die technisches Verfassung der US-Märkte ist neutral, wenn wir dem Angst & Gier Indikator des S&P 500 glauben (53%).

Dax Sentiment – die Interpretation

Es hat den Anschein, Anleger sind erst einmal überfordert, die vielen Ereignisse der abgelaufenen Woche einzuordnen, denn die Stimmung hat sich seit der vergangenen Woche kaum verändert. Es bleibt bei der Aussage der vergangenen Wochen: Rotation! Es gibt einige Aktien, die sind bereits zu hoch gelaufen. Gleichzeitig gibt es aber noch viele Aktien, die besser aus der Coronakrise kommen, als viele das erwartet haben.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie kann ich keine künftige Richtung ableiten. Grundsätzlich würde ich die Stimmungslage dahingehend interpretieren, dass noch reichlich Luft nach oben für diese Rallye besteht. Der Optimismus ist überaus moderat und in der Regel enden Rallyes mit überschäumender Feierlaune bei großem Optimismus. Davon sind wir weit entfernt.

Doch ich kann der aktuellen Stimmungslage nicht entnehmen, ob wir vor der Wiederaufnahme der Rallye beim Dax noch einen Rücksetzer verkraften müssen, oder nicht. Ich weiß also nicht, ob Sie jetzt schon investiert sein sollten, oder noch eine bessere Gelegenheit dafür bekommen. Daher bleibe ich auch hier bei meiner Standard-Empfehlung: Schrittweise vorgehen :-). Jetzt gibt es bei einzelnen Werten schon Kaufkurse. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits neue Positionen aufgebaut. Aber Sie sollten noch Pulver trocken halten, falls es noch einen Rücksetzer gibt.

Die Stimmung zum Dax ist neutral

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Aktien

Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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