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Geld wird teurer Wall Street: Wer gewinnt den Kampf um die Zinsen? Marktgeflüster Teil 1

Am Freitag jubelte die Wall Street über die (vermeintlich) besseren US-Arbeitsmarktdaten – aber die starken Zahlen bremsen eben auch die Erwartung schnell fallender Zinsen, daher steigen die Kapitalmarkt-Zinsen immer weiter (10-jährige US-Anleihe über 4%). Nun ist sogar fraglich, ob die Fed bei der nächsten Sitzung am 07.November überhaupt die Zinsen wieder senkt – und das ist ein echter game changer im Vergleich zu den Vorwochen (als eine 0,5% Senkung noch als wahrscheinlich galt). Nun tobt der Kampf an der Wall Street, was besser für die Aktienmärkte ist: die geringere Wahrscheinlichkeit einer Rezession – oder die schwindende Aussicht auf schnell fallende Zinsen. Daher werden die Inflations-Daten am Donnerstag und Freitag besonders wichtig – und die weitere Entwicklung beim Ölpreis..

Hinweise aus Video:

1. Marktgeflüster Teil 2 sehen Sie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=nEowu5K1B78

2. Börsenbrief „Fugmann’s Trading Woche“ (mit Gold und Dax)



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3 Kommentare

  1. die kehrseite frisierter zahlen – länger aus rein geopolitischen gründen hohe zinsen, die eine rezession in neue tiefen führen wird. die rechnung für die nummer um trump zu verhinden wird die größte in der geschichte und vermutlich erfolglos. aber auch das war abgesehen davon natürlich aufgrund der inflation des dollar-fiat-systems und des bevölkerungswachstums immer in diesem zyklus schon so. gen z dumb money kauft nun seit vielen quartalen für die realwirtschaftliche situation weit überteuerte wertpapiere. sag nicht nur ich, sondern zb. auch der herr buffett.

    aber das war schon immer so. verkaufen wird man am maximalen paniklevel oder hält die verluste über jahre. und wir hatten jetzt eine rally über mehr als ein jahrzehnt aufgrund von liquiditätsflutung/nullzinsen. jetzt geht auch dieser blase die luft aus, weil die welt nicht nur mehr aus dem westen besteht. der nahe osten wird der trigger.

    so will es big money seit jeher an der börse. diszipliniert die möchtegern-haie damit sie nicht zu übermütig werden und weiter angestellt geld verdienen zu müssen. die amis (privat und staat) haben sich jedenfalls als lighthous der mmt über beide ohren verschuldet. eine gegenseitige abhängigkeit die bald große bruchstellen offenbaren wird.

    1. @ost. Wieder einmal viel Verschwörungstheorie von Mister Apocalypse soon. Natürlich ist der Markt in den USA sehr teuer geworden, aber nicht in allen Sektoren im S&P 500. Der Index, der schon die 47 Billionen Dollar Grenze übersprungen hatte. Aber was soll der Quatsch mit Big Money will es so? Es gibt Abermillionen Anleger aus hundert Ländern in den US-Markt, Käufer von ETFs, Staatsfonds und auch viele der 8000 Hedgefonds, die zumeist andere Strategien fahren. Wo ist hier das große Geld, welches die Börsen steuert? Selbst die US-Großbanken wie JPMorgan oder Bank of America haben unterschiedliche Ziele, die eine ist short, die andere long, um bessere Handelsergebnisse zu erzielen. Aber man braucht halt eine Erklärung, warum man die Rallye nicht mitgemacht hat. Die Plausibilitätsfalle.

  2. Alles läuft nach Plan.

    Das Goldilocksszenario für Gold nimmt langsam Gestallt an.

    Ende letzten Jahres erwartete ich einen mittelfristigen Goldpreisanstieg bis 2500 Dollar pro Unze.
    Auch das die Anleihekäufer höhere Zinsen am Kapitalmarkt verlangen, hat mich nicht überrascht. Davon hatte ich unter anderem Pseudonym geschrieben.

    Die kommenden fünfzehn Jahre werden nicht wie die vergangenen fünfzehn Jahre verlaufen.
    Dieses mal können die Notenbanken nicht einfach die Zinsen (die Kapitalmarkzinsen) ungestraft senken bzw. nach unten manipulieren, da mit der Inflation die Katze aus dem Sack gelassen wurde.
    Und die Inflation und vor allem die Erwartung einer wieder aufflammenden Inflation, auch aufgrund von ungezügelten Schuldenhaussen der Regierungen in den Industriestaaten, werden nicht verschwinden.

    Wir erleben gerade erst die Anfänge des Vertrauensverlustes der Marktakteure in die Fähigkeiten der Notenbanken die Finanzstabilität zu wahren. Und Risiko kostet Geld (das wird von den Anleihenemittenten eingefordert werden).

    Wer meint das Gold nun teuer ist, der wird eines besseren belehrt werden.

    Es ist ja auch nicht das Gold was wertvoller wird als bisher, sondern es sind die Währungen die wertloser werden als bisher. (Das trifft auch auf andere Assets zu).

    Und welche Beträge in den uns bekannten Währungen in den nächsten fünfzehn Jahren für eine Unze Gold aufgerufen werden, dass vermag niemand zu erahnen.

    Man sollte aber seine Vorstellung von möglichen Beträgen nicht durch seine bisherigen Lebenserfahrungen einschränken.

    Manchmal passieren auch vermeintlich unvorstellbare Dinge.

    In Gold we trust!

    Auch wenn die für Gold aufgerufenen Beträge zwischendurch Achterbahn fahren sollten.

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