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Indizes

Wall Street – wie weit geht die Erholung?

Markus Fugmann

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am

Sechs Handelstage in Folge haben die US-Indizes an der Wall Street nun hintereinander Verluste einstecken müssen – gestern und dann heute Nacht im asiatischen Handel rauschte es impulsiv nach unten. Die US-Indizes sind dabei schon stark überverkauft, von daher sollte die heutige technische Gegenreaktion – ausgelöst durch das niedrigere Fixing der chinesischen Notenbank im Dollar-Yuan-Kurs – nicht wirklich erstaunen.

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Folgender Chart des S&P-Futures gibt interessante Aufschlüsse, in welcher Lage nun die Wall Street ist:

Auffallend ist zunächst, dass der S&P-Future seinen seit Weihnachten 2018 bestehenden Aufwärtstrend nun durchbrochen hat – und das „mit Schmackes“. Das zeigt, dass mit den jüngsten Verlusten nach der vorherigen Vertrauensseligkeit viel Porzellan zerschlagen ist. Faktisch wurden damit die Gewinne aus Juni und Juli in nur wenigen Tagen komplett pulverisiert:

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Auffallend ist zweitens, dass in der „Panik“ heute Nacht der S&P-Future knapp unter die 2800er-Marke gefallen war (nachdem die USA China offiziell als „Währungsmanipulator“ brandmarkten), aber dann faktisch an der 200-Tage-Linie wieder nach oben drehte. Andere US-Indizes wie etwa der Nebenwerte-Index Russell 2000 oder auch der Bankenindex im S&P 500 handeln dagegen schon deutlich unter ihrer 200-Tage-Linie – mithin gab es also bei anderen Indizes schon Warnzeichen für einen bevorstehenden Abverkauf. Was vor allem auch fehlte, war die Marktbreite – eine sehr geringe Anzahl von Aktien erreichte neue 52-Wochenhochs an der Wall Street:

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Der Hauptgrund für diesen Abverkauf an der Wall Street? Die Hoffnungen auf einen absehbaren Handelsdeal haben sich weitgehend zerschlagen – Goldman Sachs etwa erwartet keinen Deal USA-China mehr vor den Wahlen im Jahr 2020 – das ist ein „game changer“:

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Gleichzeitg mit der Verabschiedung von der Illusion eines baldigen Deals nehmen aber die Erwartungen zu, dass die Fed die Zinsen schneller senkt – heute Nacht im asiatischen Handel lag die von den Fed Fund Futures eingepreiste Wahrscheinlichkeit, dass die Fed schon im September die Zinsen um 0,5% senkt, zwischenzeitlich bei über 50%:

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Durch die Beruhigung der Wall Street durch das niedrige Fixing bei Dollar-Yuan durch Chinas Notenbank, ist die Wahrscheinlichkeit jedoch wieder auf 24,6% für eine 0,5%-Senkung gefallen.

Was aber ist nun zu erwarten an der Wall Street? Vermutlich eine Erholungsrally, die den stark überverkauften Zustand abbaut. Aber wohl eben nicht gleich wieder der Anlauf auf neue Allzeithochs. Vielmehr dürfte der S&P 500 (bzw. der S&P 500-Future) wieder versuchen, an den gebrochenen Aufwärtstrendkanal heran zu laufen – dieser Aufwärtstrend liegt knapp über der 2900er-Marke (siehe Chart oben). Von dort aus ist die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Abprallers hoch – die „Malaise“ ist noch nicht überstanden!

Zwei NASA-Astronauten an der Wall Street - aber der Höhenflug ist unterbrochen, die Laune deutlich schlechter geworden

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Falk Immendörfer

    6. August 2019 14:45 at 14:45

    Hallo Markus,

    welchen Chart meint Sven Henrich mit $XVG?

    Freundliche Grüße + Danke

    Falk

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Indizes

DAX dailx: Der Dax ist heute auf sich allein gestellt

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Die US-Anleger beschäftigen sich heute eher mit ihrem Truthahn als mit den Märkten, daher dürfte es im Dax eher gemächlich zugehen. Im gestrigen Handel tat sich der deutsche Leitindex erneut schwer die 13.300er Marke nachhaltig zu bezwingen. Zwar gelang es dem Index zur Börseneröffnung kurzzeitig den Widerstand zu überwinden, aber für mehr als einen Fehlausbruch hat es dann doch nicht gereicht. Auch im weiteren Handelsverlauf konnte er die Hürde bei 13.300 nicht mehr überschreiten. Schließlich ist der deutsche Leitindex unverändert zum Vortag bei 13.289 aus dem Handel gegangen.

Von den sonst so euphorischen US-Börsen erhielt der Dax auch keine Unterstützung. Nachdem der Dow Jones am Dienstag erstmals über der Rekordmarke von 30.000 Punkten geschlossen hatte, legte dieser eine Verschnaufpause ein. Wahrscheinlich haben ein paar Anleger ihre Gewinne vor dem verlängerten Wochenende eingesammelt. Am heutigen Tag ist der US-Aktienhandel geschlossen, daher ist mit geringer Volatilität zu rechnen. Schauen wir mal wie sich der Dax heute ohne die Hilfe der US-Börsen schlägt, meist enden solche Handelstage in einer gähnenden Seitwärtsbewegung. Zudem dürfte sich die derzeitige Risikofreude hierzulande aufgrund der Corona-Situation in Grenzen halten.

News und fundamentale Daten

Aufgrund des Thanksgiving Feiertags sind die US-Börsen wie Dow Jones und Nasdaq heute geschlossen, somit können keine US-Aktien gehandelt werden. Die Terminbörsen laufen allerdings auch am Feiertag weiter. Der Handel findet jedoch unter dünnstem Volumen statt, daher ist der Dax heute auf sich allein gestellt.

Bei ein paar institutionellen Anlegern hat der gestern veröffentlichte Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Zentralbank gegebenenfalls zu Gewinnmitnahmen geführt. In dem Bericht wurde zwar hervorgehoben, dass die Banken heute solider als noch zur Zeit der Finanzkrise aufgestellt seien, aber man dennoch von einer Welle an Firmenpleiten und Kreditausfällen infolge der Pandemie ausgeht. In dem aktuell hohen Kursniveau ist ein derartiges Szenario sicherlich nicht eingepreist.

Datenseitig steht heute auch nicht viel auf dem Programm. Aus Deutschland wurde vor wenigen Minuten der GfK-Konsumklimaindex veröffentlicht. Dieser gilt als Frühindikator für die Verbraucherausgaben und kann zudem konjunkturelle Wendepunkte anzeigen. Der Index notiert wie erwartet weiterhin im negativen Bereich, hat aber sogar die niedrigen Erwartungen mit einem Wert von -6,7 enttäuscht (Prognose -5,0; Vormonat -3,1). Zuletzt konnte der Index im April einen positiven Wert anzeigen. Zur Mittagszeit um 12:30 Uhr erscheint dann noch das EZB Sitzungsprotokoll sowie um 13:30 Uhr der Geldpolitische Begleittext.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im frühen Handel notiert der Dax leicht über der 13.300er Marke. Auch heute stellt sich wieder die Frage, ob ihm der nachhaltige Ausbruch gelingt oder er wieder in die Range zurückfällt. Ein positives Signal wäre, wenn der Dax das gestrige Hoch bei 13.346 überwindet. Dann stehen die Chance gut, dass er auch das außerbörsliche Hoch bei 13.373 rausnimmt. Darüber wäre der Weg frei zur 13.460. Fällt der Dax unter die 13.300, dann befindet sich im Bereich von 13.275 eine erste Unterstützung. Die zweite folgt am gestrigen Tagestief bei 13.235. Weitere Unterstützungen befinden sich bei 13.200 und 13.140. Am wahrscheinlichsten ist, dass der Dax um den Pivot Punkt bei 13.303 hin und her pendelt.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 26.11. - H1-Chart - Thanksgiving-Handel

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.442 – Pivot Punkt R2

13.371 – Pivot Punkt R1

13.303 – Pivot Punkt

13.232 – Pivot Punk.t S1

13.163 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.270 – M15-Chart

13.192 – Tagestief 24.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.300 – neuralgischer Punkt

13.336 – Nachbörsliches Hoch

13.373 – Nachthoch

13.460 – September-Hoch

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Überdosis an Rotation! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte zeigen in der Erwartung eines Impfstoff eine Art massive Überdosis an Rotation: man erwartet eine Erholung der Wirtschaft und damit vieler von der Coronakrise stark betroffener Unternehmen, die so sehr wahrscheinlich gar nicht stattfinden wird. Dementsprechend sind viele Aktien vor allem aus dem Energiesektor sowie viele „Small Caps“ hoffnungslos überbewertet, zumal deren Verschuldung in den letzten Monaten geradezu explodiert ist. Heute zeigen die Aktienmärkte erste kleine Gewinntmitnahmen vor allem gerade in jenen Sektoren, die zuletzt geradezu explodiert sind. Wie geht die Wall Street angesichts des morgigen Feiertags aus dem Handel? Die gehandeltne Volumina sind schon deutlich ausgedünnt..

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Indizes

Rüdiger Born: Bullenmarkt in Frage gestellt

Rüdiger Born

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Der Bullenmarkt für Aktien ist erst einmal in Frage gestellt. Dies schaue ich mir im Video am Dow-Chart genauer an. Auch blicke ich auf eine mögliche Idee bei Gold.

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