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Gold/Silber

Wann bricht der Goldpreis nach oben aus?

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Ein Barren Gold

Seitdem der Goldpreis in US-Dollar die bisherigen zyklischen Höchststände Mitte April erreichte, konsolidieren die Notierungen des gelben Edelmetalls seit Wochen in einer engen Seitwärtspanne. Die Bekanntgabe der jüngsten Entscheidungen der US-Notenbank Fed halfen dem Goldpreis, sich erneut an den oberen Rand dieser Preisspanne heranzuarbeiten. Wird diesmal der Ausbruch nach oben gelingen und welche weiteren Impulse könnten dabei behilflich sein?

Der Goldpreis drängt nach oben

Am 14. April erreichte der Goldpreis intraday knapp die Marke von 1.750 US-Dollar pro Unze. Seitdem konsolidieren die Notierungen des gelben Edelmetalls in einer Seitwärts-Range zwischen 1.670 und 1.763,62 US-Dollar pro Unze – so auch in der vergangenen Woche. Am Mittwoch erhielt der Goldpreis erneut Auftrieb durch die Bekanntgabe der jüngsten Entscheidungen der US-Notenbank und konnte sich wieder in Richtung des oberen Rands der Preisspanne heranarbeiten und lag zum Wochenschluss bei 1.731,30 US-Dollar pro Unze. Der für deutsche Anleger relevante aber für die rein charttechnische Betrachtung vernachlässigbare Goldpreis in Euro notierte zum Wochenultimo bei 1.538 pro Unze und damit nur 4,7 Prozent von seinem Allzeithoch vom 15. Mai 2020 bei 1.610 Euro pro Unze entfernt.

Kursverlauf des Goldpreis in US-Dollar als Chart

Da es ein ganzes Bündel von positiven Impulsen für den Goldpreis gibt, ist in den nächsten Tagen oder maximal Wochen mit einem Durchbruch durch den hartnäckigen horizontalen Widerstandsbereich zu rechnen. Die Marke von 1.800 US-Dollar pro Unze befindet sich charttechnisch in Reichweite und der Markt zeigt in Anbetracht der saisonal schlechtesten Phase für Gold erstaunliche Stärke. Der Chartverlauf vermittelt den Eindruck, dass der Preis nach oben ausbrechen will.

Die Fed schafft ein konstruktives Umfeld für Gold

Nach der zweitägigen Offenmarktausschusssitzung (FOMC) der US-Notenbank überraschte der Präsident der Fed, Jerome Hayden „Jay“ Powell, die Marktteilnehmer in seinem Statement mit einer ungewohnt nüchternen Analyse zur Lage der US-Wirtschaft und der Ankündigung einer noch lange andauernden Nullzins-Phase. Der Arbeitsmarkt erhole sich deutlich langsamer, als dies die jüngsten Zahlen des Bureau of Labour Statistics (BLS) suggerierten. Auch werde die Erholung der Konjunktur in den nächsten Quartalen langsamer voranschreiten, als zunächst erwartet. Die Fed hat ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr nochmals auf nun minus 6,5 Prozent nach unten revidiert. Viele von Arbeitsplatzverlusten betroffene Menschen werden wohl nicht mehr in den Arbeitsmarkt zurückkehren können. Die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern sowie nach Dienstleistungen aller Art wird durch den ökonomischen Schock und die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie gedämpft bleiben.

In der Folge haben sich alle 16 stimmberechtigten Mitglieder des FOMC der US-Notenbank Fed für ein Verbleib der Leit-Zinsen (Fed Funds Rate) bei nahe null ausgesprochen. Aktuell liegt dieser Zinssatz bei effektiv 0,05 Prozent. 15 der 16 stimmberechtigten Mitglieder des FOMC wollen die Zinsen sogar bis Ende des Jahres 2022 auf diesem Niveau belassen. Gleichzeitig kündigte die Fed an, ihr Ankaufprogramm für US-Staatsanleihen, Unternehmensanleihen (auch schlechter Bonität) sowie hypothekenbesicherte Anleihen und Kommunalobligationen „so lange wie nötig“ fortzusetzen. Das QE4-Programm wird “mindestens” in dem aktuellen Volumen von 80 Milliarden US-Dollar pro Monat für amerikanische Staatsanleihen sowie von rund 40 Milliarden US-Dollar pro Monat für hypothekenbesicherte Wertpapiere (MBS) fortgesetzt werden.

Die Saisonalität und die COT-Daten liefern ebenfalls positive Impulse

Sehr konstruktiv sehen aktuell die Daten von der für die Goldpreisbildung nach wie vor wichtigen US-Terminbörse COMEX aus. Die spekulativen Kauf-Positionen bilden sich weiter zurück: Die Netto-Long-Position der großen Spekulanten („Large Speculators“) sanken bis zum Stichtag 9. Juni um weitere 4,7 Prozent auf 208.613 Kontrakte (rote Linie im Chart). Ein derartiges Muster hat es zuletzt während der großen Finanzkrise gegeben, als die physische Nachfrage den Terminmarkthandel als preisbestimmenden Faktor ablöste und die Kurse jahrelang dynamisch nach oben strebten. Dies zeigt sich aktuell auch in den außergewöhnlich hohen Anträgen auf Auslieferungen des physischen Metalls nach Ablauf der Gold-Terminkontrakte zum Fälligkeitstag. Die diesbezüglichen Anträge auf physische Auslieferung, die sogenannten „Delivery Notices“ für den Juni-Kontrakt, liegen aktuell bei 50.416 Stück. Der bisherige Rekordwert lag im April 2020 bei 31.666 Anträgen. In der Kalenderwoche 23 sind 3.293 Auslieferungsanträge neu hinzugekommen. Aus saisonaler Sicht erreicht der Goldpreis Mitte Juni, also zu Beginn der kommenden Woche, sein Tief. Danach steigen die Kurse rein statistisch unter Schwankungen bis weit in den Herbst hinein an.

Gold als sicherer Hafen wieder gefragt

Interessant ist die erneute negative Korrelation zwischen den dynamisch korrigierenden Aktienmärkten und dem Verlauf des Goldpreises. Natürlich kann es auch bei Gold kurzfristig zu spekulativen Gewinnmitnahmen kommen. Ein liquiditätsbedingter Crash wie im März ist wegen der qualitativen und quantitativen Extremmaßnahmen der Notenbanken aber eher unwahrscheinlich.
Die Marktteilnehmer scheinen zurecht darauf zu spekulieren, dass die konjunkturelle Skepsis der Fed und das bereits angekündigte fünfte billionenschwere US-Konjunkturprogramm die Rahmenbedingungen für Gold weiter verbessern werden.

Fazit und Ausblick

Viele Aspekte sprechen derzeit für weiter steigende Goldpreise, wie ich zuletzt auch in meinem Beitrag „Keine Panik – es ist nur eine Korrektur!“ vom 8. Juni 2020 ausführte. Dazu zählen neben der Charttechnik auch die sich aktuell explosionsartig verschärfende globale Schuldensituation, die Abschaffung des Zinses auf lange Sicht, die Liquiditätsflut durch die großen Notenbanken und der Bedarf an sicheren Häfen in unsicheren Zeiten für Anleger. Zudem fehlt der Gegenwind vom US-Terminmarkt, der im Gegenteil sogar positive physische Nachfrageimpulse setzt. Die Einzelhandelsnachfrage aus China erholt sich ebenfalls wieder.

Ein Belastungsfaktor bleibt die schwierige Situation in Indien, dem Land mit der ehemals größten Konsum- und Produktions-Nachfrage nach Gold weltweit. Indien befindet sich gerade voll im Griff er Covid-19-Pandemie. Kompensiert wird diese Nachfrageschwäche jedoch durch rekordhohe Mittelzuflüsse in goldgedeckte Exchange Traded Funds (ETF) in den ersten fünf Monaten dieses Jahres.
Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, bevor der Goldpreis die Marke von 1.800 US-Dollar pro Unze knackt und abschließend neue Allzeithöchststände auch in der Weltleitwährung etabliert.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Dagobert

    14. Juni 2020 18:50 at 18:50

    Wie ist der Anteil von 10% südafrikanischen Minengesellschaften in den Minen-ETfs aufgrund der dortigen politischen Instabilität zu werten?

  2. Pingback: Nachrichten und Meldungen vom 15.06.2020 | das-bewegt-die-welt.de

  3. Avatar

    Hannes Zipfel

    15. Juni 2020 17:38 at 17:38

    Das Risiko bei südafrikanischen Minen ist wegen der fragilen ökonomischen, sozialen und politischen Situation überdurchschnittlich hoch. Der ZAR neigt aktuell trotz einer temporären Erholung seit Ende Apreil wieder zur Schwäche. Das hält zwar die Produktionskosten niedrig, aber die Risiken, auch von Seiten der Covid-19-Pandemie, sind nicht zu unterschätzen. Ein Anteil von 10 Prozent ist in Anbetracht des für die Minen sehr günstigen Wechselkurses vertretbar (die Kosten fallen größtenteils in ZAR an, die Gold-Verkaufserlöse aber im starken USD).

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Anleihen

Goldpreis: Aktuell echte Stärke, und ein Blick auf die Realrenditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Haben Sie Freitag Nachmittag unsere Berichterstattung zum Thema Gold verfolgt? Da fiel der Goldpreis plötzlich. Zeitgleich war der US-Dollar (gut sichtbar im Währungskorb “Dollar-Index”) deutlich gestiegen. Oft gibt es eine klare Korrelation. Dollar stark, Gold schwach, und umgekehrt! Und so geschah es dann auch zügig am Freitag Nachmittag. Der Dollar-Index kletterte schon den ganzen Freitag von 92,52 auf über 93,50 Punkte. Und der Goldpreis sackte ab von 1.975 auf 1.960 Dollar, wohl vor allem als Reaktion auf den starken US-Dollar.

Goldpreis kann sich halten

Aber seitdem? Da zeigt der Goldpreis eine aktuelle Stärke. Denn schauen wir hier mal auf den aktuellen Chart, wo Gold in rot-grün gezeigt wird, und der Dollar-Index in blau. Der Greenback ist auch übers Wochenende weiter deutlich gestiegen auf jetzt 93,82 Punkte. Demnach hätte der Goldpreis weiter fallen können oder sogar müssen? Aber nein, das Edelmetall hält sich robust bei 1.971 Dollar. Dies kann man als aktuell echte Stärke bezeichnen. Weitere Anläufe über 1.980 Dollar und in Richtung der großen runden Marke von 2.000 Dollar sind jederzeit möglich? Vor allem, wenn der Dollar-Index wieder kehrt macht gen Süden? Es bleibt spannend.

Chart zeigt Goldpreis gegen Dollar-Index

Realrenditen

Die realen Renditen von Anleihen ergeben sich aus dem Zins abzüglich der Inflationsrate. Holger Zschaepitz hat im folgenden Chart, der bis zu den 90er-Jahren zurückreicht, die Realrendite deutscher Bundesanleihen gezeigt. Schon seit Jahren liegen sie im negativen Bereich. Ganz aktuell kommen sie etwas nach oben Richtung Null-Linie. Dies liegt aktuell aber wohl nur daran, dass die Inflation in Deutschland auf Null gesunken und sogar in die Deflation gerutscht ist. Und das wiederum liegt wohl vor allem an der jüngst in Kraft getretenen Mehrwertsteuersenkung, durch die viele Produkte billiger wurden.

In der folgenden Grafik der Notenbank von St. Louis sieht man für zehnjährige US-Staatsanleihen den inflationsbereinigten Zins. Seit Januar diesen Jahres geht es in den Minusbereich. Der Chart reicht von 2018 bis zum letzten Donnerstag. Es geht weiter Richtung Süden. Was lernen wir daraus? Je schlechter verzinsz Anleihen global sind, desto größer grundsätzlich der Drang von Anlegern Richtung Edelmetalle, was dem Goldpreis helfen sollte (hier dazu ein interessantes Video von Markus Fugmann). Eine Garantie für steigendes Gold ist das nicht, aber von der Grundtendenz her… wenn man sieht, 2018 lag der Goldpreis noch bei 1.300 Dollar!

US-Realrendite fällt immer weiter

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Allgemein

Markus Krall: Zombies kippen bald, und Misstrauensvotum gegen Politik

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Markus Krall über das anstehende große Gewitter für die Volkswirtschaft

Markus Krall ist schon seit mehreren Jahren wohl der große Mahner schlechthin, wenn es um den möglichen wirtschaftlichen Kollaps, den Banken-Crash und die anstehende Inflation geht. Von vielen großen Medien als Crash-Prophet in die Witze-Ecke gestellt, kann Degusssa-Chef Markus Krall seine Thesen aber konkret begründen. Wenn wir seine Kommentare immer wieder mit Artikeln begleiten, betonen wir stets: Die Analysen sind glasklar und gut nachvollziehbar. Dennoch muss man nicht alle möglichen Folgen des großen Zusammenbruchs inhaltlich teilen, die Markus Krall anspricht. Und die Dimension eines wirtschaftlichen Kollaps, die er anspricht, auch das kann man auch so oder so sehen.

Markus Krall mit aktuellem Kommentar

Diese Woche hat Markus Krall sich zur aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Coronakrise geäußert. Es handele sich gar nicht um eine Coronakrise. Nein, das Coronavirus sei lediglich der Auslöser für die aktuelle Krise gewesen. Massive wirtschaftliche Ungleichgewichte seien vorher jahrelang aufgespart worden. Es habe nur irgendein Auslöser gefehlt für so eine Krise, so Markus Krall im folgenden Video. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: In der Tat, jetzt in der Krise und wohl auch noch in Jahren und Jahrzehnten werden Politiker sagen: Das Virus war schuld an der Krise, wir waren ja nicht schuld! Vorher war die deutsche Volkswirtschaft völlig gesund! Eigentlich argumentativ eine geniale Sache, dass man alle Schuld bei einem Virus abladen kann.

Markus Krall betont in altbekannter Manier, dass Politik und Geldpolitik mit einer phantasielosen Werkzeugkiste wie schon in den letzten 20 Jahren auf diese Krise reagieren würden. Mit riesigen schuldenfinanzierten Programmen würde man versuchen die Nachfrageseite zu stimulieren, mit Notkrediten, Zuschüssen uvm. Damit würden die Probleme aber nur in die Zukunft verschoben. Und die Notenbanken würden weltweit die Geldmengen so steil ansteigen lassen wie seit 1923 nicht mehr. Der Pfad sei vorgegeben in Richtung Geldentwertung, also Inflation. Dies sei laut Markus Krall ein globaler Trend. Deswegen gebe es eine Flucht in Edelmetalle wie Gold, und auch in Kryptowährungen.

Die kräftige Inflation kommt?

Und nun kommen wir zu einer These von Markus Krall, die wir schon seit Monaten kritisch begleiten. Die Analyse mag richtig sein, aber die Prognose für die Zukunft? Da lassen wir jedem seine Meinung. Laut Markus Krall habe der Kollaps der Lieferketten dank Corona im letzten halben Jahr zu dramatisch niedrigeren Produktionskapazitäten geführt. Dieses geringere Angebot treffen auf eine dramatisch steigende Geldmenge, die irgendwann auch durch die Käufer-Nachfrage wirksam werde. Dann gebe es eine kräftige Inflation!

Goldpreis-Anstieg laut Markus Krall das große Misstrauensvotum

Laut Markus Krall sei der jüngst kräftig gestiegene Goldpreis (diese Woche mit neuem Allzeithoch in US-Dollar) das große Misstrauensvotum der Menschen gegen diese gesamte Rettungspolitik. Die Menschen würden nicht mehr daran glauben, dass all das letztlich funktioniere. Damit meint er zum Beispiel die umfassende Kosmetik der Politik, zum Beispiel in Deutschland. Wir von FMW begleiten diese optischen Maßnahmen auch seit Monaten kritisch, als da wären vor allem die Aussetzung der Insolvenzpflicht für Unternehmen, und die Aussetzung der Pflicht für Banken, dass gestundete Kredite als Kreditausfall in den Büchern abgeschrieben werden müssen. Er nannte dies auch schon den “legalen Bilanzbetrug” für Banken. Aber von der Medienlandschaft, so sagt es Markus Krall, da werde die Lage in Deutschland sogar noch schöngeredet.

Noch dieses Jahr der große Knall?

Die Volkswirtschaft lebe derzeit auf Substanz. Viele Menschen würden sich sogar wohlfühlen bei mehrmonatigem Kurzarbeitergeld, wo man ohne zu arbeiten Geld bekäme. Es fühle sich an wie ein bezahlter Urlaub. Und was Markus Krall glaubt, was nun kommen wird? Das kann man so oder so sehen, aber dass es tendenziell in die folgende Richtung gehen wird, ist gut möglich. Er erwartet nämlich noch dieses Jahr eine große Banken-Rettungswelle, die letztlich 10 Billionen Euro oder mehr kosten werde. Und im Herbst werden laut Markus Krall die Zombieunternehmen kippen. Wir meinen: Ja, das kann passieren, vor allem wenn die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung nicht über Ende September hinaus verlängert wird (Pleite-Welle ab Oktober möglich). Schauen Sie gerne das folgende interessante Video mit Markus Krall.

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Anleihen

Goldpreis kurz vor 2.000 Dollar? Plötzlicher Rückfall – was ist das los?

Claudio Kummerfeld

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Der Goldpreis hatte bis vor wenigen Minuten noch den Drang Richtung 2.000 Dollar zu schielen. Das Rekordhoch von 1.921 Dollar wurde am Montag deutlich überschritten mit einem Hoch bei 1.981 Dollar. Am Mittwoch dann erneut das Hoch bei 1.981 Dollar. Dann kam der Markt wieder etwas zurück. Und heute früh machte der Goldpreis ein neues Allzeithoch bei 1.982 Dollar. Wie gesagt, bis vorhin wirkte es noch so, dass Gold mit einem Kursniveau von 1.975 Dollar nur darauf lauerte, weiter nach oben Richtung 2.000 Dollar zu laufen.

Goldpreis fällt plötzlich

Aber dann, vor wenigen Minuten, da rutschte der Goldpreis plötzlich runter auf jetzt 1.961 Dollar. Was ist da los? Markus Fugmann hatte gestern ein sehr interessantes Video veröffentlicht (hier anschauen) über die kursbewegenden Faktoren bei Gold. Und heute sehen wir, dass der US-Dollar, der tage- und wochenlang brutal gecrasht war, sich etwas erholt. Der Dollar-Index steigt seit heute früh von 92,52 auf jetzt 93,06 Indexpunkte. In den letzten Minuten ging es im US-Dollar noch etwas schneller nach oben, was gegen den Goldpreis drückt.

Anleihe-Rendite steigt ein ganz klein wenig

Und was Markus Fugmann auch erwähnte: Die fallenden Renditen für Staatsanleihen halfen dem Goldpreis zuletzt auch beim Steigen. Auch heute sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen gefallen. Aber dann vorhin zeigte sich auch dort eine kleine Wende nach oben. Mag es auch nur eine technische Reaktion nach den starken Verlusten in den letzten Tagen und Wochen sein. Seit 15 Uhr steigt die Rendite von 0,53 auf 0,55 Prozent parallel zum steigenden US-Dollar. Bei steigenden Renditen für andere Geldanlagen wird das zinslose Gold natürlich weniger attraktiv für Anleger!

Beide Faktoren haben den Goldpreis offenkundig vorhin zum Rutschen gebracht. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Gold (rot-grün) gegen den Dollar-Index (blau) seit Montag. Die Korrelation im Verlauf dieser Woche ist klar zu erkennen. Ob der Drang Richtung 2.000 Dollar bald weitergeht? Finden Sie beim Klick an dieser Stelle hochinteressante Aussagen vom Rohstoff-Experten Eugen Weinberg zur grundsätzlichen Hausse im Goldpreis und im Silberpreis, und zur weiteren Aussicht.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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