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Indizes

Warnschuss aus China – US-Aktienmärkte überlegen noch wohin die Fahrt geht

Claudio Kummerfeld

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am

Xi Jinping und Donald Trump

Erst gab es das neue chinesische Sicherheitsgesetz am letzten Donnerstag. Dann letzten Freitag die ziemlich lauwarme US-Reaktion, weil Donald Trump „nur“ verkündete, dass man den Sonderstatus von Hongkong aufheben wolle. Nun hört man eine kleine Reaktion Chinas Richtung USA, aber halt nur eine kleine. Will man ein ebenso lauwarmes Signal geben, und auch die USA nicht zu sehr provozieren? Beide Seiten zeigen ein klein wenig Stärke, und damit hat sich die Sache mit der Hongkong-Krise?

Denn laut heutigen Berichten hat der chinesische Staat Unternehmen angewiesen erst einmal Importe von Sojabohnen, Schweinefleisch und Getreide aus den USA zu stoppen. Es wirkt aber eher so, als gehe es nur um eine vorübergehende Maßnahme, und keine große und umfassende Importbeschränkung. Wie reagiert der US-Aktienmarkt hierauf? Nun, volatil, so möchte man es sagen. Oder man könnte auch sagen „Unentschlossen“.

Der Dow verlor auf CFD-Basis 250 Punkte, um dann wieder 200 Punkte zuzulegen, und dann wieder auf den vorigen Verlust zurückzukehren. Jetzt kurz nach Eröffnung im Kassa-Markt in New York geht es wieder 200 Punkte nach oben auf 25.450 Punkte. Was für ein Hin und Her. Dies sieht man gut im folgenden Chart, der bis Freitag zurückreicht. Noch hat sich der Markt nicht entschieden, ob diese Maßnahme aus China eben nur ein Warnschuss war, oder ob noch mehr ansteht. Und noch besteht das Risiko, dass die Trump-Administration sich angegriffen fühlen könnte, und ihrerseits wieder Maßnahmen erlässt. Die alte Spirale aus Aktion und Reaktion wie letztes Jahr im Zuge des Handelskriegs?

US-Aktienmärkte noch unentschlossen

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Roland

    1. Juni 2020 16:58 at 16:58

    :-D die Märkte haben sich entschieden, für den Blankoscheck der Notenbanken. Diese Woche noch die EZB, dazu natürlich wieder über den Erwartungen liegende Daten. Der Weg nach oben ist frei, die Hausse kann nicht mehr gestoppt werden. So macht Börse Spaß. Das V im DAX ist bald geschafft.

  2. Avatar

    Korrektor

    1. Juni 2020 20:42 at 20:42

    Wenn die Gelder Richtung Bevölkerung, 40 Millionen Arbeitslosen und Sozialkassen umverteilt werden, sieht es nicht so gut für die US-Indizes.

  3. Avatar

    Marko

    1. Juni 2020 21:50 at 21:50

    Beim Dax, beim schwerst handelbaren Markt der Welt, siehts – trotz corona usw, wohl so aus, dass sich der Dax wohl um die Region um die 12100 – 12500 Punkte einpendeln dürfte ( das wäre dann der Marktstand vom April 2015, BTW, nur mal so, zum Vergleich…).

    Die anderen Indizies dürften dann „nachziehen“ – hört sich etwas seltsam an, mit dem „nachziehen“, aber Corona ist Corona… Was ist schon heutzutage schon „seltsam“.. ?
    Die Anleihemärkte können sowieso nix, sollte doch klar sein… ?

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    Longbrüller

    1. Juni 2020 22:22 at 22:22

    In Anbetracht „vieler“ Probleme der Supermacht, heute zweite Tranche auf fallende Kapitalmärkte getätigt, dabei wurde ein Hebel von 14 gewählt. Sowie erste Tranche auf steigenden VIX mit einem Hebel von 8

  5. Avatar

    Hesterbär

    2. Juni 2020 00:50 at 00:50

    Die US-Indizes sind schon extrem schwach auf der Brust. Einige blinde Dummbullen können sie vielleicht noch weiter hochkaufen, bevor in den USA endgültig das Licht ausgeht. Der feige und widerwärtige Mord an George Floyd, ein vollkommen überforderter und handlungsunfähiger US-Präsident, siechende US-Märkte etc. werden die nächste Crash-Welle auslösen.

  6. Avatar

    Roberto

    2. Juni 2020 11:06 at 11:06

    @Hesterbär, leider sind diese Gründe dem Markt anscheinend komplett egal. An solchen Reaktionen merkt man am besten wie wenig die Börse mit der eigentlichen Realität zu tun hat. Wenn wir die Realität in die Märkte projezieren wollen und damit Geld verdienen wollen, werden wir alle elendig pleite gehen. In der aktuellen Situation bin ich wirklich froh das ich noch nicht investiert bin. Selbst diese itraday trades machen mir schon zu schaffen und erfordern ein hohes Maß an Konzentration. Und ich denke das ich heute nicht einen Cent in diese Märkte stecken werde. Das ist mir einfach zu HOT.

    • Avatar

      Hesterbär

      2. Juni 2020 13:35 at 13:35

      @Roberto
      Dass die Börsen sich von der Realität entkoppeln, muss man stets einplanen. Schließlich machen sie das ja ständig, wenn auch selten so extrem wie zur Zeit. Aber die Märkte werden von der Realität immer eingeholt, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wer seine Nerven schonen möchte, wartet geduldig an der Seitenauslinie. Nicht selten ist das auch die beste Strategie. Der richtige Einstieg für Aktien kommt schon noch. In der Zwischenzeit kann man seine Gewinne in Gold und Silber genießen.

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Finanznews

Dax schwächer als Wall Street – Rotation vorbei? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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