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Warren Buffett gibt ungewöhnliches Verkaufssignal für Fluggesellschaften

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Investorenlegende Warren Buffett gilt als der Langfristanleger schlechthin. Der Chef von Berkshire Hathaway hält seine Aktien für gewöhnlich durchschnittlich etwa zehn Jahre und sitzt dabei so manche Durststrecke aus. Deshalb beäugt man argwöhnisch seine Transaktionen, vor allem, wenn er sich von Aktien trennt. Seine Verkäufe im Bereich der US-Fluggesellschaften letzte Woche bedeuten daher ein echtes Warnsignal für die Märkte.

Warren Buffett und seine Beteiligungen bei US-Airlines

Das Depot der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, der Warren Buffet vorsteht, hat schon eine seltsame Aufstellung. Die mit Abstand größte Position im Portfolio ist natürlich Apple, mit einem Anteil von über 30 Prozent und man hat einen noch gewaltigeren Anteil an Finanzwerten von fast 40 Prozent, allen voran American Express und Bank of America (ca. 25 Prozent). Noch unter den Top 20 seiner Beteiligungen befinden sich zwei US-Airlines – South West und Delta – die vor Kurzem noch über drei Milliarden Dollar an Gewicht aufbrachten.

Bei Delta Air Lines ging es ab Februar von 55 auf 20 Dollar nach unten, bei South West von 54 auf etwa 28 Dollar. In der letzten Woche hatte sich der bereits 89-jährige Warren Buffett von 18 Prozent seiner Papiere von Delta getrennt und von vier Prozent des Konkurrenten South West. Ein für den Langfristanleger absolut seltsames Verhalten – nicht nur, dass er dies erst nach dem Kurssturz im März getan hat, praktisch zu Tiefstkursen. Nein, Warren Buffett hatte erst wenige Tage zuvor in den Fall der Kurse noch nachgekauft – bei Delta Air Lines fast eine Million Aktien zu einem Wert von etwa 45 Millionen Dollar. Nur um sie dann wenige Tage später zu tieferen Kursen wieder zu verkaufen. Was für ein Alarmzeichen für den Zustand einer Branche, die von der weltweiten Pandemie sprichwörtlich zu Boden gepresst wird?

Vor einer Welle der Verstaatlichungen?

Die Lage wird für die Fluggesellschaften finanziell immer dramatischer: Delta Airlines, die in den letzten beiden Jahren noch eigene Aktien im Wert von 3,7 Milliarden Dollar zurückgekauft hat, verbrennt derzeit 60 Millionen Dollar – pro Tag. Kürzlich gab die Airline bekannt, dass für das zweite Quartal 2020 ein Umsatzrückgang von 90 Prozent zu erwarten sei. Es würde aufgrund der Epidemie-Ausbreitung noch schwieriger werden, als das erste.

Im April werde der Flugplan der Fluggesellschaft um mindestens 80 Prozent kleiner sein als ursprünglich vorgesehen. Es wurden bereits 115.000 Flüge gestrichen. Und es sieht nicht nach einer raschen Wende aus.

Der Welt-Airlinesverband (IATA) geht davon aus, dass bei einem dreimonatigen Shutdown die Flugnachfrage selbst im vierten Quartal dieses Jahres weltweit immer noch rund zehn Prozent niedriger sein wird, als vor der Krise geplant. Der internationale Verband schätzt, dass bei den Fluggesellschaften allein im zweiten Quartal weltweit 61 Milliarden US-Dollar an Verlusten auflaufen werden. Damit muss der Staat helfen.

Die amerikanische Regierung will den US-Fluggesellschaften insgesamt 50 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen, aber dafür Anteile an den Konzernen übernehmen.

Vor einigen Jahren konnten sich mehrere US-Airlines noch durch das US-Gläubigerschutzverfahren Chapter 11 von Ihren Kreditschulden befreien.

Und was passiert in Deutschland mit unserer Kranich-Airline?

Auch unsere Lufthansa fliegt seit Ende Februar in einer Art Notprogramm.

700 der 763 Flugzeuge stehen am Boden. Das zu Beginn der Krise gesunde Luftfahrtunternehmen bekommt die Krise auch mit voller Macht zu spüren. Der Finanzbedarf bis zum Jahresende könnte sich auf fast 10 Milliarden Euro belaufen, damit reicht selbst die noch im März reichlich vorhandene Liquidität von über fünf Milliarden Euro nicht aus. Die Rede ist bereits von einer Beteiligung des Staates, die der Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr eigentlich ablehnt. Es wird unter Hochdruck verhandelt, der CEO will vor allem die unternehmerische Führung des Unternehmens behalten. Die Coronakrise hat den Fluggesellschaften einen Einbruch verschafft, der eigentlich nicht auf überproportionale Nachholeffekte schließen lässt.

Die Schließung von Kitas und Schulen haben für Versorgungsnotlagen in vielen Familien geführt, so dass die Eltern bereits einen Teil ihres Jahresurlaubs für die Betreuung der Kleinen aufgebraucht haben. Es dürfte auch im Anschluss an die Krise zu verringerten Budgets kommen. Bei Privatflügen wegen der Einbußen durch Kurzarbeit und bei Geschäftsreisen wegen verkleinerter Budgets der Firmen. Im Zeitalter von Homeoffice und Videokonferenzen wird manche Firma auch Einsparmöglichkeiten erkannt haben.

Fazit

Man sieht es mit dem bloßen Auge, wenn man zum Himmel blickt – keine Kondensstreifen, der Flugverkehr liegt am Boden. Eine Branche, die von nationalem Interesse war und ist. Die sieht man allein an der Besteuerung des Flugbenzins. Je nachdem wie lange das Grounding von Tausenden von Flugzeugen rund um den Erdball andauert, wird es wohl zu einem Umbau der Strukturen im Flugverkehr kommen, mit einem gehörigen Schuss Staatseinfluss. Für Aktienanleger waren Fluggesellschaften schon immer ein heißes Pflaster mit den vielen Pleiten (Stichwort Chapter 11). Mit der Aktie der Lufthansa konnte ein Langfristanleger (inklusive Dividenden) keinen großen Staat machen. Diese stand gestern bei 8,70 Euro, einer Unterstützungszone, die schon aus vielen Jahren Bestand hat (auch 2009). Allerdings stand die Aktienauch schon oft über 20 Euro, auch schon vor über 20 Jahren. Sicherlich keine Aktie für Warren Buffett.

Warren Buffett hat sich von seinen Beteiligungen an US-Fluglinien getrennt

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    frank

    7. April 2020 12:42 at 12:42

    um so bemerklicher ist, dass gestern die Aktien der meisten Fluggesellschaften stark gestiegen sind. Die Aussichten sind wahrlich schlecht, kurzfristig keine Umsätze und auch mittel- bis langfristig ist es schwer vorstellbar, dass die Luftfahrt wieder an Zeiten vor Corona anknüpft. Wegen der Krise werden zunächst Urlaubsreisen zurückgehen und Geschäftsreisen auch. Die Wirtschaft hat gemerkt, dass man für Gespräche und Verhandlungen nicht beisammen sein muss, Videokonferenzen und Onlinekommunikation machen es möglich und somit teure Flugreisen in den allermeisten Fällen überflüssig. Jetzt die Aussicht auf Staatsbeteiligungen, verstehe nicht wieso die Kurse steigen. Die US-Airlines sind im Schnitt auch “nur” um 60 % gefallen, dazu kann man sich den ETF “JETS” anschauen, der alle großen Airlines enthält. Dazu kommen grottenschlechte Bilanzen, American Airlines hat beispielsweise 0 Eigenkapital. Die einzig solide und innovative Fluggesellschaft ist Ryanair, aber auch hier ist der Kurs angesichts der Aussichten viel zu hoch.

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    Volante

    7. April 2020 13:31 at 13:31

    Ich verstehe in der Krisenzeit eh nicht, wieso man immer auf auf das Depot von Warren Buffet schielt. Hofft man insgeheim ich habe verloren er auch und geteiltet Leid ist nur halbes Leid???
    Der Mann ist ein Versicherungsmakler! Wer die Bilanz liest sieht wieviele Optionen er in einem Jahr schreibt und wieviele er kauft.
    Der Typ verliert gar nichts, sobald er sagt “ich finde keine günstig bewerteten Aktien” sollte man ebenfalls hellhörig werden und mit dem Absicherunggeschäft seines Depots mal befassen.

    Ohne einen Verlust wir er auch nicht über die Runden kommen, das ist selbstverständlich, aber wenn die Delta Airlines auf 55 $ war hat er sich bei 50 $ wahrscheinlich im schlimmsten Fall abgesichert. Selber gekauft hat er wahrscheinlich bei 30 $ sprich er hat nen satten Gewinn.

    In der meisten fällen ist es auch so bei Warren Buffet, dass man nicht auf das gesprochene hören sollte, sondern was er tatsächlich gemacht hat. Werden wir alle im Jahr 2022 spätestens in seiner Bilanz 2020 sehen. Also bis dann Bye Bye

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    Faktist

    7. April 2020 13:39 at 13:39

    Eine Frage dazu…. wird es nun deswegen auch jeden Tag +7% hoch gehen??? Ist es nun ein Kaufsignal? Werden die Flugzeuge von Boeing nun zu Krankenhäusern mit Beatmungsgeräten umgebaut und McDonalds liefert dann die Medikamente oder gibt die einfach in den Drive Ins aus? Sind das die Kurstreiber??? Boeing +20% McDonalds +10% und das täglich!? Fragen über Fragen und nur die Algos kennen die Antwort! Aber die können leider nicht reden. Sozusagen stumme Götter über allem! ETFs sind übrigens auch sehr geniale Erfindung der Betrü… oh ich meine Bänker! Wir wäre es einfach mit 100 Trilliarden einfach direkt in die ETFs so 15 min vor Handelsschluss… oh das läuft ja schon… hmmm was noch? Ach ja da wäre noch die Möglichkeit einfach einen PC ins Schlafzimmer vom Trump zu stellen, damit er den Kurs der Indizies einfach selber nach Lust und Laune eingibt. Ich denke er würde dann einfach runde 40000 nehmen und sich schlafen legen… scheiss auf die Bevölkerung und egal wieviele sterben. Das juckt den doch null, was man täglich in dern PKs sieht… dem geht es nur dass die Wallstreet schnell wieder auf die AZH geht und er scheisst auf die Bevölkerung und die Infektions- und Todeszahlen.

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    Torsten

    7. April 2020 17:24 at 17:24

    Kauft die FED aktuell still und heimlich Boeing auf um die Firma dann über Chapter 11 zu verstaatlichen? Alle Aktionäre gehen leer aus, aber der Staat besitzt die Firma besonders wegen der Militärsparte.

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      Faktist

      7. April 2020 19:24 at 19:24

      Sehr interessante Überlegung! Trump würde es wohl so machen… feindliche Übernahme halt!

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Offiziell bestätigt: Lufthansa bekommt Staatsmilliarden – hier die Details

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Eine Lufthansa A380

Nun ist es endlich offiziell. Die Lufthansa hat vor wenigen Minuten offiziell mitgeteilt, dass der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (der neue Staatsfonds von Olaf Scholz) dem Lufthansa Stabilisierungspaket zustimmt. Der Bund bestätigt die Einigung mit der Lufthansa ebenfalls offiziell. Hier die wichtigsten Eckdaten:

Der Gesamtumfang der Stabilisierungsmaßnahmen beträgt 9 Mrd. Euro,

3 Mrd. Euro umfasst eine KfW-Konsortialfinanzierung, an der sich private Banken mit 600 Mio. € beteiligen;

der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erwirbt eine Stille Beteiligung I in Höhe von rd. 4,7 Mrd. €, die nach IFRS als Eigenkapital anerkannt werden kann;

darüber hinaus erwirbt der WSF zu rd. 0,3 Mrd. € im Zuge einer Kapitalerhöhung einen Aktienanteil in Höhe von 20 % an Lufthansa mit inhaltlich beschränkten Stimmrechten.

eine weitere Stille Beteiligung II in Höhe von rd. 1 Mrd. €, die unter bestimmten Bedingungen (Übernahmefall/Nichtzahlung des Coupons durch DLH) in Aktien gewandelt werden kann (mindestens weiteren 5 %);

der Bund wird im Aufsichtsrat über zwei Mandate vertreten sein, die durch unabhängige Experten auszuüben sind.

Die Lufthansa verpflichtet sich zur Verfolgung von Nachhaltigkeitszielen einschließlich einer Erneuerung ihrer Flotte. Es sind weitgehende Vergütungsbeschränkungen für den Konzernvorstand, die Vorstände der Konzerngesellschaften sowie das Management vorgesehen.

Die Lufthansa sagt dazu folgendes, Zitat:

Der WSF wird Stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro in das Vermögen der Deutsche Lufthansa AG leisten. Davon werden ca. 4,7 Milliarden Euro im Sinne der Vorschriften des HGB und der IFRS als Eigenkapital eingestuft. In dieser Höhe ist die Stille Einlage unbefristet und kann vom Unternehmen ganz oder in Teilen gekündigt werden. Die Vergütung der Stillen Einlagen beträgt gemäß des abgestimmten Konzepts 4% für die Jahre 2020 und 2021. In den folgenden Jahren steigt die Vergütung bis auf 9,5% im Jahr 2027 an.

Außerdem wird der WSF im Wege einer Kapitalerhöhung Aktien zeichnen, um eine Beteiligung von 20% am Grundkapital der Deutsche Lufthansa AG aufzubauen. Der Bezugspreis soll 2,56 Euro je Aktie betragen, so dass sich die Bareinlage auf rund 300 Mio. Euro beläuft. Der WSF kann außerdem seinen Anteil am Grundkapital im Falle einer Übernahme der Gesellschaft auf 25% plus eine Aktie erhöhen.

Darüber hinaus kann ein weiterer Teil der Stillen Einlage bei Nichtzahlung der Vergütung durch die Gesellschaft frühestens ab den Jahren 2024 und 2026 in eine weitere Aktienbeteiligung von jeweils 5% am Grundkapital gewandelt werden. Die zweite Wandelungsmöglichkeit gilt jedoch nur, soweit der WSF nicht zuvor bereits seinen Anteil im Rahmen des vorstehend genannten Übernahmefalls erhöht hat. Eine Wandlung ist ferner auch zum Verwässerungsschutz möglich. Unter der Voraussetzung der vollen Rückzahlung der Stillen Einlagen durch das Unternehmen sowie eines Mindestveräußerungspreises von 2,56 Euro je Aktie zuzüglich einer jährlichen Verzinsung von 12%, verpflichtet sich der WSF jedoch zum vollständigen Verkauf seines Aktienbesitzes bis zum 31. Dezember 2023 zum Marktpreis.

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Dank Lufthansa, ifo und Bayer – Dax doch tatsächlich mit Eigenleben am US-Feiertag

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Ja darf das denn wahr sein? An einem US-Feiertag entwickelt der Dax ein Eigenleben mit aktuell plus 2 Prozent. Und das nicht nur aufgrund dünner Umsätze, die mal eben Aktien oder Futures rauf und runter jagen! Nach der letzten offiziellen Info der Lufthansa vom Donnerstag Abend über laufende Verhandlungen mit dem Bund hat man sich laut aktuellen Berichten nun angeblich geeinigt. Die offizielle Bestätigung fehlt noch – aber eine Alternative zur Staatskohle gibt es für die Lufthansa aktuell eh nicht? Mal abwarten, was die offizielle Mitteilung, wenn sie denn kommt, für Details der Rettung enthüllen wird. Aktuell jedenfalls wird die Lufthansa-Aktie gepusht auf 8,52 Euro, ein Plus von mehr als 6 Prozent. “Noch” ist die Lufthansa ja im Dax enthalten, und hilft dem Index nach oben. Auch die Aktien des Dax-Titels MTU legen heute 7 Prozent zu.

Die Aktien von Bayer sind mit aktuell mehr als 7 Prozent Plus  – dies hatten wir vorhin schon besprochen. Nach heutigen Berichten hofft man auf Vergleiche bei tausenden von Klägern in den USA wegen dem Unkrautvernichter Glyphosat. Auch der heute mit 79,5 (erwartet 78,3) Punkten leicht bessere ifo-Geschäftsklimaindex hilft dem Dax heute beim Ansteigen. Die Amerikaner sind dank geschlossener Börsen (heute ist Memorial Day) erst morgen wieder am Start. Im Chart sehen wir den Index-Verlauf der letzten zehn Tage.

Dax im Verlauf von zehn Tagen

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Die Wiedereröffnung treibt die Märkte – Werbung

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Lieber Börsianer,

in der vergangenen Woche nahmen sich die Märkte mehrheitlich eine kleine Verschnaufpause. Der DAX kam nur unbedeutend voran, während die wichtigen US-Indizes sogar leicht nachgaben. Gleichwohl befinden wir uns weiterhin in einer sehr soliden Erholungsrally. So verbesserte sich der DAX auf Monatssicht um 8 %, während der NASDAQ 100 etwas über 7 % vorrückte.

Am Markt spielt man das Thema Wiedereröffnung und setzt darauf, dass sich die derzeit schwierige wirtschaftliche Situation von Woche zu Woche verbessert. Ganz unbegründet sind diese Hoffnungen in der Tat nicht. So deutet der aktuelle Ifo-Geschäftsklima-Index an, dass wir in Deutschland und damit wohl in ganz Mitteleuropa das Schlimmste überstanden haben. Per saldo rückte der Index im Mai von 74 auf knapp 80 Punkte vor. Das ist isoliert betrachtet immer noch ein richtig schlechter Wert. Aber er zeigt eben an, dass der Corona-Abschwung allmählich an Wucht verliert.

In den USA das nämliche Bild. Für sich genommen liegt der dortige Arbeitsmarkt in Trümmern. Im April gingen dort 20 Millionen Stellen verloren, die Arbeitslosenrate schnellte auf gewaltige 15 % in die Höhe. Aber die großen Kündigungswellen sind abgeschlossen. Darüber hinaus haben wohl viele der Entlassenen die Zusage ihres Arbeitgebers in der Tasche, bald wieder auf ihren angestammten Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen.

Also: Wir sind gegenwärtig immer noch im Abschwung. Die Bewegung verliert allerdings an Dynamik und deutet eine bevorstehende Erholung der Volkswirtschaften an. Ab Juli rechne ich mit einer spürbaren Belebung der europäischen Konjunktur.

Unterdessen tun sich hierzulande immer wieder neue Viren-Hotspots auf wie zuletzt in Frankfurt oder im norddeutschen Leer. Solche kleineren Rückschläge waren in der ersten Phase der Wiedereröffnung erwartbar. Gleichwohl habe ich den Eindruck, dass die Gesundheitsämter die Situation unter Kontrolle haben und die entstehenden Infektionsherde gleich im Keim abstellen.

Neue geopolitische Spannungen um China

Ich sehe bei allem Optimismus allerdings auch einige Belastungsfaktoren. In Hongkong etwa ziehen die jungen Menschen wieder auf die Straßen und setzen ihren Protest gegen die Zentralregierung in Peking fort. Erneut setzten Ordnungskräfte dort am Sonntag Tränengas und Wasserwerfer gegen die…..

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