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Warren Buffett kauft massenhaft Apple-Aktien, Elon Musk verteidigt Conference Call-Desaster

Redaktion

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Warren Buffett profitiert bereits in großem Umfang davon, dass Apple immer mehr von seiner Cash-Halde über Aktienrückkäufe und Dividenden an seine Aktionäre ausschüttet. Nicht nur, dass er bereits über sein Konglomerat „Berkshire Hathaway“ bereits 165,3 Millionen Apple-Aktien besaß. Im ersten Quartal hat er nach aktuellsten Informationen weitere 75 Millionen Aktien von Apple hinzu gekauft. Damit profitiert er nun auch von den weiteren Segnungen, dass Tim Cook die Geldhalde zurück in die USA holt um sie ausschütten zu können.

Auch wenn Apple seit geraumer Zeit keine Kursrakete mehr ist, so ist die Aktie dennoch ein verlässlicher Wert, wenn es um eine gute Gewinnmarge im laufenden Geschäft und wenn es um ordentliche Dividenden geht. Zwar liegt die Dividendenrendite bei „nur“ 1,43%, aber durch die zunehmenden Aktienrückkäufe wird jede einzelne Apple-Aktie werthaltiger. Ein gewichtiger Grund für die massiven Käufe dürfte auch eine Aussage von Warren Buffet aus jüngster Vergangenheit sein.

Da hatte er nämlich öffentlich verkündet, dass Berkshire sehr viel Cash habe, aber keine Akquisitionsziele finden könne (wo man komplette Firmen zu anständigen Preisen kaufen kann). Also scheint er sich im letzten Quartal darauf konzentriert zu haben das Geld in börsennotierte Aktien wie Apple zu streuen. Warren Buffett äußerte sich bei CNBC, dass Apple eine unglaubliche Firma sei. Sie erwirtschafte gut doppelt so viel Gewinn wie die zweit profitabelste Firma in den USA. Durch den massiven Zukauf an Apple-Aktien sei die Cash-Position von Berkshire moderat gesunken auf knapp über 100 Milliarden Dollar, so Buffett. Sorgen muss man haben…

Warren Buffett
Warren Buffett. Foto: USA International Trade Administration / Gemeinfrei

Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk zeigte sich vorgestern Abend von seiner weniger lustigen Seite, als er unangenehme Analystenfragen in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen einfach nicht beantwortete. Heute nun reagiert er auf die massive Kritik an seinem Verhalten. Diese negativen Fragen seien nicht von „Investoren“ gekommen, sondern von Analysten, die das Lager der Shorties repräsentieren (Leeverkäufer, die auf eine fallende Tesla-Aktie spekulieren). Sie würden nur nach Rechtfertigungen für ihre Shorts suchen, so Musk in einem aktuellen Tweet.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Was war genau passiert? Eine kritische Frage zu den Modell 3-Reservierungen wollte Musk nicht beantworten, und brach direkt ab mit den Worten „dann gehen wir jetzt zu Youtube“. Gemeint war damit ein YouTuber und Privatinvestor namens Galileo Russell, der Musk vorher gebeten hatte auch Fragen stellen zu dürfen. Musk kommentierte die Analystenfragen, dass sie so langweilig seien, dass sie ihn umbrächten (vor Langeweile?). Ein Analyst bemerkte später, dass dies der ungewöhnlichste Conference Call sei, den er in den letzten 20 Jahren erlebt habe.

Man könnte meinen, dass Elon Musk so eine Veranstaltung ernster nehmen sollte. Denn immerhin ist seine Firma offensichtlich auf ständig neue Schulden und frisches Aktienkapital angewiesen, weil man immer weiter Geld verbrennt. Den Kapitalmarkt sollte er besser nicht vor den Kopf stoßen. Aber ja, wie sagte Musk doch vorgestern bei der Veröffentlichung den Quartalszahlen – schon Ende des Jahres wolle Tesla einen positiven Cash Flow erreichen. Wenn es denn so kommt (!), braucht er ja bald keine externen Gelder mehr!

Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk. Foto: Heisenberg Media – Flickr: The Summit 2013 (CC BY 2.0) – (Ausschnitt aus Originalfoto)

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Beobachter

    5. Mai 2018 20:38 at 20:38

    Der Titel „ Buffett kauft massenhaft Apple Aktien ist verführerisch“ im Text steht dann, dass er im 1.Quartal
    Apple Aktien gekauft hat, ich glaube eher das er nach der Korrektur bei ca. 150$ gekauft hat u. jetzt am Hoch bei ca. 180$ die Meldung herausgibt und andere animiert zu kaufen u.er seine Gewinne ins Trockene bringt.
    Tönt ein bisschen nach Distribution,
    Ich weiss nicht ob ein Apple Einstieg bei 180$ ein Schnäppchen ist, soll die Dividende doch nur etwa 1,4%
    sein. Der Wert der Aktie lag vor 2 Jahren ca 50% tiefer, was rechtfertigt diese hohen Kursewartungen????

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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