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Aktien

Warum Aktienmärkte niemals mehr fallen werden – ganz sicher nicht..

Ungemein gewichtige Gründe, warum Aktien niemals mehr fallen werden – ganz ganz sicher nicht, also sicher niemals, wenn überhaupt..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

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Von Markus Fugmann

Gestern telefonierte ich mit einem alten Freund – jemand, der sich für Aktien eigentlich nicht interessiert, bis auf die Tatsache, dass er ziemlich viele davon hat. Und er erzählte mir, dass er Amazon und Google-Aktien hatte, die er mit Gewinnen zwischen 40 und 50% verkauft hatte – nun aber wieder eingestiegen ist, weil er davon ausgehe, dass diese beiden Unternehmen noch dominanter würden. Auch habe er Tesla gekauft, weil die Firma es geschafft habe, Elektroautos zum Lifestyle-Produkt zu machen.

Während ich meinem Freund in Sachen Amazon und Google eher Recht gab, warnte ich vor Tesla – die Firma verbrenne so viel Geld und habe einfach nicht genug tiefe Taschen, um das lange durchzuhalten, die traditionellen Autobauer würden eher früher als später mit viel mehr Cash-Power Tesla heftige Konkurrenz machen etc.

Was aber das eigentlich Auffällige an dem Gespräch war, war der Subtext, das, was bei meinem Freund unausgesprochen mitschwang: die Aktien werden weiter steigen, er habe starke Gewinne gemacht, obwohl er sich eigentlich mit diesen Dingen kaum beschäftige, ist doch eigentlich alles ganz einfach.

Das ist genau das, was gefährlich ist: die Investoren sind inzwischen wie Pawlowsche Hunde auf den Rally-Modus eingestellt, die Erinnerung, dass es auch ganz anderes kommen könnte, ist vollständig verblasst. Man macht Gewinne, und sieht sich in der sorgenfreien Haltung noch zusätzlich bestätigt. Aktien sind alternativlos, klar. Sofern eben die Wirtschaft gut läuft, stimmt das vielleicht sogar – aber was, wenn nicht? Was, wenn eine Rezession in den USA bevorsteht, worauf Frühindikatoren hindeuten?

Davon will natürlich niemand etwas wissen, läuft doch alles so schön prima. Daher gibt es lauter immens überzeugende Gründe, warum es weiter nach oben gehen wird, gehen muß:

https://twitter.com/FemaleTrader_A/status/870552464667410432

Aus dem europäische Bankensektor nur Erfreuliches:

„Das spanische Geldhaus Banco Popular könnte womöglich abgewickelt werden, wenn es keinen Käufer findet. Es sei eine „Frühwarnung“ ergangen, heißt es in Brüssel. Der Aktienkurs der sechstgrößten spanischen Bank bricht ein.“

Auch aus dem italienischen Banken-Sektor erfreuliche Meldungen – klar bullisch:

https://twitter.com/Darlington_Dick/status/870537262580346880

Rohstoffpreise wie Eisenerz kollabieren – auch Öl heute nur mit -2,5%:

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Und Trump sitzt felsenfest im Präsidentensattel:

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In den USA läuft es ja auch super:

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Und so weiter und so fort. Aber Hauptsache wir haben „feuchte Träume“ – in Sachen Konjunktur und Aktienmärkten natürlich..

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21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    randyhofbeck

    2. Juni 2017 12:52 at 12:52

    in der euphorie ist eine prise pessimismus oft der lebensretter

  2. Avatar

    Columbo

    2. Juni 2017 13:32 at 13:32

  3. Avatar

    masud79

    2. Juni 2017 13:42 at 13:42

    Herr Fugmann geben Sie es auf. Jeden Tag in zig Artikel und Videoanalysen die Gründe aufzuzählen warum es fallen sollte hat schon fast ein Jahr nichts gebracht

    • Avatar

      Gixxer

      3. Juni 2017 14:40 at 14:40

      Trotzdem schadet es meiner Meinung nach nicht, wenn man angesichts der schon lang laufenden Rally etwas vorsichtiger wird.

  4. Avatar

    Gerd

    2. Juni 2017 13:47 at 13:47

    Markus Fugmann:
    „Aktien sind alternativlos, klar. Sofern eben die Wirtschaft gut läuft, stimmt das vielleicht sogar – aber was, wenn nicht? Was, wenn eine Rezession in den USA bevorsteht, worauf Frühindikatoren hindeuten?“

    Deuten die Frühindikatoren wirklich darauf hin? Ich habe in den letzten Wochen keinen mitbekommen, der auf eine bevorstehende Rezession hindeutet. Bestenfalls auf eine Verlangsamung des Aufwärtstempos.
    Falls aber eine Rezession aber doch mal kommen sollte, würde das natürlich einem starken Paradigmenwechsel gleichkommen und die Höhe des Kursniveaus müsste neu überdacht werden.

    Umgekehrt könnte ich aber auch einen positiven Erwartungsaspekt ins Spiel bringen, der nicht weniger wahrscheinlich ist als eine bevorstehende Rezession:
    Zum Beispiel zunehmende Digitalisierung, welche die Kostenseite der Unternehmen vergleichsweise schrumpfen lässt. Massive Steuersenkungen, welche die Unternehmenserträge nach Steuern weiter hochfahren lassen.

    Wie die unausgesprochene Meinung Ihres alten Freundes zu Aktien heute einzuschätzen gewesen wäre, wird sich erst in der Zukunft rausstellen.

    • Avatar

      Petkov

      2. Juni 2017 23:50 at 23:50

      Gerd, die zunehmende Digitalisierung ist in erster Linie mit Arbeitsplatzrationalisierung verbunden. Wer Digitalisierung kann, behält seinen Job. Aber in einem neokommunistischen Wirtschaftssystem wie die EU und insbesondere Merkelistan wird es dazu führen, dass die Arbeitnehmer zunächst eine erklecklich höhere Steuerlast tragen müssen und deswegen am Monatsende weniger in der Tasche für Konsum haben. Mag sein, dass die Waren billiger werden, aber dieser Effekt kann nie die Steuererhöhungen und die sinkende Konsumentenzahl wettmachen.

      In der zweiten Entwicklungsstufe werden die Linkspopulisten (z.B. die grünen Vollpfosten) die Einführung einer Maschinensteuer erzwingen, was zu einer endgültigen Produktionsauslagerung führen wird. Alternativ werden sie die Konsumsteuern erhöhen, was aber die Schafsherde ähhhhh die Wähler eher abschreckt.

      Erst in der 3. Entwicklungsstufe wird man versuchen, z.B. durch Einführung von Importzöllen, durch massenhafte, medienwirksame Abschiebungen und andere protektionistische Maßnahmen die heimische Wirtschaft zu stärken.

      Die Digitalisierung in ihrer aktuellen Form wird keinen Wohlstand schaffen. Aber wer sie verpasst, ist noch schneller verhungert.

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    Wolfgang M.

    2. Juni 2017 15:19 at 15:19

    Die Aktienmärkte werden fallen, wenn es das billige Geld der Notenbanken nicht mehr verhindern kann. Der „brutale Beweis“ für ein Ende der Trumprallye (Beitrag von Herrn Fugmann) wurde gerade gestern wieder ad absurdum geführt, denn die gestrige Entscheidung des „Universaldilettanten“ Trump konnte, trotz negativer Einschätzung der Unternehmen, es nicht verhindern, dass die Märkte auf neue Alltimehighs stiegen. Weil es eine Notenbankrallye (FED,EZB, BoJ) ist, die erst zu Ende ist, wenn sich eine Rezession nicht mehr verhindern lässt oder die Zinsen zu einer Konkurrenz für die Märkte werden. Markus Koch hatte schon vor Wochen von der Wallstreet berichtet, dass man eine Marke von über 3 % der 10-jährigem US-Treasury für eine Gefar für die Märkte hält – aus der Sicht der Manager. Wie gesagt, die Märkte werden korrigieren, aber häufig erst im Stadium der Euphorie. Wann die zu Ende ist lässt sich fast nie voraussehen – außerdem lagern über 2 Bio € auf deutschen, fast zinslosen Konten, ein Betrag der der Höhe der offiziellen deutschen Staatsschulden entspricht. Von welcher Höhe aus? Mein persönliches Fazit: Es wird eine Rezession sein (verm. USA oder China), die die Baisse bewirkt, ein Kreditproblem werden die Notenbanken nach den Erfahrungen mit Lehman Brothers nicht eskalieren lassen – „believe me, it will be enough!“. (Siehe erst gestern Monte dei Paschi) Dazu liegt der letze Crash noch in zu großer zeitlicher Nähe. Gruß

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    vogel

    2. Juni 2017 16:10 at 16:10

    Die Rezession in den USA ist l ä n g s t da.
    Das merkt jetzt aber noch kaum jemand.
    Der Knall an den Märkten wird dann umso lauter sein.
    Bin gespannt, wie oft das Wort “ Rezession “ in nächster Zeit in der populären Wirtschaftspresse auftauchen wird – ebenfalls ein bewährter Indikator dafür – jenseits aller „harten“ Wirtschaftdaten, die nur verspätet bestätigen, was längst eingetreten ist. ;-)

    • Avatar

      Gerd

      2. Juni 2017 16:38 at 16:38

      Heeeeh, Sie, der Experte für die Beobachtung der Geldmenge sagt das?

      Wo erahnen Sie denn die bereits vorhandene Rezession?
      Hoffentlich nicht in den Zahlen der schon seit Jahren Monat für Monat erstaunlicherweise ständig immer noch neu geschaffenen Arbeitsstellen. Hoffentlich nicht in der rekordverdächtig niedrigen Alo-Qoute von 4,3%.

      Nur weil irgendwelche Kaffeesatzleser eine Schätzung von 200Tsd., oder was weiß ich, neuen Stellen rausschwadroniert hat, dürfte man selbst einen Stellenzuwachs von lediglich 100Tsd. nicht gering schätzen.

      Und falls mal irgendein ISM-Index statt erhofften 57% nur bei 54% liegt, bedeutet das immer noch Wachstum.
      Und wenn der BSP-Zuwachs nicht mehr bei 2% sondern nur bei 1% läge, hieße das immer noch Wachstum. Und zwar Wachstum, welches auf ein immer höher werdendes Basisniveau noch obendrauf gepackt wird.
      (1% auf die Grundmenge 150 ist absolut genauso viel wie 1,5% auf 100. Aber, das wissen sie ja selbst mehr als genug)

      • Avatar

        Lars

        2. Juni 2017 18:25 at 18:25

        @Gerd
        Prima schön geredet, das Ganze!
        Als professioneller und aufmerksamer Beobachter des Börsen- und Konjunkturgeschehens müssten Ihnen jedoch folgende Punkte klar sein:
        1. Es bringt nicht viel, vier neue 6-$-Jobs zu kreieren, wenn dafür ein 30$-Job verloren geht.
        2. Der heutige Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,1% begründet sich einzig und allein auf dem Rückgang der Beteiligungsquote um 0,2%, ist also eher ein Anstieg. Außerdem wurde, auch in diesem Forum, bereits mehrfach fundiert und nachvollziehbar dargelegt, dass die tatsächliche Quote eher bei 20 bis 25% liegt.
        3. Praktisch alle harten Daten und Indizes fallen mit wenigen Ausnahmen (vereinzelte dubiose Ausreißer im einstelligen Bereich und in nicht nachvollziehbarem Ausmaß) seit nunmehr 5 Quartalen und haben teilweise so tiefe Niveaus erreicht, wie sie zuletzt 2008 oder gar 2003 zu verzeichnen waren.
        Während die Indizes in Europa sich ständig weiterentwickeln und unaufhaltsam die 60er-Marke anstreben, geht es in USA gnadenlos und konstant in Richtung 50.
        4. Auch ich betrachte die Kaffeesatzleserei von irgendwelchen „Analysten“ eher skeptisch. Aber sie sind nun einmal Auslöser und leider anscheinend tatsächlich Grundlage für die Märkte, um wie auch immer geartete Handelsentscheidungen zu treffen. Und wir alle wissen doch, dass die amerikanischen Auguren traditionell eher immer so schlecht schätzen, dass die Zahlen eigentlich nur überboten werden können. Tun sie aber fast nie. Dieses Phänomen existiert in Europa genau diametral.

    • Avatar

      PK

      2. Juni 2017 17:14 at 17:14

      Die Häufigkeit des Wortes „recession“ in der Presse ist übrigens ein Kontraindikator.
      Ziemlich in der Nähe des Maximums wird meist auch der Boden in den Aktien erreicht (ein guter Kaufpunkt) und die Märkte beginnen lange zu fallen, bevor die Auftrittshäufigkeit zunimmt.

  7. Avatar

    Markus

    2. Juni 2017 16:16 at 16:16

    Völlig lösgelöst von der Erde schwebt der Dax ….

  8. Avatar

    Beobachter

    2. Juni 2017 16:23 at 16:23

    @Vogel,wenn ich mich recht erinnere waren Sie bis vor kurzem noch ein Permabulle ,wenn das so ist, was ist passiert ? wenn es nicht so ist,entschuldigen Sie meinen Kommentar.

    • Avatar

      vogel

      2. Juni 2017 18:23 at 18:23

      @Beobachter:
      Meine Sichtweise ist die:
      Die US-Wirtschaft ist in den letzten Jahren fiskalpolitisch enorm stimuliert worden. Das Ergebnis ist – gemessen am Aufwand – bescheiden.
      Dieser sehr lange liquiditätsgetriebene „Wirtschaftsaufschwung“ hat hauptsächlich an den Aktienmärkten stattgefunden, das geht nicht endlos.
      Die jüngste Serie von ATHs ist ein deutliches Zeichen einer Übertreibung.
      Zum Thema „Permabulle“: Glaubensrichtungen und Ideologien welcher Art auch immer sind ganz schlechte Voraussetzungen für Erfolg, ganz besonders an der Börse: In der Hausse sollte man aber eine solche auch erkennen und seine Chancen nutzen.
      Ich bin ein sehr großer Aktienfreund, ganz besonders aber nach starken Korrekturen und Crashs.
      @Gerd: Die FED entzieht Märkten Liquidität, der nächste Zinsschritt ist jetzt im Juni. Die Geldmenge wird in den nächsten 6-12 Monaten zurückgehen und den Abschwung an den Märkten und in der Realwirtschaft verstärken.
      Das alles schließt nicht aus, daß es später wieder ein QE 4/5/6 gibt, sobald für das geneigte Publikum eine „Rezession amtlich festgestellt und notariell beglaubigt“ wurde –
      aber wollen Sie das Denken wirklich irgendwelchen zwangsgestörten Technokraten, FED-Zauderern und Zahlentricksern überlassen?
      Dann werden Sie an der Börse wirklich im Regen alleingelassen.
      Erholsame Pfingsten ! ;-)

  9. Avatar

    PK

    2. Juni 2017 17:18 at 17:18

    @Fugmann:
    Wie sieht denn die Anlageempfehlung für Ihren Freund aus ?
    Nachdem Aktien ja nur was für „Pawlosche Hunde“ sind, fragt sich natürlich nun der geneigte Leser, was ein Anleger mit ein paar 100.000, die er auf seinem 0% Festgeldkonto liegen hat mit einem Zeithorizont von >10 Jahren so am besten anstellen sollte ?

    • Avatar

      Lars

      2. Juni 2017 18:49 at 18:49

      Er hätte ein Haus in einer der dahingehend zahlreichen rentablen Regionen Deutschlands bauen und dieses für 5% und mehr Rendite vermieten sollen.
      Er könnte es auch derzeit mit einem Gewinn von 35% nach 8 Jahren verkaufen, sollte ihm langweilig werden oder er Liquidität benötigen.
      Aber jetzt noch in Aktien einzusteigen, würde ich einem Freund nicht wirklich empfehlen. Zumindest nicht, wenn ich Wert darauf lege, dass er ein Freund bleibt.

      • Avatar

        PK

        3. Juni 2017 12:48 at 12:48

        also man könnte die Immobilienpreise in vielen Lagen durchaus auch als Blase bezeichnen. Und 5% echte Rendite bekommt man im Prinzip nirgends mehr.

  10. Avatar

    Martin

    2. Juni 2017 20:18 at 20:18

    Wer jetzt erst anfangen würde, an der Börse zu investieren, gehört für mich in eine Irrenanstalt. Kaufen, wenn die Kanonen donnern, und verkaufen wenn die Putzfrauen Aktien kaufen!!!
    Zur Zeit eindeutig Sachwerte (Gold, Silber, eventuell ausgebombte Minenwerte).
    Langläufer Put-Optionen könnten auch schon interessant sein. Unverhofft kommt offt.

  11. Avatar

    Jügen

    3. Juni 2017 10:21 at 10:21

    Ich denke, wenn sie die Superreichen aus dem Markt verabschiedet haben,….die Notenbanken kaufen denen die Asstes mit frisch gedrucktem Geld ab :-), wird es kollabieren, da wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Das System wird dabei mir über die Wupper gehen….wird auch höchste Zeit für was Neues…

  12. Avatar

    Irrenhausverwalter

    3. Juni 2017 12:39 at 12:39

    @Martin ,genau richtig,wenn einer schon lange dabei ist könnte man mit engen Stopps Gewinne sichern,die wären aber kürzlich ausgelöst werden.Wie ich weiss gibt es aber viele Bänker die immer noch Aktien empfehlen u.die gehören wirklich ins Irrenhaus. D.HEISST BANKAKTIEN VERKAUFEN U.IRRENHAUSAKTIEN KAUFEN.lch werde jetzt mein Irrenhaus ausbauen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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