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Europa

Warum alles so super bleibt wie es ist! Und warum es nie wieder Rezessionen gibt..

Warum der Konjunktur-Sommer ewig anhalten wird – unbedingt!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Sind Volkswirte „Untergangspropheten“? Das meint zumindest der Volkswirt Carsten Brzeski von ING Markets – diese Volkswirte würden mit Negativ-Prognosen viel Aufmerksamkeit erregen, und wenn dann die Prognose nicht eintreffe, würden sich eben alle freuen und sagen: „Schwamm drüber!“.

Da wolle er doch einmal dagegenhalten, so Brzeski, denn eigentlich sei doch alles super, der Aufschwung gehe ungetrübt weiter. So würden die Notenbanken (durch Anhebung von Zinsen) die Konjunktur nicht abwürgen – alles also weiter frei Fahrt. Auch der Handelskrieg sei bisher kaum relevant und umfasse nur einen geringen Teil des globalen Handels (dagegen warnt aber etwa der amerikanische Einzelhandelsverband davor, dass bestehende Lieferketten gesprengt würden, die zu ersetzen Jahre dauern würde, einmal ganz abgesehen von der infaltionären Wirkung von Zöllen..).

Und, so meint Brzeski weiter, auch die Schwellenländer-Krise sei viel zu klein, um als Faktor wirklich eine Rolle zu spielen. Also empfiehlt unser optimistischer Volkswirt: zurück lehnen und die letzten Sonnenstrahlen genießen. Unbedingt, Mr. Brzeski, machen wir doch glatt!

Aber andere sehen das ein bißchen anders – immer diese ewigen Schwarzmaler und Defätisten! Zum Beispiel die (stets nörgelnden?) deutschen führenden Konjuntkurinstitute, die heute vor einer Rezession warnen, wenn der Handelskrieg weiter eskaliert. Und dabei noch dreisterweise ihre Prognose für das deutsche BIP für das Jahr 2018 von +2,2% auf nun nur noch +1,7% absenken. Unverschämtheit!

Aber sicher hat Herr Brezski recht mit seiner Prognose, dass alles so supertoll bleibt nach kaum einmal zehn Jahren Aufschwung. Da freuen wir uns doch in vollster Siegeszuversicht auf die nächsten 300 Jahre Aufschwung, weil Rezessionen doch ein Ding der Vergangenheit sind – in der heutigen Zeit der Überschuldung können wir uns ja schließlich auch eine Rezession gar nicht mehr leisten, nicht wahr?

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Ewiger Konjunktur-Sommer in Deutschland?
Von I, Luc Viatour, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=998412

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    berti

    27. September 2018 13:21 at 13:21

    So sehen das die europ. Aktienmärkte seit 10 Uhr wohl auch ….

  2. Avatar

    Roberto

    27. September 2018 15:35 at 15:35

    ….:-)))) ja, das ist wohl wahr. Seit Jahren schon zählen die Fundamentaldaten nicht mehr.
    Es wird alles in die gleiche Richtung gelenkt indem man bei jeder News einfach die Algos auf Kaufen stellt.
    Und so wird auch jede news, egal ob positiv oder negativ für die Märkte, POSITIV dargestellt.
    Dann lösen die shorties ihre Posis auf und so kommt der Dominoeffekt das alles nur noch wie von Geisetrhand gesteuert nach oben läuft.
    Traden nach Fakten ist schon seit vielen Jahren nicht mehr möglich.

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Europa

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkaufprogramme für Anleihen und Liquiditätsspritzen für die Banken werden wie bisher fortgesetzt.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

Zweitens wird der EZB-Rat die Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) fortsetzen. Dies hat einen Gesamtumfang von 1 850 Mrd €. Der EZB-Rat wird die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP mindestens bis Ende März 2022 und in jedem Fall so lange durchführen, bis die Phase der Coronavirus-Krise seiner Einschätzung nach überstanden ist. Die Ankäufe im Rahmen des PEPP werden durchgeführt, um während der Pandemie die günstigen Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten. Wenn mit Ankäufen, die den Gesamtumfang des PEPP über den Zeithorizont der Nettoankäufe hinweg nicht voll ausschöpfen, günstige Finanzierungsbedingungen aufrechterhalten werden können, muss dieser Gesamtumfang nicht vollständig genutzt werden. Genauso kann der Umfang erforderlichenfalls auch rekalibriert werden, um günstige Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten und so dem negativen Schock der Pandemie auf die Inflationsentwicklung entgegenzuwirken.

Der EZB-Rat wird die Tilgungsbeträge der im Rahmen des PEPP erworbenen Wertpapiere mindestens bis Ende 2023 weiterhin bei Fälligkeit wieder anlegen. Das zukünftige Auslaufen des PEPP-Portfolios wird in jedem Fall so gesteuert, dass eine Beeinträchtigung des angemessenen geldpolitischen Kurses vermieden wird.

Drittens werden die Nettoankäufe im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) in einem monatlichen Umfang von 20 Mrd € fortgesetzt. Der EZB-Rat geht weiterhin davon aus, dass die monatlichen Nettoankäufe von Vermögenswerten im Rahmen des APP so lange fortgesetzt werden, wie dies für die Verstärkung der akkommodierenden Wirkung seiner Leitzinsen erforderlich ist, und dass sie beendet werden, kurz bevor er mit der Erhöhung der EZB-Leitzinsen beginnt.

Der EZB-Rat beabsichtigt, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere weiterhin bei Fälligkeit für längere Zeit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem er mit der Erhöhung der Leitzinsen beginnt, vollumfänglich wieder anzulegen und in jedem Fall so lange wie erforderlich, um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

Schließlich wird der EZB-Rat weiterhin reichlich Liquidität über seine Refinanzierungsgeschäfte zur Verfügung stellen. Insbesondere stellt die dritte Serie gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO III) nach wie vor eine attraktive Finanzierungsquelle für Banken dar, wodurch deren Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte unterstützt wird.

Der EZB-Rat ist nach wie vor bereit, alle seine Instrumente gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Teuerungsrate – im Einklang mit seiner Verpflichtung auf Symmetrie – auf nachhaltige Weise seinem Ziel annähert.

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Fünfter Monat Deflation – Osteuropa koppelt sich ab

Claudio Kummerfeld

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Taschenrechner und Münzen

Die Verbraucherpreise in der Eurozone für Dezember wurden soeben endgültig bestätigt mit -0,3 Prozent. Damit hängt man nun den fünften Monat in Folge in der Deflation. Die Energiepreise fallen weniger stark mit „nur noch“ -6,9 Prozent im Jahresvergleich nach -8,3 Prozent im November. Die Preissteigerung bei Lebensmitteln fiel mit +1,3 Prozent geringer aus als in den Vormonaten mit +1,9 Prozent. Auffällig bleibt wie in den Vormonaten, dass Osteuropa ganz klar nicht in der Deflation hängst, sondern ganz klar positive Preisentwicklungen hinlegt. Dadurch ist der Schnitt für die gesamte EU bei +0,3 Prozent. Gut sichtbar ist der Unterschied zwischen West- und Osteuropa in der ersten Grafik.

Verbraucherpreise je nach Ländern im Detail

Grafik zeigt Dezember-Verbraucherpreise im Detail

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Europa

ZEW Index etwas besser als erwartet – Exporterwartungen verbessert

Redaktion

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am

Von

Jeden Monat wird der ZEW Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Januar) ist mit +61,8 Punkten etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +60,0; Vormonat war +55,0).

Die Einschätzung der aktuellen Lage aber liegt bei -66,4 (Prognose war -68,5; Vormonat war -66,5) – damit sehen wir weiterhin eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage.

Laut ZEW sind es vor allem die verbesserten Exporterwartungen, die den Index nach oben gezogen haben!

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