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Warum der Dax trotz Grusel-Daten auf neue Rekordstände klettert

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Der Dax notiert aktuell bei 13.755 Punkten am Tageshoch und auch Rekordhoch. Was ist da los? Im folgenden Chart haben wir den Dax direkt vergleichen mit dem Kursverlauf von Euro vs US-Dollar seit Ende Januar. Je schwächer der Euro, desto besser ist das für die Exportwerte im Dax. Man sieht den Dax immer weiter ansteigen, während der Euro immer weiter fällt. Von Anfang Februar ist Euro vs US-Dollar bis heute gefallen von 1,1094 auf 1,0905.

Aber halt. Heute gab es doch für die Eurozone extrem gruselige Daten zur Industrieproduktion. Stärkster Absturz seit vier Jahren. Aber wen interessiert das schon? Der Dax steigt einfach weiter. Positiv wirkt neben dem schwachen Euro aktuell auch, dass nach Angaben aus China die Rate der Neuinfektionen sinkt. Die Lage beruhigt sich also, alles wird gut? Jedenfalls dürfte das oberflächlich positiv wirken auf alle Aktien, die stark mit China verbunden sind. Und ja, da wäre noch die liebe Fed. Jerome Powell ließ gestern durchblicken (hier dazu aktueller Kommentar von Markus Koch), dass die Fed erstmal weiter die Märkte mit Notenbankgeld fluten wird. Also, auch an der Wall Street „Happy hour“. Der Dax steigt weiter…

Dax vs Euro seit Ende Januar

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Sven

    12. Februar 2020 15:42 at 15:42

    Bin mal gespannt, wenn China von einem offiziellen Ende des Virus spricht oder wieder ein Gerücht über einen Impfstoff hochkocht, was der DAX dann macht. Es gab mal den 08.12.2008 mit einem DAX-Tagesgewinn von 7,6 Prozent. Na, gut, das wäre dann übertrieben. Da stand der DAX auch tiefer, aber 3 Prozent sind dann als Tagesgewinn bestimmt drin.

  2. Avatar

    Wirrologe

    12. Februar 2020 17:04 at 17:04

    @ Fahnenstange, Ich bin eher gespannt wie die Börsen reagieren, wenn Fälle aus Südamerika u.Afrika
    auftauchen u.in China mit Wiederaufnahme der Arbeiten die Fälle zunehmen.
    Impfstoff ist gemäss WHO bestenfalls in 1 1/2 Jahren erhältlich.

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    Hesterberg

    12. Februar 2020 17:53 at 17:53

    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit…“ sagte Albert Einstein einmal. Die Richtigkeit von Letzterem scheint uns SVEN täglich mehrmals unter Beweis stellen zu wollen. :-)

    • Avatar

      Columbo

      12. Februar 2020 19:43 at 19:43

      @Hesterberg

      Jemanden einfach als dumm zu bezeichnen, ist in meinen Augen immer der Gipfel der Hilflosigkeit. Fällt Ihnen da echt nichts Vernünftigeres ein, wo sie doch schließlich Albert Einstein zitieren?

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Finanznews

Dax: Der Korrekturcharakter der Rally – Ziel bei 10673 Punkten

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Wie erwartet konnte sich der Dax nicht wesentlich stärker in Szene setzen. Die Performance der vergangenen Woche unterstreicht eindeutig den Korrekturcharakter der seit Mitte März laufenden Rallye. Dennoch konnte die Entwicklung der letzten Tage diesem kleinen Trend keinen Abbruch bescheren, wie sie es dem Chart ablesen können. Positives ist dennoch zu konstatieren, denn der Handel hat wieder ein normales Niveau angenommen, sind die Bewegungen im Tagesverlauf so langsam aber sicher wieder nachvollziehbar geworden.

Ausblick für den Dax:

Die seit Mitte März in Ausbildung befindliche Welle (A) bildet sich beim Dax fünfteilig (1-2-3-4-5) aus. Aktuell steht diesbezüglich Welle (4) auf der Agenda, in deren Verlauf der deutsche Leitindex bis zur 0.38-Linie (9.469 Punkte) gefallen ist. Wesentlich tiefer wird die kleine Talfahrt auch nicht verlaufen, denn mit diesem Retracement hat (4) ihr idealtypisches Ziel angelaufen; bereits sehr leicht unterschritten. In dieser kleinen Stückelung (Tageschart) sollten leichte Verletzungen von allgemeingültigen Regelungen, wie der Bruch der 0.38-Linie, in Kauf genommen werden.

Der wahrscheinliche weitere Verlauf beim Dax

Im weiteren Verlauf von (A) wird die auf (4) folgende (5) den Dax wieder steigen lassen. Als Ziel von (A) dient das große 0.50Retracement bei 10.673 Punkten. Dieser Widerstand wird sich sehr stark in Szene setzen und dadurch ein unvermitteltes Überschreiten zu verhindern wissen. Die sich anschließende Korrektur (B) übt wieder etwas Druck auf den Index aus. Wie der Chart es zeigt, erwarte ich lediglich ein moderates Abschlagspotenzial.

Fazit:

Die Aufwärtsbewegung beim Dax bildet die erste Unterwelle (A) einer aufwärtsgerichteten Korrektur aus. Aufgrund des weit fortgeschrittenen Zustandes rate ich gegenwärtig von einer Positionierung in den Dax ab. Zur Absicherung Ihrer Positionen sollten sie auf das kleine 0.38 Retracement bei 9.469 Punkten zurückgreifen.

Der Dax in einer Aufwärtskorrektur

Foto: Deutsche Börse AG

 

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Gold/Silber

Goldpreis steigt deutlich – Überraschung bei stark steigendem Dax

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Gold Barren Beispielfoto

Der Goldpreis steigt heute deutlich. Und das bei gleichzeitig deutlich steigenden Aktienkursen! Der Dax zum Beispiel notierte am Freitag um Niveaus von 9.500 Punkten herum. Aktuell sehen wir Kurse von knapp über 10.000 Punkten. Der Dow 30 hat mit aktuell 22.112 Punkten gegenüber Freitag Abend mehr als 1.100 Punkte zugelegt. Was ist da los?

Goldpreis aktuell mit Stärke

Der Goldpreis notiert jetzt bei 1.646 Dollar. Das ist gegenüber Freitag Nachmittag ein Plus von gut 30 Dollar. Dax, Dow und Co steigen heute, weil sich vor allem in Südeuropa die Lage rund um das Coronavirus zumindest etwas zu entspannen scheint (hier mehr Details). Also hat der Aktienmarkt Hoffnung auf die Wende, die man (wie an der Börse üblich) schon mal versucht umgehend vorwegzunehmen. Erholung der Wirtschaft in sechs Monaten, vielleicht? Zack, dann können wir Dax und Dow ja heute schon mal steigen lassen? So einfach kann die Börse sein.

Das Edelmetall fungiert normalerweise als Krisenwährung, als Sicherer Hafen. Herrscht Unsicherheit, flieht man unter anderem in Gold. Und umgekehrt gilt das selbe. Geht man also nach dieser plumpen Idee von Risk On und Risk Off, dann müsste der Goldpreis heute eher fallen, oder zumindest nicht steigen. Also sehen wir heute eine eigene Stärke im Gold? Wichtige Schweizer Golfraffinerien haben die Produktion wieder aufgenommen, was die Angebotsklemme bei Gold etwas entspannen dürfte. Daher könnte es erst einmal weniger Aufwärtsdrang für den physischen Goldpreis geben?

Kein Drang mehr zu Zwangsverkäufen bei Gold?

Gestern hatten wir die Marke von 1.700 Dollar im Goldpreis besprochen, die charttechnisch wichtig ist. Derzeit scheint der Markt nach und nach in diese Richtung zu laufen, nachdem man die letzten Tage eher einen müden Seitwärtstrend beobachten konnte. Aktuell ist bei den steigenden Kursen kein Drang von institutionellen Anlegern mehr vorhanden Zwangsverkäufe im Gold vorzunehmen, weil man im Crash schnell Cash benötigt. Dies zusammen mit dem ausgedehnten Umfeld an Nullzinsen und weltweiten Gelddruck-Orgien der Notenbanken dürfte generell den Drang hin zum Gold verstärken. Wo keine störenden Faktoren mehr da sind, bricht nun der grundlegende Drang zum Gold wieder durch? Der Goldpreis könnte als ultimativer Schutz vor Inflation nun immer interessanter werden für Anleger, die die Gelddruckerei betrachten, und daran glauben, dass die Verbraucherpreise in den nächsten Monaten extrem stark zunehmen werden. Geldentwertung ohne mich, ich habe Gold gekauft – so die einfache Denkweise?

Der US-Dollar (ablesbar im US-Dollar Index) zeigt sich übers Wochenende unverändert. Er bietet also keinen Impuls für den Goldpreis in US-Dollar. Morgen um 16 Uhr deutscher Zeit wird es interessant. Dann werden in den USA die JOLTS-Daten veröffentlicht, oder um es klarer auszudrücken, die Zahl der offenen Stellen. Auch hier dürfte man die Coronakrise in den USA ablesen können, was die Aktienindizes und den Goldpreis bewegen könnte. Im Chart sehen wir in blau den Goldpreis-Verlauf seit dem 4. Februar, im Vergleich zum Dow 30 auf CFD-Basis. Gold konnte sich in der Krise wesentlich besser halten, und tendiert aktuell zumindest weiter aufwärts.

Goldpreis vs Dow 30 im Kursverlauf seit Anfang Februar

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street

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Markus Koch bespricht im folgenden LIVE-Video den bevorstehenden Handelsstart in New York. Es geht vor allem um die Hoffnungsschimmer, die man derzeit aus Südeuropa hört in Sachen Coronavirus.

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