Folgen Sie uns

Gold/Silber

Warum der Goldpreis nach dem Biden-Sieg weiter steigt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Gegen Ende letzter Woche begann der Goldpreis bereits spürbar zu steigen, von 1.908 Dollar Donnerstag früh bis auf 1.951 Dollar Freitag Abend. Heute früh stieg der Goldpreis dann weiter, bis ins Hoch auf 1.965 Dollar (aktuell 1.958 Dollar).

US-Dollar beflügelt Goldpreis

Da wäre wie schon seit Wochen die eindeutige Negativ-Korrelation zwischen Goldpreis und US-Dollar zu nennen. Der Greenback fällt, Gold steigt. Im Chart sehen wir seit dem 28. Oktober den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Währungskorb Dollar-Index). Wie in perfekter Harmonie sieht man die Negativ-Korrelation vor allem seit dem 4. November.

Biden-Wahl und die Zeit danach

Tja, und warum zeigt der Goldpreis sich vor allem seit heute früh fester? Seit diesem Wochenende steht fest, dass Joe Biden die US-Wahl gewonnen hat. Aber im US-Kongress wird die Lage vermutlich unklar bleiben. Von daher könnte es eventuell eine Blockade im Kongress geben für neue Stimulus-Maßnahmen – was dann die Fed auf den Plan rufen würde, die quasi als Ersatz-Wirtschaftsregierung einen neuen Stimulus durchführt. Also, so oder so, Aktienmärkte und Goldpreis hoffen auf einen Stimulus nach der Biden-Wahl. So sehen es derzeit auch die Experten der Commerzbank.

Der Experte Carsten Fritsch sagt dazu aktuell, dass der schwächere US-Dollar dem Goldpreis Rückenwind gebe. Es bestehe offenbar die Hoffnung, dass sich Republikaner und Demokraten im US-Kongress doch noch auf ein Stimulierungspaket verständigen, auch wenn es nach den aggressiv geführten Wahlen derzeit wenig Anhaltspunkte dafür gibt und zudem noch die über die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Senat entscheidenden Stichwahlen um zwei Senatssitze in Georgia anstehen. Sollte das Stimulierungspaket weiter auf sich warten lassen, würde der Druck auf die US-Notenbank steigen, in die Bresche zu springen, so Carsten Fritsch.

Hilfe durch die Fed?

Er verweist darauf, dass Fed-Chef Powell letzte Woche bekräftigt hatte, dass die Fed falls erforderlich die Geldpolitik nochmals lockern könnte und auch noch über hinreichend Munition dazu verfüge. Auch die stark steigenden Aktienmärkte geben Gold Rückenwind, da zwischen beiden seit einiger Zeit eine positive Korrelation besteht. Denn die Argumente sind derzeit für beide Anlageklassen ähnlich: mehr Stimulus, mehr Liquidität und mehr Inflation, so sagt es Carsten Fritsch.

Die Erholung am US-Arbeitsmarkt ändere nichts an der ultralockeren Geldpolitik der Fed. Zum einen liege die Arbeitslosenquote noch immer doppelt so hoch wie vor der Pandemie. Zum anderen wolle die Fed laut ihrer neuen Strategie die Geldpolitik erst dann straffen, wenn die niedrige Arbeitslosigkeit zu steigender Inflation führt. Davon sind wir noch immer weit entfernt. Also, so oder so, auf einmal ist der Optimismus groß für den Goldpreis?

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    franco33

    9. November 2020 14:41 at 14:41

    Ja,die Spekulation ! Gold müßte eigendlich bei 3000 – 5000 USD liegen.
    Das kommt vielleicht erst nächstes Jahr.
    Jetzt ist es gerade 13.40 und wir sind um die 1890 !

    Was ist ein realer Preis für Gold ?
    Wer rechnet die Stimmen für die US Wahl und wer verkündet diese ?
    Können wir wirklich den Medien oder den „neutralen“ Verbreitern wie facebook und
    google trauen,deren Verdienstmodell durch den Mainstream getragen werden und die ihn dann
    natürlich machen,wenn sie dazu die Möglichkeit haben.
    Es hat überhaupt nichts mit Pro Trump oder Pro Biden zu tun !
    Möchten wir diese Landschaft,die uns geboten wird ? Das muß sich jeder selbst fragen.
    Das kann ihm keiner abnehmen und wenn wir alle nur mainstreammäßig jubeln,können wir ja
    so weitermachen. Viel Spaß dabei (zitiere:Es gibt kein „Free Lunch“

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Goldpreis fällt weiter – Experte bringt das Problem auf den Punkt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold Barren mit Adler und US-Dollar

Der Goldpreis fällt weiter. Dank immer neuer hoffnungsfroher Meldungen wegen den Corona-Impfstoffen nimmt die Euphorie der Anleger immer mehr zu, und sie schalten um in den Risk On-Modus (hier die Begriffserklärung). Man schaltet um, weg von sicheren Häfen wie Gold, und kauft wieder risikoreichere Anlageklassen wie Aktien. Vor genau einer Woche notierte der Goldpreis noch bei 1.868 Dollar. Letzten Freitag Abend waren es dann nur noch 1.786 Dollar, und jetzt aktuell 1.774 Dollar.

US-Dollar kann Goldpreis nicht helfen

Seit Wochen und Monaten war es wie eine Automatismus. Bewegte sich der US-Dollar etwas, zack, bewegte sich der Goldpreis sofort entgegengesetzt. Denn alles was in US-Dollar gehandelt wird (wie auch Gold), tendiert im Preis oft in der Tendenz gegensätzlich. Diese negative Korrelation war bei Gold die letzten Monate extrem stark vorhanden. Seit einigen Tagen aber ist davon gar nichts mehr zu spüren. Wir wiesen bereits letzte Woche darauf hin. Und nicht nur letze Woche fiel der US-Dollar deutlich. Auch diese Woche fällt er weiter. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) fällt weiter, seit genau einer Woche von 92,60 auf jetzt 91,62 Indexpunkte. Aber der Goldpreis will einfach überhaupt nicht reagieren und ansteigen.

Experte bringt es auf den Punkt

Der Experte Carsten Fritsch von der Commerzbank bringt es mit seiner erst vor wenigen Minuten veröffentlichten Gold-Analyse auf den Punkt. „Nicht mal ein schwacher Dollar kann Gold helfen“, so lautet der Titel seiner Analyse. Der angesprungene Risk On-Modus (Sog hin zu Aktien) scheint derart stark zu sein, dass wie gesagt selbst der immer weiter fallende US-Dollar dem Goldpreis derzeit keine Kehrtwende beschert. Durch den Bruch der wichtigen Unterstützung bei 1.800 Dollar am Freitag habe sich das charttechnische Bild für Gold nochmals eingetrübt, was weitere kurzfristig orientierte Anleger zum Ausstieg veranlasst haben dürfte, so seine Worte. Die letzte Woche verlor Gold 4,5 Prozent an Wert, womit es nur knapp am stärksten Wochenverlust seit März vorbeischrammte. Den heute zu Ende gehenden Monat November dürfte der Goldpreis mit dem stärksten Verlust seit vier Jahren abschließen. Die aktuelle Schwäche von Gold sei umso bemerkenswerter, weil der US-Dollar ebenfalls zur Schwäche neigt, so Carsten Fritsch.

Der EUR-USD-Wechselkurs nähere sich laut seinen Aussagen der Marke von 1,20, die zuletzt Anfang September erreicht wurde. Die Mischung aus Goldpreis-Schwäche und Dollarschwäche lasse den Goldpreis in Euro abstürzen. Dieser verzeichnete am Morgen mit 1.475 Euro je Feinunze den niedrigsten Stand seit Anfang April. Angesichts der seither durch die Anleihekäufe verursachten Ausweitung der EZB-Bilanzsumme um 1,7 Billionen Euro sei dies geradezu grotesk. Auch dass derzeit Anleihen mit einem Rekordvolumen von knapp 17,5 Billionen US-Dollar mit einer negativen Rendite handeln, verhindere den Preisverfall nicht. Somit falle es schwer, diesen Ausverkauf noch mit fundamentalen Argumenten zu erklären.

ETF-Abflüsse

Das Vertrauen in Gold habe laut Carsten Fritsch dadurch stark gelitten, was sich in anhaltenden Abflüssen aus den Gold-ETFs widerspiegelt. Mit dem für Freitag gemeldeten Abfluss hätten sich diese in der letzten Woche auf rund 40 Tonnen und in den letzten drei Wochen auf gut 90 Tonnen summiert. Also, bleibt es erstmal bei der Schwäche im Goldpreis? Unerwartet für viele Beobachter! Geht es weiter bergab, wenn die ersten Bilder von Corona-Impfungen im Dezember über die Schirme flimmern?

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie die gestrige sehr interessante Gold-Analyse des Experten Mario Steinrücken.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in US-Dollar seit Mai
Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf in US-Dollar seit Mai.

weiterlesen

Gold/Silber

Goldpreis – jetzt aufwachen!

Avatar

Veröffentlicht

am

Ein Stapel Barren aus Gold

Nachdem Markus Fugmann im Marktgeflüster am Freitag auf die Schwäche im Goldpreis eingegangen ist, möchte ich die Edelmetalle aus charttechnischer Sicht unter die Lupe nehmen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Goldpreis – der Trend ist intakt, kurzfristige Schwäche nutzen

Im langfristigen Chartbild befindet sich der Goldpreis weiterhin im Aufwärtstrend. Die wichtigsten Unterstützungen liegen zwischen 1.670 bis 1.800 USD. Denn solange sich der Goldpreis über diesem Niveau aufhält, können wir weiterhin von einem langfristig starken Markt sprechen. Erst bei Kursen unter diesem Auffangniveau trübt sich meine bislang bullische Stimmung ein. Denn je tiefer der Goldpreis fällt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Trendfortsetzung mit neuen Höchstständen.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf mit Charttechnik

Entsprechend gilt es jetzt auf Zeichen einer Bodenbildung zu achten. Für eine langfristige Positionierung ist ein gestaffelter Einstieg im aktuell angelaufenen Unterstützungsniveau sehr interessant.

Silberpreis steuert wichtige Unterstützung an

Im Silberpreis wurde das letzte Verlaufstief vom 24. September 2020 bislang nicht unterschritten. Die Chancen stehen aktuell auch gar nicht so schlecht, dass diese Unterstützung auch der aktuellen Verkaufswelle standhält. Denn aus technischer Sicht dürften die aktuellen Verkäufer zwischen 19,00 und 22,00 USD auf eine Wand an Kauforders treffen. Seit 2014 hat sich der Silberpreis an diesem Niveau den Kopf gestoßen. Nach dem Ausbruch im Juli, ist dieser alte Widerstand zu einer sehr markanten Unterstützung geworden.

Chart zeigt Silberpreis-Verlauf

Minenaktien – der Hebel zum Goldpreis

Schauen Sie sich auch das Video an und erfahren, welche Minenaktien aktuell einen näheren Blick wert sind!

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

weiterlesen

Bitcoin

Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage