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Märkte

Warum der Ölpreis heute gute Gründe hätte weiter zu steigen

Claudio Kummerfeld

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Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Warum der Ölpreis heute gute Gründe hätte weiter zu steigen? Erst einmal muss man anmerken, dass der Ölpreis nach seinem gigantischen Anstieg von 20 auf 33 Dollar in nur wenigen Tagen, seit Montag Abend erstmal eine Pause eingelegt hat. Das kann technische Gründe haben. Montag Abend notierte er noch bei 33 Dollar – aber aktuell kann der WTI-Ölpreis nicht weiter steigen. Aktuell notiert WTI bei 31,82 Dollar. Der Chart zeigt den Kursverlauf im Verlauf der letzten zehn Tage.

Öl nach den API-Daten noch nicht euphorisch

Gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit wurden in den USA die privat ermittelten API-Daten für die Öl-Lagerbestände veröffentlicht. Sie zeigten im Wochenvergleich einen Rückgang der Lagerbestände von 4,8 Millionen Barrels, bei Erwartungen von plus 2 Millionen. Tja, und der Ölpreis? Der stieg dann sofort um 30 Cents, was aber über Nacht nicht anhielt. Der Markt dümpelt weiter vor sich hin. Traut man den API-Daten nicht mehr so wirklich, weil sie in der Vergangenheit schon öfters daneben lagen als Vorschau auf den nächsten Tag? Die offiziellen Lagerbestände werden heute um 16:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Letzte Woche waren sie nach 15 Wochen Anstieg am Stück überraschend um 0,7 Millionen Barrels gefallen, was dem Ölpreis letzte Woche auch weiter Anschub nach oben gab.

Wie wir die letzten Tage schon mehrfach gewarnt haben. Zahlreiche Supertanker aus Saudi-Arabien, die Ende März und Anfang April losfuhren, waren erst jüngst an der US-Golfküste angekommen. Sie konnten aber nicht normal ihr Öl entladen, da kleine Schiffe zum Umladen des Öls ausgebucht waren. Ist diese enorme Menge an Öl die letzten Tage in die Lager geflossen, und heute Nachmittag sehen wir einen überraschenden Anstieg der Lagerbestände? Oder hat sich die Öl-Nachfrage in den USA in den letzten Tagen bereits derart stark erholt, dass das Öl nicht in die Lager fließt, sondern wieder zu den Raffinerien, die aus dem Rohöl Benzin machen? Diese Frage bekommen wir heute Nachmittag beantwortet.

Weitere gute Gründe für einen steigenden Ölpreis

Der Ölpreis hätte heute eigentlich noch weitere gute Gründe anzusteigen. Die in der Branche hoch angesehene Expertin Amena Bakr hat aktuell interessante Aussagen getätigt, die für steigende Kurse sprechen. Nicht gerade eine Headline-Story, aber Kasachstan senkt seine Exporte deutlich. Viel wichtiger noch eine andere Info von Amena Bakr: Insgesamt werde die Förderung von Rohöl im 2. Quartal um 11 Millionen Barrels sinken. Und noch wichtiger: Die Nachfrage nach Öl werde bereits im Juni so stark ansteigen, dass auch dank der Fördermengenkürzungen fast schon ein ausbalancierter Markt erreicht werde. Im Juli solle die Nachfrage sogar 1,8 Millionen Barrels pro Tag über der Angebotsmenge liegen. Wenn das mal kein Argument für einen steigenden Ölpreis ist? Aber man denke immer daran, wie unberechenbar der Terminmarkt für Öl ist! Im Augenblick jedenfalls steigt der Ölpreis nicht. Aber was nicht ist, kann im Verlauf des Tages noch werden? Oder wartet die große Masse der Trader heute auf die Lagerdaten um 16:30 Uhr?

Verlauf im Ölpreis in den letzten zehn Tagen

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Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Indizes

Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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