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Märkte

Warum der Ölpreis in Kürze nach oben ausbrechen könnte

Claudio Kummerfeld

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Eine Öl-Quelle in der Wüste

Der Ölpreis könnte ab heute Nachmittag nach oben ausbrechen. Wieso verwenden wir das Wort „Ausbruch“? Man schaue auf den Chart am Ende des Artikels. Dort sieht man den Verlauf im WTI-Ölpreis seit Februar. In den Monaten Juni und Juli kam die Aufwärtsbewegung im schwarzen Gold immer mehr zum Erliegen. Es entstand eine müde Seitwärtsphase, mit einem Hochpunkt am 21. Juli bei 42,39 Dollar.

Ölpreis vor neuem Impuls?

Gestern Abend wurden die privat erhobenen API-Lagerbestände für Rohöl in den USA veröffentlicht. Im Wochenvergleich zeigen die Daten ein Minus in den Lagern von 6,8 Millionen Barrels (-1,2 erwartet). Das ist natürlich positiv für den Ölpreis. Ab 22:30 Uhr stieg der Ölpreis daher gestern Abend bereits an von 40,98 Dollar auf 41,27 Dollar heute Nacht. Bis jetzt ist er auf 41,47 Dollar gestiegen. Heute um 16.30 Uhr werden die offiziellen Lagerbestände aus den USA veröffentlicht. Die folgende Grafik zeigt, dass (ein Balken pro Woche) keine klare Tendenz erkennbar war in den letzten Wochen. Mal rauf, mal runter, und wieder rauf. Jetzt scheinen die Lager sich wieder zu leeren. Mit etwas Glück für die Bullen zeigen heute auch die staatlichen Lagerbestände einen deutlichen Rückgang, und der Ölpreis könnte hoch springen, und seinen Seitwärtstrend verlassen.

Vom Aktienmarkt abgekoppelt

Aber man vergesse nicht das aktuelle Sommerloch. Es gibt sehr wenige Nachrichten am Ölmarkt, und wenig Aktivität im Terminhandel. Dazu kommen noch die Konjunkturängste wegen der Coronakrise, welche einen Anstieg im Ölpreis ausbremsen könnten. Was für die Öl-Bullen positiv ist: Wir hatten letzte Woche über die eindeutige Korrelation vom Öl zum Aktienmarkt in den USA gesprochen. Beide liefen parallel. Aber seit vorgestern läuft Öl besser als der US-Aktienmarkt. Also, abwarten auf heute 16:30 Uhr (wir werden berichten), und ob der Ölpreis dann hochspringt.


source: tradingeconomics.com

Chart zeigt Verlauf im WTI-Ölpreis seit Februar

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Indizes

Kennen Sie die verborgene Macht der Allzeithochs? – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern wurde Ihnen irrtümlich ein Text – Besprechung der SAP-Zahlen – zugeschickt, den Sie in der Vorwoche bereits erhalten hatten. Leider ist mir das Versehen nicht rechtzeitig aufgefallen, sodass ich die Aussendung nicht mehr zurückholen konnte. Bitte entschuldigen Sie mein Versehen! Im Folgenden lesen Sie nun, warum Rekordhochs für uns als Börsianer so reizvoll sind, weil sie weitere Kursanstiege andeuten.

Haben Sie es auch schon erlebt, dass manche Aktien einfach immer weiter steigen? Es kommt einem manchmal beinahe unheimlich vor, wie wenn eine verborgene Kraft den Kurs immer weiter nach oben hievt. Gerade wenn eine Aktie einen neuen Höchststand erreicht hat, ist das häufig ein Signal für weiter steigende Kurse. Eigentlich ist diese Entwicklung paradox, denn wenn etwas immer teurer wird, dann müssten sich eigentlich weniger Menschen dafür interessieren. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Allzeithochs haben oft eine unterschätzte Wirkung auf die Entwicklung von Aktienkursen. Es ist häufig zu beobachten, dass ein Allzeithoch neue Kräfte freiwerden lässt und die Kurse immer weiter nach oben treibt. Für unerfahrene Börsianer wirkt das Treiben manchmal wie Magie. Denn warum sollte ein Kurs, der eigentlich ständig schwankt, gerade vom Hochpunkt aus noch weiter steigen? Nun, dafür gibt es gleich mehrere Erklärungen. Wenn Sie die Entwicklungen richtig einschätzen können, dann können auch Sie ab sofort von der verborgenen Macht der Allzeithochs profitieren.

Die fundamentale Erklärung

Neue Allzeithochs werden in der Regel nur erreicht, wenn es den betreffenden Unternehmen wirtschaftlich gut geht. Denn nur dann investieren viele Anleger in die Aktie und führen diese auf neue Höchststände. Einem gut laufenden Unternehmen ist meist für längere Zeit Erfolg beschieden. Ein lukratives Geschäftsmodell bleibt in der Regel über einen längeren Zeitraum ertragreich. Und der unternehmerische Erfolg führt dann wiederum zu steigenden Kursen und weiteren Allzeithochs.

Zudem berichten die Medien über Allzeithochs und die Bekanntheit des Unternehmens steigt. Dies führt vor allem bei kleineren Technologie-Unternehmen, die bisher unter dem Radar vieler Anleger waren, zu steigenden Kursen. Diese Unternehmen werden erst nach dem Erreichen neuer Höchststände und den…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktien

Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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Gold/Silber

Goldpreis: 1.800 Dollar-Marke in Gefahr? ETF-Abflüsse und Optimismus

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren aus Gold

Der Goldpreis ist derzeit Opfer vieler Angriffe. Nun drei Wochen in Folge wurde jeweils am Montag von einem anderen Pharmahersteller eine positive Meldung für einen Corona-Impfstoff präsentiert, zuletzt gestern von AstraZeneca. Immer war dies positiv für die Aktienmärkte und alle anderen risikoreichen Geldanlagen (Hoffnung auf Konjunkturerholung), und negativ für den Goldpreis. Der sogenannte Risk On-Trade wird durch die Impfstoff-Hoffnung befeuert. Und Gold erfüllt vor allem die Funktion des sicheren Hafens in der Krise, als letzte Bastion vor Inflation und sonstigen Unsicherheiten. Bei schnellen hoffnungsfrohen Nachrichten ist Gold der Verlierer.

Kurzfristig weiter Schwäche und Anfälligkeit im Goldpreis

Und gestern Nachmittag dann der nächste Schlag, der den Goldpreis zügig um mehr als 30 Dollar auf 1.834 Dollar fallen ließ. Die US-Einkaufsmanagerdaten wurden besser vermeldet als erwartet. Aber vor allem die mit den Einkaufsmanagerdaten veröffentlichten Preise stiegen. Höhere Inflationsangst sorgt für die unterschwellige Befürchtung an den Märkten, dass die Zinstendenz in den USA ansteigend ist, was wiederum positiv für den US-Dollar wirkt. Das wiederum drückt negativ auf den Goldpreis. Nur die Angst vor steigenden Zinsen wirkt auch ganz ohne steigenden US-Dollar negativ auf das zinslose Gold. Auch gab es gestern erneut Abflüsse aus Gold-ETFs (Begriffserklärung hier) im Umfang von 11 Tonnen.

Und so rutschte der Goldpreis bis jetzt weiter ab auf 1.826 Dollar. Einige Analysten und Chartisten sehen es als negativ an, dass die wichtige Unterstützungsmarke von. 1.850 Dollar im gestrigen Abrutsch sang und klanglos binnen Sekunden nach unten vernichtet wurde. Ist sogar die runde Marke von 1.800 Dollar in Gefahr? Milan Cutkovic von Axi schreibt dazu heute, dass ein Fall im Goldpreis unter die wichtige Marke von 1.800 Dollar den nächsten Ausverkauf einleiten könnte. Carsten Fritsch von der Commerzbank erwähnte vor wenigen Minuten in seiner Gold-Analyse, dass es bis zur Marke von 1.800 Dollar wenig Unterstützungszonen gebe, welche den Rückgang im Goldpreis aufhalten könnten. Erst dort sei nach seiner Meinung mit einer Stabilisierung zu rechnen.

Langfristig Gold mit weiterhin guter Perspektive

Die von zahlreichen Leitmedien als Crashpropheten betitelten Kommentatoren wie Dirk Müller und viele andere sehen eine extrem stark ansteigende Inflation im Anflug, und sprechen deswegen über einen möglichen viel höheren Goldpreis. Wir bei FMW sehen es ähnlich wie Carsten Fritsch von der Commerzbank. Man muss nicht zwingend von einer anstehenden Hyperinflation sprechen, und kann trotz der aktuellen Schwäche im Goldpreis auf längere Sicht die Möglichkeit für höhere Kurse sehen (das ist keine Handelsempfehlung). Denn ja, das längerfristige Szenario ändert sich nicht durch ein paar gute Konjunkturdaten oder gute Impfstoff-Nachrichten.

Die Null- und Negativzinspolitik wird noch jahrelang anhalten. Die Notenbanken drucken weiterhin Geld. Denn die Volkswirtschaften sind durch Corona extremst geschwächt worden. Das ist der perfekte Anlass um mit immer mehr Gelddruckerei und Staatsschulden alles mit Geld zu fluten. Das ist ein grundsätzlich schönes Szenario für einen steigenden Goldpreis. Wo das Papiergeld durch grenzenlose und obszöne Vermehrung verwässert wird, da kann das nicht unbegrenzt vermehrbare Gold an Attraktivität gewinnen. Aber kurzfristig, das sieht man dieser Tage wieder, ist der Goldpreis durch gute Konjunktur- und Corona-Nachrichten negativ beeinflussbar. Laut aktuellen Berichten soll die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden. Die Geldschwemme dürfte also auch in den USA in den nächsten Jahren weiter gehen!

Chart zeigt Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate
Im Chart sehen wir den Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate.

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