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Warum die Deutsche Bank so extrem systemrelevant ist!

Die Deutsche Bank ist das systemische Risiko schlechthin im globalen Finanzsystem, so hatte es schon mal der Internationale Währungsfonds in einer Grafik beschrieben. Im Bereich Derivate, Absicherungen, Transaktionen, Außenhandel ist die Deutsche Bank in Deutschland und Europa in der Realwirtschaft unverzichtbar.

Dem deutschen Kleinsparer und Girokontoinhaber kann man getrost sagen: Keine Angst, lasst euer Konto ruhig bei der Deutschen Bank. Denn sie ist derart systemrelevant – käme sie in eine Schieflage, könnte kein deutscher oder europäischer Einlagensicherungsfonds auch nur zu kleinen Bruchteilen diesen Laden vor dem Untergang retten. Würde die Deutsche Bank zusammenbrechen, würde Europa finanziell kollabieren – auch ein weltweiter wirtschaftlicher Abschwung wäre die Folge – denn gegen einen Deutsche Bank-Kollaps war die Lehman-Krise noch ein kleines nettes Schluckauf.

Was würde kurz vor so einem Kollaps passieren? Die Bundesregierung würde einen Blanko-Scheck aussprechen, per groß angelegter Presse-Veröffentlichung, um die Märkte zu beruhigen. Es ginge gar nicht anders. Der Staat würde die Deutsche Bank retten, mit unbegrenzten Mitteln. Der Grund liegt nun mal in ihrer Größe und Wichtigkeit für das Finanzsystem. Es gibt seit Jahren jede Menge Veröffentlichungen zu dem Thema, wie systemrelevant die Deutsche Bank ist. Daher wollen wir an dieser Stelle mal den neuen Chef der Deutschen Bank zu Wort kommen lassen. Er sprach gestern nicht zum Thema „Systemrelevanz“ seiner Bank – nein, er wollte seinen Aktionären vorführen, wie wichtig die Bank doch immer noch ist, und sagte folgendes, Zitat:

Wir werden in den meisten Bereichen weiterhin vorn mitspielen. Hier einige Beispiele:

Unsere Transaktionsbank erzielt Erträge von knapp vier Milliarden Euro. Im Euro-Clearing sind wir global die Nummer 1: Ein Viertel des weltweiten Zahlungsverkehrs in Euro läuft über unsere Systeme.

In der Außenhandelsfinanzierung sind wir die Nummer 2 in Europa und gehören global zu den drei führenden Anbietern.

Im weltweiten Devisenmarkt sind wir unangefochten unter den Top 3, bei entsprechenden Derivaten sogar die Nummer 1. Täglich stehen wir hier im Austausch mit unseren Kunden. Mit unserer Transaktionsplattform Autobahn stellen wir eine einzigartige Infrastruktur bereit, die Unternehmen in ihre eigenen Abläufe integrieren können. Das ist ein großer Wettbewerbsvorteil.

Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, wozu auch der Zins- und Kredithandel gehört, liegen wir seit vielen Jahren global unter den Top 5. In diesem Bereich platzieren wir die Risiken unserer Unternehmenskunden und sichern sie ab.

Im Emissions- und strategischen Beratungsgeschäft gehören wir zu den führenden Banken in Deutschland und Europa. Gleichzeitig spielen wir mit unserer Expertise in wichtigen Branchen weltweit vorne mit. Dazu gehören natürlich die typisch deutschen Industrien, aber auch die Technologie- und Medienbranche: Hier haben wir in den vergangenen Monaten viele der wichtigsten Transaktionen weltweit begleitet – zum Beispiel an der Seite von Disney oder BSkyB.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, diese Aufzählung könnte ich noch fortsetzen: Ob bei der Emission und dem Handel von Hochzinsanleihen, kommerziellen Immobilien- oder anderen komplexen Finanzierungen: auf vielen Teilmärkten haben wir Spitzenpositionen inne.

Die Deutsche Bank-Türme in Frankfurt
Die Deutsche Bank-Türme in Frankfurt. Foto: Nordenfan / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)



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6 Kommentare

  1. Interessanter Artikel!
    Wenn man sich die Marktkapitalisierung der systemrelevanten Banken ansieht und dazu noch zur Kenntnis nimmt, dass der Aktienpreis nahe Allzeittief von 09/16 steht, könnte man darüber diskutieren, ob hier eine Unterbewertung vorliegt.

    Top10:

    JP Morgan Chase : 386.181 Mrd USD
    Bank of America : 306.311 Mrd USD
    Citigroup : 176.736 Mrd USD
    Deutsche Bank : 25.210 Mrd USD
    HSBC : 197.506 Mrd USD
    Bank of China : 179.906 Mrd USD
    Barclays : 62.180 Mrd USD
    BNP Paribas : 90.997 Mrd USD
    China Construction Bank : 312.503 Mrd USD
    Goldman Sachs : 89.176 Mrd USD

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_global_systemrelevanter_Banken

  2. Wenn man einen Blick auf Anteilseignerstruktur wirft könnte Klarheit entstehen. Bei mir erweckt das jedenfalls folgenden Eindruck: Andere machen das Geschäft und die Deutsche Bank trägt das Risiko. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Die Deutschen Bank ist quasi ’ne Bombe im dunklen Kämmerlein, fehlt nur noch das jemand das Licht einschaltet um mal zu sehen was da so alles drin ist – wenn es beim Licht einschalten einen Zündfunken gibt bumst es gewaltig !

  3. Der Artikel ist so dermaßen undokumentiert, sodass die Betrachtung einer Playboy-Seite die gleiche Bewunderung herbeirufen würde

    1. Also hatten sie während des Lesens eine Erektion? Bezüglich finanzieller Dinge sollten Sie besser einen kühlen Kopf bewahren und sich nicht so schnell von der Systemrelevanz der deutschen Bank erregen lassen.

  4. Ich kann das Wort Systemrelevant nicht mehr hören. Sag mir mal jemand warum ein dermaßen kriminelles und korruptes System gerettet werden muß, nur das die jenigen die davon profitieren weiter machen können. Gerettet wird das System nicht vom Geld des Systems sondern von unserem.

    1. Olaf: Ja, wir arbeiten uns den Buckel krumm, viele für einen handvoll Euro, um dieses Pleite-System weiter zu füttern, anstatt ein Reset zu machen. Also es gut lief, wurdne wie ausgebeutet, und jetzt wo es schlecht läuft, noch mehr :-)

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