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Warum die Entwicklung des Ölpreises noch schwieriger geworden ist – ein neuer Spieler mischt im Geschäft mit: es sind die Trump-Tweets!

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Für alle, die sich bei der Ölpreisentwicklung an Charttechnik oder Fundamentalanalyse orientieren, ist diese Erkenntnis nicht uninteressant. Trump versucht auf vielen Wegen den Preis des Rohöls niedrig zu halten, schließlich sind die USA trotz der eigenen Schieferölproduktion (11 Mio. Fass pro Tag) ein gewaltiger Verbraucher dieses Rohstoffs – dabei auch viele seiner Stammwähler. Das Land ist mit 20 Mio. Barrel pro Tag immer noch mit Abstand größter Verbraucher, weit vor China mit ca. 13 Mio. Barrel.

 

Trumps Twitter-Strategie

 

Eineinhalb Monate vor dem nächsten Treffen der Opec in Wien stieß Trump daher eine deutliche Drohung aus. „Die Ölpreise werden zu hoch, Opec, bitte entspanne dich und immer schön langsam. „Die Welt kann nicht einen Preisanstieg verkraften – unsicher“, teilte der US-Präsident mittels des Kurznachrichtendienstes Twitter unmissverständlich mit. Kurz darauf rutschte der Ölpreis (kurzfristig) um mehrere Prozent nach unten.

 

Die Wende der USA in der Klimapolitik

 

Trumps Klimapolitik, oder besser „Anti-Klimapolitik“, sieht nicht nur Erleichterungen für die US-Gas und Ölproduktion vor, nein, er strebt auch das Ende der Politik seines Vorgängers an, welche die Pflicht zu energiesparenden Fahrzeugen beinhaltete. So schlug sogar die Umweltbehörde (EPA) vor, bei Fahrzeugen wieder mehr Kohlendioxidausstoß zu erlauben.

Sprich die Amerikaner könnten nach Ende der Verpflichtungen ab 2020 wieder richtig spritschluckende Fahrzeuge erwerben. Dazu braucht es natürlich einen niedrigen Spritpreis. Die Regierung wurde in der Vergangenheit immer sehr nervös, wenn sich der Spritpreis im Landesdurchschnitt der Schallmauer von drei Dollar für die Gallone genähert hatte – ein Aufregerthema für die Masse der Bevölkerung.

 

Politische Angriffe auf die Opec

 

Im Kampf um niedrige Ölpreise erhält der US-Präsident sogar Unterstützung durch den Kongress, denn man diskutiert bereits über ein Gesetz, mit dem in Zukunft Mengenabsprachen im Ölgeschäft unter Strafe gestellt werden können. Durch die Androhung von erheblichen Strafzahlungen und der Beschlagnahme von Vermögen soll damit eine Kartellbildung verhindert werden. Verhindern könnte Trump dieses Anti-Opec-Gesetz durch sein Veto – ein gewaltiges Druckmittel im Kampf für dauerhaft niedrigere Ölpreise.

 

Fazit

 

Die Opec befindet sich in einer Zwangslage. Geschwächt durch den Austritt Katars aus der Organisation braucht man hohe Ölpreise für den Staatshaushalt (Beispiel Saudi-Arabien). Andererseits kann man die Forderungen des US-Präsidenten aus den genannten Gründen nicht ignorieren. Daher hat Trump, der das Twittern sehr häufig für seine politischen Zwecke einsetzt –  allerdings mit nachlassender Wirkung – einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Ölpreisentwicklung. Ein Faktor abseits von charttechnischen und markttechnischen Überlegungen, den man stets im Hinterkopf haben sollte.

 

Von The White House from Washington, DC – President Trump’s Trip Abroad, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59161292

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Marko

    28. Februar 2019 10:38 at 10:38

    „Für alle, die sich bei der Ölpreisentwicklung an Charttechnik oder Fundamentalanalyse orientieren, ist diese Erkenntnis nicht uninteressant. Trump versucht auf vielen Wegen den Preis des Rohöls niedrig zu halten, schließlich sind die USA trotz der eigenen Schieferölproduktion (11 Mio. Fass pro Tag) ein gewaltiger Verbraucher dieses Rohstoffs – dabei auch viele seiner Stammwähler. Das Land ist mit 20 Mio. Barrel pro Tag immer noch mit Abstand größter Verbraucher, weit vor China mit ca. 13 Mio. Barrel.

    Sprich die Amerikaner könnten nach Ende der Verpflichtungen ab 2020 wieder richtig spritschluckende Fahrzeuge erwerben. Dazu braucht es natürlich einen niedrigen Spritpreis. Die Regierung wurde in der Vergangenheit immer sehr nervös, wenn sich der Spritpreis im Landesdurchschnitt der Schallmauer von drei Dollar für die Gallone genähert hatte – ein Aufregerthema für die Masse der Bevölkerung.

    Politische Angriffe auf die Opec

    Im Kampf um niedrige Ölpreise erhält der US-Präsident sogar Unterstützung durch den Kongress, denn man diskutiert bereits über ein Gesetz, mit dem in Zukunft Mengenabsprachen im Ölgeschäft unter Strafe gestellt werden können.“

    Ja, aber :

    Bei allem nötigen Respekt, soviel ich weiß, liegt die Bevölkerung der Chinesen bei ca. 1,4 Mrd Menschen, man vergleiche dies mal mit dem Amis ?

    Wieso nicht gleich Benziner-Laster auf „Amis-Straßen“, Verbrauch so um die 100-140 Liter pro 100 km ? – Wer hat, der hat ? 😉

    Tut der US-Ökönomie doch gut ? Fracking und so ?

    Den ganzen California-„Ökö“-Kram, siehe Tesla: Weg damit ! Kalifornien sollte aus den vereinigten Staaten austreten, am besten zu Mexiko. 😀

    Spritsaufende SUVs für den „Normalo“, 250-300 PS , aber mindestens ? DIE US-Autoindustrie ist wieder auferstanden ? Supertolle Pickups/SUVs, die die Welt nicht braucht ?

    Leergewicht um die 2 ++ Tonnen, man möchte ja „ordentlich“ vorankommen, Physik und so…, um mal eben in den Supermarkt zu fahren ? Ums sich ne Cola und ne Tüte Chips zu holen… ?

    Der Verbrauch ist doch egal – Hauptsache , „wir“ bleiben unter den sagenumwobenen 3 USD pro Gallone ?
    Dann ist alles gut .

    Alle sind glücklich, bei den „Außerirdischen“…

    „Kleinwagen“, das sind für die Wagen, mit denen man sich im US-Supermarkt herumschlagen muss ? 😀

    Also, „Häuptling Schmalzlocke“ at its best.

    Das ist also sein „Plan“, die Amis wieder auf „Vordermann“ zu bringen ? Nebst den Steuern/Zöllen, nebst der Mauer usw ?

    Wer den nochmal wieder zum Präsidenten wählt, ist ein Außerirdischer.

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Finanznews

Chimerica zerbricht! Marktgeflüster (Video)

Warum das Auseinanderbrechen der Nutz-Beziehung USA-China ein ökonomisches und politisches Erdbeben auslösen wird!

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Der britische Historiker Niall Ferguson prägte 2007 den Begriff „Chimerica“ – und meinte damit die unausgesprochenen Deal beider Länder, wonach China produziert und Amerika konsumiert, wobei China die Schulden der USA kauft und damit das Ungleichgewicht ausgleicht. Diese unausgesprochene Wirtschaftsallianz scheint nun zu zerbrechen durch den Bann von Huawei und den daraus resultierenden praktischen Konsequenzen (Google blockt Zugang zu Android-Systemen etc.). Die Folgen des absehbaren Auseinanderbrechens von „Chimerica“ sind unabsehbar – und werden vor allem in den USA stark unterschätzt, denn damit ist das „Leben über die eigenen Verhältnisse“ in Frage gestellt! Die US-Aktienmärkte, zuletzt gestützt vor allem durch defensive Werte, sind noch weit entfernt davon, dieses Auseianderbrechen adäquat einzupreisen!

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Indizes

Über Prognosen und Prognostiker an den Finanzmärkten – „Dartpfeile werfender Schimpansen“

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Von

Von Thomas Müller

Seit ich mich mit Finanzmärkten und entsprechend mit Prognosen beschäftige – also seit rund 25 Jahren – fällt mir auf, dass immer wieder Prognostiker zu großer Bekanntheit gelangen oder gar so etwas wie Gurus werden, also von einer eingeschworenen Schar Anhänger gegen jede Kritik verteidigt werden, obwohl die Prognosen nach meinem subjektiven Empfinden diesen Status keineswegs rechtfertigen. Bei einigen Prognostikern/Kommentatoren war ich sogar sehr sicher, dass sie wenig Ahnung haben, wovon sie sprechen, ohne dies aber wirklich geprüft zu haben. Allerdings war da auch immer die Stimme im Kopf, die mir sagte, diese Leute haben so viele Anhänger und tauchen regelmäßig in den Medien auf, irgendetwas muss an diesen Leuten dran sein.

 

„Superforecasting“

Nun bin ich kürzlich auf das Buch „Superforecasting“ von Philip Tetlock gestoßen und muss dabei immer wieder an die diversen aus Fernsehen und Presse bekannten Prognostiker denken. Gleich am Anfang stellt er fest: „Viele verkünden ihre Prognosen mit dem Brustton der Überzeugung. Und einige verkaufen sich als Propheten, die Jahrzehnte in die Zukunft blicken können. Von einigen Ausnahmen abgesehen stehen sie nicht etwa vor der Kamera, weil sie sich durch hervorragende Weitsichtigkeit ausgezeichnet hätten. Ob sie mit ihren Prognosen richtigliegen oder nicht, scheint niemand wissen zu wollen. [..] Die Fernsehorakel haben vor allem ein Talent: Sie können selbstbewusst auftreten und eine überzeugende Geschichte erzählen. Mehr müssen sie gar nicht können.“

Das, was hier noch eine Behauptung ist, belegt Tetlock dann im Weiteren. Über einen Zeitraum von 20 Jahren untersuchte Tetlock die Prognosen zahlreicher Experten und kam zu dem Ergebnis, dass die meisten nicht besser waren, als ein Dartpfeile werfender Schimpanse – oft waren die Prognosen der Experten sogar schlechter.

Die Unterschiede, ob ein Prognostiker gut oder schlecht war, führt Tetlock auf die Methodik zurück und unterscheidet zwei (Extrem-)Typen: Die Füchse und die Igel. Die Bezeichnungen sind angelehnt an einen Satz des griechischen Dichters Archilochos: „Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel eine große Sache.“

Soll heißen, es gibt die eine Gruppe, die viele Aspekte mit in eine Prognose einbezieht und in Wahrscheinlichkeiten denkt. Es fallen selten Wörter wie „unmöglich“ oder „unausweichlich“, aber oft Wörter wie „möglicherweise“, „einerseits und andererseits“. Die andere Gruppe verfolgt einen großen Gedanken, um den alles kreist und auf den alles hinausläuft. Die Füchse geben in allen Bereichen bessere Prognosen ab und zwar sowohl zuverlässiger als auch schärfere Prognosen. Die Igel aber sind viel häufiger in den Medien gefragt als die Füchse. Die Zuschauer/Leser wollen kein „vielleicht“ und „möglicherweise“ hören, sondern eine konsistente Story mit einem klaren Ergebnis.

 

Crashpropheten und ihre Prognosen

Die Untersuchung Tetlocks fand zwar in den USA statt, passt aber genauso auch nach Deutschland. Seit Jahren wird prophezeit, dass wir uns „im Endspiel befinden“, dass der finale Crash nun bald kommt, die Systemwende bevorsteht. Es werden also einerseits Extremprognosen aufgestellt; der totale Zusammenbruch, ein großer, wenn nicht gar der endgültige Crash, das Ende von Euro, USD, der EU. Das ist das die „große Sache“ des Igels.

Alle (Teil-)Prognosen laufen auf dieses Szenario hinaus, egal was auch passiert, alles wird durch die Brille dieser einen großen Prognose gesehen. Jeder Rückgang der Börsenkurse, jede Abschwächung des BIP-Wachstums, jeder noch so kleine Wahlerfolg einer eurokritischen Partei dient dann als Beleg. Obwohl die Prognosen scheinbar so eindeutig sind, sind sie tatsächlich sehr weich, d.h. es wird kein Zeithorizont angeben und die Ereignisse werden nicht konkretisiert.

Das Ergebnis kann regelmäßig beobachtet werden. Die Kritiker sagen, die Prognosen sind nicht eingetroffen, die Anhänger sagen, „abwarten“, es deutet doch bereits alles darauf hin. Und selbst gegenteilige Entwicklung werden dann umgedeutet. Erholt sich z.B. die Konjunktur heißt es, das zögert den Zusammenbruch nur hinaus, der wird dann umso schlimmer. Ist die Inflation nicht wie seit Jahren prognostiziert gestiegen, wird die Definition kurzerhand geändert. Aus Sicht der Anhänger (und ihrer eigenen) haben die Igel also immer Recht, selbst wenn sie seit Jahren komplett danebenliegen. Das sorgt zwar nicht für gute Prognosen, aber für regelmäßige Medienauftritte.

Umgekehrt erlebe ich sowohl im Alltag im echten Leben als auch in Internetforen oft, dass Prognosen aus meiner Sicht zu Unrecht angegriffen werden. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist die US-Präsidentschaftswahl 2016. Nate Silver schätze die Siegchancen von Trump auf rund 30% und als Trump dann bekanntermaßen gewonnen hatte, wurde ihm vorgeworfen, die Wahl falsch prognostiziert zu haben. Tetlock nennt hier als Beispiel Wetterprognosen, wo häufig bei einer Prognose von z.B. 70% Regenwahrscheinlichkeit von den allermeisten „Konsumenten“ davon ausgegangen wird, dass es regnet – regnet es dann nicht, ist die Prognose falsch.

 

Wetterbericht

Tetlock wählt das Beispiel Wetterbericht, weil es da leicht zu zeigen ist, wo der Irrtum liegt: Sagt ein Meteorologe in 100 Fällen eine Regenwahrscheinlichkeit von 70% voraus und regnet es tatsächlich in rund 70 dieser 100 Fälle, sind die Prognosen sehr gut. Bei der US-Präsidentschaftswahl lässt sich das nicht so leicht testen, das Grundprinzip ist aber das gleiche. Und letztlich bestätigt es das oben genannte Prinzip: Die Medienkonsumenten (und die meisten Internet-Foristen) schätzen Prognostiker mit sehr pointierten und scheinbar klaren, selbstbewusst vorgetragenen Prognosen weit mehr als abwägende, in Wahrscheinlichkeiten formulierte Prognosen.

Tetlock hofft, dass sich dieses Verhaltensmuster mittel- bis langfristig ändert, so wie auch in anderen Bereichen – er nennt z.B. die Medizin – im Vergleich zu früher mehr Rationalität etwa in Form von Doppelblindstudien Einzug gehalten hat. Angesichts des medialen Erfolgs der Igel bin ich da weniger optimistisch. Letztlich befriedigen die Igel eine im Publikum vorhandene Nachfrage, bei der es allenfalls vordergründig um die korrekte Prognose geht, tatsächlich aber um die Projektion und Bestätigung eines bestimmten Weltbilds.

 

Von Jeremy Weate from Abuja, Nigeria – Chimpas at Tacugama Sanctuary, near Freetown, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38733073

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Devisen

Rüdiger Born: Spannender Markt! Blick auf die Charts

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Der Markt ist momentan sehr spannend. Schauen wir im folgenden Video direkt auf die Charts. Der Dow könnte in Kürze eine Trendewende hinlegen und steigen. Interessante Chartverläufe will ich auch bei mehreren Devisenpaaren ansprechen. Haben Sie den Trade des Tages (heute USDJPY) noch nicht abonniert? Jeden Tag gibt es eine Detail-Analyse! Es ist vollkommen kostenlos! Einfach dazu hier anmelden.

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