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Warum die Eskalation im Jemen Panik auslöst

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

Der Dax 2% im Minus, die Ölpreise (WTI und Brent) mehr als 4% im Plus – und das alles wegen dem eigentlich unbedeutendem kleinen Land Jemen? Jemen selbst ist als Ölprouzent unbedeutend: das Land fördert 133 Millionen Barrel pro Tag und liegt damit weltweit nur an 39.Stelle. Wozu also die Aufregung?

Die Antwort lautet: der Jemen liegt an einem zentralen Schnittpunkt für die Transportwege von Öl, insbesondere für das Öl aus Saudi-Arabiens. Das dürfte auch ein wesentlicher Grund sein für das Eingreifen der Saudis (sowie der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und Kuwaits), die mit der Unterstützung des nach Aden geflohenen, sunnitischen Präsidenten des Landes vor allem den schiitischen Rivalen Iran im Zaum halten wollen, der wiederum die Huthi-Rebellen unterstützt.

Konkret geht es um die 27 Kilometer breite Meeresstrasse Bab al-Mandab (deutsch: „Tor der Tränen“), die das Rote Meer mit dem Gold von Aden verbindet. Sie ist die viertmeist befahrende Wasserstrasse der Welt und liegt zwischen Yemen, Djibouti und Eritrea. Laut Angaben der Internationalen Energie Agentur EIA wurden im Jahr 2013 täglich 3,8 Millionen Barrel Öl über den Bab al-Mandab transportiert. Die Sorge ist nun, dass bei einer Schliessung der Wasserstrasse Öltanker, die vom Persischen Golf kommen, nicht mehr den Suez-Kanal erreichen können. Davon betroffen wäre insbesondere Asien: Schiffe, die aus Europa oder Nordafrika kommend Öl nach Asien transportieren, wären bei einer Schliessung des Bab al-Mandab gezwungen, den weiten Weg unterhalb der Süspitze Afrikas zu nehmen. Und das würde Zeit und vor allem Geld kosten.

Der Bab al-Mandab ist darüber hinaus eines der von Piraterie am meisten gefährdeten Gebiete der Welt. Das Choas im Jemen verstärkt nun die Sorge, dass die Piraterie noch weiter zunimmt und nicht mehr kontrollierbar werden könnte. Noch bedrohlicher aber ist, dass eine Ausweitung des Jemen-Konflikts auch in eine direkte Konfrontation zwischen Saudi-Arabien und dem Iran münden könnte – mit dann katastrophalen Folgen für den Nahen und Mittleren Osten.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Mo Gerret

    26. März 2015 18:43 at 18:43

    So bommbt man den Ölpreis wieder nach oben.

  2. Avatar

    m. sastre

    27. März 2015 15:24 at 15:24

    Wieder einmal einer dieser schwachsinnigen Artikel, in denen die Falschaussagen hanebüchen sind. Bei einer Weltölförderung von 93 Millionen Barrel pro Tag fördert der Jemen also alleine schon 133 Millionen davon???
    Natürlich wird dieser Beitrag mal wieder nicht moderiert und zeigt, wie unseriös und inkompetent ihr Medium ist

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