Um die immer näher rückende Einführung des Digitalen Euro gibt es Verschwörungstheorien, und auch reale Befürchtungen. Und natürlich gibt es auch die Frage: Wozu überhaupt das Ganze? Schließlich kann bereits man über zahlreiche Paymentanbieter online bezahlen. „Der digitale Euro ist der nächste Schritt für unser Geld – und er ist unverzichtbar, um unsere strategische Autonomie im digitalen Zeitalter zu stärken“, so lautet die heutige Headline-Aussage des EZB-Direktoren Piero Cipollone und des EU-Kommissars Valdis Dombrovskis, die in einem Papier erklären, warum Europa ihrer Meinung nach einen digitalen Euro braucht.
Der Digitale Euro soll laut EZB im Jahr 2029 kommen. Ein Pilotprojekt und erste Transaktionen in digitalen Euro könnten bereits Mitte 2027 folgen, so die EZB aktuell. Da neue Technologien unsere Gesellschaft derzeit in atemberaubendem Tempo verändern, sollte auch unsere Währung mit der Zeit gehen. Europa braucht einen digitalen Euro für das digitale Zeitalter, so die Begründung.
Weiter schreiben die Führungskräfite von EZB und EU-Kommission: Bislang könne man im Euroraum nur in Form von Banknoten und Münzen bar bezahlen. Allerdings würden auch immer mehr Menschen in Europa im Laden oder bei Online-Einkäufen digital bezahlen. Man müsse daher dem Euro-Bargeld einen digitalen Zwilling an die Stelle stellen. Der digitale Euro soll in seiner Ausgestaltung den Chancen und Herausforderungen unserer Zeit gerecht werden. Dies sei Sinn und Zweck des Pakets zur einheitlichen Währung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2023. Das Paket enthält zwei Vorschläge, über die die europäischen Gesetzgeber aktuell beraten.
Neben einem Bargeld-Vorschlag gegen es auch um den Digitalen Euro. Er soll kostenlos, unkompliziert und inklusiv sein. Der digitale Euro werde in allen Euro-Ländern für digitale Zahlungen akzeptiert werden und soll einen vergleichbar hohen Schutz der Privatsphäre bieten wie heute das Bargeld. Man wird ihn sowohl online als auch offline verwenden können – bei digitalen Zahlungen auf Websites ebenso wie bei Transaktionen ohne Internetverbindung, so die EZB in ihrem aktuellen Papier.
Darüber hinaus sei der digitale Euro in einem breiteren Kontext zu sehen. Man müsse die strategische Autonomie Europas verbessern. Die europäische Zahlungslandschaft werde heute von Anbietern aus Ländern außerhalb des Euroraums dominiert. Man habe in Europa keine eigene digitale Lösung, mit der man im gesamten Euroraum digital bezahlen kann, und mit der sich die Lücke schließen lässt, die durch den rückläufigen Bargeldtrend entsteht.
„Ohne eine solche Lösung machen wir uns letztlich von ausländischen Unternehmen abhängig – und dies in einer zunehmend polarisierten und fragmentierten Welt. Überlassen wir anderen so viel technologische Kontrolle über die EU-Wirtschaft, machen wir es Europa äußerst schwer, autonom auf der Weltbühne zu handeln. Für unsere Widerstandsfähigkeit und wirtschaftliche Sicherheit ist dies eine echte Bedrohung. Deshalb müssen wir etwas tun und die Abhängigkeit von anderen verringern. Sonst könnte sie uns daran hindern, im Sinne unserer eigenen Werte und Interessen politisch zu agieren“, so die EZB.
Der digitale Euro werde nicht in Konkurrenz zu privatwirtschaftlichen Zahlungsmitteln stehen, sondern sie ergänzen. Durch ihn werde es für die Anbieter europäischer privater Zahlungslösungen einfacher, ihr Geschäft, ihre Reichweite und ihr Serviceangebot auszubauen.
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bla, bla, bla – was die digitale Wunderwährung alles kann – und was wir ja alles dringend benötigen.
Und wird natürlich nur parallel eingeführt.
Und alle ausländischen Alternativen werden zu blöd dafür sein.
Spätestens , wenn 70% der „Superbequemen Bevölkerung“ nur noch mit „Digital Euro“ bezahlen (er wird natürlich mit Rabattaktionen gefördert) , wird man „sagen“ Bargeld ist out.Damit wurde das eigentliche Ziel erreicht (die Zeit spielt für den „Kontroll-Digital Euro, Junge Generation ist „begeistert)nur noch CBDC und eine Kontroll und Erziehfunktion , kann problemlos programmiert werden.
Bargeld ist persönliche Freiheit. Was unsere eigenes Geld auf Konten und Depots anlangt sind wir eh schon reglementiert bzw. ein Stück weit enteignet, ganz abgesehen von den in DE geplanten Sozialabgaben auf Aktien etc. Depots. In Spanien muss man Barauszahlung in Höhe von 4000k vom eigenen Konto 24 Stunden vorher beantragen. Das wird ans Finanzamt gemeldet. Erst nach Freigabe kommt man an sein eigenes Geld.
Die Deutsche Börse und die Cobank sind seit Mai 2025 ready (Info aus meinem Netzerk/dt. Börse). Ich zahle konsequent bar und kann nur alle ermutigen, es auch zu tun. Wenn wir nicht mitmachen, kann der digitale Euro und die damit verbundene Kontrolle scheitern. Es gibt den tipping point!
Gar nicht so blöd gemacht. Erst durch überflüssige und übertriebene Regulierungen den freien Markt so kastrieren dass sich gar keine europäischen Dienstleister entwickeln, nur um dann ,,nachzuhelfen,,