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Warum die Industrie nur 2,9 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut hat

Beispielfoto für Industrieproduktion

Die deutsche Industrie hat im Juli im Vergleich zum Juli 2019 „nur“ 2,9 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut (164.000), wie das Statistische Bundesamt heute vermeldet. Dies ist nicht auf die Robustheit der Wirtschaft zurückzuführen, oder dass die Betriebe trotz Krise so gut ausgelastet sind. Nein, die Kurzarbeit sorgt dafür, dass die Mitarbeiter in den Betrieben gehalten werden können, und dass deswegen die Beschäftigung in der Statistik weiterhin so hoch ausfällt. De facto ganz oder teilweise arbeitslos, werden die Kurzarbeiter aus Töpfen der Beitragszahler und Steuerzahler entlohnt, damit die Betriebe sie nicht offiziell entlassen müssen. Zuletzt waren es 4,55 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland. Dazu schreiben die Statistiker aktuell, Zitat:

Zu beachten ist, dass Kurzarbeitende als Beschäftigte zählen und sich die Zahl an Kurzarbeitenden nicht negativ in den Beschäftigtenzahlen niederschlägt. Das von diesen bezogene Kurzarbeitergeld ist dagegen kein Bestandteil des nachgewiesenen Entgeltes.

Zu geleisteten Arbeitsstunden und Entgelten in der Industrie wird aktuell erwähnt, Zitat:

Die Auswirkungen der Corona-Krise waren bei den geleisteten Arbeitsstunden im Juli 2020 über alle Wirtschaftsbereiche hinweg deutlich zu erkennen: Die im Juli 2020 geleisteten Arbeitsstunden nahmen – bei gleicher Zahl an Arbeitstagen – im Vergleich zum Juli 2019 um 8,5 % auf 671 Millionen Stunden ab. Die Entgelte für die Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe lagen im Juli 2020 insgesamt bei rund 23,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das ein Rückgang um 8,6.

Grafik zeigt Veränderungen der Arbeitsplätze in der Industrie



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