Folgen Sie uns
jetzt kostenfrei anmelden für das Die Einstiegs-Chance

Allgemein

Warum die Inflation in der Türkei von 25,2% auf „nur noch“ 21,6% gefallen ist

Veröffentlicht

am

Lag die Inflation (Steigerung der Verbraucherpreise) in der Türkei im Oktober noch bei 25,2% im Jahresvergleich, so sind es im November nur noch 21,6% (erste Grafik). Aber auch diese Steigerung ist ja immer noch enorm hoch. Und Lebensmittelpreise steigen mit 25,66% noch deutlich höher als der Schnitt. In der zweiten Grafik sieht man, wie parallel zur Inflation auch die Produzentenpreise in der Türkei leicht rückläufig sind von 45% auf 38,5%.

Als Grund dafür kann zunächst einmal die seit zwei Monaten stattfindende Aufwertung der türkischen Lira gesehen werden. Kostete 1 Euro Anfang Oktober noch 7 Lira, so sind es aktuell noch 5,98 Lira. Ebenso wertete die Lira gegen den US-Dollar auf. Seit Wochen schon gibt es öffentlich keine schädlichen Aussagen von Präsident Erdogan mehr, welche die Märkte an der Seriosität der Türkei zweifeln lassen. Das hat der Lira geholfen – aber noch viel mehr hat der Lira der schwache Ölpreis geholfen, weil der dem Importland Türkei gut tut.

Aber man vergesse als zweiten Grund für die leicht rückläufige Inflation nicht die abstrusen Maßnahmen des türkischen Staates, im totalen Kampf gegen die Inflation. Nicht nur, dass Präsident Erdogan die Inflation quasi verboten hatte. Nein, sie wird auch sprichwörtlich bekämpft. Zwar hört man im Ausland seit Wochen keine großen Berichte mehr zu dem Thema.

Aber wer genau hinschaut, der hört regelmäßig von zahlreichen Kontrollen, Durchsuchungen etc in Supermärkten und Lagerhäusern. Behörden aller Art setzen Einzelhändler unter Druck, damit sie die Preise nicht zu stark anheben, und damit sei auch keine Waren übermäßig auf Halde lagern. So hört man zum Beispiel von Durchsuchungen in Lagerhäusern, weil Zwiebeln gehortet worden sein sollen. Der Preis für Zwiebeln weist aktuell mit +51% den stärksten Zuwachs bei den Verbraucherpreisen auf.

Wenn diese Auswüchse, wie man sie eigentlich nur aus Venezuela kennt, Überhand nehmen, wird das Gesamtbild der Türkei wieder geschwächt werden. Und wie wir es schon mehrmals geschrieben haben: Dieser massive Druck des Staates auf Händler, die notwendige Preissteigerungen nicht mehr an ihre Endkunden weiterreichen dürfen, wird viele Händler letztlich in die Pleite treiben. Das dicke Ende wird wohl also noch kommen, mit Verzögerungszünder. Aber für den Moment, da ist der weitere Anstieg der Inflation in der Türkei gestoppt worden. Aber hey… 21,6% sind immer noch verdammt viel!

Inflation

Inflation Türkei

Produzentenpreise

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

US-Regierung überlegt angeblich, Zölle gegen China aufzuheben – Fake News? Medien widersprechen sich

Veröffentlicht

am

Die Meldung von Medien, wonach die US-Regierung überlege, die Zölle gegen chinesische Waren aufzuheben, hat zu einer staken Aufwärtsbewegung der US-Indizes geführt. Aber stimmt das? Eher scheint das ein Medien-Sepktakel zu sein:

Zunächst berichtet der US-Sender CNBC, dass wiederum die Agentur Dow Jones Newswires erfahren habe, dass die Zölle gegen China aufgehoben werden sollten, um die Märkte zu beruhigen (angeblich auf Initiative von US-Finanzminister Mnuchin).

Aber das Wall Street Journal wiederum hat, wie Bloomberg berichtet, beim US-Finanzminsterium nachgefragt – wonach dieses den Bericht dementiert!

Also jede Mende Fake News wie es aussieht!

weiterlesen

Allgemein

Bedingungsloses Grundeinkommen unausweichlich?

Veröffentlicht

am

Ist ein Bedingungsloses Grundeinkommen unausweichlich? Finanzierbar wäre es beispielsweise über eine Maschinensteuer. Wenn ein Fabrikbesitzer beispielsweise 1 Milliarde Euro Gewinn macht, und in seiner Fabrik arbeiten nur noch Maschinen, und keine Menschen mehr – dann könnte oder müsste er sogar auf seinen Gewinn kräftig Sonder-Steuern abdrücken.

Dadurch könnten oder müssten die Menschen ein Bedingungsloses Grundeinkommen erhalten, damit sie erstens nicht als Konsumenten ausfallen, und zweitens keine Revolution anzetteln. Denn viele, sehr viele Jobs werden schon bald nicht mehr existieren. Und trotz Demografiewandel wird es wohl viele Menschen geben, denen man trotz Arbeitswunsch einfach keine Jobs mehr anbieten kann, weil es sie dank Automatisierung und Digitalisierung nicht mehr gibt!

Also wäre es doch sinnvoll diese Menschen mit einem Grundeinkommen zu versorgen? Diese Meinung vertritt Dirk Müller (Mr. Dax). Ist er nun vom Kapitalisten zum Kommunisten geworden? Wohl kaum. Seine Argumentation kann man im folgenden Video sehen. Sie ist gut nachvollziehbar. Sicherlich ist das Thema mehr als diskussionswürdig. Aber die Frage lautet in der Tat, was mit Millionen Menschen geschehen soll, die zwar arbeiten wollen, aber für die es in Zukunft keine Arbeit mehr gibt!

Bedingungsloses Grundeinkommen notwendig wg. Automatisierung?
Foto: Humanrobo CC BY-SA 3.0

weiterlesen

Allgemein

Wohnungsbau: Trend besser als Headline-Aussage der Statistiker

Veröffentlicht

am

Laut heutiger Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes gab es in Deutschland von Januar-November 2018 ganze 0,5% mehr genehmigte Wohnungen als im Zeitraum Januar-November 2017. Das klingt nach einer verdammt mauen Entwicklung. Aber wie schon in den Vormonaten tut sich was im Wohnungsbau!

Am meisten verzerren tut die Gesamtentwicklung der Abbau der Genehmigungen beim Bau neuer Wohnheime (Flüchtlingsunterkünfte). Aufgrund sinkender Neuankömmlinge werden weniger Heime benötigt. Von daher sanken die Genehmigungen hierfür um 15,7%. Die Genehmigung für Wohngebäude mit zwei Wohnungen (beispielsweise Doppelhaushälften) sank um 5,2%. Beide Zahlen reißen den Schnitt natürlich in den Keller.

Aber: Die entscheidende Zahl ist immer die von „Wohngebäuden mit 3 oder mehr Wohnungen“, also die klassischen Wohnungen in Wohnblocks. Und hier legen die Genehmigungen um 4,5% zu. In Zahlen ausgedrückt waren es 162.023 gegenüber vorher 154.981 – also eine Steigerung von 7.042 Einheiten. Das ist schon mal nicht schlecht. Auch wenn es noch viel zu wenig ist, so ist der Anstieg doch vorhanden!

Wohnungsbau

Wohnungsbau

Hier das Statistische Bundesamt im Wortlaut:

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 rund 274 600 Wohnungen genehmigt. Das waren 1,3 % oder 3 600 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf die Zunahme der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zurückzuführen (+4,5 %). Dagegen ist die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 0,5 % und für Zweifamilienhäuser um 5,2 % zurückgegangen.

Bei den neuen Nichtwohngebäuden, die von Januar bis November 2018 genehmigt wurden, erhöhte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,3 Millionen Kubikmeter auf 204,2 Millionen Kubikmeter (+5,3 %).

weiterlesen

Anmeldestatus

Online-Marketing

Online-Marketing hier bei uns! Ihr Unternehmen / Pressefach auf finanzmartwelt.de = Effektives Online-Marketing
Höchst personalisierbare Strategien
Faire Preise
Pressefächer und Meldungen
Content relevante Artikel und mehr
Jetzt informieren

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen