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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Warum die Notenbanken keine Rezession mehr zulassen wollen

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Warum lässt man nicht einfach eine Rezession zu, nach diesem Zyklus zu einer normalen Bereinigung und der kreativen „Schumpeterschen Zerstörung“?

Die Antwort ist relativ brutal und simpel zugleich, vor allem, wenn man sich die Folgen ins Bewusstsein führt:
Weil man die Schuldenorgie zu weit getrieben hat. Was passiert denn bei einer Rezession oder Depression?
Hier nur ein paar Folgen, man könnte Seiten darüber schreiben.

 

Ein Kollaps der Aktienmärkte

Der Wert der weltweiten Aktienmärkte beläuft sich ca. auf 80 Bio.$ und würde sich bei einer ausgeprägten Rezession bestimmt auf 40 Bio. halbieren. Nicht schlimm, da es die Vermögenden trifft? Zunächst ja, aber es hängt auch oft die Altersvorsorge des kleinen Mannes daran, z.B. in den USA zu einem großen Teil, mit politisch nicht absehbaren Auswirkungen.

 

Der Arbeitsmarkt

Durch den Einbruch im gesamten Handel wird es tausende von Firmen in die Insolvenz treiben, kleine und auch viele Zombiefirmen, die Arbeitslosenzahlen verdoppeln sich mal leicht in solchen Phasen. Das ist in Deutschland verkraftbar durch unseren Sozialstaat, aber auch mit wahrscheinlich unerwarteten Folgen für die politische Landschaft (Stärkung der extremen Ränder). Die Zahl der Hartz 4-Empfänger wird explodieren, bei gleichzeitig stark sinkenden Steuereinnnahmen. Das führt zu Steueranhebungen und Leistungskürzungen. Für Deutschland aktuell besonders sensibel, denn es konkurrieren dann Hunderttausende von Zuwanderern mit Arbeitnehmern, die teilweise schon Jahrzehnte gearbeitet haben (man entlässt auch gerne zuerst die Älteren), um die Unterstützung durch den Staat. Zweifelsohne eine explosive Gemengelage.

Aber viel extremer ist die Lage in anderen Ländern mit keinem so ausgeprägten Sozialsystem. Der Verlust von Leistungen (insbesondere der Krankenversicherungen) hat existenziellere Probleme, was schlussendlich vielerorten zur Obdachlosigkeit führen wird.. Haben wir nicht noch die Verhältnisse in Griechenland im Kopf, nach dem Einbruch der Steuereinnahmen.

Sie sehen aus den ersten Argumenten: Es wird vorrangig der kleine Mann bei einer Rezession leiden.

 

Der Immobilienmarkt

Dort wird es auch eine Bereinigung geben (à la 2008), weil ein Verlust des Arbeitsplatzes zu Abertausenden Zwangsversteigerungen führt, wegen nicht mehr zu leistender Tilgungsraten bei vorher sehr teuer erworbenen Wohnungen und Häusern. Die Folge sind stark fallende Preise, was dem Reichen wiederum zumeist nicht so sehr belastet, wenn seine Villa im Wert von 20 Mio. auf 10 Mio. fällt.

 

Der große Schuldenberg

Ja, die weltweite Verschuldung von 250% zum BIP kann jetzt endlich zurückgehen, mit einer Insolvenz der Schuldner. Aber was ist dann mit den Banken, die bekanntermaßen nur höchstens 10% an Sicherheiten haben, die restlichen 90% sind Kredite? Ein Bankenkollaps? Und da zeigt sich die große Achillesverse des kapitalistischen Geldsystems (FIAT).

Ein Bankrun, also das Abheben von Bankguthaben zur Sicherung vor Verlusten durch die Insolvenz eines Instituts (trotz Garantie durch Merkel und Co) ist das schlimmstmögliche Szenario bei einem Wirtschaftseinbruch. Weil es bei einem größeren Auftreten unser Geldsystems und die Wirtschaft schlagartig in extreme Schwierigkeiten bringt. Deshalb auch die Rettungsmaßnahmen von Mario Draghi bezüglich Italien, wo dieses Szenario schon keine abstrakte Gefahr mehr darstellt, sondern eine konkrete, wie es der Jurist auszudrücken pflegt. Im Falle einer Rezession ist es also immer die Notenbank, die durch Geldmaßnahmen verhindern muss, das der Geld-Badewanne der Stöpsel gezogen wird.

Dies ist nur ein winziger Teil der Folgen von Rezessionen und Depressionen. Ich bin jetzt nicht auf mögliche positive Auswirkungen eingegangen mit der Möglichkeit des Entstehens neuer Investitionsideen und Geschäftsfelder. Aber man sieht deutlich, warum eine Rezession von Politikern und Notenbankern gemieden wird (wie der Teufel das Weihwasser), weil sie die Masse am meisten trifft mit sehr unangenehmen Folgen in vielen Ländern – und auch für die Politiker selbst.

Meine Schlussfolgerung: Es wird zu einer Rezession kommen, auch wenn die Notenbanken mit aller Kraft deren Eintreten in die Zukunft zu verschieben versuchen und schlussendlich auch zu einem Kollaps des Geldsystems, was historisch in der Phase eines Menschenlebens regelmäßig passiert ist (Ausnahme USA und Großbritannien, aber die arbeiten bereits fleißig daran).

 

Der EZB Tower
Foto: Epizentrum – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38317255

12 Kommentare

12 Comments

  1. sabine

    16. März 2019 13:38 at 13:38

    Sehr guter Artikel.
    – Dies Szenario droht seit Draghi, konnte aber immer wieder auf die Zukunft verschoben werden. Jedoch: irgendwann ist Ende der Badewanne.
    – Jemand hat gefragt, warum ich nie etwas zu Aktien, Eliotwellen … schreibe, weil ich obiges schon länger erwarte. Aber es kommt wohl erst dieses Jahr. Egal.

    • user31

      16. März 2019 17:59 at 17:59

      Denkst du, dass es noch dieses Jahr zum sogenannten Finanzcrash kommen wird??

      Und wird der zu verhindern bzw. zu verzögern sein durch eine industrielle Zusammenarbeit zwischen den Staaten bzw. durch eine Schaffung europäischer Firmen??

  2. Martin B.

    17. März 2019 08:51 at 08:51

  3. Gixxer

    17. März 2019 13:41 at 13:41

    Wie immer ein super Beitrag von Wolfgang Müller. Danke hierzu!
    Wenn alles so kommt, wovon auch ich ausgehe, darf es erst kommen, wenn das Bargeld abgeschafft wurde. Dann kann man zumindest den Bank Run verhindern.

  4. Prognostiker

    17. März 2019 16:23 at 16:23

    Weil man die Schuldenorgie zu weit getrieben hat, dümmer noch, sie wird noch weiter getrieben.

  5. Beobachter

    17. März 2019 16:42 at 16:42

    Die Chinesen sind schlauer, ein Minister hat eben geschrieben, dass QE u.das Fluten der Märkte keine Lösung sei, da dies später Probleme gebe.Sie pumpen zwar auch Geld ins System, aber eher punktuell in Firmen mit Poblemen, während die Amis bewusst Immobilien u.Aktien in die Höhe trieben . Jetzt haben sie gemerkt, dass die grösste Zeitbombe, die ramschigen Unternehmensanleihen das Kartenhaus bedroht haben. Darum die Kehrtwende im Dezember. Die Chinesen konnten immerhin in ihren Aktienmärkten eine grössere Korrektur zulassen, was anscheinend in den USA nicht mehr möglich ist.

    • sabine

      17. März 2019 22:00 at 22:00

      Das setzt voraus, daß die US-Amis (die dortigen Geldratten, um nicht das langweilige Wort „Geldadel“ zu verwenden!) nicht wissen, was sie tun. Glaub ich nie. Die sind mit allen Wassern gewaschen, blasen Blasen auf und lassen sie platzen. Und wenn du den Zeitpunkt weißt, hast du gewonnen. Das ist doch viel ergiebiger, als normal täglich sein Geld zu verdienen.
      – Wann macht man das wirklich große Geld? In geplatzten Blasen. Wann ist man wirklich in einem Moment ohne Geld, nach geplatzten Blasen.
      – Die reichen US-Amis haben damals Weihnachten (23.12.1913!) die FED gegründet, als die meisten Politiker zuhause waren. Sie ist ein Zusammenschluß von privaten Banken, die dem Staat Geld leihen. Er selbst darf kein Geld drucken. Das gabs in der Geschichte noch nie!
      – Der Traum Amschel Meyer Rothschilds ging in Erfüllung: „Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, und es ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht!“
      https://www.aphorismen.de/zitat/83524
      „Eigentlich ist es gut, daß die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“Henry Ford (1863-1947)
      Und diese Geldmenschen sollen zu blöd sein, um … Nie im Leben.

      • tm

        18. März 2019 11:55 at 11:55

        “ Die reichen US-Amis haben damals Weihnachten (23.12.1913!) die FED gegründet, als die meisten Politiker zuhause waren. Sie ist ein Zusammenschluß von privaten Banken, die dem Staat Geld leihen“

        Das stimmt alles hinten und vorne nicht:
        – Bei der Abstimmung am 23. Dezember im Senat wurde das Gesetz mit 43 zu 25 Stimmen bei 27 Enthaltungen angenommen – Es waren also alle 100 Senatoren anwesend und nicht wie Sie hier behaupten im Weihnachtsurlaub.

        – Die Fed ist öffentlich-rechtlich: alle relevanten Posten werden von der Politik besetzt und die Gewinne fliessen ans Finanzministerium. Die privaten Banken sind gezwungen für eine sehr geringe, fixe Verzinsung (also gerade kein Gewinnantiel wie bei Eigentümern üblich) Antieole halten – anders dürften sie keine Geschäfte mit der Fed machen.

        Die Zitate sind Fake-Zitate, das haben weder Ford noch Rothschild gesagt. Das könnte man auch leicht überprüfen, wenn man denn nur wollte.

  6. md

    17. März 2019 23:33 at 23:33

    sorry, 2008 lag die einwohnerzahl bei 6,7 milliardsen.

    wie gesagt, die 4 punkte im vergleich 1929, 2008 und aktuell. würde das keine realistische einschätzung zulassen.

    und ausserdem, 2001 war der dow bei 11000 punkten, der dax bei 8.300 punkten.
    seither hat der dow 130 % zugelegt und der dax gerade mal 40%

    wie ist das zu beurteilen.

  7. md

    18. März 2019 00:07 at 00:07

    und wenn ich schon mal dabei bin nerve ich dich noch weiter wolfgang.
    unzwar ist, ob von der fmw oder kommentatoren paar mal gesagt worden das der euro schlicht und einfach zu günstig ist für die wirtschaftliche stärke deutschlands. gründe waren die südlichen euroländer. wenn dem so ist müsste doch bei einem günstigen euro die deutschen aktien dementsprechend teurer sein oder.
    ansonsten könnten andere länderinvestoren doch auf einkaufstour querbeet durch den dax.
    von daher finde ich es gut das die deutsche und die commerzbank fusionieren, somit hat der staat über die commerzbank auch den fuß drinnen bei der db.

  8. Marko

    18. März 2019 10:44 at 10:44

    Hallo Wolfgang,

    die Antwort ist :

    „Weil man die Schuldenorgie zu weit getrieben hat.“

    Aber genau deswegen, müssen die beiden größten Notenbanken der Welt „rauss“ aus diesem „Null-Zins-Mist“.

    Ist eigentlich ganz einfach, nur :… die EZB macht nix… 😀

    Und dies unter anderem wegen diesem „GB-Hühnerhaufen“ … 😉

  9. Hesterberg

    18. März 2019 11:01 at 11:01

    Sehr gut beschrieben!!!

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Kommentare zum May-Rücktritt: „Schuld ist das Parlament, hohe Arbeitslosigkeit droht, Gefahren für Deutschland begrenzt“

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Die Wirtschaftsforscher vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und der deutsche Bankenverband äußern sich aktuell zum angekündigten Rücktritt von Theresa May. Auszugsweise wollen wir die Aussagen an dieser Stelle abdrucken. Das IW sieht die Schuld für ihren Rücktritt ganz klar beim britischen Parlament, das sich nicht einigen konnte. Als Problem sieht man nun, dass der Brexit wohl in das eine oder andere Extrem ausschlagen werde (harter Brexit oder neuer Volksentscheid). Für die britische Wirtschaft sei das sehr schlecht. Die Arbeitslosigkeit werde womöglich stark zunehmen, und es drohe sogar im Falle eines harten Brexit eine Rezession in UK. Die Risiken für die deutsche Wirtschaft seien aber begrenzt. Man erwarte zwar bis zu 100.000 Job-Verluste in Deutschland, das könne die Volkswirtschaft aber locker auffangen. Hier das IW in Auszügen im Wortlaut:

Theresa May ist gescheitert. Das ist aber nicht ihre Schuld, sondern liegt vielmehr an dem mangelnden Einigungswillen des britischen Parlaments. Weil die Protagonisten weiter in ihren Gräben verschanzt blieben, konnte sie keinen Kompromiss finden. Jetzt werden Randlösungen immer wahrscheinlicher: Am deutlichsten zeichnet sich ein harter No-Deal-Brexit ab. Allerdings ist auch ein neues Brexit-Referendum denkbar, das den Schaden eines ungeregelten Brexits abwenden könnte.

„Die Schäden, die dem UK durch den harten Brexit drohen, nehmen Johnson & Co. in höchst fahrlässiger Weise in Kauf“, sagt IW-Brexitexperte Jürgen Matthes. Er geht davon aus, dass ein No-Deal-Brexit die britische Wirtschaft kurzfristig in eine Rezession stürzen und die Arbeitslosigkeit deutlich erhöhen könnte – so wie auch schon die Bank of England im November 2018 gewarnt hat. Durch einen ungeregelten Austritt wird die Unsicherheit in der Wirtschaft rapide zunehmen, lange Staus an den Grenzen führen zu Versorgungsengpässen. „Längerfristig schaden neue Zölle, andere Handelsbarrieren und eine stark eingeschränkte Zuwanderung aus der EU dem Vereinigten Königreich“, so Matthes. „Das führt dazu, dass viele britische Unternehmen aus den europäischen Wertschöpfungsketten herausgeschnitten werden.“ Die britische Regierung fürchtet im Fall eines No-Deal-Brexit, dass die Wirtschaftsleistung langfristig zum bis zu zehn Prozent geringer ausfällt.

Für die deutsche Wirtschaft würde es im Fall eines No-Deal-Brexit zweifellos auch unruhiger werden, allerdings würden die ökonomischen Schäden deutlich geringer ausfallen als im UK. „Viele Unternehmen haben ihre Notfallpläne längst in der Schublade“, sagt Jürgen Matthes. Zudem sind deutsche Exporteure findig, neue Absatzmärkte zu finden – Horrorszenarien sind also nicht angebracht. Eine Studie des IWH in Halle fürchtet einen Verlust bis zu 100.000 Stellen bei einem harten Brexit. Das ist für die Betroffenen sicherlich problematisch. Doch entspricht diese Zahl nur 0,25 Prozent der insgesamt rund 45 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland. Im vergangenen Jahr ist gleichzeitig die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 Prozent gestiegen – die deutsche Wirtschaft muss sich also nicht zu sehr vor einem harten Brexit fürchten.

Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des deutschen Bankenverbandes im Wortlaut:

„Der Rücktritt von Theresa May ist die Konsequenz aus der Unfähigkeit von britischer Regierung und Parlament eine gemeinsame Position zum Brexit-Vertrag zu finden“. Es sollte sich in London jetzt niemand täuschen: Die 27 EU-Staaten werden zu Recht nicht bereit sein, erneut von vorne anzufangen. Entweder wird das Problem in London gelöst oder Europa geht mit allen Konsequenzen in einen harten Brexit.“

Theresa May
Theresa May. Foto: HM Government – https://www.gov.uk/government/speeches/pm-press-statement-at-european-council-14-december-2018 OGL 3

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Bank of England mit Hinweis: Zwei enorme Risiken im Finanzsystem!

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Die Bank of England hat vor wenigen Minuten auf mehrere Risiken für das Finanzsystem hingewiesen und deutlich gemacht, dass die Banken und die Regulierer (also vor allem in London?) offenbar nicht wirklich auf diese Probleme vorbereitet sind, wenn diese Risiken zu akuten Problemen in Finanzsystem führen sollten. Ausgesprochen hat diese Risiken der für die Regulierung zuständige Direktor Sam Woods in einer Rede (hier der gesamte Redetext auf 12 Seiten).

Erstens wäre da das Risiko, dass Banken in großem Ausmaß Kredite vergeben würden an Unternehmen, die ohnehin schon stark verschuldet seien. Auf globaler Ebene habe die Kreditvergabe in dieser Kategorie im letzten Jahr um 16% zugenommen. Die Kreditvergabe-Standards hätten gleichzeitig stark abgenommen. Im Klartext: Immer mehr Schrottunternehmen bekommen immer mehr Geld hinterher geschmissen. Die Banken müssen halt ihr Geld auf Teufel komm raus irgendwo unterbringen, bei den Null- und Negativzinsen. Zitat Bank of England:

One such area, in which both the Financial Policy Committee and Prudential Regulation Committee have been taking a keen interest, is leveraged lending – in other words lending to highly-indebted ompanies. We have said a lot about this over the last year so I will confine myself to a brief comment only. That comment is that sometimes horizon-scanning does not require binoculars, because the object of study is already at the front gate. I think it would be very odd if we did not pay close attention to a class of lending which grew globally at a rate of 16% last year, and in which there has been a very significant slide in underwriting standards. Further, much of the lending is being funnelled through banks to a variety of end-investors who may or may not understand what they are getting into.

Und als zweites enormes Risiko für das Finanzsystem sieht die Notenbank speziell die Kreditvergabe von Investmentbanken an Unternehmen. Genauer gesagt geht es darum, dass man von den Kreditnehmern als Sicherheiten Aktienbestände akzeptiere. Da ist die Lage natürlich klar. Was, wenn der Aktienmarkt kräftig einbricht? Dann sind die Sicherheiten schnell nichts mehr oder nur noch sehr wenig wert. Und die Bank als Kreditgeber hat ein echtes Problem, wenn die Kreditraten nicht mehr fließen, und gleichzeitig die Sicherheiten wertlos sind. In einem einzigen Deal hätten Banken in London laut Woods im Jahr 2017 mal schlappe 1 Milliarde Pfund verloren. Zitat Bank of England:

This is much easier said than done for another type of corporate lending, largely carried out by investment banks. This type of lending is secured against equity holdings of the borrower, often in a related entity – so-called “margin loans”. The first observation about this is that it will often create wrong-way risk because the value of the collateral may well be linked to the credit-worthiness of the borrower, which can cause problems in times of stress even though collateral haircuts tend to be 30-50%. Largely due to this, we estimate that banks in London lost more than €1b in a single deal in 2017. But the broader observation is that this type of lending is not well captured by today’s capital framework for banks – in part because it tends to sprawl awkwardly across credit, market and operational risk requirements. I don’t ask you simply to accept this statement at face value – our analysis of the capital held against one such recent exposure by a range of banks illustrates it well: even allowing for differentiation in terms across firms, this level of variation simply cannot be right. In this sense, just as the leveraged lending issue is akin to the UK mortgage risking-up issue, these margin loans have an echo of the problems we’ve been tackling on capitalisation of equity-release mortgages – complexity creates a weakness in the system.

Bank of England sieht Risiken im Finanzsystem
Die Bank of England sieht enorme Risiken im Finanzsystem. Hier die Zentrale in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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China: Keine Gespräche zwischen Xi Jinping und Trump geplant

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Chinas Abgesandter in den USA, Cui Tiankai, hat soeben deutlich gemacht, dass ein Treffen zwischen Xi Jinping und Trump nicht vorgesehen sei (ergo: auch nicht auf dem G20-Gipfel Ende Juni!).

Was derzeit mit Huawei passiere, so Cui Tiankai, sei sehr „ungewöhnlich“, die Anschuldigungen der USA gegen Huawei seien ohne jede Begründung..

Die US-Futures leicht tiefer nach diesen Aussagen, aber die Algos scheinen schlicht Trumps Zweckoptimismus zu glauben anstatt die chinesische Seite auch nur wahrzunehmen! So warnt heute der Chefredakteur der „Global Times“ vor derart naivem Optimismus:

Diese Ignoranz geht an der Wall Street so lange gut, bis es nicht mehr gut geht!

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