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Warum die US-Notenbank die Zinsen bald wieder senken muss

Doch mit den jüngsten Ereignissen um die Coronavirus-Epidemie in China und den zu erwartenden wirtschaftliche Folgen, hat sich das Umfeld für das Notenbanker-Meeting in dieser Woche stark verändert.

Der Aktienmarkt reagiert bereits verschupft auf die neue Unsicherheitslage aus China und leitet die erste ernsthafte Korrekturbewegung seit Anfang Oktober letzten Jahres ein. Damals erschreckte die nicht abflauen wollende Krise am US-Repo-Markt die Marktteilnehmer und führte im Anschluss an einen kurzen aber heftigen Kurseinbruch bei den großen US-Indizes zur aggressivsten Bilanzausweitung der Fed seit der Finanzkrise, inklusive der Zusage, die Leitzinsen, komme was wolle, auf dem aktuell niedrigen Niveau zu belassen, wenn nicht sogar bei Bedarf weiter abzusenken (Fortsetzung der am 31. Juli 2019 gestarteten Zinssenkungsserie).

Diesen Wirkmechanismus erwarten viele Marktteilnehmer auch für die aktuelle Unsicherheitsphase an den Aktienmärkten, weswegen die Kurse trotz fundamentaler und technischer Überhitzung nur relativ moderat nach unten korrigieren. Ob die Fed diese Erwartungshaltung am Mittwoch erfüllen wird, also erneut den Fed-Put aus dem geldpolitischen Instrumentenkasten herausholt, bleibt abzuwarten. Die Wahrscheinlichkeit steht dafür in Anbetracht der neuen und alten Risiken für die Konjunktur und die Märkte sehr gut. Sollte sich die Fed in ihrer Tonalität am Mittwoch moderat geben, werden die Kurse für Aktien, Anleihen und Gold davon nachhaltig profitieren.

Fazit und Ausblick

Die sich wieder stark abflachende US-Zinsstrukturkurve ist bedingt durch massive globale Zinsarbitrage-Ströme und den nur beschränkten Glauben an eine tatsächliche Erholung der Konjunkturdynamik weltweit (siehe Abwärtsrevision der globalen Wachstumserwartungen des IWF). Auch das aktuelle ifo-Geschäftsklima für Deutschland, das heute „überraschend“ schwach ausfiel, deutet noch nicht auf die erhoffte Belebung der Konjunktur im hin.

Für die Märkte könnte sich dennoch eine positive Konstellation aus dieser Gemengelage und der sich wieder stark abgeflachten Zinsstrukturkurve in den USA ergeben. Die Fed ist gezwungen, ihren Zinsausblick niedrig zu halten und bei einem sich fortsetzenden Trend des Renditeverfalls am langen Ende der Zinsstrukturkurve die Leitzinsen weiter zu senken, um eine erneute Invertierung der Kurve zu vermeiden.



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2 Kommentare

  1. Hört sich logisch an, aber die USA hatten immer viel höhere Zinsen. ( teilweise über 10%)
    Nachdem jetzt bei uns die schädlichen Nebenwirkungen fast täglich diskutiert werden, würde das in Amiland noch viel schlimmer sein, sind doch deren Renten auf Zinserträge von etwa 8% berechnet.Nachdem die Bonds ausgepresst sind können diese Erträge nur mit Aktien auch nicht mehr erreicht werden.
    Übrigens hatte die USA doch schon mehrere Jahre fast null Prozent Zinsen.
    Nicht die Politik u.die Notenbanken werden den „ENTEIGNUNGS U.UMVERTEILUNGSWAHNSINN“ stoppen, die Enteigneten werden die staatlich anerkannten Volksräuber durch die Strassen treiben .
    Es ist noch zu früh, die unaufgeklärte Volksmasse hat noch nicht verstanden was abläuft.Trump wurde als Retter dieser Leite gewählt u.macht genau das Gegenteil.
    Googeln: Die Rückführung der Globalisierung.

  2. Korrigenda: Googeln, „DIE ABKEHR DER GLOBALISIERUNG“

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