Folgen Sie uns
jetzt kostenfrei anmelden für das DAX-Signal

Indizes

Warum Fed-Chef Powell dem US-Präsidenten ein „Kuckucksei“ ins Nest gelegt haben könnte?

Der US-Präsident hat sich damit vermutlich mit seiner impulsiven Art selbst das Ei ins Nest gelegt

Veröffentlicht

am

Eine Kolumne von Wolfgang Müller

Es ist zwar noch einige Monate hin bis zum großen Familienfest, an dem diese Metapher zur Umsetzung besser in die Zeit passen würde, aber der 28. November könnten ein durchaus symbolhaftes Ereignis gebracht haben. Erinnern wir uns:

In den vergangenen Monaten gab es beim Anstieg der US-Märkte ein sich wiederholendes mediales Ereignis. Bei jedem neuen 1000-er, den der Dow Jones Index nach oben erklomm, gratulierte Donald Trump per Twitter, um gleichzeitig in der „ihm eigenen Bescheidenheit“ auf den Grund dafür hinzuweisen – seiner erfolgreichen Wirtschaftspolitik. Bis Anfang Oktober.

Als die Kurse stark einbrachen, hatte der US-Präsident dafür eine Erklärung und zugleich einen Schuldigen. Die Fed würde seine Wirtschaftspolitik konterkarieren. „Er mache fantastische Deals, deren Erfolg von der Notenbank zunichte gemacht würde“ und zuletzt im November „er sei sich nicht sicher, ob die Ernennung von Fed-Chefs „Jay“Powell nicht ein Fehler gewesen sei.“ Dann kam die Fed-Sitzung mit der Änderung des Zinsausblicks (the rate is just below neutral), Trump hatte sein Wunschszenario bekommen und zugleich ein Problem, welches er wahrscheinlich bei seinen „politisch unkorrekten“ Angriffen auf die Institution Fed nicht bedacht haben dürfte.


„Just below“ oder „nicht just below“ – das ist stets die Frage bei Jerome Powell

Sollte sich die Konjunktur in den nächsten Monaten weiter abschwächen oder sogar rezessiv werden, könnte er nicht mehr die Zinsen dafür verantwortlich machen, nein, die Märkte und seine Wähler würden es mit seiner Politik in Zusammenhang bringen – und damit ganz speziell mit seinem „Wirtschaftskrieg“. Aus einem vermeintlichen Sieg könnte ein Pyrrhussieg werden.

Was bedeutet dies jetzt konkret für die Märkte? Es ist zumindest ein kleines bullishes Signal, denn der Präsident könnte gezwungen sein, noch mehr auf die Reaktionen der Wall Street zu achten. (Vor allem würde es ein Hirngespinst begraben. Er, der 45. Präsident der USA, werde China mit 45% bezollen.)

Wenn man es ganz unaufgeregt betrachtet: Nach fast 10 Jahren Aufschwung und dem zwangsläufigen Auslaufen der Effekte einer gigantischen Steuerreform muss es auch ohne große Fehlentscheidungen zu einem Abschwung kommen. Mit einer verfehlten Notenbankpolitik kann sich der Regierungschef aber nicht mehr so leicht aus der Schusslinie bringen. Bei einer boomenden Konjunktur mit niedrigster Arbeitslosigkeit – sogar die Bilanzrückführung wäre nicht zu kritisieren, denn das „Quantitative Easing“ war das Notprogramm nach der Finanzkrise und warum sollte man dies in einem Wirtschaftsboom noch brauchen?

In knapp 23 Monaten wird der nächste Präsident gewählt und der kann nach Trumps Vorstellung eigentlich nur Donald Trump heißen.

Der US-Präsident hat sich damit vermutlich mit seiner impulsiven Art selbst das Ei ins Nest gelegt. Frei nach dem lateinischen Spruch: „Si tacuisses, philosophus mansisses!“ Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben.“

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Dax: Besser drauf als die Wall Street – der Absturz des Junkies

Entzug bei den Wall Street-Junkies – und der realistischere Dax..

Veröffentlicht

am

Während die Wall Street derzeit stark unter Druck ist, hält sich der Dax erstaunlich stabil. Was ist da los?

Man könnte es vielleicht so sagen: wer im Rausch ist, hat eine verzerrte Wahrnehmung – und die Wall Street lebte lange, sehr lange in einem Rausch: Steuerreform und Deregulierung waren noch einmal ein künstlicher Stimulus-Effekt, der kurzfrsitig noch einmal die Zahlen aufpimpt, aber langfrsitig eher schädlich ist. Das ist wie bei Drogensüchtigen: mit der Droge ist alles schick, aber wenn der Eeffekt der Droge nachläßt, fühlt es sich deutlich schlechter an als bei denjenigen, die damit überhaupt erst gar nicht angefangen haben!

Und nun sehen wir, dass der Dax schon eingepreist hat, was die Amerikaner noch einpreisen müssen: dass die Zeiten härter werden in Sachen Konjunktur und gleichzeitig die Notenbanken weiter Liquidität entziehen. Und weil das nach dem Nachlassen des Rausches auch den Amerikaner klar geworden ist, hofft man nun auf den Dealer, der aber zuletzt nichts mehr verticken wollte – man hofft also auf Jerome Powell.

Der muß es jetzt richten, denn eines darf auf keinen Fall passieren: der kalte Entzug! Man hat sich doch so daran gewöhnt, dass es immer nur bergauf geht – und jetzt soll auf einmal alles vorbei sein? Nein, das darf nicht passieren!

Und so ist nach langer Zeit der Dax wieder stärker als die US-Indizes: der eine hat frühzeitig Realitäten eingepreist, der andere noch lange im Traumland gelebt und gemeint, dass das, was für alle anderen gilt, natürlich nicht für die Supermacht USA gelten könne. Aber es hat sich an der Wal Street ausge-trumpt, das Positive durch Trump ist eingepreist, das Negative wartet leider noch in der Zukunft!

Und dieser Bewußtseinswandel der Amerikaner sorgt nun dafür, dass der Dax besser läuft als die US-Indizes:


(Chartvergleich Dax=schwarz und S&P500=orange; Chart durch anklicken vergrößern)

Übergeordnet (also im langen Zeitfenster) ist die Lücke zwischen der Wall Street und dem Dax aber immer noch sehr groß:

Der Dax hatte Anfang 2015 seine QE-Droge bekommen und enteilte damals den US-Inidzes, aber das hielt nicht so lange vor. Seit Ende des 2.Quartals 2018 ist beim Dax (und fast allen andere Indizes der Welt) der Wurm drin, nur die Amerikaner meinten, im September noch einmal auf neue Allzeithochs klettern zu müssen – ist ja alles so schön bunt hier! Aber nun eben die Ernüchterung – also bleibt noch die letzte Hoffnung, dass das Spiel weiter gehen möge dank Messias Powell..

Genau das könnte noch einmal zu einer Erholung auch der Wall Street führen: die Erwartung, dass die Fed  ein bißchen nervös werden  und daher zwar noch einmal die Zinsen anheben wird, aber das mit dovishen Signalen. Genau darauf dürften die Märkte im Vorfeld der Fed-Entscheidung am Mittwoch spekulieren – und damit dann auch den derzeit überverkauften Zustand abbauen. Aber ob das nachhaltig sein wird? Was, wenn Powell dann doch nicht liefert?

Der Dax jedenfalls hat weiteres Potential für eine Erholung, um dann das Gap bei 11090 Punkten zu schließen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber ein Bullenmarkt wird damit noch lange nicht daraus..

weiterlesen

Finanznews

Das Kernproblem – und die letzte Hoffnung! Videoausblick

Über das eigentliche Problem – und die Hoffnung auf den Erlöser!

Veröffentlicht

am

Auch am Freitag dominierten wieder die Sorgen um eine Abschwächung auch der US-Konjunktur – und das Kernproblem ist die Lage der US-Banken, die im freien Fall sind, weil mit der immer flacheren Zinskurve die Margen für Kredite wegbrechen. Wenn aber Banken keinen Anreiz mehr haben, Kredite zu vergeben, fehlt der Wirtschaft der Treibstoff – eine Rezession wäre die Folge. Nun aber gibt es die letzte Hoffnung: wird die Fed, wird Jerome Powell die Märkte noch einmal mit dovishen Aussagen retten? Die asiatischen Märkte deutlich stärker als die Wall Street am Freitag, der Dax dürfte schon in Sichtweite der 10900er-Marke starten. Saisonal ist diese Woche besonders günstig – und eine Hoffnungs-Rally vor der Fed ist nun durchaus wahrscheinlich..

Werbung:
Hinweis auf die im Video benutzte Handelsplattform von capital.com:
Starke Ausführungen, enge spreads, keine Kommission
Einfach intelligent handeln mit Capital.com!
78% der Privatanleger verlieren beim Handel von CFDs bei diesem Anbieter Geld. Überlegen Sie, ob Sie sich das hohe Verlustrisiko leisten können.

weiterlesen

Indizes

Dax-Signal: Rückblick und Ausblick

Veröffentlicht

am

Die Woche war für unser Dax-Signal unterm Strich erfolgreich, obwohl bei drei Signalen die Einstiege nicht erreicht wurden. In der kommenden Woche sollte es wohl eine Seitwärtsschwankung geben. Für die kommenden Signale können Sie sich hier kostenfrei anmelden.

weiterlesen

Anmeldestatus

Online-Marketing

Online-Marketing hier bei uns! Ihr Unternehmen / Pressefach auf finanzmartwelt.de = Effektives Online-Marketing
Höchst personalisierbare Strategien
Faire Preise
Pressefächer und Meldungen
Content relevante Artikel und mehr
Jetzt informieren

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen