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Aktien

Warum gerade die Unicredit-Aktie heute so heftig einbricht

Die Unicredit-Aktie hat heute drei gute Gründe um zu fallen. Im Vergleich zum Freitag Abend fällt die Aktie bis heute Nachmittag um 6,3%. Aber vom Hoch heute fällt sie mehr als 10%. Die Aktie war vorhin…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Unicredit-Aktie hat heute drei gute Gründe um zu fallen. Im Vergleich zum Freitag Abend fällt die Aktie bis heute Nachmittag um 6,3%. Aber vom Hoch heute fällt sie mehr als 10%. Die Aktie war vorhin sogar kurz vom Handel ausgesetzt, und fiel dann weiter. Der Anstieg bei Unicredit wie bei vielen anderen Bankaktien heute früh war der ersten Euphorie geschuldet, dass alle Banken den Stresstest der EU-Bankenaufsicht überstanden hatten. Das war auch nicht schwer, weil es gar keine Mindesthürde zum Bestehen des Tests gab. Immerhin war Unicredit die viertschlechteste von 51 Banken beim Stresstest vom Wochenende. Das ist dann nach und nach einigen Tradern aufgefallen.

Als zweiter Grund für den heutigen Unicredit-Rückfall kommt hinzu: Der Rettungsplan für den Konkurrenten Monte dei Paschi wurde am Wochenende veröffentlicht. In Kurzform: Italienische Banken sollen zusammenlegen, damit ein Rettungsfonds der Monte dei Paschi faule Kredite abkaufen kann. Das wird die italienischen Banken wohl knapp 10 Milliarden Euro kosten. Und die Unicredit als größte Bank des Landes dürfte kräftig mit dabei sein bei diesem „Rauskaufen von Schrott“. Was den italienischen Bankensektor als Ganzes erst einmal ein wenig in Ruhe und Sicherheit wiegt, bringt den Unicredit-Aktionär ins Grübeln. Denn die Bank muss zahlen um einen Konkurrenten aus der Jauchegrube namens „Notleidende Kredite“ zu ziehen. Da ist man wenig begeistert.

Und drittens kommt heute noch hinzu, dass die österreichische Bankenaufsicht Ärger macht. Aus der Tochtergesellschaft „Bank Austria“ möchte die Unicredit einen Teil herauslösen (Filettierung). Laut der angesehenen österreichischen Zeitung „Standard“ würden der Bank Austria durch die Abwanderung von Bankteilen zur Mutter nach Mailand anrechenbare Eigenmittel über 8,2 Milliarden Euro verlorengehen. Will sich die Mutter da etwa auf Kosten der Töchter sanieren bzw. die Bilanz aufpolieren? Bei Banken geht das nicht so einfach wie bei Industrieunternehmen. Die nationalen Aufsichtsbehörden haben da stets ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. So soll laut Standard die Wiener Bankenaufsicht sozusagen als Ersatz für die Abspaltung Richtung Mailand fordern, dass die Unicredit echtes Cash zur Bank Austria überweist.

Keine Garantie oder Sonstiges. Das Vertrauen in die Banken jenseits der Alpen scheint in Wien so gering zu sein, dass man hartes richtiges Geld sehen will. 1 Milliarde Euro soll fließen in die Stärkung der Bank Austria, und nochmal knapp so viel in den nächsten zwei Jahren. Ob Unicredit da mitmacht? Denn gerade jetzt braucht man wohl jeden Euro um sich selbst am Laufen zu halten. Ein paar Milliarden für die Monte dei Paschi-Rettung, die Wiener wollen eine Milliarde sofort, und naja, beim Stresstest war man fast der Schlechteste in Europa. Das Resultat sieht man heute im Aktienkurs. Bei dem hohen Risiko, dass die Aktie offensichtlich beinhaltet, wird der Aktienkurs immer weiter „angepasst.“

Unicredit
Die Unicredit-Aktie seit Freitag früh.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Karl Müller

    1. August 2016 23:12 at 23:12

    Deutsche Bank, Credit Suisse Kicked Out Of Stoxx Europe 50 Index – effective on Apr 08 2016

    Schaun mer mal …

    VG KARL

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Go Big or Go Home – Janet Yellen gibt Vollgas

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Janet Yellen spricht heute ab 16 Uhr deutscher Zeit im US-Kongress. Das kann die Kurse bewegen.

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Aktien

Goldman Sachs mit Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

Claudio Kummerfeld

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Soeben wurden die Quartalszahlen von Goldman Sachs veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 11,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,96/Erwartungen 9,50).

Der Gewinn liegt bei 12,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,69/Erwartungen 7).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug 293 Millionen US-Dollar für das vierte Quartal 2020, 13 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2019 und 5 Prozent höher als im dritten Quartal 2020. Das vierte Quartal 2020 enthielt Rückstellungsreduzierungen für Großkundenkredite, laut Goldman Sachs aufgrund einer Stabilisierung im breiteren wirtschaftlichen Umfeld nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dies wurde teilweise aufgehoben durch höhere Rückstellungen aufgrund des Wachstums von Kreditkartenkrediten
im Vergleich zum vierten Quartal 2019.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +2,2 Prozent.

Kommentar vom Chef:

“It was a challenging year on many fronts, and I am deeply proud of how our people helped clients respond to the economic disruption brought on by the pandemic and the extreme market volatility experienced over the past months. Our people responded admirably to a series of professional and personal challenges, while working from home or in offices that were reshaped dramatically. Thanks to their perseverance, we were able to help clients navigate a difficult environment, and, as a result, achieved strong results across the franchise, while advancing our strategic priorities. We hope this year brings much needed stability and a respite from the pandemic, but we remain ready to handle a wide range of outcomes and are poised to meet the needs of our clients.”
– David M. Solomon, Chairman and Chief Executive Officer

Grafik zeigt die Quartalszahlen von Goldman Sachs

Goldman Sachs-Zentrale in New York
Die Goldman Sachs-Zentrale in New York Downtown. Foto: Youngking11 CC BY-SA 3.0

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Aktien

Bank of America meldet aktuell Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Soeben wurden die Quartalszahlen der Bank of America veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 20,1 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 22,3/Erwartungen 20,2). Der Gewinn liegt bei 0,59 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,74/Erwartungen 0,56).

Die Rückstellung für Kreditverluste sank auf 53 Millionen US-Dollar, was eine Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 828 Millionen US-Dollar bedeutet. Wie die großen anderen US-Banken auch löst man also Rückstellungen auf, weil man wohl auch dank der gigantischen Stimulus- und Hilfsprogramme an weniger Kreditausfälle glaubt.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,5 Prozent.

CEO-Kommentar:

„During 2020, we witnessed the dramatic effects of the health crisis on the economy and our company’s operations. In the fourth quarter, we continued to see signs of a recovery, led by increased consumer spending, stabilizing loan demand by our commercial customers, and strong markets and investing activity. The latest stimulus package, continued progress on vaccines, and our talented teammates – who performed well helping their customers through this crisis – position us well as the recovery continues.

„In the fourth quarter, we saw higher net interest income, higher Consumer revenue, record asset management fees, strong results from our Global Markets teams, and a stronger balance sheet. In 2020, we earned nearly $18 billion and achieved several key strategic objectives: gaining market share in deposits, expanding our digital leadership, and adding thousands of wealth management clients. In addition, we gained market share in investment banking and supported clients with liquidity and superior trading
execution.

„Also we made progress in support of our communities, committing $300 million of our $1 billion four-year initiative to help drive racial equality and economic opportunity.“

Quartalszahlen der Bank of America

Bank of America Logo
Foto: Brian Katt CC BY-SA 3.0

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