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Warum Intel von einer Fehlentscheidung zur nächsten torkelt!

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Beispielbild für eine integrierte Schaltung - Intel hat Probleme

Der Chiphersteller Intel traf in den vergangenen 25 Jahren einige Entscheidungen, die den Erfolg des Unternehmens schmälerten. Schon frühzeitig stieg der Chipgigant in Geschäftsfelder ein, die sich bis heute zu Märkten auswuchsen, in denen hunderte Milliarden US-Dollar Umsatz generiert werden. Doch Intel zog stets zu früh die Reißleine. Aktuell versucht Intel wieder, im Markt für Grafik-Chips Fuß zu fassen. Wird das gelingen und wenn ja, was hieße das für das Unternehmen?

Bis 2009 wollte Intel den Umsatz auf 100 Milliarden US-Dollar verdreifachen, gab der Konzern siegessicher im Jahr 2000 bekannt. Tatsächlich steigerte Intel den Umsatz dann nur um klägliche 1,4 Milliarden US-Dollar von 33,7 auf 35,1 Milliarden US-Dollar – in neun Jahren. Und das lag nicht etwa an der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. In der Spitze kam Intel nie über 38,8 Milliarden US-Dollar hinaus. Erst ab 2010 wuchsen die Umsätze signifikant und lagen 2019 dann bei knapp 72 Milliarden US-Dollar. 10 Jahre zu spät und noch immer 28 Milliarden US-Dollar zu wenig.

7 gegen 2.347 Millionen Dollar Entwicklungs-Etat – und Intel verliert!

Mit verantwortlich dafür sind auch diverse Fehlentscheidungen, die Intels Management in den 20 Jahren zuvor trafen. So stieg der Konzern schon 1997 aus dem Geschäft mit Grafik-Chips aus. Das war die wohl schwerwiegendes Fehlentscheidung. Denn 1997 standen Grafik-Chips erst am Beginn ihrer Erfolgsgeschichte. Nvidia, heute Marktführer bei Grafik-Chips, machte 1997 mickrige 29 Millionen US-Dollar Umsatz, hatte nur 92 Mitarbeiter und war noch nicht einmal börsennotiert. Intel hinkte im Wettrennen um die schnellsten Grafik-Chips schon damals weit hinterher. Nvidia schaffte es, mit einem Entwicklungs-Etat von 7 Millionen US-Dollar (1997) Intel abzuhängen, die 1997 für Forschung und Entwicklung 2.347 Millionen ausgaben. Statt die Verfolgungsjagd aufzunehmen, gab Intel das Geschäft einfach auf. Inzwischen macht Nvidia 11,7 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr (Geschäftsjahr 2019). Die ursprünglich für 3D-Beschleunigung entwickelten Chips werden heute auch in Supercomputern als Rechenbeschleuniger eingesetzt und befeuern den Boom bei neuralen Netzen.

Intel baut inzwischen zwar wieder Grafik-Chips. Die sind jedoch so langsam, dass sie nur in Büro-Computern die Ausgabe von 2D-Inhalten und die Beschleunigung von Video De- und Encoding übernehmen können. Ein Versuch, im Markt für Rechenbeschleunigern in Supercomputern Fuß zu fassen, wurde 2009 gestartet. Damals war der Markt verglichen mit dem heutigen Niveau noch winzig. Die erste Generation kam gar nicht erst auf den Markt und nach Generation drei war 2017 auch schon wieder Schluss. Intel stieg schon wieder aus einem aufstrebenden Marktsegment aus.

Intels dritter Versuch, bei Grafik-Chips und Rechenbeschleunigern einzusteigen

Der dritte Versuch folgt jedoch sogleich. Anfang Januar 2020 stellte Intel die DG1 Grafikkarte vor. Das ist jedoch nur ein Muster, mit dem Entwickler ihre Software für die neue Architektur optimieren können. Auf Basis dieser neuen Architektur plant Intel Rechenbeschleuniger für Supercomputer sowie Server und möglicherweise auch Grafikkarten für Spieler. Für Intel-Aktionäre bleibt zu hoffen, dass Intel bei diesem dritten Versuch endlich einen längeren Atem beweist und in dieses zukunftsträchtige Geschäftsfeld mit vollem Einsatz einsteigt.

Übrigens: 2001 stieg Intel aus einem Geschäftsfeld aus, bei deren Weiterverfolgung heute problemlos die schon 2009 angestrebte Umsatzschwelle von 100 Milliarden US-Dollar überschreitbar wäre. Webhostinganwendungen in eigenen Rechenzentren bot Intel an, als das noch ein kleines Geschäftsfeld für meist mittelständische Unternehmen war. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus die Cloud-Industrie. Allein Amazon setzt heute 9 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Quartal (!) mit ihrer Cloud-Sparte um. Microsoft macht mit der Azure-Cloud sogar 50 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr. Intel hatte das Geschäftsfeld bereits ein Jahrzehnt vor Amazon und Microsoft gestartet, aber wie so oft nach wenigen Jahren entmutigt aufgegeben.

Weitere Geschäftsfelder, die sich zu Milliardenmärkten auswuchsen und in denen Intel schon ausstieg, bevor andere Player überhaupt einstiegen, waren:
Tablets, 2001 vor Markteinführung wieder eingestellt. Apple macht selbst heute noch 20 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr mit Tablets, in der Spitze waren es 30 Milliarden
Digitalkameras, 2001 eingestellt, 2020 wird der weltweite Umsatz mit Digitalkameras 23 Milliarden US-Dollar betragen, Milliarden Kamera-Chips in Smartphones noch nicht eingerechnet
MP3-Player, 2001 eingestellt, Ende 2001 begann die Erfolgsgeschichte des Apple iPod
Internet-TV, 2013 eingestellt, 2019 hatte Netflix 167 Millionen zahlende Abonnenten für Internet-TV

Wie Sie sehen, gibt es bei Intel eine lange Historie an frühen Markteinstiegen in spätere Milliardengeschäfte. Intels Problem ist, dass diese neuen Ideen zunächst nur winzige Umsätze generieren. Was sind schon ein paar dutzend oder auch hundert Millionen US-Dollar Umsatz bei einem Konzern mit 70 Milliarden US-Dollar Umsatz bei Prozessoren? Nichts! Und genau deshalb fällt es den Managern bei Intel auch stets so leicht, Investitionen in neue Geschäftsfelder zu kappen und Produkte einzustellen, bevor sich der Markt dafür entwickelt. Das Geschäft machen dann weitsichtigere Konkurrenten.

Aktionäre haben in den vergangenen Monaten dennoch wenig Grund zum Klagen gehabt. Der Kurs stieg seit Mai 2019 um 58%. Nvidia, der kleine Konkurrent mit 29 Millionen Umsatz im Jahr 1997, bringt es inzwischen auf 167 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung. Intel auf 289 Milliarden. Die Grafik-Chips 1997 weiter zu verfolgen, wäre für die Aktionäre vermutlich noch besser gewesen als die vergangenen neun Monate.

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Coronakrise: Warum stehen die Aktienmärkte noch so hoch?

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Die Coronakrise errreicht einen Hochpunkt nach dem anderen – und viele reiben sich derzeit verwundert die Augen: Warum stehen die Aktienmärkte so hoch, angesichts der schlechtesten Konjunkturaussichten in den vergangenen 100 Jahren? Gerade mal 20 bis 25 Prozent im Minus und nur leicht im Bärenmarkt. Spinnen die Börsianer – oder sehen Sie etwas anderes, was man aus den gegenwärtigen Daten nicht entnehmen kann? Hierzu ein paar Argumente aus der bullishen Sicht der Märkte.

Coronakrise: Was bringt uns das zweite Halbjahr?

Aus der Sicht der Börsen geht es fast nie um die Gegenwart oder die nahe Zukunft. Aktienmärkte fragen, wie sieht es in einigen Monaten aus? Also haben wir im Spätsommer 2020 noch Millionen von Coronainfizierten in den USA und ein Vielfaches davon an Arbeitslosen im Gefolge der Coronakrise? Das scheint sich in den Kursen derzeit niederzuschlagen.

Viele könnten von einer falschen Grundprämisse ausgehen.:Was nicht beachtet wird beim Vergleich mit früheren Rezessionen, selbst mit der von 1929 ist, dass es noch nie ein Situation gab, in der die Wirtschaft staatlich verordnet in Teilbereichen so auf null heruntergefahren wurde (und auch absehbar wieder hochgefahren wird).

Nicht einmal im Zweiten Weltkrieg wurde in den USA einem Friseur, einem Bäcker, einem Hot-Dog-Verkäufer u.a. die Arbeit untersagt. Das heißt aber auch, dass die kommenden Tage des Lockdowns alles überbieten werden, was es an kurzfristigen (!) Wirtschaftsindizes wie Arbeitslosenanträge, Verbrauchervertrauen etc. je gebeben hat. Klar, vermutlich erleben wird bald,  dass es wegen der Coronakrise in den USA 25 Millionen Arbeitslose geben wird –  in einem Land mit einer Hire-and-Fire-Mentalität. Aber Covid-19 hat ein natürliches Ende. Und dann wird es kurzfristig Anstiegsdaten aus tiefem Niveau geben, wie es sonst nur in Aufbauphasen nach einen Bombenkrieg möglich ist – einen kleinen Vorgeschmack darauf gibt bereits China mit seinen Einkaufsmanagerindizes.

Beispiel Deutschland

Wir haben bereits in dieser Woche R-0 erreicht (Feststellung Robert-Koch-Institut): das heißt, ein Infizierter steckt nur noch einen Menschen an. Vor drei Wochen lag dieser Wert bei 3-7 und damit noch deutlich höher. Bereits in wenigen Tagen/Wochen wird sehr wahrscheinlich die Zahl der „active cases“ sinken und dann die ersten Maßnahmen der Integration ins Arbeitsleben erfolgen. Die Epidemiologen dürfen nur nicht zu früh Entwarnung geben, sonst würde durch Leichtsinn der ganze Effekt zunichte gemacht werden und sich der Schaden der Coronakrise noch  potenzieren. Nach dem 20. April wird es in Deutschland ziemlich wahrscheinlich mit einer leichten Exitstrategie losgehen.

Coronakrise: Wird die Arbeitslosigkeit Bestand haben?

Die US-Börsen sehen nicht mehr auf den Mai, in dem die schlechtesten Arbeitslosenzahlen seit 1930 kommen werden, sondern sie blicken vermutlich auf den Sommer und später. Deshalb fallen sie auch zur Zeit nicht so stark, trotz der schlechtesten Arbeitslosenzahlen, die man sich ausmalen kann. Man erwartet bereits das Schlimmste und wenn Goldman Sachs von 25 Millionen im Mai spricht, so ist das weitgehend schon eskomptiert. Sonst müssten die Börsen schon weit über 50 Prozent ihres Wertes verloren haben. Das ist ein Grund, warum die Aktienmärkte derzeit nicht in die Tiefen fallen, die dem aktuellen Wirtschaftseinbruch durch die Coronakrise entsprächen. Der Zukunftsaspekt der Börse und als zweiter Grund das 10 Billionen-Dollar-Rettungspaket weltweit, was den Konsum vor einem totalen Kollaps bewahrt.

Was einige Investoren immer noch unterschätzen, ist die absolute Hemmungslosigkeit, Schmerzfreiheit oder Radikalität der US-Regierung, um den US-Konsum zu retten. Wenn das 4 Billionen-Dollarpaket für die Coronakrise nicht ausreicht, wird man eben noch weitere Billionen hinterherschieben: es ist ein Wahljahr und Donald Trump wird ohne Rücksicht auf Verluste alle fiskalpolitischen Mittel einsetzen.

Dass er damit die Verschuldung der USA in gefährlichste Dimensionen anheben wird, das kümmert ihn bisher noch wenig. Schließlich hat er wohl den stärksten Glauben Aller in die Einzigartigkeit der US-Wirtschaft und deren Leitwährung. Spricht er nicht schon dauernd davon, wie gestärkt Amerika aus der Coronakrise hervorgehen wird? Noch glauben ihm die Weltmärkte: der Dollar ist nach wie vor die Leitwährung und die Federal Reserve kann als eine der wenigen Notenbanken in unvorstellbarem Ausmaß Geld drucken. Dass das nicht ewig gut gehen kann und auch in einem Desaster enden könnte (muss?) – das steht auf einem anderen Blatt. Bisher sind die USA eine der wenigen Länder, die noch niemals einen Staatsbankrott erleben mussten. Deutschland hingegen schon derer sieben, in den letzten 200 Jahren. God bless America..

Noch ein Wort zu China: Warum sind dort im Januar/Februar wegen der Coronakrise die Aktienmärkte nicht in die Tiefe gestürzt, als eine Schlüsselindustrie, die Automobilbranche, mit 92 und 80 Prozent Rückgang die schlechtest denkbaren Daten geliefert hat? Weil man erwartet hat, dass sich die Wirtschaft ab April/Mai von der Coronakrise wieder erholen wird. Was gerade auch geschieht.

Das ist nämlich auch für die USA der springende Punkt: Man kann doch nicht erwarten, dass die Masse der Friseure, Bäcker, Souvenirhändler (um nur ein paar einfache Beispiele zu nennen) auch in drei oder sechs Monaten noch arbeitslos sein werden. Von einem langsamen Wiedereinstieg im Flug- und Touristikgeschäft gar nicht zu reden. Die Touristikbranche steht für acht Prozent des weltweiten BIPs. Menschen werden wieder den Friseur (und viele Dienstleister, vom Masseur bis zum Fitnessstudio) brauchen.

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Automobil-Aktien: Kurse für erste, vorsichtige Käufe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

Dass die kapitalintensive, wettbewerbsstarke Autoindustrie in der kommenden Krise hart getroffen werden würde, war wohl fast allen klar. Als teure Konsumprodukte sind Autos das erste, auf dessen Kauf Unternehmen und Verbraucher in einer Krise verzichten. Die Überkapazitäten in der Branche tun ihr Übriges, um die Margen erodieren zu lassen. Die Frage ist, ob Auto-Aktien nach 45% Kursverlust seit Januar nun bereits eine Kaufgelegenheit darstellen oder nicht. Wie so oft in diesen Tagen mache ich diese Entscheidung am Chart fest.

Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts Index hat inzwischen das Hoch des Jahres 2007 deutlich hinter sich gelassen. 2007 markierte den Gipfelpunkt der vorvorherigen Boomphase. Anschließend stürzte der Kurs von rund 440 auf fast nur noch 140 Punkte. Heute bewegt sich der Index bei 294 Punkten – also mittig zwischen dem damaligen Hoch und Tief. Auf diesem Niveau sind die Aktien zwar noch keine echten Schnäppchen, aber relativ zum Gesamtmarkt gesehen immerhin schon realistischer bepreist.

Bereinigt sich der Markt, gibt es nach der Krise einen größeren Boom

Viel hängt sicherlich davon ab, wie Regierungen in der Krise reagieren. Wahrscheinlich ist, dass sie ihre nationalen Automobilhersteller auf Teufel komm raus versuchen werden zu retten. Damit würden die Überkapazitäten und der starke Wettbewerb zwischen kaum rentablen Herstellern nach der Krise weitergehen und die Margen auch künftig unter Druck setzen. Lassen es Regierungen hingegen zu, dass nicht überlebensfähige Autohersteller auch Pleite gehen können, so wie es Schweden mit Saab tat, dann könnte in der Krise eine Marktbereinigung stattfinden. Mit abgebauten Überkapazitäten und weniger Konkurrenz wäre das Geschäftsumfeld für die überlebenden Hersteller nach der Krise deutlich profitabler. Kandidaten für eine Pleite finden sich in China zuhauf. Mit Tesla haben wir aber auch einen US-Hersteller, der chronisch…..

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Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

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Tesla: Autoabsatz viel besser als erwartet, Aktie vorbörslich +15 Prozent

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Tesla Innenansicht

Tesla ist immer wieder für Überraschungen gut, so auch in der aktuellen Coronakrise. Wo die ganze Autobranche derzeit ächzt, da liefert Tesla heute Nacht Zahlen, die den Markt glücklich machen. Man hat im 1. Quartal 103.000 Autos produziert. Wichtig ist aber der Autoabsatz. Da waren es 88.400 verkaufte Autos. Die Erwartungen lagen laut Berichten bei knapp unter 80.000 Stück. Auch erwähnt man in seiner Mitteilung, dass die neue Fertigung in Shanghai „darüber hinaus trotz erheblicher Rückschläge“ weiterhin ein Rekord-Produktionsniveau erreicht habe. Die Tesla-Aktie notiert heute vorbörslich bei 525 Dollar. Das ist ein Plus von 70 Dollar oder 15,5 Prozent gegenüber gestern Abend!

Tesla-Aktie in den letzten 12 Monaten

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