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Warum ist Deutschland so abhängig vom russischen Gas?

Die Diskussion um die Nordsee-Pipeline Nordstream 2 ist in vollem Gange!

Markus Fugmann

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Die Diskussion um die Nordsee-Pipeline Nordstream 2 ist in vollem Gange! Gestern etwa bei der Diskussion bei Anne Will in der ARD – mit der Kandidatin auf den CDU-Parteivorsitz Kramp Karrenbauer (von bösen Zngen auch als „Krampf Karrenbauer“ bezeichnet), die zwar die Sanktionen gegen Russland weiter ausbauen will, aber in Sachen Nord Stream 2 darauf verweist, dass es doch da um ein privatwirtschaftlich organisiertes Prjekt handele, und da könne man ja doch nix machen..

Dabei ist klar: Deutschland ist abhängig vom russischen Gas – und hat durchaus ein Interesse daran, sich unabhängig zu machen von einer Durchleitung des Gases durch die Ukraine, weil der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine auch die Gas-Lieferungen nach Deutschland und damit nach Europa gefährden kann (so etwa, als Streitigkeiten zwischen der Ukraine unn Russland über die Durchleitungsgebühren ausgebrochen waren und es dann zu Lieferausfällen kam).

Heute hat sich zunächst der deutsche Aussenminister Maas geäußert, dann Regierungssprecher Seibert. Tenor: das ist doch ein privatwirtschaftliches Projekt mit auch politischen Dimensionen, aber grundsätzlich bleibe die Bundesregierung bei ihrer zustimmenden Haltung zu Nord Stream 2.

Worum geht es bei Nord Stream 2? Hier ein spritziges Video dazu von VisualPolitik:


By Audriusa (Audrius Meskauskas) – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=543208

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Kerstin Dreer

    3. Dezember 2018 14:02 at 14:02

    Unter den Energiebedingungen des IWF sind: vom 1. Dezember 2008 bis Ende 2011 die Preise für Gas aus der Binnenförderung, welches die Bevölkerung verbraucht, und dem Importgas anzugleichen, was einen Preisanstieg für die Verbraucher auf Weltmarktniveau bringt; die Subventionierung des Preises für Importgas, welches von den kommunalen Energieversorgern verbraucht wird, bis zum 1. Juli 2010 zu senken. Diese Reform wird lediglich “unter Beratung von Seiten der Weltbank” durchgeführt, was “den Verbrauch von Gas senken” kann.
    Quelle:https://ukraine-nachrichten.de/iwf-verschreibt-ukraine-rosskur_832

    Moskau – Russland erwägt einen Preisnachlass für Erdgas-Lieferungen in die Ukraine. Dieser könnten ab dem Frühjahr gelten, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak am Dienstag dem Fernsehsender Rossija 24. Die Regierung in Moskau hatte für das laufende erste Quartal einem Rabatt von 100 Dollar je 1000 Kubikmeter Gas zugestimmt.
    Quelle:http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/russland-erwaegt-rabatt-fuer-gaslieferungen-an-ukraine-a-1021516.html

    Ich finde tendenzielle Falschdarstellung nicht in Ordnung!Bei genauere Recherche ließe sich zu diesem Thema sicherlich noch mehr darstellen

  2. Avatar

    Shong

    3. Dezember 2018 22:14 at 22:14

    Herzlichen Dank Frau Dreer,

    ich habe mich für die Verlinkung dieses aufgrund des Inhalts schlechten Videos für FMW fremdgeschämt.
    Wenn ich von einem Preisniveau, welches ein Zehntel des Weltmarktpreises beträgt, eine Versechsfachung durchführe, bleibe ich immer noch 40% unter Weltmarktpreis. Nur als Beispiel, genaue Zahlen dürfen gerne Recherchiert werden. Dass die ehemaligen GUS Staaten Preisrabatt von Russland bekommen (haben), ist nun mal Fakt. Wenn man Politik gegen ein anderes Land macht, muss man sich nicht wundern, wenn dieses einem keine Vergünstigungen gewähren möchte. Kein Wort darüber im Video, Hauptsache der Russe ist böse.
    Leute, schaltet euer Hirn ein:
    1. Pipelinegas ist am günstigsten
    2. Gasvorräte und Förderkapazität in NL und GB (stark) rückläufig, in Norwegen im EU vergleich nicht stark ausweisbar
    3. Russland hat große Reserven und ist geografisch mit am nächsten gelegen
    4. Russland ist politisch stabil und man hatte nie Lieferschwierigkeiten aufgrund russischer Seite
    5. Diese bestanden wegen der Ukraine; Schlussfolgerung: Umgehung der Ukraine
    6. Preisreduktion aufgrund von kürzerer Strecke und keine Transitgebühren
    7. Wartung liegt in eigener Hand (Ukraine tat dies nicht oder ungenügend, trotz 2 Mrd. $ Gebühren) und Abzweigen nicht möglich

    PS: Die Griechen dürften gerne ihre Kredite zurückzahlen, indem sie ihre massiven Gasreserven endlich mal ausbeuten

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Finanznews

Aktienmärkte: Stimulus, kein Stimulus, Stimulus..Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte nach wie vor hoffnungsvoll, dass es den Stimulus doch noch geben wird. Die Rohstoffmärkte (Öl, Kupfer) preisen dagegen ein Scheitern ein..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte nach wie vor hoffnungsvoll, dass es den Stimulus durch die US-Politik doch noch geben wird. Interessant ist, dass die Rohstoffmärkte (Öl, Kupfer) im Gegensatz zu den Aktienmärkten offenkundig bereits ein Scheitern der Gespräche zwischen US-Demokraten und US-Republikanern einpreisen. Die Lage ist diffus: Einmal heißt es, dass die Chance gering sei, dann wieder wird Hoffnung geschürt. So oder so: die Einigung muß bald erfolgen, sonst schließt sich das Fenster bis nach der US-Wahl. Kommt der Stimulus, dürften die Aktienmärkte das feiern – wenn nicht, könnte schnell Katerstimmung einkehren. Der Dax heute schwächer – Bayer belastet nach einer Gewinnwarnung – Bayer ist nun an der Börse weniger wert als der Konzern für die Übernahme von Monsanto bezahlt hat: stupid german money..

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Aktien

Die Lage im Dax, EZB-Politik, Siemens Energy, Ideen für türkische Lira und Varta-Aktie

Redaktion

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Wie sieht derzeit die Lage im Dax aus, und wie könnte der aktive Börsianer derzeit agieren um Gewinne in einem Seitwärtsmarkt mitzunehmen? Einige interessante Aussagen dazu macht ein Experte im folgenden Interview mit Manuel Koch. Auch erwähnt wird eine mögliche geldpolitische Wende seitens der EZB.

Zum Börsengang von Siemens Energy wird der CEO interviewt, sowie Robert Halver von der Baader Bank. Interessante Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie werden im Video auch besprochen. Bei Euro gegen türkische Lira bestehe eine gute Möglichkeit für einen LONG-Trade über das Vehikel einer Stop Buy-Order. Bei der Aktie von Varta könne man ebenfalls auf steigende Kurse setzen mit einer Market-Order.

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Gold/Silber

Goldpreis steigt über 1.900 Dollar-Marke – aktuelle Lage und Ausblick

Claudio Kummerfeld

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Ein Gold-Barren

Der Goldpreis konnte gestern nach guten Konjunkturdaten leicht ansteigen. Eine bessere Konjunktur in den USA steht gleichbedeutend mit einer höheren Inflationserwartung (durch das Anziehen der Nachfrage), was wiederum für Gold spricht – zumal die Fed die Garantie gegeben hatte, bis zum Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben. Deswegen stieg der Goldpreis gestern gut 10 Dollar an auf knapp unter 1.900 Dollar.

Bis heute Mittag ging es unklar weiter unter der Marke von 1.900 Dollar. Um 14:30 Uhr gab es vorhin die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Verbraucherpreise aus den USA. Die Anträge fielen besser aus, und die Inflation kam ein klein wenig höher rein als gedacht. Das Interessante dabei: Der Goldpreis fing schon vorher ab 14:15 Uhr an zu steigen, von 1.898 auf 1.909 Dollar im Hoch um 14:35 Uhr.

Goldpreis nach dem ISM-Index und Ausblick auf morgen

Der Goldpreis steigt – und das obwohl der US-Dollar Index (Währungskorb) seit 14:30 Uhr von 93,60 auf 93,80 Indexpunkte gestiegen ist. Ganz aktuell um 16 Uhr wurde der ISM-Index veröffentlicht. Mit 55,4 Punkten kam er schwächer rein als erwartet (56,4). Und zack, aktuell rutscht der Goldpreis wieder runter auf 1.898 Dollar.

Was lernen wir daraus? Die Lage im Goldpreis ist derzeit mehr als undeutlich. Eigentlich würde man denken, dass nun mal wieder ein Anlauf anstehen könnte für Kurse deutlich über 1.900 Dollar. Eigentlich ist der Markt diese Woche sehr datenlastig unterwegs, und bleibt fixiert auf den US-Dollar. Aber die Lage am Markt scheint nicht ganz klar zu sein. Eine große kräftige Bewegung ist derzeit nicht vorhanden. Morgen um 14:30 Uhr werden die großen offiziellen US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Vielleicht bringen sie endlich eine klare Richtung, eine kräftige Bewegung in den Markt? Im Chart sehen wir den Kursverlauf seit Ende letzter Woche.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit Ende letzter Woche

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