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Warum notleidende China-Kredite Sie als Investor interessieren sollten!

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Shanghai ist die Finanzmetropole in China

Es las sich wie ein Treppenwitz, als in der Berichterstattung über das Phase-1-Handelsabkommen zwischen China und den USA erwähnt wurde, dass US-Amerikaner künftig auch notleidende Kredite in China kaufen dürften. Weshalb sollte es ein Vorteil für US-Amerikaner sein, chinesische Kredite übernehmen zu dürfen, die von den Schuldnern nicht mehr bedient werden? Es klang mehr nach einer Entsorgung chinesischen Kreditmülls, für den die USA dann auch noch zahlen sollen. Für Chinas Banken hingegen wäre es eine große Erleichterung, in Zeiten der sich weiter aufpumpenden Kreditblase ein paar der kritischsten Kredite loszuwerden. Bei der weiteren Recherche stellte sich dann heraus, dass das Geschäft durchaus auch für Ausländer wie Sie und mich lohnend sein kann.

Ein notleidender Kredit ist oft lediglich ein Kredit mit höherer Rendite

Chinas Banken sitzen auf geschätzten 1,4 Billionen US-Dollar Krediten, die als non-performing bezeichnet werden können. Darunter fallen Kredite, die vom Schuldner schlicht nicht mehr bedient werden. Aber auch Kredite, für die durchaus noch Zins- und Tilgungszahlungen geleistet werden, bei denen jedoch bestimmte Kreditbedingungen nicht mehr erfüllt werden. Das könnten zum Beispiel Mindestanforderungen an das Eigenkapital des Schuldners sein.

Es geht also keineswegs nur um Kredite, bei denen die Rückzahlung höchst unwahrscheinlich ist. Ein Kredit, bei dem die Kreditbedingungen nicht mehr in Gänze eingehalten wird, kann durchaus in Gänze zurückgezahlt werden. Doch eine Bank (auch in China), die zahlreiche solcher Kredite in den Büchern hat, wird aus Gründen der Risikoreduktion geneigt sein, ein paar davon abzugeben. Andere Anleger, die in Zeiten von Negativzinsen auf der Suche nach Anlage-Alternativen sind, können diese Kredite unter Nennwert aufkaufen und darauf setzen, dass der beim Kauf vorgenommene Risikoabschlag ausreicht, um eventuell eintretende Zahlungsschwierigkeiten der Schuldner auszugleichen. Am Ende wäre das eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Gerade vor dem Hintergrund der vorgenommenen Quarantänen in China (hier der Marktkommentar von Markus Fugmann von heute früh) könnte der Anteil notleidender Kredite an den Portfolien von Banken in China rapide steigen. Wo keine Wirtschaftstätigkeit mehr stattfindet, kann es schnell passieren, dass Kreditbedingungen verletzt werden, obwohl der Schuldner nach Aufhebung der Quarantäne und Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit problemlos in der Lage sein wird, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Ein Problem ergibt sich jedoch aus der Rechtssicherheit solcher Geschäfte. Müsste ein ausländischer Investor einen chinesischen Schuldner vor einem chinesischen Gericht verklagen, ist keineswegs sicher, dass auf dem Papier stehende Gesetze befolgt und ebenfalls auf dem Papier stehende Vertragsparameter vom Gericht auch gelten gelassen werden.

So können Sie in notleidende Kredite investieren!

Können Sie als Privatanleger auch in notleidende Kredite investieren? Durchaus! Der einfachste Weg ist, sich Anleihen von Unternehmen zu suchen, deren Bonität in der jüngeren Vergangenheit abgewertet wurde. Viele Anleihefonds dürfen nur in Anleihen ab einer bestimmten, hohen Bonitätsnote investieren. Verschlechtert sich die Bonität eines Unternehmens, müssen diese Fonds verkaufen, was den Kurs der Anleihen drückt und die Rendite nach oben treibt. Dabei bedeute eine Abwertung der von Ratingagenturen vergebenen Bonitätsnote nicht, dass der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Es bedeutet in erster Linie nur, dass die Rückzahlungswahrscheinlichkeit sank.

Eine solche Strategie wäre übrigens im Falle griechischer Anleihen NACH der Umschuldung 2012 sehr erfolgreich gewesen. Die Anleihen wurden damals zu teils weniger als 15% des Nennwerts gehandelt und bringen jetzt mehr als 115% des Nennwerts ein. Macht mehr als 650% Gewinn in acht Jahren – und die Zinsen zahlte Griechenland auch in jedem Jahr pünktlich. Bei Unternehmensanleihen kommt als Bonbon hinzu, dass im Falle einer Pleite das Fremdkapital, also die Anleihen, in Eigenkapital, also Aktien, umgewandelt werden könnte. Vor allem Hedgefonds und Private Equity Unternehmen nutzen diese Möglichkeit, um günstig notleidende aber werthaltige Unternehmen zu übernehmen. Als Kleinanleger werden Sie allerdings in der Regel dann aus dem Unternehmen herausgedrängt.

Die Investmentgesellschaft Oaktree bietet zwei Möglichkeiten an, in höher rentierliche Kredite zu investieren. Oaktree erwähnt nicht explizit notleidende Kredite. Was erwähnt wird, sind Kredite an Unternehmen ohne oder mit erschwertem Zugang zum Kapitalmarkt. Zusammen mit der hohen Rendite, die die Kreditportfolien abwerfen, liegt jedoch der Schluss nahe, dass die Bonität der Schuldner eher unterdurchschnittlich sein dürfte.

Ob Unternehmen beginnen, notleidende Kredite in China zu kaufen, neu zu verpacken und als Wertpapier in den USA und Westeuropa auf den Markt zu bringen, bleibt abzuwarten. Bis dahin bleibt festzuhalten, dass es durchaus viele Profis gibt, die sich auf den Zugang zum chinesischen Markt für notleidende Kredite freuen. Und wenn die in dieser Art von Kredit Renditepotenzial sehen, dann ist diese Anlageklasse vielleicht auch für Sie einen Blick wert!

Hinweis:
Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Börse: Chancen und Risiken – welche Anlageklassen werden boomen?

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Die Börse hat den Corona-Crash scheinbar überwunden – die Aktienmärkte handeln an Allzeithochs, den Notenbanken sei Dank! Wie aber geht es nun weiter, mittel- bis langfristig?

„Die Börse ist gut drau und geht davon aus, dass alles gut wird“, sagt der ehemalige Hedgefundmanager Florian Homm. Dieses Mantra aber sei gefährlich und risikoreich, so Homm. Angesichts der Bewertungen an der Börse seien die Perspektiven eher mau: selbst wenn die Aktienmärkte im besten Fall 4% pro Jahr weiter steigen würden, bestünde die Gefahr, dass diese Zugewinne durch eine steigende Inflation zunehmend aufgefressen würden.

Homm analysiert in folgendem Video verschiedene Anlageklassen: Edelmetalle, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Kryptowährungen, Anleihen und Aktien. Was dürfte in den nächsten Jahren am besten funktionieren? So oder so: „Wir befinden uns in einer spannenden, hochriskanten Dekade“, sagt Florian Homm. Aber angesichts der finanziellen Repression gehe aber eben kein Weg an der Börse vorbei, so Homm. Dabei zeigt er fünf Szenarien auf:

An der Börse geht angesichts der finanziellen Repression kein Weg vorbei

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

Kurzfristig ist ein Aktiensplit immer ein kleiner Kursturbo, auch wenn sich fundamental nichts ändert. Und für Trader eine lohnende Angelegenheit, wenn es gelingt….?

Wie ein Aktiensplit die Kurse von Apple und Tesla treibt

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Handelskrieg, jetzt Internetkrieg zwischen USA und China?

Markus Fugmann

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Der Kampf um die globale Dominanz begann mit dem Handelskrieg, nun aber entwickelt sich die Auseinandersetzung zunehmend zu einem Krieg um das Internet. Der Bann der Trump-Administration non TikTok, vor allem aber von WeChat zeigt, wie sich die Auseinandersetzung nun immer mehr in den digitalen Raumm verlagert. Nun versuchen Apple und andere US-Konzerne durch Lobbyarbeit den Bann zu verhindern – denn vor allem für Apple geht es um viel: ohne WeChat würden die Verkäufe von iPhones im zweitwichtigsten Absatzmarkt kollabieren..

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