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Warum reagierte der Dax nicht negativ auf den schlechten Ifo-Index?

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Eigentlich war die Korrektur schon vorprogrammiert, sollte der Ifo-Index nicht wie erwartet gestiegen sein – statt 99,9 nun 99,2 Punkte. Aber er tat es nicht.  Hierzu fallen mir folgende Argumente ein:

 

  • Die deutsche Industrie ist im Keller, aber es zeichnet sich kein Absturz ab (Bauindustrie auf Höchstwerten).
  • Das Niveau ist zudem noch vergleichsweise hoch, in der letzten Rezession lag der Frühindikator bei 85 Punkten, 2001 bei 91 Zählern. Möglicherweise rechnet man mit einer Bodenbildung.
  • In den Index fließen die Erwartungen von 9000 Unternehmenschefs ein, der DAX besteht aber nur aus 30 Unternehmen. Diese Unternehmen erwirtschaften fast 80 % ihrer Umsätze im Ausland und haben eine unglaubliche Abhängigkeit von China entwickelt (siehe 30%-Einbruch 2015/16 wegen der Sorge um Chinas Wachstum).
  • Da sich die chinesische und amerikanische Wirtschaft außerhalb des Ressionsszenarios befinden,  scheinen die Anleger auf deren Wiedererstarken zu setzen, was wiederum Deutschlands Industrieproduktion zugute käme.
  • Der Dax ist zu 50 % in ausländischen Händen und an der Wall Street diskutiert man seit Tagen über die preiswerten europäischen Aktien, im Vergleich zu den heimischen Werten.
  • Starker Dollar, schwacher Euro, gut für den Export
  • Dann ist natürlich die Softwarefirma SAP zu nennen, die mit ihrem Kursgewinn allein schon ein Minus beim Dax verhinderte.
  • Zu guter Letzt: Die Ifo-Umfrage wurde wenige Stunden vor der Entscheidung abgeschlossen den Brexit bis zum 31.Oktober zu verlängern. Gerade die Möglichkeit eines nicht geordneten Brexits ängstigte viele deutsche Unternehmen, insbesondere die, die Geschäfte mit der abtrünnigen Insel machen. Die Entspannung auf diesem Gebiet wurde damit im Indexstand noch nicht berücksichtigt.

 

Fazit

DAX-Investoren spielen ebenso das Hoffnungsspiel Konjunkurerholung (wie andere Börsen auch) und die Performance des deutschen Leitindex braucht sich hinter dem S&P 500 seit Januar nicht zu verstecken. Beide liegen gleichauf.

Aber ich muss es noch einmal betonen: Für den Dax spielt die Entwicklung in China eine Schlüsselrolle.

 

Foto: Deutsche Börse AG

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Normalerweise starten die Aktienmärkte in der Woche vor den US-Wahlen eine impulsive Rally. Aber vieles spricht dafür, dass das in diesem Jahr nicht so ist!

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Normalerweise starten die Aktienmärkte der Wall Street in der Woche vor den US-Wahlen eine impulsive Rally. Aber vieles spricht dafür, dass das in diesem Jahr nicht so ist! Denn nach wie vor hält sich das „große Geld“ zurück, so lange nicht klar ist, ob das Ergebnis der Wahl (von Trump) angefochten wird und dann eine lange Periode der Unsicherheit (mit Kursverlusten) droht. Daher ist mit guter Wahrscheinlichkeit bis mindestens zum US-Wahltermin bei jeder Rally der Aktienmärkte „der Deckel drauf“. Der Dax bleibt nach dem gestrigen Abverkauf schwach und angeschlagen – die Gefahr von Lockdowns bleibt in Europa ein dominierendes Thema..

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