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Warum Samsung glänzende Zahlen präsentiert, und Apple wenig Phantasie versprüht

Samsung hat mit phantastischen Zahlen überzeugt. Im vierten Quartal 2016 stieg der operative Gewinn um 50% auf 7,9 Milliarden Dollar, und das trotz des Batterie-Desasters, weshalb…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Samsung hat mit phantastischen Zahlen überzeugt. Im vierten Quartal 2016 stieg der operative Gewinn um 50% auf 7,9 Milliarden Dollar, und das trotz des Batterie-Desasters, weshalb Millionen Smartphones zurückgerufen werden mussten. Der Skandal kostete die Firma viel Renommee, und Milliarden an Umsätzen. Warum schaffte man jüngst dennoch diesen Zuwachs, den höchsten Gewinn der Firma seit drei Jahren? Samsung ist nicht nur auf Smartphones und Tablets fokussiert. Als gigantischer Mischkonzern, der auch als Industriekonzern agiert, ist man selbst im Teilsegment Elektronik breit aufgestellt.

Vor allem im Geschäft mit Displays und Chips verdient man gut. Nicht nur am „Front End“ bei den Endverbrauchern ist man präsent, sondern auch im Hintergrund. So ist man ironischerweise auch ein sehr wichtiger Komponenten-Lieferant für den Hauptkonkurrenten bei Smartphones Apple. Auch in vielen Geräten anderer Markenhersteller stecken Kompontenten wie eben die Chips von Samsung, was aber nach außen hin nicht ins Auge fällt. Chipverkäufe stiegen um 77%. Aber selbst unter Berücksichtigung des Batterie-Desasters bei Smartphones legte die Sparte bei Samsung noch um 12% zu.

Apple

Apple baut keine Schiffe, keine Fernseher und auch keine Hardware-Bauteile für die Konkurrenz. Trotz eindrucksvoller Produkte wie iMacs, iPads, App Store etc ist und bleibt nur das iPhone die zentrale Säule für Umsatz und Gewinn bei Apple. Auf Gedeih und Verderb ist man darauf angewiesen, dass das jeweils neueste Modell ein Verkaufserfolg wird wie der Vorgänger. Nachdem man zuletzt schon geschwächelt hatte, schwindet ganz aktuell heute der Glauben von Barclays an die Apple-Aktie. Von „Übergewichten“ senkt man seine Einstufung aktuell auf „Neutral“. Das Kursziel senkt man von 119 auf 117 Dollar, wobei ja zu beachten ist, dass der Kurs die 119 Dollar bereits am 11. Januar schon erreicht hatte, und jetzt auf diesen Niveau pendelt.

In diesem Jahr erwarte man nicht mehr allzu viel von Apple. Die Firma sei auch getroffen von stagnierenden Verkaufszahlen der Branche. Barclays spricht von einem angenehmen Ökosystem bestehend aus immer noch gigantischen Cash-Reserven und einem für 2017 erwarteten 10 Jahre-Jubiläums-iPhone. Dies sorge womöglich bei Langfristinvestoren weiterhin für gute Laune. Laut Barclays sollten in 2017 China und Indien als Wachstumstreiber für Apple ausfallen, und die Abstände in denen sich Altkunden das jeweils neuste Gerät zulegen, sollten sich noch stärker ausdehnen.

Wir meinen: Ja Leute, bittet achtet auf das spottbillige KGV von Apple (für die „langweiligen“ Investoren, die nach Dividendentiteln Ausschau halten). Aber das soll natürlich keine Kaufempfehlung sein! Laut der Analysefirma FactSet ist das durchschnittliche Kursziel von 40 Analysten immer noch bei 130 Dollar – also ist im Schnitt immer noch etwas Luft nach oben im Kurs der Apple-Aktie! Also kann man diese Abstufung einfach ausgedrückt auch so deuten: Altes Kursziel erreicht, keine weitere Kursphantasie, das war´s!? Apple meldet seine Zahlen am 31. Januar!


Der Verlauf der Apple-Aktie seit November 2016.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – die Wirtschaft entscheidet und nicht die Wahlen

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart an der Wall Street – Autos, Banken, Energie: Dreht der Wind?

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Gibt es eine Umschichtung von Tech-Aktien eher zu „langweiligeren“ Aktien wie den Autotiteln? Daimler und andere Firmen melden gute Zahlen.

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