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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Gold/Silber

Warum steigt Gold? Gold und Goldminen-Aktien unmittelbar vor Entscheidung!

Was steckt hinter dem Anstieg des Goldpreises? So oder so: die Entscheidung wie es weiter geht fällt zeitnah!

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Warum steigt Gold?

 

Gold ist in den letzten Tagen bekanntlich deutlich gestiegen – die Frage ist nur: warum? Ist es wirklich so, wie es in Agenturberichten meist begründet wird, wegen geopolitischer Unsicherheiten? Nun – die geopolitischen Unsicherheiten waren in den letzten Jahren sicher nicht kleiner als derzeit, also überzeugt das Argument nicht wirklich. Dazu kommt, dass der Goldpreis in den letzten Jahren regelmäßig vor dem chinesischen Neujahresfest nach unten ging – und nach dem Neujahrsfest dann wieder nach oben (viele Chinesen verkaufen Gold, weil sie für die Reise in die Heimat Liquidität brauchen und kehren dann mit Geld-Geschenken zurück, das sie dann z.B. in Goldschmuck investieren, so eine mögliche Erklärung).

In diesem Jahr ist es jedoch anders. Vielleicht ist eine der Ursachen des steigenden Goldpreises auch die Wette des Markets (ausgelöst durch einen Bericht im „Wall Street Journal“) auf eine entspanntere Gangart der Fed in Sachen Bilanzreduzierung: denn die Reduzierung der Fed-Bilanz (seit Oktober 2018 mit monatlich 50 Milliarden Dollar – das ist kein Pappenstiel!) entzieht den Märkten Dollar-Liquidität und ist daher gewissermaßen als Angebots-Verknappung tendentiell Dollar-bullisch – und damit eher bärisch für Gold. Setzt die Fed aber die Bilanzreduzierung aus oder mindert zumindest das Tempo dieser Reduzierung, dann wäre das Dollar-negativ – und Gold-positiv.

Wir werden heute Abend sicherlich schlauer sein, wenn nicht nur die Fed ihr Statement veröffentlicht, sondern vor allem Jerome Powell seine Pressekonferenz hält. Kürzlich noch jedenfalls hat Powell klar gemacht, dass er die Fed-Bilanz für deutlich zu groß hält – sein Begriff  „Autopilot“ im Hinblick auf die Bilanzreduzierung hatte die Aktienmärkte unter Streß gesetzt.

Insofern also wäre es eigentlich verwunderlich, wenn Powell sich nun auch von dieser Position zurück zieht (nachdem er seine Zuversicht in Sachen weiterer Zinsanhebungen rückgängig gemacht hatte und eine „flexible“ Haltung der Fed betonte) – die US-Konjunkturdaten jedenfalls gegen das eher (noch!) nicht her, sie sind derzeit deutlich robuster als etwa die Zahlen aus Europa. Aber der Markt – und auch die Gold-Trader – scheinen genau darauf zu wetten!

 

Gold und Goldminen-Aktien jetzt an entscheidendem Widerstand

 

Und diese Wette steht nun vor einem sehr erntshaften Test! Denn die Charts von Gold wie auch von Goldminen-Aktien, die naturgemäß mit dem steigenden Gold-Preis zuletzt stark zulegen konnten, stehen nun vor extrem wichtigen Hürden!

So etwa Gold:


(Chart: kimberleysolutions.com; durch anklicken vergrößern)

Wie in dem Chart sichtbar, hat Gold in den letzten acht Jahren eine Serie von niedrigeren Hochs produziert (Linie A) produziert. Seit ca. vier Monaten aber steigt der Goldpreis wieder an und testet nun die zuvor gebrochene kurzfristigere Aufwärtstrendlinie (Linie B).

 

Auch Goldminen-Aktien stehen nun charttechnisch an einem entscheidenden Punkt! So ist etwa die ratio (das Verhältnis) zwischen kleineren und mittleren Goldminen-Werten (handelbar im ETF GDXJ – hier dazu mehr) zu dem liquidesten „Dickschiff-ETF“ für Goldminen-Aktien (GDX – hier dazu mehr) in der Vergangenheit stets ein guter Indikator für die weitere Entwicklung des Goldpreis gewesen – wenn der GDXJ stärker performt als der viel Markt-schwerere GDX, so die Überlegung dahinter, ist das ein Zeichen, dass Investoren bei Gold bereit sind größere Risiken einzugehen. eben weil sie optimistisch sind für den Goldpreis und daher auch in Kauf nehmen, dass die kleineren Goldminen-Aktien mehr Risiken beinhalten:

(Chart: kimberleysolutions.com; durch anklicken vergrößern)

All das deutet an, dass die Dinge nun „spitz auf Knopf“ stehen. Und vielleicht werden wir heute Abend auch schon wissen, ob die Haltung der Fed der entscheidende Treiber war für die Gold-Rally – oder eben doch etwas anders dahiner steckt!

 

 

 

Foto: Gold&Co, Goldankauf Wien CC BY-SA 4.0

8 Kommentare

8 Comments

  1. Columbo

    30. Januar 2019 12:34 at 12:34

    Vielleicht setzt sich erst jetzt langsam die Erkenntnis durch, daß die Zinsen nie mehr steigen werden und daß wir aus dem Schulden-Geld-Druck-Schlamassel nicht mehr heil rauskommen. Ein steigender Goldpreis ist meist ein schlechtes Omen.

    • tm

      30. Januar 2019 13:57 at 13:57

      Ich würde es nicht ganz so fatalistisch formulieren, aber letztlich sehe ich es auch so: Der Goldpreis war von den Höchstständen 2011/12 gefallen, weil die Zinsen nicht noch weiter sinken konnten und weil die Krise mehr oder weniger überstanden war. Nun zeichnet sich immer mehr ab, dass die Zinsen nicht nur nie wieder auf 5% oder 6% steigen werden, sondern dass sie bis auf Weiteres überhaupt nicht mehr steigen werden.

      Das ist aber keine Folge vom „Schulden-Geld-Druck-Schlamassel“, sondern Ergebnis der Secular Stagnation, die wiederum m.E. verschiedene Ursachen hat.

    • Goldsammler

      30. Januar 2019 15:17 at 15:17

      Über 1360 würde ich ihre Aussage unterstützen. Darunter der regelmäßige Aufwärtstrent.

  2. sabine

    30. Januar 2019 13:13 at 13:13

    Sehr guter Artikel. Vielen Dank!

  3. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 30. Januar 2019! | das-bewegt-die-welt.de

  4. Zimmermann

    30. Januar 2019 15:24 at 15:24

    Ich bin mir so ziemlich sicher, dass wir heute betreffend FED nicht schlauer sind. Das Ping Pong Spiel wird weiter gehen.

  5. Deutscher Michel

    30. Januar 2019 16:39 at 16:39

    Powell hatte bereits vor ein paar Tagen seine Aussagen relativiert und den Autopiloten als „nicht in Stein gemeisselt“ in Frage gestellt. Meine Quelle dazu: Letzter „Inside Guide“

  6. Robert

    31. Januar 2019 05:49 at 05:49

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Gold/Silber

Bundesbank + deutsche Privathaushalte halten 6,5% der weltweiten Goldvorräte

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Die deutsche Bundesbank sowie die deutschen Privathaushalte halten zusammen 6,5% der weltweiten Gold-Vorräte. Kaum zu glauben, aber so soll es sein laut einer Studie von „ReiseBank und CFin – Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin“. Das entspreche einem Würfel mit einer Kantenlänge von rund 8,6 Metern und einem Gegenwert von derzeit mehr als 450 Milliarden Euro. Diese Zahl hat man durch eine Befragung von 2.000 Privatpersonen auf alle Bundesbürger hochgerechnet. Hier in Kurzform weitere interessante Daten aus der Studie:

– Goldbestand im Besitz deutscher Privatpersonen hat 2019 mit mehr als 8.900 Tonnen einen neuen Höchststand erreicht und beträgt damit rund 2,5-mal so viel wie der Bestand der Bundesbank, der nahezu gleich geblieben ist.

– 38 Prozent der Deutschen (26 Millionen) besitzen Gold in Barren- oder Münzform als physischeWertanlage.

– Gold macht den Anleger zufrieden: 91 Prozent derjenigen, die je Gold erworben haben, sind mit ihrem Investment zufrieden. Dieser Zufriedenheitswert ist auf einem gleich bleibend hohen Niveau.

– 82,5 Prozent wollen ihr Gold behalten, 78 Prozent planen, noch mehr Gold zu erwerben.

– Der Anteil des gesamten Goldvermögens der Deutschen macht nur rund 1,6 Prozent des Gesamtvermögens der deutschen Haushalte aus.

– Der größte Teil des Goldes in der Hand von Privatpersonen wird in der Form von Goldmünzen oder -barren gehalten. Dieser Anteil hat gegenüber 2016 um 220 Tonnen auf 4.925 Tonnen zugelegt, was einem Gegenwert von mehr als 180 Milliarden entspricht.

– Jeder Deutsche über 18 Jahre besitzt im Schnitt 58 Gramm Goldschmuck und 71 Gramm Gold in Form von Barren oder Münzen.

– In den vergangenen beiden Jahren haben 25 Prozent der Befragten angegeben, Anlagegold gekauft zu haben und sie haben dabei durchschnittlich 4.730 Euro investiert. Gut die Hälfte der Anleger hat sich dabei für Barren erwärmt (46,5 Prozent klassische Goldbarren und 4,7 Prozent Tafelbarren), ein gutes Drittel setzt auf die optisch meist schöneren Goldmünzen. Der Zahl der Goldkäufer steht eine deutlich geringere Zahl gegenüber, die ihr Gold veräußert haben. Das waren in diesem Zeitraum nur 11 Prozent.

– 78 Prozent der Käufer von Gold geben an, auch weiterhin welches erwerben zu wollen und die Zahl derer, die angibt, das Gold behalten zu wollen, ist gegenüber den Vorjahren nochmals angestiegen auf nunmehr 82,5 Prozent – was die Funktion des Goldes als Wertsicherungsinstrument deutlich unterstreicht.

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Dow und Gold im Fokus

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Der Dow ist aktuell mit einem Aufwärts-Gap unterwegs. Die Aufwärtsseite sieht aktuell gut aus. Bei Gold möchte ich den Abwärtsschub ansprechen, und ob da noch weiter etwas nach unten möglich ist. Wollen Sie unsere heutige Detailanalyse zu Facebook gratis lesen sowie auch alle anderen täglichen Analysen, dann bitte einfach hier anmelden. Es ist und bleibt kostenfrei!

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Gold/Silber

Gold und Öl: Fundamental und charttechnisch analysiert

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Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

Gold

Das Edelmetall hat wieder einmal „Pech“, es handelt unter dem kritischen Niveau von 1.300 $. Der Grund, warum wir keine Erholung des Goldpreises sehen, ist hauptsächlich auf die Stärke der US-Konjunkturdaten zurückzuführen. Dies hat zwei Auswirkungen: Erstens sind Händler mehr daran interessiert, Geld in riskantere Anlagen zu investieren. Schließlich glauben sie nicht, dass die Fed den gleichen geldpolitischen Kurs beibehalten wird, den sie derzeit vertreten.

Darüber hinaus scheint es, dass auch die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA ziemlich bald gelöst sein werden. Dennoch ist der Goldpreis auf dem aktuellen Niveau aus Gründen der Absicherung sehr attraktiv.

Im Tages-Chart muss der Preis über dem kritischen Niveau von 1276 bleiben. Dies war das bisherige Jahrestief, das der Preis bereits am 21. Januar erreichte. Wenn wir diese Unterstützungszone durchbrechen, ist es wahrscheinlich, dass der Preis seine Bewegung in Richtung der Marke von 1.250 $ fortsetzen wird.

Wir erwarten heute keine größere Bewegung des Goldpreises, ich denke, die Händler werden sich die chinesischen BIP- und Industrieproduktionszahlen (die morgen fällig sind) ansehen. Wenn wir eine Verbesserung dieser Zahlen sehen, wird dies die Nachfrage nach den risikoreicheren Anlagen nur verstärken. Denken Sie daran, dass China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, und eine sich verbessernde Wirtschaftslage nn China bedeutet die Verbesserung der Weltwirtschaft.

 

Öl

Der WTI-Preis bewegt sich im negativen Bereich und baut auf den Verlusten auf, die wir gestern erlebt haben. Im bisherigen Jahresverlauf liegen wir immer noch bei über 36%, eine nicht zu vernachlässigende Leistung. Natürlich wollen Händler etwas Gewinn vom Tisch nehmen, vor allem angesichts der Gewinne, die wir schon  gesehen haben.

Die US-Rohöllagerdaten stehen im Fokus, und wir haben bereits in der letzten Woche einen Anstieg dieser Lagerbestände gesehen. Die steigenden Lagerbestandsdaten haben viele Fragen an die Anleger gestellt, aber niemand scheint bereit, die erneute Ölschwemme wahrzunehmen.

Betrachtet man die Angebot und Nachfrage, so hat Russland seine Ölproduktion deutlich auf 11,25 Millionen Barrel pro Tag reduziert, eine Zahl, die Anfang April erreicht wurde. Die OPEC allein kann die Ölversorgung nicht kontrollieren, sie braucht Unternehmen aus Nicht-OPEC-Ländern. Ein weiterer Grund für den aktuellen Rückgang des Ölpreises ist auch darauf zurückzuführen, dass es auf dem Markt Gerüchte gibt, dass Russland sich nicht länger an die Produktionskürzungen halten wird. Wenn dieses Gerücht Wirklichkeit wird, sehen wir einen ernsthaften Rückschlag des Ölpreises.

In Bezug auf die technische Analyse sehen wir die aktuelle Unterstützung bei einem Niveau von 61 $, und ein Bruch dieser Marke wird die Tür zum nächsten Level öffnen, das bei 58 $ liegt, während der Aufwärtstrend durch das Widerstandsniveau von 64,79 $ begrenzt wird, dem bisherigen Jahreshoch, das der Preis am 9. April erreicht hat.

 

Naeem Aslam

 

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