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Gold/Silber

Warum steigt Gold? Gold und Goldminen-Aktien unmittelbar vor Entscheidung!

Was steckt hinter dem Anstieg des Goldpreises? So oder so: die Entscheidung wie es weiter geht fällt zeitnah!

Markus Fugmann

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am

Warum steigt Gold?

 

Gold ist in den letzten Tagen bekanntlich deutlich gestiegen – die Frage ist nur: warum? Ist es wirklich so, wie es in Agenturberichten meist begründet wird, wegen geopolitischer Unsicherheiten? Nun – die geopolitischen Unsicherheiten waren in den letzten Jahren sicher nicht kleiner als derzeit, also überzeugt das Argument nicht wirklich. Dazu kommt, dass der Goldpreis in den letzten Jahren regelmäßig vor dem chinesischen Neujahresfest nach unten ging – und nach dem Neujahrsfest dann wieder nach oben (viele Chinesen verkaufen Gold, weil sie für die Reise in die Heimat Liquidität brauchen und kehren dann mit Geld-Geschenken zurück, das sie dann z.B. in Goldschmuck investieren, so eine mögliche Erklärung).

In diesem Jahr ist es jedoch anders. Vielleicht ist eine der Ursachen des steigenden Goldpreises auch die Wette des Markets (ausgelöst durch einen Bericht im „Wall Street Journal“) auf eine entspanntere Gangart der Fed in Sachen Bilanzreduzierung: denn die Reduzierung der Fed-Bilanz (seit Oktober 2018 mit monatlich 50 Milliarden Dollar – das ist kein Pappenstiel!) entzieht den Märkten Dollar-Liquidität und ist daher gewissermaßen als Angebots-Verknappung tendentiell Dollar-bullisch – und damit eher bärisch für Gold. Setzt die Fed aber die Bilanzreduzierung aus oder mindert zumindest das Tempo dieser Reduzierung, dann wäre das Dollar-negativ – und Gold-positiv.

Wir werden heute Abend sicherlich schlauer sein, wenn nicht nur die Fed ihr Statement veröffentlicht, sondern vor allem Jerome Powell seine Pressekonferenz hält. Kürzlich noch jedenfalls hat Powell klar gemacht, dass er die Fed-Bilanz für deutlich zu groß hält – sein Begriff  „Autopilot“ im Hinblick auf die Bilanzreduzierung hatte die Aktienmärkte unter Streß gesetzt.

Insofern also wäre es eigentlich verwunderlich, wenn Powell sich nun auch von dieser Position zurück zieht (nachdem er seine Zuversicht in Sachen weiterer Zinsanhebungen rückgängig gemacht hatte und eine „flexible“ Haltung der Fed betonte) – die US-Konjunkturdaten jedenfalls gegen das eher (noch!) nicht her, sie sind derzeit deutlich robuster als etwa die Zahlen aus Europa. Aber der Markt – und auch die Gold-Trader – scheinen genau darauf zu wetten!

 

Gold und Goldminen-Aktien jetzt an entscheidendem Widerstand

 

Und diese Wette steht nun vor einem sehr erntshaften Test! Denn die Charts von Gold wie auch von Goldminen-Aktien, die naturgemäß mit dem steigenden Gold-Preis zuletzt stark zulegen konnten, stehen nun vor extrem wichtigen Hürden!

So etwa Gold:


(Chart: kimberleysolutions.com; durch anklicken vergrößern)

Wie in dem Chart sichtbar, hat Gold in den letzten acht Jahren eine Serie von niedrigeren Hochs produziert (Linie A) produziert. Seit ca. vier Monaten aber steigt der Goldpreis wieder an und testet nun die zuvor gebrochene kurzfristigere Aufwärtstrendlinie (Linie B).

 

Auch Goldminen-Aktien stehen nun charttechnisch an einem entscheidenden Punkt! So ist etwa die ratio (das Verhältnis) zwischen kleineren und mittleren Goldminen-Werten (handelbar im ETF GDXJ – hier dazu mehr) zu dem liquidesten „Dickschiff-ETF“ für Goldminen-Aktien (GDX – hier dazu mehr) in der Vergangenheit stets ein guter Indikator für die weitere Entwicklung des Goldpreis gewesen – wenn der GDXJ stärker performt als der viel Markt-schwerere GDX, so die Überlegung dahinter, ist das ein Zeichen, dass Investoren bei Gold bereit sind größere Risiken einzugehen. eben weil sie optimistisch sind für den Goldpreis und daher auch in Kauf nehmen, dass die kleineren Goldminen-Aktien mehr Risiken beinhalten:

(Chart: kimberleysolutions.com; durch anklicken vergrößern)

All das deutet an, dass die Dinge nun „spitz auf Knopf“ stehen. Und vielleicht werden wir heute Abend auch schon wissen, ob die Haltung der Fed der entscheidende Treiber war für die Gold-Rally – oder eben doch etwas anders dahiner steckt!

 

 

 

Foto: Gold&Co, Goldankauf Wien CC BY-SA 4.0

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    30. Januar 2019 12:34 at 12:34

    Vielleicht setzt sich erst jetzt langsam die Erkenntnis durch, daß die Zinsen nie mehr steigen werden und daß wir aus dem Schulden-Geld-Druck-Schlamassel nicht mehr heil rauskommen. Ein steigender Goldpreis ist meist ein schlechtes Omen.

    • Avatar

      tm

      30. Januar 2019 13:57 at 13:57

      Ich würde es nicht ganz so fatalistisch formulieren, aber letztlich sehe ich es auch so: Der Goldpreis war von den Höchstständen 2011/12 gefallen, weil die Zinsen nicht noch weiter sinken konnten und weil die Krise mehr oder weniger überstanden war. Nun zeichnet sich immer mehr ab, dass die Zinsen nicht nur nie wieder auf 5% oder 6% steigen werden, sondern dass sie bis auf Weiteres überhaupt nicht mehr steigen werden.

      Das ist aber keine Folge vom „Schulden-Geld-Druck-Schlamassel“, sondern Ergebnis der Secular Stagnation, die wiederum m.E. verschiedene Ursachen hat.

    • Avatar

      Goldsammler

      30. Januar 2019 15:17 at 15:17

      Über 1360 würde ich ihre Aussage unterstützen. Darunter der regelmäßige Aufwärtstrent.

  2. Avatar

    sabine

    30. Januar 2019 13:13 at 13:13

    Sehr guter Artikel. Vielen Dank!

  3. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 30. Januar 2019! | das-bewegt-die-welt.de

  4. Avatar

    Zimmermann

    30. Januar 2019 15:24 at 15:24

    Ich bin mir so ziemlich sicher, dass wir heute betreffend FED nicht schlauer sind. Das Ping Pong Spiel wird weiter gehen.

  5. Avatar

    Deutscher Michel

    30. Januar 2019 16:39 at 16:39

    Powell hatte bereits vor ein paar Tagen seine Aussagen relativiert und den Autopiloten als „nicht in Stein gemeisselt“ in Frage gestellt. Meine Quelle dazu: Letzter „Inside Guide“

  6. Avatar

    Robert

    31. Januar 2019 05:49 at 05:49

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Finanznews

Aktienmärkte, Gold – alles fällt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Heute fallen die Aktienmärkte – vor allem der lange so widerstandsfähige Dax mit einem rabenschwarzen Tag – aber auch der vermeintlich sichere Hafen Gold kommt stark unter Druck (Silber fällt sogar fast -10%). Für den Abverkauf gibt es vorwiegend zwei Gründe: erstens die Sorge um neue lockdowns in Europa, und zweitens wird ein Stimulus-Deal in den uSA zwischen US-Republikanern und US-Demokraten nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ginsburg deutlich unwahrscheinlicher, weil die Trump-Administration noch vor der US-Wahl einen eigenen Kandidaten installieren will. Damit bestätugt sich bislang ein Schema für die Aktienmärkte: die Woche nach dem September-Verfall ist historisch unter den schwächsten Handelswochen des gesamten Jahres..

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Gold/Silber

Silber: Korrektur geht weiter – das sind noch keine Kaufkurse

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Für Silber hatte ich vor acht Wochen den maximalen Anstieg bis ca. 21 USD (1.00 Retracement) in Aussicht gestellt. Über diesen Zielbereich ist das Edelmetall mit einem Hoch von ca. 30 USD deutlich hinausgeschossen. Dieser Aspekt ist der Auslöser für die relativ deutliche Umstellung der Wellenzählung, wie die Charts es zeigen. Mit dieser Performance erfüllt Silber meine Langzeitprognose, lediglich der Zeitfenster hierfür ist noch nicht passend. Seit einigen Wochen bildet sich eine schwache Korrektur aus, deren Verlauf bislang unkritisch ist.

Ausblick für Silber:

Die seit August laufende Korrektur bildet Welle (iv) der fünfteiligen Impulswelle (i-ii-iii-iv-v) aus. Wie für eine „4“ eher üblich als selten, bedient sich Welle (iv) eines Triangles (a-b-c-d-e) zur Ausbildung der internen Struktur. Solange Silber zwischen den beiden 0.24 und 1.38 Retracements (25.24/30.21 USD) pendelt, besteht keine größere Gefahr – allerdings auch keine Chance auf eine Auflösung der apathischen Phase. Im Chart ist daher den Verlauf von Welle (iv) bis tief in den Herbst hinein dargestellt.

Silber dürfte seine Korrektur noch fortsetzen

Nach Abschluss von Welle (iv) wird die sich anschließende (v; nicht dargestellt) Silber noch einmal steigen lassen. Da es sich bei Welle (v) um die abschließende Phase der Impulswelle handelt, ist deren Potenzial relativ eng begrenzt. Dazu werde ich in einer späteren, in der nächsten Ausgabe, näher eingehen. An den kommenden Tagen sollten leicht nachgebenden Notierungen ausgegangen werden. Dabei kann ein Bewegungstief unterhalb des 0.24 Retracements (25.24 USD) möglich werden. Lediglich ein Schlusskurs unterhalb sollte vermieden werden.

Fazit:

Die Korrektur wird sich noch einige Wochen behaupten, sodass ein Engagement zum momentanen Zeitpunkt bei Silber nicht zu empfehlen ist. Das bisherige Kaufsignal hat Freude bereitet und bleibt auch weiterhin bestehen..

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Gold/Silber

Goldpreis vor Ausbruch nach oben? Achtung, Blick auf US-Dollar

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis dümpelt seit Freitag auch heute bei 1.954 Dollar vor sich hin. Steht der Anstieg nach oben kurz bevor? Möglich ist das allemal. Bereits am Freitag stellten wir die Frage in den Raum, ob der Goldpreis ansteigen könnte, weil der US-Dollar schon gut gefallen war. Gold stieg aber nicht an.

Charttechnik im US-Dollar entscheidend für Goldpreis?

Ganz aktuell sieht man, dass der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) an einem Unterstützungsniveau um die 92,80 Indexpunkten hängt. Der Chart zeigt den Verlauf des Dollar-Index der letzten zehn Tage. Sechs Mal in den letzten zehn Tagen ist der US-Dollar nach unten gelaufen, an dieser Marke abgeprallt und wieder angestiegen. Derzeit hängt er genau auf diesem Niveau. Fällt er diesmal darunter, wäre vereinfacht gesagt Platz nach unten, was den Goldpreis kräftig nach oben pushen könnte.

Dies ist ein Wenn-dann-Szenario, also mit reichlich Unsicherheit behaftet. Aber es ist möglich. Bei der schwachen Dollar-Entwicklung seit letztem Donnerstag hat der Goldpreis auf den Weg nach oben auf jeden Fall nicht so performt wie man es erwarten würde. Also, Gold-Bullen sollten sich gerade jetzt die Dollar-Entwicklung genau anschauen. Für einen Anstieg im Goldpreis ist Potenzial vorhanden.

Fallender US-Dollar kann Goldpreis deutlich bewegen

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