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Giftige Mischung Warum Trump jetzt fallende Aktienmärkte will – und das KI-Massaker! Videoausblick

Wir erleben eine giftige Mischung für die Aktienmärkte: Trump will nach dem Urteil des Supreme Court fallende Aktienmärkte – dazu kommt die massive KI-Angst, die gestern für größten Absturz der IBM-Aktie seit dem Jahr 2000 sorgte. Dazu erwischte es gestern – ebenfalls wegen KI-Panik – Aktien von Finanzunternehmen. Damit schlägt die KI-Euphorie in ein KI-Massaker um: wenn KI wirklich so disruptiv ist wie während der KI-Euphorie erhofft, dann wird es eben leider auch viele Opfer dieser Disruption geben! Das alles passiert nun in einer Situation, in der Trump mit fallenden Aktienmärkten dem Supreme Court den Schwarzen Peter zuschieben will (gestern die zentrale Passage in seinem Tweet: „BUYERS AWARE“)nach dem Motto: „seht ihr, was ihr anrichtet, wenn ihr meine wundervollen Zöllen verbieten wollt“?

Hinweise aus Video:

1. IBM ist nächstes KI-Opfer: Anthropic lässt die Aktie abstürzen

2. Trump kündigt China-Besuch Ende März an



Markus Fugmann
Über den RedakteurMarkus Fugmann
Historische Analyse und gesellschaftspolitische Expertise mit Blick auf die Finanzmärkte in Wort (Artikel) und Videos – immer mit dem Fokus auf die Frage: „Warum geht uns das etwas an!“
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16 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Schon erstaunlich wie die Märkte immer wieder retournieren…Die Blase…die nicht platzen will…!

    Nasdaq mit Faktor 25… in der Spitze …seit der Finanzkrise…Dow mit 7,5 …das Gleiche gilt für unseren Dax…

    Oder doch nicht? Na die deutsche Umlaufrendite… lädt mit ihren 2,65 Prozent…. nun nicht gerade zum investieren ein…Oder ? Wer von Ihnen hält noch deutsche Staatsanleihen?
    Gestern Lagarde mit einer Abschiedsrede…! Wer kommt nach ihr ?

    Schon scharren die PIIGS mit ihren Hufen. Melonie hat schon Ansprüche angemeldet …will einen zweiten Draghi installieren….!
    Und was macht ein Kevin Warsh…wenn er die FED übernimmt ? Wird er zum zweiten Alan Greenspan oder zum zweiten Ben Bernanke….?
    Der Erstere weigerte sich ja beharrlich …im schlimmsten Crash aller Zeiten… Staatsanleihen zu kaufen. Nasdaq über 75 Prozent Verlust in der Spitze…!
    Was das heute bedeuten würde ? Minus 75 Prozent…? Muss ich wohl nicht weiter ausführen…!

  2. Was ist denn mit der Agenda des 47. US-Präsidenten Donald John Trump „Zuerst um Amerika und dann um die Welt kümmern“ los, weswegen er eigentlich stolz auf die US-Techriesen Facebook, Instagram und die Amazon Prime Video-App für mobile Endgeräte sein müßte? Seine Sprecherin Karoline Leavitt nutzt nachvollziehbarerweise Instagram, um über die Arbeit der Trump-Administration zu informieren. In Sachen letzteres denke man beispielsweise an die anstehende Rede von Präsident Trump zur Lage der Nation. Der 45. US-Präsident Donald John Trump erwog Staatspräsident Dr. Bashar-Hafiz al-Assad „auszuschalten“, erörterte dies mit seinem Pentagon-Chef James Mattis, und verzichtete dann darauf, die Flugzeuge Richtung Syrien aufsteigen zu lassen. Inwiefern er sich iranpolitisch beraten lässt, bleibt abzuwarten. Die Amazon Prime Video-App muß man zugegebenermaßen von Fall zu Fall mit gesalzenen Preisen in Verbindung bringen. Auf der anderen Seite profitiert man bei letzterem Medium aber auch regelmäßig von Schnäppchen.

  3. Die Aktienmärkte sind nach allen klassischen Bewertungen überteuert. Irgendwann wird es entweder zu einem sichtbaren Crash kommen, oder die Geldmengen werden so ausgeweitet, dass der Crash unsichtbar bleibt, aber Aktien gegen Gold und Rohstoffe verlieren.

    Ich gehe davon aus, dass die zweite Möglichkeit das Ziel ist, und dass Kevin Warsh dieses Ziel auch verfolgen wird. Durch YCC in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium.

    Die KI ist nur eine weitere Komplikation in diesem Spiel. Wenn die USA die Strategie verfolgt, sich wieder unabhängiger von Importen zu machen, wird es genug neue Arbeit geben.

  4. Im letzten Video, kam eine interssante Analyse –
    Warum der US-Konsument keine Arbeit mehr hat und mehr einkaufen kann. 🙂

    Ich glaube man erkennt gar nicht das Ausmass, was der gute Donald da anrichtet. Die Zahlen im Video sind auf Deutschland bezogen, trotzdem im Sinn relevant.
    https://youtu.be/mxLc4hFIrkY

  5. „…oder die Geldmengen werden so ausgeweitet, dass der Crash unsichtbar bleibt, aber Aktien gegen Gold und Rohstoffe verlieren…“

    Aktien sind nicht gleich Aktien. Welche Aktien verlieren gegen Gold?
    Und nicht vergessen, Aktien sind Sachwerte.
    Manchmal kommt mir fast vor, wenn Aktien so schön glänzen würden und so richtig schwer und wertig in der Hand lägen wie Gold, würden sich die Leute nur mehr Aktien ins Schließfach legen.
    Psychologie bestimmt wieder einmal alles…

    1. Hallo Columbo,

      es gibt immer einzelne Aktien, die man kaufen kann. Aber der breite Markt ist objektiv überteuert. Deswegen hält Buffet soviel Cash, wobei er mit einem Goldanteil deutlich besser gefahren wäre.

      Coca Cola ist z.B. ein Klassiker. Eine typische Buffet-Wahl, die er aber selbst auch nicht nachkauft. Das sagt schon alles. Wenn ein Unternehmen stabil aber bescheiden wächst, dann schaut man auf das KGV und erwartet, dass der Kaufpreis der Aktie sich über die jährlichen Gewinne in einer überschaubaren Zeit amortisiert. Das sollten im Idealfall unter zehn Jahre sein, denn mit zunehmender Zeit, erhöht sich das Risiko, dass Entwicklungen eintreten, die auch einer soliden Firma das Leben schwer machen.

      Value-Titel sind überteuert, weil sie als Zinsersatzpapiere gekauft worden sind. Jetzt rotieren zusätzlich noch verängstigte Growth-Anleger hinein und treiben die Kurse weiter. So etwas kauft man nicht.

      Zur Frage: derzeit verlieren fast alle Aktien gegen Gold. In der langfristigen Betrachtung steht Gold ebenfalls sehr gut da, weil es der bessere Sachwert als Aktien in der Frage des Kaufkrafterhaltes ist.

      Trotzdem rate ich jedem Menschen, sich am Kapitalmarkt zu beteiligen. Schon um zu lernen. Irgendwann ändert sich die Dynamik auch wieder insgesamt zugunsten des Aktienmarktes, aber wenn man sich der Thematik bis dahin entzogen hat, wird man es schwer haben, davon zu profitieren.

      Eine breite Anlage in den Aktienmarkt ist derzeit nicht optimal. Wer dennoch einen Teil passiv investieren will, weil er sich nicht darum kümmern kann, sollte sich ansehen, wie Herr Beck dabei vorgeht. Sein Modell federt die strukturellen Risiken ab und erhöht zugleich die Chancen.

  6. @ Aktiengläubiger, Aktien sind Sachwerte, das war wohl früher als Aktien Firmenanteile von seriösen, langfristig denkenden Firmen waren. Heute wo Kriminelle mit hundertfachem Hebel vorsätzlich Luftwerte in luftige Höhen treiben um zu kassieren und 95% der Spätkäufer abkassiert werden ist mit dem Ausdruck wohl vorsichtig umzugehen. In der Dotcom Blase hat der NASDAQ etwa 90% verloren und einzelne „SACHWERTE“ wohl auch bis zu hundert Prozent. Sachwerte können auch zu Nullwerten werden.
    Haben denn nicht gerade prominente Titel riesige Verluste erlitten?

    1. Dotcom-Opfer

      Seit Bernanke werden die Aktien durch den FED-Put geschützt. Sie können nicht so stark stürzen, wenn genügend zusätzliches Geld gedruckt wird. Das ist das, was ich mit „unsichtbarem Crash“ meine.
      Denn das Geld verliert dadurch an Kaufkraft und auch wenn eine Aktie ihren nominalen Wert hält, kann man sich von dem Verkaufserlös oder von den Dividenden weniger kaufen.

      Deswegen hatte früher praktisch jedes Depot einen Edelmetallanteil von 20%. der hat sich auch in der Portfoliotheorie als sinnvoll erwiesen. Man kann auf 15% heruntergehen, aber alles andere sorgt für ein schlechteres Risiko-Chancen-Profil.
      Gegenwärtig bevorzuge ich einen deutlich höheren Anteil an Edelmetall. In jeder legalen Form.

    2. @Dotcom-Opfer

      Ist „Papiergold“ noch ein Sachwert? Und wenn die Papiergoldblase eines Tages platzt, was dann?
      Genau, das „richtige“ Gold fällt mit, nicht auf Null, aber doch schmerzhaft genug.
      Aber dem wahren Goldfan ist das egal, denn eine Unze bleibt eine Unze, auch wenn man nicht mehr viel dafür bekommt.
      Kleiner Trost, nach dreißig Jahren ist es dann wieder ganz oben.

      1. Columbo

        Das halte für eine Fehleinschätzung.

        1. Wenn eine Blase platzt, dann war das betreffende Anlagegut im allgemeinen überteuert. Ist das bei Gold und Silber der Fall? Zumindest bei Silber sicher nicht, bei Gold meiner Meinung nach nicht.

        2. Wenn eine Papier-Edelmetallblase platzt, dann wirkte die zuvor preissenkend, nicht erhöhend. Bei Silber war Ende Januar viel Spekulation dabei, aber wenn Papiersilber platzt, löst sich der physische Markt vom Papiermarkt. Das physische Metall wird teurer, Derivate werden wertlos. Das physische Premium an den Börsen an denen reales Silber gehandelt wird und bei real gedeckten ETFs ist über 10%.
        Ich kalkuliere ein, dass z.B. der SLV fallen kann, weil er nicht vollständig durch Silber gedeckt ist. Aber Silber? Unwahrscheinlich. Wenn es in einer kurzen Angstphase fällt, wird es sofort aufgekauft.

        3. Bis jetzt sind noch etwa Longs für 100 Mio Unzen Silber mehr nicht gerollt, als Silber zur Auslieferung zur Verfügung steht. Die müssen bis zum First Notice Day am 27.02. rollen. Sie haben sonst fest bestellt und müssen abnehmen und wollen auch Silber haben. Wenn sie nicht rollen, müssen die Shorts also entweder physisches Silber auftreiben oder um Erlaubnis betteln, sich freikaufen zu dürfen.

  7. „…auch wenn eine Aktie ihren nominalen Wert hält, kann man sich von dem Verkaufserlös oder von den Dividenden weniger kaufen…“

    Trifft auch auf Gold zu, bis auf die Dividenden, die man bei Gold nicht bekommt.

    1. Theoretisch ja, praktisch nein. In Zeiten, in denen die Geldmenge ausgeweitet wird, steigt Gold stärker als Aktien. Nur eben in der Tendenz, nicht linear. So wurde Gold z.B. durch die mit dem Taper Tantrum verbundenen Maßnahmen für zwei Jahre eingebremst.
      Sieht man in allen Phasen, in denen die Geldmenge ausgeweitet wurde und/oder Inflation zu Teuerung führte.

      Dieser bewußt gemanagde Goldpreis ist jedoch für den regelmäßigen Goldkäufer ein zusätzlicher Vorteil, weil er Gold billiger zukaufen kann, der Goldpreis den Wertzuwachs durch die Inflationierung der Geldmenge aber nachholt.

      Optimieren kann man das noch, in dem man zu Zeiten überschießender Goldpreise diejenigen Assets aus dem Bereich kauft, die den höheren Goldpreis noch nicht eingepreist haben. Z.B. Minenaktien. Selbst die großen Minenwerte spiegeln die gegenwärtigen Preise noch nicht wieder, da Geschäfte vorlaufen und Berichte nachlaufen.

      1. Ich wiederhole: Die überwiegende Mehrheit der reich gewordenen Investoren ist mit Aktien oder Immobilien reich geworden, nicht mit Gold. Das ist aber auch wieder „nur“ so eine rationale Beobachtung.
        In Wirklichkeit kauft jeder das, woran er glaubt.
        Dieser Glaube wird dann mit vermeintlich logischen Erklärungen untermauert oder einfach nur schöngeredet. Psychologie, Emotionen, schlichte Meinungen…oder gar Religion.
        Mit rationalen Erklärungen lässt sich kaum jemand von seinem Glauben abbringen.
        Was soll die ganze Diskussion Aktien/Gold eigentlich? Ist am Ende doch eher eine theologische Frage. Denn ohne Religion, ich meine die persönliche Religion, kann der Mensch ohnehin nicht überleben.

        1. Columbo

          Nun schweifen Sie aber ab. Ich bin auch mit Immobilien reicher geworden. Aber das war eine andere Zeit. Ich empfehle das heute niemandem mehr. Mit Aktien gab es tolle Zeiten – und schlechte. Dieses -„One-Size-fits-all“- Denken taugt nicht.
          Man muss der Jugend sagen, was heute zählt. Und heute spricht alles für Gold, Silber und Rohstoffe.

  8. Eine selbstgenutzte Immobilie ist was schönes und dabei stehen Renditegedanken eigentlich im Hintergrund.
    Ansonsten habe ich die letzten 26 Jahre die Finger von Immobilie gelassen.
    Ein 2014 in Deutschland geerbtes Haus habe ich sofort verkauft.
    Die Hälfte des Verkaufspreises habe ich jeweils meinen Kindern geschenkt.
    Unser Sohn konnte es für seinen Hausbau gerade gut gebrauchen und für unsere Tochter wurde die andere Hälfte in Gold angelegt.
    Der Goldpreis hat sich seitdem mehr als vervierfacht.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

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