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Warum Trumps Importzölle genau das Gegenteil bewirken!

Wynston Churchill hat einst den Satz gesagt: „Die Amerikaner tun immer das Richtige – nachdem sie vorher alles andere ausprobiert haben!“. Donald Trump jedoch dürfte das Falsche tun – und daran festhalten..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wynston Churchill hat einst den Satz gesagt: „Die Amerikaner tun immer das Richtige – nachdem sie vorher alles andere ausprobiert haben!“.

Genau das trifft wohl auch zu auf Donald Trump, der jedoch wohl erst einmal alles tun wird, um am Ende nicht das Richtige zu tun. Haben nicht etwa die 1930er-Jahre hinreichend bewiesen, dass durch Protektionismus Jobs und Wohlstand vernichtet wird? Einstein sagte einst zutreffend: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Trump will das Gleiche tun und erwartet aber scheinbar andere Ergebnisse..

Werden die Zölle auf Stahl und Aluminium mehr Jobs schaffen, wie Trump glaubt? Nein, das Gegenteil wird der Fall sein. Denn mit den Zöllen werden amerikanische Stahl- und Aluminium-Hersteller ihre Preise anheben, weil sie unliebsame Konkurrenz losgeworden sind. Sie werden diese Preise so weit anheben, dass sie nur noch leicht günstiger sind als die unliebsame ausländische Konkurrenz aufgrund der Importzölle.

Also steigen die Preise vor allem im gesamten Bausektor, vor allem natürlich am amerikanischen Immobilienmarkt, der für die Menschen in den USA damit immer unerschwinglicher wird! Dazu bei Autos, Getränkedosen etc. etc. All das ist inflationär und wird die Fed daher eher zwingen, die Zinsen schneller anzuheben – und damit jene Börsen-Party noch mehr gefährden, die Trump so wichtig war (seit den Turbulenzen hält sich Trump mit Jubel-Tweets über den Dow Jones jedoch sehr zurück!).

Oder nehmen wir das Beispiel Stahl: auf jeden Mitarbeiter einer Stahl-produzierenden Firma kommen 57 Mitarbeiter, die mit den fertig hergestellten Stahlprodukten arbeiten. Hier werden viele Jobs wegfallen – sicher mehr, als bei der Stahl-Produktion entstehen! Ganz abgesehen davon, dass die absehbaren Reaktion des Auslands viele Jobs in den USA killen wird!

Peter Schiff bringt die Dinge in diesem Podcast genau auf den Punkt: ja, Trump habe Recht, das US-Handelsbilanzdefizit reduzieren zu wollen. Aber er werde mit Zöllen das genaue Gegenteil erreichen: das Defizit werde noch größer, und Jobs werden verloren gehen:

Dazu auch folgendes Video zu Stahl und Aluminium:

This is ‚a day that’s going to go down in infamy‘ from CNBC.


America first wird wohl Realität unter Trump, aber ob es dann wirklich „great again“ sein wird?
Foto: Gage Skidmore; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    frank

    5. März 2018 13:50 at 13:50

    wieso tut Trump das gleiche? Das gleiche wäre wenn er den Globalisierungswahn weiter voran treibt wie es die Amerikaner seit 100 Jahren tun. Trump macht nun damit Schluss, er tut also das Gegenteil.

  2. Avatar

    Hesterberg

    5. März 2018 14:05 at 14:05

    „Importzölle“ bewirken nicht genau das Gegenteil! Es gibt sie überall zuhauf, nur werden sie fast immer anders benannt. Das Thema ist viel diffiziler, als es hier von FMW behandelt wird.

    • Avatar

      Jan

      5. März 2018 14:35 at 14:35

      Endlich.
      Ich habe im anderen Thema schon um Fakten über bereits vorhandene Zölle und Aufklärung versteckte Subventionen gebeten. Meine Firma bezahlt Zoll bei der Export von Maschinen nach Amerika. Ist das ausgeglichen mit dem Import?
      Bis lang lese ich nur Geschreie.

  3. Avatar

    Tino Gruchmann

    5. März 2018 15:34 at 15:34

    Kommt darauf an für wen die Zölle gelten,China subventioniert ja schließlich auch durch geringe Umweltauflagen und ,macht es umweltmässig sinn Stahl um die halbe Welt zu schiffen???

  4. Avatar

    Jan

    5. März 2018 16:45 at 16:45

    Genau damit macht Trump was gutes für die Umwelt. Super Argument. Lokal produzieren. Die Summe der Bedürfnisse wird sich nicht ändern. Also verschiebt es nur. Das könnte tatsächlich gut sein. Fragt sich aus welcher sicht.

  5. Avatar

    leftutti

    5. März 2018 22:24 at 22:24

    Ein kleiner, einfacher und verständlicher Grundkurs zum Thema Handel:
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-Handel-ein-Segen-ist-article20320503.html

  6. Avatar

    leftutti

    5. März 2018 22:41 at 22:41

    Ergänzung, Mr. President twittert wieder:
    Unsere Stahl- und Aluminiumindustrie ist tot. Entschuldigung, es ist Zeit das zu ändern“. Wir sind bei fast allen Handelsverträgen auf der Verliererseite. Unsere Freunde und Feinde haben die USA jahrelang übervorteilt.“
    Könnte es evtl. auch sein, dass jenseits von illoyalen Freunden und Feinden die USA ganz einfach in fundamentalen, greifbaren, materiellen, nicht virtuellen Wirtschaftszweigen einfach nicht mehr konkurrenzfähig ist, weil sie sich zu lange zu sehr auf die großen Visionen milliardenschwerer pubertierender Studienabbrecher und Traumtänzer verlassen hat?

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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