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Finanznews

Warum WTI-Öl kurz vor 40 Dollar steht und sonstige Chaos-News vom Ölmarkt

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der Ölpreis steht im WTI-Öl (US-Hauptsorte) aktuell bei 39,43 Dollar und läuft seit heute Nacht in 3 großen Wellen auf die 40 Dollar zu. Grund hierfür war die positive Aktien-Stimmung, die wir hier im Dow darstellen wollen. Der Chart zeigt den Kursverlauf von WTI-Öl (orange) seit gestern Mittag im Vergleich zum Dow (schwarz). Im Zuge der Fed-Entscheidung (roter Kreis) zogen die Aktien nach oben, der Ölpreis zog hinterher. So ging das um 18 Uhr hoch, und dann noch mal um Mitternacht deutscher Zeit. Der dritte Schub startete dann um 8 Uhr deutscher Zeit heute früh. Aber dann koppelten sich die Aktien ab und der Ölpreis verblieb einfach auf dem hohen Niveau.

WTI-Öl

Wie wir schon mehrmals betonten: Selbst Preise von 36 oder 37 Dollar sind fundamental derzeit nicht gerechtfertigt, aber letztlich hat die Börse immer recht – zumindest für den aktuellen Augenblick. Innerhalb und außerhalb der OPEC redet heute auch so ziemlich jeder kreuz und quer.

Russlands Energieminister Novak meldet sich z.B. zu Wort mit der Aussage Ölpreise um die 50 oder 60 Dollar würden die Ölflut nur weiter verlängern. Eigentlich müsste er sich ja über höhere Ölpreise freuen, aber er wird wohl wissen, dass die globale Produktion dann erst richtig explodiert. Danach würden die Kurse erneut einbrechen, so wohl seine Denkweise. Er will wohl wie auch die Saudis erst mal die Überproduktion wegbekommen – nur wie? Die Antwort hat er auch noch nicht gefunden.

Der nigerianische Ölminister verkündete heute es brauche einen Block afrikanischer Ölproduzenten. Eine klare Kampfansage an die OPEC-Golfstaaten, die (immer noch) relativ entspannt von ihren Reserven leben können. Also, ein Zeichen für eine bevorstehende Aufspaltung der OPEC in die alte OPEC bstehend aus den reichen Golfstaaten, und eine zweite OPEC aus afrikanischen + südamerikanischen Ländern?

Laut „Jodi“ ist die Ölproduktion in Saudi-Arabien im Januar auf 10,23 Millionen Barrels pro Tag gestiegen. Wir sind jetzt schon gespannt. Hat man sich im Februar an den „Oil Freeze“ gehalten?

Mehrere Trader sagen aktuell wg. dem schnell gestiegenen Ölpreis, dass der Markt sein Tief gesehen hätte… so plötzlich? Auf einmal ist etwas Platz nach unten geschaffen worden durch diesen Anstieg, und jetzt ist die Gefahr gebannt? Dafür ist diese aktuelle Aufwärtsentwicklung erstens viel zu labil, und zweitens fundamental nicht untermauert, meinen wir.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Mr. Jones

    17. März 2016 16:40 at 16:40

    Der Dow Jones steigt seit dem 11 Februar kontinuierlich an, vom Tief 15660 bis heute ca. 17400, mehr als 1700 Punkte. Das Gleiche beim Öl, von 27,60 bis heute ca. 39,75. Das hat nichts mit irgendwelchen Entscheidungen der FED, EZB oder BOJ zu tun, diese Entscheidungen sind weit früher gefallen. Dazwischen werden dann von Zeit zu Zeit irgendwelche irrationale Beweggründe in den Raum geworfen um die Leute bei Laune zu halten. Morgen ist Freitag, der große Verfallstag, darauf hin wurden alle Märkte ausgerichtet, sonst nichts. Alles steht da wo es stehen soll. Danach wird alles wieder neu ausgerichtet, bis zum nächsten Verfallstag. Pläne werden immer weit vorher und vor Entscheidungen gemacht. Also immer auf der Hut sein.

  2. Avatar

    Peter

    17. März 2016 18:25 at 18:25

    Was Ihr schreibt ist richtig und logisch, aber die Ölpreis-Entwicklung ist oft unlogisch und übertrieben in beide Richtungen, da kann man auch mal ca. 7 Jahre zurückschauen.
    Auf lange Sicht wollen ALLE Produzenten hohe Preise und sie werden auch kommen… Ich sehe viel eher die 50$ als die 30$…
    Ich empfehle der FMW-Redaktion [Hr.Kummerfeld(?) und sein (SCNR) spezielles Timing] nicht mehr wie seit Wochen Öl schlecht zu reden, wenn es (wie ich letzte Woche schon angemerkt hatte) immer weiter steigt.
    Sonst wird man zum Kontraindikator… ;-)
    Take care of you!

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Aktienmärkte: Der Glaube stirbt zuletzt – aber er stirbt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte heute wieder einmal mit einem starken Start – aber dann bröckelten die Gewinne wieder ab. Nach wie vor dreht sich alles um den Stimulus in den USA – nach erneut optimistischen Aussagen waren es dann Aussagen von Goldman Sachs, die die Euphorie bremsten. Dann wieder optimistische Aussagen von Nacy Pelosi – es ist derzeit ein Hin- und Her für die Aktienmärkte ohne klare Richtung, je nach Nachrichtenlage. Dennoch: eine Einigung wird vor der Wahl extrem schwierig, aber der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt. Der Fokus richtet sich nun auf die morgige Debatte zwischen Trump und Biden. Der Dax dagegen bleibt weiter auffallend schwach..

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Die Aktienmärkte sind nach wie vor in einer intakten Seitwärtsbewegung. Mal herrscht Stimulus-Optimismus (so wie heute), mal herrscht Stimulus-Pessimismus..

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Die Aktienmärkte sind nach wie vor in einer intakten Seitwärtsbewegung, ohne aktuell klar erkennbare Richtung. Mal herrscht Stimulus-Optimismus (so wie heute, nachdem Pelosi die Deadline dann doch nicht gestern enden lassen wollte), mal herrscht Stimulus-Pessimismus – es ist ein ständiges hin und her. Die Verhandlungen über den Stimulus dürften mindestens bis zum Wochenende weiter gehen, ergo die Aktienmärkte in der übergeordneten Seitwäersbewegung bleiben. Auffallend ist die Schwäche des Dollars bzw. die Stärke beim Euro, die Renditen für US-Staatsanleihen steigen derweil auf den höchsten Stand seit Juni. Obwohl die Aktienmärkte hoffnungsvoll sind, sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Stimulus-Deal je näher die US-Wahl rückt..

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Warum das Warten auf den nächsten Stimulus so erbärmlich ist – und Aktienmärkte und US-Wirtschaft sich von Überbrückungs-Droge zu Überbrückungs-Droge hangeln

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Die Aktienmärkte warten nach wie vor auf eine Entscheidung in Sachen Stimulus – die bekanntlich laut Nancy Pelosi heute fallen soll. Übergeordnet aber spielt dieser Stimulus faktisch gar keine Rolle, sondern ist nur ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft ohne Helikoptergeld überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Faktisch bringen auch die Interventionen der Notenbanken mit Anleihekäufen oder Zinssenkungen nur noch kurze Scheinblüten, ohne die übergeordneten Trends zu verändern. Aber die Aktienmärkte gieren nach eben diesem Stimulus, weil sie ohne diese permanenten Interventionen kaum überlebensfähig wären. Heute ein unentschlossener Handel nach dem gestrigen Abverkauf – ohne konkrete neue Drogen ist die Laune der Märkte eher bescheiden..

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