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Was den Dax bremst, und warum der Dow heute die 22.000 durchlaufen kann

Wird der Dow Jones heute durch die 22.000er-Marke durchlaufen? Gestern hat er schon ein paar Mal an der Marke gekratzt. Heute außerhalb des Kassamarkts für US-Aktien notiert er auch wieder knapp über…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wird der Dow Jones heute durch die 22.000er-Marke durchlaufen? Gestern hat er schon ein paar Mal an der Marke gekratzt. Heute außerhalb des Kassamarkts für US-Aktien notiert er auch wieder knapp über und dann wieder knapp unter 22.000 Punkte. Ein Umstand spricht aber durchaus dafür, dass der Dow heute auch im laufenden Aktienhandel über 22.000 Punkte gehen könnte. Apple meldete gestern Quartalszahlen über den Erwartungen, und auch der Ausblick wurde angehoben. Apple als im Dow Jones-Index enthaltene Aktie hat den fünft teuersten Preis in US-Dollar. Die Aktie könnte heute bei Eröffnung ab 15:30 Uhr den Index nach oben ziehen, wenn sie aller Voraussicht nach gut im Plus eröffnet. Denn gestern Abend lief die Aktie nachbörslich von 150 auf 159 Dollar (+6%).

Dax

Ob das den Dax heute beeindrucken wird? Der starke Euro schwebt über ihm wie ein Damoklesschwert. Wenn die exportlastigen Aktien im Dax etwas nicht mögen, dann einen starken Euro! Die Zahlen der Commerzbank drücken auf den Dax, während die Lufthansa mit leicht besseren Daten positiv auffällt.


Der Dax (schwarz) gegen EURUSD (orange) seit dem 10. Juli.

Wichtig für den US-Dollar und damit auch für den Euro werden heute vor allem die ADP-Arbeitsmarktdaten um 14:15 Uhr sein (wir berichten umgehend), die immer mehr als ernsthafter Frühindikator für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten angesehen werden, die am Freitag um 14:30 Uhr vermeldet werden. Letztlich beeinflussen die ADP-Daten damit auch den Dax.

Der Euro ist seit drei Wochen konstant gestiegen. Eigentlich wäre mal eine kleine Pause angedacht. Aber es hängt heute und Freitag an einer möglichen Schwäche des Dollars, ob der Euro somit automatisch weiter aufwertet.

Der Dax geht erst einmal ohne Gap in den heutigen Handel bei 12.255 Punkten, quasi unverändert zu gestern Abend. Übrigens: In den letzten Minuten macht der Euro einen kleinen Mini-Sprung nach oben. Auch wenn es nur 20 Pips sein mögen, schaut der Dax-Bulle genau hin…

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Marko

    2. August 2017 14:59 at 14:59

    Fakt ist : wir in Europa hängen ziemlich hinterher, man bedenke, Dax-Hoch 12500 Punkte und dies im Jahr 2015 !!

    Da würde ich schon mal fragen, sind die Amis gerecht bewertet ?

  2. Avatar

    Masud79

    2. August 2017 16:51 at 16:51

    Wieso gaksen die Märkte gerade ab ?

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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