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Märkte

Was den Ölpreis aktuell fallen lässt – hier drei Gründe

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Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Was ist aktuell mit dem Ölpreis los? Schon gestern berichteten wir von einem leichten Rückgang bei WTI-Öl von über 41 Dollar auf knapp unter 40 Dollar. Seit dem gestrigen Preisniveau von 39,80 Dollar hat der Ölpreis bis jetzt deutlich verloren auf vorhin 37,29 Dollar. Dafür kann man drei Gründe identifizieren. (der Chart zeigt das große Bild seit März)

Ölpreis fällt wegen der großen Angst

Vereinfacht gesagt kann man sagen, dass der Ölpreis seit zwei Tagen verliert, weil auch am Aktienmarkt die große Angst zurückgekehrt ist. Die große Angst vor der zweiten Corona-Welle in den USA, die erneut zu Shut Downs dieser gigantisch größten Volkswirtschaft führen könnte. Diese Angst manifestiert sich derzeit in zwei von drei Gründen, die wir hier ansprechen wollen. Da wären vor allem die gestern um 16:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlichten Öl-Lagerbestände in den USA. Sie wurden mit +1,4 Millionen Barrels vermeldet, bei Erwartungen von +0,3 Mio.

Vollere Lager schüren die Angst, dass weniger Öl nachgefragt wird. Auch wurde gestern gleichzeitig mit den Lagerbeständen die US-Ölproduktion im Wochenvergleich veröffentlicht. Sie steigt kräftig von 10,5 auf 11,0 Millionen Barrels pro Tag. Beide Daten drückten gestern ab 16:30 Uhr sofort auf den Ölpreis, und er rutschte schnell ab. Der zweite Antreiber der schlechten Stimmung ist zu finden in den aktuell sehr stark ansteigenden Corona-Infektionszahlen in den USA. In Einzelfällen erreichen die Bettenkapazitäten in Krankenhäusern heute sogar ihre Maximalauslastung (hier dazu der ganz aktuelle Bericht von Markus Koch).

Markttechnik

Höhere Infiziertenzahlen erhöhen das Risiko von neuen Shut Downs in den USA, was weniger wirtschaftliche Aktivität bedeuten würde. Weniger wirtschaftliche Aktivität bedeutet auch immer weniger Nachfrage nach Öl. Und das ist natürlich Gift für einen von sehr vielen Marktteilnehmern gewünschten steigenden Ölpreis. Und als dritten Grund für die derzeit fallenden Kurse möchten wir wie auch gestern beim Betrachten des größeren Bildes anmerken, dass der Ölpreis seit Wochen extrem stark angestiegen ist. Eine technische Korrektur um mehrere Dollar wäre da nur all zu verständlich. Die aktuellen harten Gründe könnten so eine anstehende Korrektur jetzt sogar noch verstärken.

Der Chart zeigt den Ölpreis-Verlauf seit März

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Finanznews

Gold: Wie hoch klettert das Edelmetall? Marktgeflüster (Video)

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Das Highlight des Tages ist der Anstieg von Gold über die Marke von 1300 Dollar! Wie weit wird der Preis noch steigen, nachdem deutlich mehr Geld als im Gefolge der Finanzkrise in ETFs geflossen sind, die Gold basiert sind? Ein entscheidender Punkt ist die Bilanz der Notenbanken – und bei der wichtigsten Notenbank der Welt – also der Fed – ist die Bilanzsumme derzeit leicht rückläufig, während die Bilanzsumme der EZB ein neues Allzeithoch erreicht. Je mehr digitales Geld die Notenbanken drucken, umso besser für den Preis von Gold. Im kurzen Zeitfenster dürfte noch Luft sein bis zur Marke von 1850 Dollar. Die Aktienmärkte heute volatil – zwischen Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur und den nach wie vor extrem hohen Corona-Zahlen in den USA..

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Aktien

Stefan Riße zum Commerzbank-Desaster – warum die IT entscheidend ist

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Commerzbank Tower in Frankfurt

Sie erinnern sich noch? Im April letzten Jahres scheiterte die Fusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank, letztlich am Management der Deutschbanker. Gott sei Dank, möchte man sagen? Denn ja, in der Bankenszene ist es kein Geheimnis, wie komplex und veraltet die IT-Systeme von Banken und Sparkassen heute oft noch sind. Und auch von den beiden größten deutschen Banken gibt es in der Szene Gruselgeschichten, wie es in Sachen IT zugeht. Alleine die Größe der Institute und der Umfang der Geschäfte lässt erahnen, wie komplett die IT-Strukturen sind. Gerade erst hatte die Deutsche Bank die Postbank ablauftechnisch integriert.

Man stelle sich nun vor, die Deutsche Bank hätte als Seniorpartner nun auch noch die IT-Systeme der Commerzbank aufsaugen müssen, oder noch schlimmer: Es wäre zu einer Art Kombination beider IT-Systeme gekommen, oder es hätte einen kompletten Neubau gegeben? Milliarden-Investitionen und diverse Probleme auf Jahre hinaus wären programmiert gewesen. Aber Gott sei Dank, die Fusion scheiterte. Die Commerzbank kämpft nun weiter alleine. Und geht man nach dem Aktienkurs, der brutal im Keller hängt, kämpft sie ziemlich erfolglos. Deswegen muss aktuell auch der farblose CoBa-Chef Martin Zielke seinen Hut nehmen.

Im folgenden Video besprechen Manuel Koch und Stefan Riße das Thema Commerzbank als Schwerpunkt rund um die Bankenbranche. Das Thema IT sei entscheidend. Bei der Commerzbank wäre es laut Stefan Riße vielleicht sogar sinnvoller gewesen, die nun integrierte comdirect nicht einzubauen, sondern eher die ganze Commerzbank um die comdirect herum umzubauen. Denn laut Riße sei die comdirect im Commerzbank-Konzern derzeit die einzig gesunde Komponente. Die Ausführungen zu dem Thema sind recht interessant. Aber auch die weiteren Ausführungen zur Bankenbranche sind beachtenswert. Es ist laut Stefan Riße unklar, ob Deutsche Bank und Commerzbank überhaupt in der Lage sind ein neues profitables Geschäftsmodell zu finden. Von daher sieht er deren Aktien kritisch.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +5,7 Mio Barrels (jetzt 539,2 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 539,2 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 5,7 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -3 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -4,8 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen unverändert.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-3,7 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -20 Cents auf 40,41 Dollar. Wow, nur so ein kleiner Rückfall im Ölpreis, bei so einem kräftigen Anstieg der Lager, der sogar noch deutlich höher war als von API vermeldet? Kommt da noch was mit fallenden Ölpreisen in den nächsten Stunden?


source: tradingeconomics.com

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