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Aktien

Was hat gestern die US-Aktienmärkte gerettet?

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Was hat gestern die US-Aktienmärkte wie den S&P500 wieder nach oben gezogen, nachdem der Index bereits einen Verlust von 1,5% aufwies? Dann kam die Drehung, der größte turnaround seit immerhin drei Jahren bei den US-Indizes, bei gleichzeitig so hohen Umsätzen wie seit einem Monat nicht mehr.

Was aber steckt die dahinter? Der Glaube, dass nach den Aktionen Chinas die Fed die Zinsen nicht im September anheben wird? Sicherlich war das ein wichtiges Motiv – Goldman Sachs und Bank of America hatten sich in Analysen skeptisch geäußter, dass die US-Notenbank in diesem Umfeld schon zeitnah die Zinsen anheben würde.

Aber die richtigere Frage lautet: wer haat die US-Aktienmärkte gestern gerettet? Und die Antwort ist: die US-Firmen selbst, und zwar durch massive Aktienrückkäufe. So berichtet heute das Desk von Goldman Sachs, das Aktienrückkäufe für US-Unternehmen ausführt, dass es den umsatzstärksten Tag seit 2011 hatte. Sprich: US-Unternehmen haben die tieferen Kurse genutzt, um eigene Aktien zurück zu kaufen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Goldman Sachs erklärt eine baldige Zinsanhebung für unwahrscheinlich, kommuniziert das seinen Firmenkunden, die dann wiederum eigene Aktien zurück kaufen. Bingo!

Idealtypisch kommt das bei der plötzlichen Drehung der Apple-Aktie zum Ausdruck:

Apple130815

Seit 2009 haben US-Unternehmen für über 2 Bilionen Dollar eigene Aktien zurück gekauft, in 2015 sind es bereits 260 Milliarden Dollar (vor dem gestrigen Tag). Dmait wird einmal mehr klar: die wichtigsten Palyer am Aktienmarkt sind jene Firmen, die ihre Aktien verkaufen, um sie dann wieder zurück zu kaufen. Schon super, diese Finanzmärkte..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    ULRICH

    13. August 2015 10:29 at 10:29

    na ja, es handelt sich eben um „Banken“ mit einen kleinen Anhängsel von „Realwirtschaft“. Dieses Anhängsel ist lediglich das notwendige Übel damit diese „Banken“ ihr Geschäft betreiben können. Vielleicht gibt es ja mal eine Analyse, das der hervorgeht, wie sich die Gewinne dieser Unternehmen (sorry „Banken“) zusammensetzen

  2. Avatar

    GN

    13. August 2015 12:27 at 12:27

    Hallo Markus Fugmann,

    das glaube ich ganz bestimmt nicht!!!! Das war eher eine konzertierte Aktion der großen Notenbanken, denn andernfalls wären wir auf Crashkurs gegangen. Welchen Grund gab es gestern auf diesem immer noch sehr hohen Level konzertierte Aktienrükkäufe durchzuführen??? Keinen einzigen… Den Aussagen von GS & Co. schenke ich keinerlei Glauben. Die führen eher die Aufträge der Notenbanken durch!!!

    Das die Notenbanken massiv am Aktienmarkt investiert sind konnte man zuletzt auf DWN lesen:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/08/07/schweizerische-nationalbank-verzockt-sich-mit-apple-aktien/

    Was haben Notenbanken am Aktienmarkt zu suchen??? Eigentlich überhaupt nichts!!! Das ist reine Marktmanipulation a La China, damit der Dummmichel weiterhin an dieses völlig kranke System glaubt…..

    Viele Grüße

    GN

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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