Devisen

Was ist von der Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole zu erwarten?

FMW-Redaktion

Die Märkten warten schon seit Tagen auf die Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole, sie warten genauer gesagt auf die Reden von Mario Draghi und Janet Yellen. Während Draghi vermutlich, wie bei seiner Rede heute in Lindau, die vermeintlichen „Erfolge“ der ultralaxen Geldpolitik betonen wird, ist das, was Yellen sagen wird, sehr viel ungewisser. Wird sie sich wenigstens, wenn schon nicht Draghi, zur Geldpolitik der Fed äussern?

Man wird sehen. Im Vorfeld der Konferenz gibt es übrigens einiges Unbehagen über Aussagen der beiden extrem einflußreichen Fed-Mitglieder Dudley (New York-Fed-Chef) und Fischer (Fed-Vize), die sich beide sehr positiv über den von Trump offenkundig favorisierten Gary Cohn als Nachfolger von Janet Yellen äusserten in Interviews. Das ist ziemlich ungewöhnlich – normalerweise sollten sich Notenbanker eigentlich nicht zu Personalfragen äussern. Das gilt auch in den USA als Tabubruch!

Wie auch immer. Steen Jakobsen erwartet wenig von Jackson Hole. Das sei vorwiegend ein akademisches Event, keine Bühne für geldpolitische Ankündigungen (Bernnake war die Ausnahme). Eines gilt ihm aber als sicher: Draghi wolle während seiner Amtszeit (bis Anfang 2019) nicht die Zinsen anheben und damit einen ähnlichen Fehler begehen wie sein Vorgänger Trichet, der kurz vor dem einsetzenden Abschwung die Zinsen angehoben hatte – und nach Ende seiner Amtszeit (deshalb?) von der öffentlichen Bildfläche verschwunden ist:



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