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Was läuft bei einem Broker ab? Anworten auf Fragen, die Sie nie gestellt haben..

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

Was läuft eigentlich ab hinter den Kulissen eines Brokers, über den Sie zum Beispiel Forex oder CFDs handeln? Hier ein paar Einsichten, wie das funktioniert..

Nun, gelegentlich erreichen uns doch Fragen, etwa zum Devisenhandel – und ob man den als Privatanleger etwa mit einer großen Order beeinflussen kann. Die Antwort ist einfach und eindeutig: nein! Vielmehr ist der Forex-Markt (also der spot-Markt) ein Interbanken-Markt mit gigantischem Volumen. Wer etwa eine 10-Millionen-Euro-Dollar-Position kauft oder verkauft, wird daher kaum eine Bewegung am Markt hervorrufen können. Und ich kenne derzeit keinen Privatinvestor, der mal eben 10 Millionen-orders durch den Äther schickt… Wie auch immer: es gibt Plattformen, die zumindest im Ansatz zeigen, was abläuft an diesem Interbanken-Markt oder OTC-Markt (over-the-counter). Sie zeigen etwa folgendes Kürzel:

B 20M CI (+ dazugehörigem Kurs). Das bedeutet: Citigroup kauft (B steht für „Buy“) 20 Millionen Euro-Dollar (bei Kurs X)

Allerdings sind daran nicht alle Banken angeschlossen, sodass auch hier das Bild unvollständig bleibt. Im Wesentlichen sind es acht Banken große Banken, die diesen Interbanken-Markt dominieren, darunter vor allem auch die Deutsche Bank, Citigroup, JP Morgan, Morgan Stanley etc.

Wenn Sie nun Forex über einen Broker handeln, speist dieser die Kursstellungen dieser Banken in sein System ein – allerdings mit einem größeren Spread oder höheren Gebühren auf das gehandelte Volumen. Der Broker kauft also gewissermaßen günstiger ein, als es für einen Privatinvestor möglich wäre. Hierin liegt eine wesentliche Gewinnquelle der Forex-Broker, die jedoch mit den immer günstiger werdenden Konditionen für Privatanleger stetig kleiner wird.

Eine andere Gewinnquelle liegt darin, dass die Broker die Positionen von Kunden „aufs Buch nehmen“. Sprich: machen Sie Verlust, macht der Broker Gewinn und umgekehrt. Da die klare Mehrheit am Markt Geld verliert, ist das durchaus einträglich. Will ein Broker das damit verbundene Risiko jedoch nicht auf sich nehmen, hat er folgende Möglichkeit: er „matched“ die Positionen, sprich er „hedged“ Überhänge ab: sind 60% der Kunden long, 40% short, wird der Überhang der Long-Positionen von 20% abgehedged, sprich der Broker geht die Prozenquote der Überhänge als eigene Position selbst ein. Da er günstigere Einkaufskonditionen hat, ist das die sichere Variante eines Nullsummenspiels. Was dem Broker sicher bleibt, sind Gewinne durch den Spread oder die höhere Gebühr auf das vom Kunden gehandelte Volumen.

Das gleich gilt auch für den CFD-Handel: entweder der Broker „matched“ die Überhänge oder nimmt die Position „aufs Buch“. Bei angelsächsichen Brokern werden die Kunden analysiert und dann in ein sogenanntes A-Book und ein B-Book eingeteilt. Im B-Book sind diejenigen, die überwiegend am Markt verlieren, also die klare Mehrheit. Im A-Book sind diejenigen, die überwiegend Gewinne machen. Hier würde es nachvollziehbarereweise keinen Sinn machen, die Positionen der Trader „aufs Buch zu nehmen“. Daher hedgen die Broker die Trader, die im A-Book enthalten sind: geht der im A-Book befindliche Kunde long etwa im Dax, geht der Broker diese Position mit ein (in diesem Fall über den Dax-Future).

A propos Future-Markt: die Future-Märkte sind die einzigen Märkte, bei denen ein Nullsummenspiel herrscht. Der Gewinn von Trader A ist der Verlust von Trader B und umgekehrt – es gibt keinen Vermittler wie beim Forex- oder CFD-Markt. Broker profitieren lediglich von den Gebühren von Kauf und Verkauf.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Hans

    24. November 2016 18:44 at 18:44

    merci

  2. Avatar

    Jens

    26. April 2017 18:45 at 18:45

    Bei einem Broker (A.M.) habe ich folgendes festgestellt:
    Die Market-Order wird zwar geroutet, der ausgeführte Kurs liegt aber nie über dem, den man zu der Zeit der Orderaufgabe gesehen hat. Schlechter als gestellt geht schon, und das sogar recht oft. Vermutlich behält der Broker die Differenz (Market Value – Order Value) bei einer Market Order sofern sie positiv ist. Bei Short ebenso, nur umgekehrt halt.

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Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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