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Aktien

Was stimmt da nicht? US-Bankaktien als Vorbote für schwere Verwerfungen?

Man kann es nicht anders sagen: die Zahlen der US-Banken sind überragend, vor allem natürlich wegen der US-Steuersenkung, pardon, US-Steuerreform. Die US-Banken vermeldeten ihre größten Gewinne pro Aktie (EPS) seit der Finanzkrise – aber was passiert mit den Bank-Aktien? Was uns die seltsame Kursentwicklung von US-Bankaktien über die Zukunft verraten könnte..

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FMW-Redaktion

Man kann es nicht anders sagen: die Zahlen der US-Banken sind überragend, vor allem natürlich wegen der US-Steuersenkung, pardon, US-Steuerreform. Die US-Banken vermeldeten ihre größten Gewinne pro Aktie (EPS) seit der Finanzkrise – aber was passiert mit den Bank-Aktien? Es zeigt sich immer wieder ein Muster: zunächst steigen die US-Banken nach Vorlage der Zahlen, um dann aber wieder abverkauft zu werden und meistens sogar ins Minus zu drehen: das war so bei JP Morgan, bei Wells Frago, bei Citi, bei Goldman Sachs – und gestern bei Morgan Stanley (die nach anfangs starken Zugewinnen sich wenigstens noch ganz leicht ins Plus retten konnte zu Handelsschluß).

Was ist da los? Wir haben höhere Anleiherenditen (eigentlich gut für Banken), wir hatten im ersten Quartal wieder hohe Volatilität an den Märkten (sehr gut für Banken, weil Kunden dann aktiver sind) – und natürlich die Steuergeschenke von Uncle Sam. Aber: wir haben eine immer flacher werdende Zinskurve, und das ist schlecht für Banken, weil sie kurzfristig Geld leihen um es langfristig zu verleihen (Fristentransformation) – je geringer die Differenz zwischen den Laufzeiten, desto weniger Geld verdienen die Banken im Kreditgeschäft!

Warum aber wird die Zinslkurve flacher? Die Renditen bei kürzer laufenden Anleihen steigen (2-jährige US-Anleihe über 2,4%) weil die Anleihemärkte Zinsanhebungen einpreisen. Aber die Renditen für langrfristige Anleihen steigen weniger stark – vermutlich weil ein „Gespür“ da ist, dass die US-Wirtschaft in einem sehr späten Aufschwung-Stadium ist, die Zeiten also schwieriger werden. In den letzten Jahrzehnten war es stets so, dass wenn sich die Zinskurve invertiert (also die Renditen für kürzer laufende Anleihen höher sind als für lang laufende) im nächsten Jahr eine Rezession folgte! Und Rezessionen sind Gift für Banken: weniger Kreditvergabe, höhere Kreditausfälle, kaum mehr M&A-Geschäft etc. etc.

Schauen wir uns einmal die Charts der US-Banken an (alle Charts von northmantrader.com):

1. Goldman Sachs


(Goldman Sachs; alle Charts durch anklicken vergrößern)

 

2. JP Morgan:

 

3. Wells Fargo besonders desaströs:

Das sieht alles nach Top-Formationen aus! Gleichzeitig liegen die Bank-Aktien jetzt an wichtigen Trendlinien, deren Bruch viel Luft nach unten frei setzen würde.

Eine Erholung ist natürlich nun möglich, wenn diese Trendlinien halten. Aber selbst wenn es zu dieser Erholung kommen würde, zeigen sich starke Divergenzen (beim RSI), wie wir sie ähnlich kurz vor der Finanzkrise gesehen haben – hier am Beispiel des ETFs XLF, das die großen US-Banken-Werte nachbildet:

Keine Frage: das alles stimmt doch irgendwie nachdenklich, wenn angesichts wahnsinnig guter Zahlen die US-Bankaktien so reagieren wie derzeit! Vermutlich ist es eben so, dass die Märkte ja die Zukunft spielen – und die jetzt vorgelegten Zahlen die Vergangenheit zeigen. Manches deutet also darauf hin, dass die Zukunft nicht nur für Bank-Aktien, sondern auch für die Aktienmärkte ingesamt eine schwierige werden dürfte..

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Aktien

Markus Koch LIVE vom Start an der Wall Street: Der Öl-Schock

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Markus Koch meldet sich LIVE zum Start an der Wall Street. Natürlich ist der saudische Öl-Schock im Fokus. US-Airlines verlieren, US-Ölaktien legen zu.

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Der Öl-Schock: Diese Aktien und Währungen sind betroffen – Gewinner und Verlierer

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Nach dem heutigen Öl-Schock (Ölpreis steigt so stark wie seit 1991 nicht mehr) gibt es natürlich betroffene Aktien und Währungen, die darunter leiden, und andere die davon profitieren. Schaue wir uns die Gewinner an. Ohhh Wunder, Exxon Mobil legt heute kräftig zu mit +4,8%. Die Aktie von BP legt um 4,9% zu, Royal Dutch Shell um 3,1%. Hier exemplarisch ein aktueller Chart der BP-Aktie seit Februar. Nach monatelangem Abwärtstrend jetzt die Trendwende?

BP-Aktie steigt dank Öl-Schock

Tja, und die Verlierer? Das sind die großen Öl-Verbraucher, bei denen ein schnell steigender Ölpreis zuerst sichtbar wird. Die Airlines! Die Lufthansa-Aktie fällt heute um 3,4%, Ryanair um 2,5%. Aber sogar die Airbus-Aktie leidet heute mit -4%. Der Aktienmarkt glaubt also an eine größere Auswirkung, die sogar Bestellungen für neue Flugzeuge beeinträchtigen könnte? Charttechnisch gesehen halten sich diese heutigen Rückfälle aber noch in Grenzen. Also noch keine Alarmstufe Rot für diese Aktien.

Öl-Schock sorgt für Verschiebungen am Devisenmarkt

Aber auch am Devisenmarkt sorgt der heutige Öl-Schock für eine Verschiebung der Geldströme. Währungen von Öl-Exportländern werden aufgewertet, und die von Importländern werden abgewertet. Mit am Stärksten negativ betroffen ist heute die türkische Lira. Die Türkei importiert viel Öl, und oben drauf gilt die Lira seit Jahren als Angriffsziel für diverse Arten von Spekulanten-Attacken. Heute steigt US-Dollar vs Türkische Lira von 5,67 auf 5,72. Indien als großer Konsummarkt für Öl ist sehr stark betroffen. USD vs Rupie gewinnt heute von 70,98 auf 71,61. Kleinere Auswirkungen spürt man aber auch bei US-Dollar gegen den ungarischen Forint, wo der Kurs gegenüber Freitag steigt von 299 auf 301. Aber das sind nur drei Beispiele. Betroffen sind auch Südafrika, Indonesien usw.

Auf der Gewinnerseite steht natürlich der russische Rubel. Obwohl der Dollar-Index heute gegenüber Freitag zulegt, verliert USD gegen den Rubel von 64,34 auf jetzt 64,01. Auch Kanada als Ölförder-Nation spürt als kleinen Ausläufer die Auswirkungen. USD vs kanadischer Dollar verliert von 1,3285 auf 1,3244. Im Chart sieht man USD vs Rubel seit Ende August. Der Rubel wertet eh seit einiger Zeit gegen den US-Dollar auf.

USD vs Rubel

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Der größte Vermögensverwalter der Welt mit 6 Billionen Dollar – sehenswerte Doku!

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Blackrock ist als Unternehmen in Deutschland nur Menschen ein Begriff, die sich mit der Börse beschäftigen. Goldman Sachs, den Namen hat jeder schon mal gehört, aber Blackrock? Mit 6 Billionen Dollar verwaltet niemand so viel Geld wie dieses Unternehmen. Damit keine Missverständnisse aufkommen. 6 Billionen Dollar ist nicht die Summe, die Blackrock besitzt, oder die auf Konten von Blackrock lagert. Das Unternehmen ist auch keine Bank. Man verwaltet das Geld von Dritten, vor allem von großen Institutionen wie Versicherungen, Pensionskassen etc. Auch wird ein großer Block von Kleinanleger-Geldern über börsengehandelte Fonds (ETF) verwaltet. Die allermeisten Kleinsparer und Rentenbeitragszahler sind in der Regel Kunde bei Blackrock, ohne es zu merken. Denn woher sollen Sie schon wissen, dass ihre Betriebspensionskasse die verwalteten Gelder auch bei Blackrock arbeiten lässt? Aber was macht die Firma genau? Wie arbeitet sie? Und wo könnten die Gefahren liegen, wenn ein einziger Verwalter so groß ist? Die folgende ausführliche Doku ist sehenswert! Der als Vorlage für „Gordon Gekko“ geltende extrem aggressive Investor Carl Icahn bezog gegen Blackrock-Chef Larry Fink schon mal ganz offen Stellung, als er sagte das Unternehmen sei gefährlich. Warum? Schauen Sie die Doku!

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