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Was weiß Böhmermann? „Wenn es hart auf hart kommt, sind wir mit einem Panzer in 30 Minuten in Salzburg“

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am

Bekanntlich gibt es in Österreich politische Turbulenzen erster Güter nach der Veröffentlichung des Strache-Videos – und nach wie vor ist rätselhaft, welche Rolle Jan Böhmermann dabei spielt! Inzwischen ist „was weiß Böhmermann“ zu einem geflügelten Wort geworden..

Bereits im Appirl nämlich hatte Böhmermann bei einem Auftritt in Österreich die damals seltsam erscheinenden Worte gesagt, dass er „gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-betankt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza“ sei.

Und letzten Donnerstag, also ein Tag vor der Veröffentluchung des Strache-Videos am letzten Freitag durch Spiegel Online und Süddeutsche Zeitung, hatte Böhmermann geraunt: „Kann sein, dass morgen Österreich brennt“.

Und wie es „brennt“, unser schönes Österreich! Aber Böhmermann wäre nicht Böhmermann, wenn er nicht noch einmal nachlegen würde mit harschen Aussagen gegen Kanzler Kurz („Versicherungsvertreter“) und Strache. Der ORF, ohnehin unter Druck im Alpenland, musste sich denn auch schnell distanzieren von den Aussagen Böhmermanns und dabei auf die künstlerische Freiheit verweisen, warum man das folgende Interview dennoch sendete. In jedem Fall lustig!


Von Jonas Rogowski – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31657596

26 Kommentare

26 Comments

  1. Shong09

    23. Mai 2019 13:14 at 13:14

    Das Video kann man sich sparen, kein Inhalt. Der Text darüber ist gut. Schöne Fragen warum solch ein Seppel sowas vorher weiss

    • Columbo

      23. Mai 2019 14:10 at 14:10

      So ganz ohne Inhalt doch nicht.
      Zum Beispiel die Info, daß sie diesmal mit nur einem Panzer kommen.

    • kong

      23. Mai 2019 14:14 at 14:14

      Das Video wurde einigen Medienvertretern (u.a. Jan Böhmermann) bereits vor geraumer Zeit zur Veröffentlichung angeboten. Dieser lehnte aber ab.

      Nachdem es eine Kontrolle auf Echtheit am Frauenhoferinst. durchlief, wurde es eben von SZ und Spiegel veröffentlicht.

      Ob die Böhmermannvidios zu diesem Fall sehenswert sind, sei dahingestellt. Das Originalvideo jedoch sehr wohl.

      Frei nach Norbert Hofer (Ex-Präs.Kand, Ex-Infr.Minister und aktueller FPÖ-Spitzenkan.) „Sie werden sich wundern was alles möglich ist!“

      Schöne Grüße aus Bananistan

  2. sabine

    23. Mai 2019 14:34 at 14:34

    Das Strache-Video ist von Juli 2017. Wo war es bis vor 2 Wochen die ganze Zeit?
    Warum bringen es die Qualitätsmedien erst jetzt?
    Wer hat es organisiert? Es heißt, Silberstein, der hochbezahlte SPÖ-Politikberater und langjährige Berater Gusenbauers, habe es organisiert. Und da er in Israel wegen Bestechung, Urkundenfälschung und Geldwäsche
    https://de.wikipedia.org/wiki/Silberstein-Aff%C3%A4re
    Wiki: Am 30.09.2017 veröffentlichten die Journalisten Anna Thalhammer in Die Presse und Gernot Bauer im Profil, jeweils über ihre Online-Portale, dass die Facebook-Seiten „Wir für Sebastian Kurz“ und „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ von Silberstein organisiert worden seien. Die beiden Seiten waren seit dem Frühsommer 2017 online und wurden auch nach der Kündigung Silbersteins im August 2017 weiter bespielt… Die Seite Wir für Sebastian Kurz sollte den Eindruck erwecken, von der ÖVP selbst oder von Fans des ÖVP-Kandidaten betrieben zu werden, und durch radikalisierte Positionen (!) liberale Wähler verschrecken. Die Seite nahm rund um den Rücktritt von Reinhold Mitterlehner ihren Betrieb auf und gewann schnell an Fahrt.“ Weiter unten: „Gemäß interner Korrespondenz hatte Pöchhacker allerdings nach der Festnahme Silbersteins den Politikberater und Silberstein-Mitarbeiter Peter Puller angewiesen, dass die Seiten vorerst online bleiben sollen, da man sonst die Verbindung zu Silberstein sofort sehen würde“
    https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5269042/Nach-Festnahme_Die-schillernden-Seiten-des-SPOeBeraters-Tal

    • kong

      23. Mai 2019 16:40 at 16:40

      Die Silberseinaffäre gab es, keine Frage. Diese spielte sich jedoch weit vor besagtem Video ab.

      Ich bezweifle stark, dass die Sozialdemokraten nach dieser Aktion erneut zu solchen Methoden griffen.

      Stand heute, glaube ich nicht, dass eine seriöse Einschätzung möglich ist. Viele Akteure aus allen Richtungen hätten mögliches Interesse an einem solchen Skandal.

      Aluhut auf:
      – Kanzler Kurz: als „größtes politisches Talent der Nachkriegszeit“ wusste er natürlich, wem er sich ins Boot holt. Und wenn die Zeit reif ist – Aussicht auf die Absolute – lässt er die Bombe platzen.
      – Inside-Job: Es gab innerhalb der FPÖ immer wieder Kritik an Strache. Eine elegante Lösung ihn los zu werden und die Schuld den Linken in die Schuhe zu schieben.
      – Ausländischer Geheimdienst: Um das Erstarken der Rechten europaweit zu un-terbinden, nimmt man einen wichtigen Spieler vom Feld.
      – Org. Verbrecher: der Wert der Aufnahme war angeblich 1,5-5 Mio. EUR
      – Sonstige Opposition: Die haben vermutlich nicht die finanziellen Mittel für solch einen Coup.
      – Böhmermann: Er lehnt sich zwar immer weit aus dem Fenster, aber ob er die Regierung einer fremden Nation sprengt?!

      Aluhut ab.

      Schwerwiegender als die Entstehungsgeschichte wiegt allerdings der Inhalt. Hier wird von der vermeintlichen sozialen Heimatpartei offen über Korruption und die Machtergreifung über die Kronenzeitung gesprochen. Infrastrukturstaatsaufträge, Wasserrechte usw. werden bereits zugesagt.

      Es offenbart sich ein Blick hinter die Fassade!

      Die Leier der „ bsoffenen Gschicht“ ist natürlich nur Vorwand. Der Angriff auf Haselsteiner/Strabag erfolgte wie vereinbart im Anschluss über eine offizielle Presseaussendung.

      • sabine

        23. Mai 2019 21:01 at 21:01

        Sie Silberstein-Affäre war genau zu dem Zeitpunkt der Videoaufnahme:
        – März 2017 nach Tod des Vaters von Gudenus erste Treffen mit Rechtsanwalt X
        – Juli 2017 Aufnahme des Videos in Ibiza
        – Festnahme Silberstein in Israel wegen Bestechung, Geldwäsche, Urkundenfälschung und Auffliegen seiner Arbeit für die SPÖ mit dirty compaigning
        Deswegen wahrscheinlich erstmal in die Schublade, bis über diese Affäre Gras gewachsen ist und dann zufällig vor der EU Wahl wieder herausgezogen. So ein Zufall.

        „Als im November 2016 bekannt wurde, dass die SPD eine richtige Preisliste hatte, auf der irgendwelche Lobbyisten sich Treffen mit SPD-Ministern und SPD-Staatssekretären (zu festgelegten Preisen) buchen konnten, da war die „Berichterstattung“ im Spiegel deutlich bescheidener.
        Nochmal: Strache hat nichts illegales getan, er hat sich „nur“ im Suff dumm benommen. Die SPD hingegen hat von Lobbyisten Geld für Treffen genommen und das geben Lobbyisten nur aus, wenn sie sich einen Vorteil versprechen. Das ist per Definition Korruption und damit strafbar.“
        https://www.anti-spiegel.ru/2019/propaganda-vergleich-der-berichterstattung-im-fall-strache-und-vergleichbaren-faellen-der-vergangenheit/
        Ich will damit den Suff und den Auftritt Straches nicht verteidigen, aber ins rechte Licht stellen!

    • tm

      23. Mai 2019 18:11 at 18:11

      “ Es heißt, Silberstein, der hochbezahlte SPÖ-Politikberater und langjährige Berater Gusenbauers, habe es organisiert“

      Nein, das heisst es nicht – das ist nur der typische Antisemitismus, um vom eigentlichen Skandal abzulenken.

      • sabine

        23. Mai 2019 21:10 at 21:10

        – Ich hab mehr jüdische Freunde als Sie. (Im Studium war ein Jude mein bester Freund)
        – Aber ich darf auch etwas gegen jüdische Verbrecher sagen, die sogar im Knast landen. Es war also keine üble Nachrede. Es gibt überall Verbrecher, sogar bei den Semiten.

        – Araber und Juden sind Semiten. Übrigens.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Semiten

  3. Evi Dent

    23. Mai 2019 14:36 at 14:36

    Böhmermann, der neue Irlmaier verpackt seine Prophezeiungen in guter Satire

    • sabine

      23. Mai 2019 16:41 at 16:41

      Er ist Ideologe und kämpft für seine Weltanschauung. Wohl auch für Geld. Satiriker ist nur das Instrument, mit dem er seine Weltanschauung anderen aufzwingen will.
      „8 Mill Österreicher seien debil“ ist politisches Mobbing, keine Satire. Wo ist das bitte witzig? Ebenso primitiv ist sein Gedicht gegen Erdogan. Gewisse Teile wurden vom Gericht verboten, weil sie nicht nur nicht witzig, sondern einfach nur herabwürdigend seien. (Er unterstellt Erdogan Sex mit Tieren und Kinderpornographie, für mich eine Straftat, solang es nicht erwiesen ist, wie das letztere bei einigen Grünen.) Seine „Wortmeldungen“ und „Aktionen“ wollen Medienaufmerksamkeit, wie Lady Gaga.
      Echte Satiriker sind für mich Erwin Pelzig, Georg Schramm, Max Uthoff und Claus von Wagner, usw. Die sind wirklich witzig, auch ironisch, aber beleidigen nicht plump und sagen dann, es sei ja nur Satire.
      https://www.youtube.com/watch?v=Yt78kXEJNrs

      • tm

        23. Mai 2019 18:09 at 18:09

        Dass Sie den Humor von Böhmermann nicht verstehen, überrascht mich wenig.

        Faszinierend nur, dass Sie offenbar kein Problem mit Beleidigungen und Mobbing haben, wenn es auch der „richtigen“ Ecke kommt. Heuchelei nennt man das wohl, gelle?

      • tm

        23. Mai 2019 18:13 at 18:13

        Wieso stört es Sie eigentlich, wenn sich jemand für eine weltoffene, liberale, pro-demokratische Weltanschaung einsetzt?

        • sabine

          23. Mai 2019 21:05 at 21:05

          Auf die „weltoffene, liberale, pro-demokratische Weltanschaung“ kann ich verzichten, wenn sie mit solchen Beschimpfungen und Mobbing gemacht wird.
          Wenn ich Sie „tm“ mit Kinderpornograph beschimpfe, sind Sie zurecht beleidigt und drohen mir mit Konsequenzen. Aber bei dem „weltoffenen, liberalen, pro-demokratischen“ Böhmermann ist es Satire. Finde den Fehler.

        • Michael

          23. Mai 2019 23:18 at 23:18

          Der rechtsradikale Flügel versucht verzweifelt, vor den Europawahlen zu mobilisieren. Dafür sind alle Mittel recht, der Zweck heiligt sie schließlich.

          Da holt man 40 Jahre alte Pädophiliethemen wieder aus der Schublade, ohne selbstkritisch die eigenen jüngsten Verfehlungen dahingehend zu thematisieren. Da prügelt man auf einen einzelnen Satiriker ein, als wäre er der Staatsfeind Nr. 1., obwohl es eigentlich um potenziell kriminelle Enthüllungen in der eigenen guten Stube geht.

          Wer selber schwach, unsicher und ängstlich ist, schreit nach vermeintlich starken Führern wie Erdogan oder Trump, weil er eine Höllenahngst vor einer weltoffenen, liberalen, pro-demokratischen Weltanschauung hat.

          Und wer ein Interview mit einer Satireshow verwechselt und sich dabei noch über den Mangel an Humor, Witz und Ironie beschwert, sollte sich fragen, ob er/sie/es nicht auch ein bisschen gaga und grün hinter den Ohren ist.

          • JensF

            26. Mai 2019 08:50 at 08:50

            @Michael
            Definieren Sie bitte „Rechtsradikaler Flügel“.
            Sind es etwa all diejenigen,die nicht Ihre Meinung teilen?

        • Shong09

          24. Mai 2019 01:25 at 01:25

          @Michael und ™

          Könnten Sie das pro-demokratisch bitte einmal belegen? Für mich wäre ein Beleg von z.B. direkter Demokratie, wie das meines Wissens nach die AfD fordert, oder einige ihrer Politiker.

          Das vermeintliche weltoffen und liberal ist jawohl ein schlechter Witz, denn dies setzt Toleranz voraus, und die spreche ich Böhmermann ganz klar ab.
          Bzgl. Satire braucht man den Ausführungen von sabine wohl nichts hinzuzufügen. Schön dass Sie ™/Michael Satire weiter ausführen, und wenn Sie korrekt ist, kann man darüber im Regelfall lachen, und genau dies ist eben bei Böhmermann wie bei der heute Show des öfteren einfach nicht gegeben, weil sie schlicht und ergreifend dem Publikum ihre politische Botschaft und Meinungsmache eintrichtern wollen.

          • Michael

            24. Mai 2019 10:52 at 10:52

            @Shong09, ich darf einmal aus Wikipedia zitieren, was Demokratie so alles auszeichnet. Danach überlegen Sie einmal, wieviel davon auf Sie, Sabine oder die AfD zutrifft:
            Typische Merkmale einer modernen Demokratie sind … Minderheitenschutz [Flüchtlinge], die Akzeptanz einer politischen Opposition [Grüne], Verfassungsmäßigkeit [rechtsextremer Flügel und Junge Alternative], … Achtung der Menschenrechte [menschliche Hetz- und Treibjagden durch ostdeutsche Städte]. Da die Herrschaft durch die Allgemeinheit ausgeübt wird, sind Meinungs- und Pressefreiheit zur politischen Willensbildung unerlässlich [Diffamierung als sog. gesteuerte Lügen- und Lückenpresse].

            Was Satire angeht, lesen Sie bitte mal die sehr gute Definition von @leftutti.
            Und nur weil Sie oder Sabine (aufgrund politischer Weltanschauungen) nicht über Herrn Böhmermann oder die doch recht humorvolle und viel gelobte heute SHOW lachen können, heißt das noch lange nicht, dass dies auf andere Menschen ebenfalls zutrifft. Außer Sie setzen voraus, dass Ihre Weltanschauungen und Ihr Humor einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben dürfen. Womit wir schon wieder bei Presse- und Meinungsfreiheit sowie demokratischen Grundgedanken, bei liberal und weltoffen wären.

          • Shong09

            24. Mai 2019 11:32 at 11:32

            @Michael
            Könnten Sie das pro-demokratisch bitte einmal belegen?
            Die Definition des Stichworts Demokratie war nicht verlangt, sondern weshalb sie wem oder was die vorher aufgeführten positiven Schlagwörter zusprechen!
            Zudem können Sie sehr schön sehen, dass die AfD eine demokratische Partei ist, das sie die von Ihnen erbrachte Definition schön abdeckt.
            Minderheitenschutz [Flüchtlinge]; ist gegeben, beinhaltet nicht, das jmd nicht abgeschoben werden darf, oder bei Verbrechen diese nicht geahndet werden dürfen
            die Akzeptanz einer politischen Opposition [Grüne]; ist auch gegeben, oder wurden alle anderen Parteien durch die AfD verboten?!?
            Verfassungsmäßigkeit [rechtsextremer Flügel und Junge Alternative]; ist ebenfalls gegeben, wie mein Deutschlehrer mal sagte, extrem beinhaltet im Rahmen des Gesetzes, weder links noch rechts ist illegal oder schlimm, es sind nur andere Meinungen/politische Einstellungen. Wer die nicht akzeptieren kann, dem fehlt es wohl an „Minderheitenschutz“ und „Akzeptanz einer politischen Opposition“
            … Achtung der Menschenrechte [menschliche Hetz- und Treibjagden durch ostdeutsche Städte]. Die hat es nachweislich nicht gegeben. Sogar die Äußerungen der Politiker anderer Parteien und polizeilicher Funktionäre bestätigen dies. Zudem müsste so etwas dann auch noch eine Veranstaltung der Partei gewesen sein, um es dieser anzulasten. Was meinen Sie, wie viele Hetzjagden es auf Deutsche jede Woche z.B. in Köln gibt? Nur weil Sie die nicht sehen und blind durch die Gegend laufen, heißt das nicht, dass es die nicht gibt. Da gibt es eigene Erfahrungen, falls Sie die auch mal machen wollen, einfach am Wochenende Abends und nAchts auf den Kölner Ringen unterwegs sein.
            Da die Herrschaft durch die Allgemeinheit ausgeübt wird, sind Meinungs- und Pressefreiheit zur politischen Willensbildung unerlässlich [Diffamierung als sog. gesteuerte Lügen- und Lückenpresse]. Das entspricht nun einmal der Wahrheit, Stichwort Silvesternacht. Es reicht aber such schon die Wortwahl in der alltäglichen Berichterstattung. Wer es nicht sehen will, der sieht eben nichts.

            Bei der Definition von Satire den Namen s.o. wechseln

          • Michael

            24. Mai 2019 12:31 at 12:31

            @Shong09

            Thema Pressefreiheit:
            https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-junge-alternative-schliesst-presse-bei-verfassungsschutz-debatte-aus-a-1253621.html
            https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/bundeskongress-der-jungen-alternative-afd-jugend-und-die-presse-sie-hassen-uns/23987750.html
            https://www.tagesspiegel.de/politik/konferenz-in-koblenz-rechtspopulisten-sperren-journalisten-aus/19244534.html
            https://www.jetzt.de/politik/afd-nachwuchs-junge-alternative-schliesst-bei-bundeskongress-journalisten-teilweise-aus
            http://www.taz.de/Bundeskongress-der-AfD-Jugend/!5570918/
            https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/junge-alternative-afd-nachwuchs-schliesst-journalisten-teilweise-aus/24003218.html?ticket=ST-62716-OfPjII2aEZodzdWfksTz-ap1

            Thema Verfassungsmäßigkeit:
            https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/zur-sache/zs-2019-002-fachinformation-zu-teilorganisationen-der-partei-alternative-fuer-deutschland-afd
            https://www.verfassungsschutz.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/presse/pm-20190308-konzentration-auf-die-beobachtung-der-verdachtsfaelle-der-fluegel-und-junge-alternative

            Thema Minderheitenschutz und Menschenrechte:
            Wer lange Zeit Ausgangssperren für männliche Flüchtlinge ab 20 Uhr und die Deckelung der Zahl der jährlich in Deutschland aufnehmbaren Flüchtlinge auf 0,005 Prozent der deutschen Bevölkerung im Programm hatte, und aktuell noch immer das Asylrecht in ein „Gnadenrecht“ umwandeln will, das nicht einklagbar ist, tut sich schwer mit diesen Grundsätzen demokratischer Verfassungen.
            https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-02/junge-alternative-vorstand-afd-jugendorganisation-radikalitaet

            Mit derartigen Ansichten lässt man den Link zum eigenen Programm lieber ins Leere laufen (Link anklicken): http://jungealternative.com/info/programm/

            Allerdings macht es nicht viel Sinn, mit Ihnen zu diskutieren und Belege anzuführen, da Sie 99% aller Quellen als „Lügenpresse“ diffamieren. Ihr Beweis dafür lautet: Es reicht aber such schon die Wortwahl in der alltäglichen Berichterstattung. Wer es nicht sehen will, der sieht eben nichts. Aha!

            Ich gehe davon aus, dass all die angeführten Links und Belege einfach mal wieder Lügen sind?!

          • Shong09

            24. Mai 2019 13:53 at 13:53

            Den Begriff der Pressefreiheit haben Sie wohl nicht verstanden. Diese hat doch nichts damit zu tun, dass ein Reporter überall rein darf, sondern lediglich damit, dass legale Äußerungen unterdrückt und diffamiert werden. Das Verhalten, nicht neutral berichtende Presse nicht zu akkreditieren halte ich für ok, dann wird’s aber auch schon schwierig Presse in D zu finden, die diese Voraussetzungen erfüllt.

            Bzgl. der Wortwahl beweist der Verfassungsschutz ebenfalls eine stigmatisierende Wortwahl, sie ist eben nicht neutral. Einige Gründe taugen auch definitiv nicht, andere evtl. schon, nachgewiesen sind diese allerdings nicht.

            Bzgl. Minderheitenschutz und -rechte sehe ich keine Probleme, warum eine Obergrenze dem entgegenstehen sollte. Auch eine Ausgangssperre, wenn lediglich mit dieser die Sicherheitslage gewährleistet werden kann, widersteht dem wohl nicht.

            Dass es keinen Sinn ergibt, mit Ihnen darüber zu diskutieren, dem stimme ich Ihnen zu. Leider haben Sie schließlich zu keinem von mir angeführtem Argument Stellung bezogen, außer dass eine stigmatisierende Wortwahl natürlich keinesfalls gegen eine Neutralitätspflicht der Presse verstößt und ein Indiz dafür wäre, nicht unabhängig zu berichten.

            Aber vlt. schaffen Sie es trotzdem, Toleranz zu wahren

          • leftutti

            24. Mai 2019 16:57 at 16:57

            Gehört es zu Ihrem Selbstverständnis von Pressefreiheit, dass gewählte Volksvertreter auf Landesparteitagen, Bundes- und anderen Kongressen die gesamte Presse oder Teile davon ausschließen? Dass es für das wählende Volk gar keine oder nur noch eingeschränkte Möglichkeiten gibt, etwas über diese seine Vertreter zu erfahren? Ist das Ihre Definition von pro-demokratisch, liberal und weltoffen?

            Das Verhalten, nicht neutral berichtende Presse nicht zu akkreditieren halte ich für ok, dann wird’s aber auch schon schwierig Presse in D zu finden, die diese Voraussetzungen erfüllt. Bzgl. der Wortwahl beweist der Verfassungsschutz ebenfalls eine stigmatisierende Wortwahl, sie ist eben nicht neutral.

            Das ist paranoid, alle anderen sind die Bösen, alle wollen sie der armen AfD ans Leder. Warum plädieren Sie nicht für eine generelle Ausgangssperre für deutsche Männer? Werden von denen nicht viel mehr Verbrechen und Vergewaltigungen begangen als von Flüchtlingen? Wer definiert denn eigentlich, was neutral oder stigmatisierend ist? Dazu folgende Zitate des Verfassungsschutzes aus den Programmen und Veranstaltungen der JA?

            Dem BfV liegen deutliche Anhaltspunkte für eine migrations- und insbesondere islamfeindliche Haltung der JA vor. Dieser wird mit aggressiver Rhetorik Nachdruck verliehen. So fordert die JA unter anderem eine generelle abendliche Ausgangssperre für alle männlichen Flüchtlinge, „um die Sicherheit für die Bevölkerung und vor allem der Frauen in Deutschland zu erhöhen“. Eine über reine Islamkritik drastisch hinausgehende Muslimfeindlichkeit tritt in vielen Redebeiträgen zutage, in denen immer wieder vor einem „Bevölkerungsaustausch“ durch Muslime gewarnt wird. So bezeichnet die JA die Migrationspolitik der Bundesregierung als „wahnsinniges Bevölkerungsexperiment“, für welches das „Volk […] mit seinem Blut“ bezahle und welches dazu führe, dass das deutsche Volk „abgeschafft“ werde.

            Die JA richtet sich nach den bisherigen Erkenntnissen auch gegen das Demokratieprinzip. Es liegen zahlreiche pauschal diffamierende Aussagen über die Regierung und das gesamte politische System vor. In der Gesamtschau stellen sich diese als absolute Verächtlichmachung des Parlamentarismus dar, ohne dass von Seiten der JA eine den verfassungsrechtlichen Vorgaben pluralistischer Willensbildung entsprechende Alternative benannt wird. Den etablierten Parteien, „diesen linken Gesinnungsterroristen, diesem Parteienfilz“, wird unverhohlen angedroht: „Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und nur für das Volk gemacht – denn wir sind das Volk.“

          • Shong09

            24. Mai 2019 19:37 at 19:37

            Landesparteitagen, Bundes- und anderen Kongressen sind alles keine öffentliche Veranstaltungen, deswegen ist dies auf gut deutsch gesagt völlig latte. Bei meinem Geburtstag lade ich auch keinen von der Presse ein, was andere machen bleibt Ihnen überlassen und interessiert mich nicht, toleriere ich aber. Sollten Sie vlt auch mal probieren.

            Die Verbrechen sind relativ, so bezeichnet man die Anzahl in Relation zur Bezugsmasse!, gesehen bei unseren neuen Mitbürgern sehr viel höher. Es gibt da auch schöne Statistiken, wie das generell bei den schon länger hier Lebenden mit Migrationshintergrund stark bzgl. des jeweiligen Landes divergiert.

            Islamkritisch= sachlich
            Islamfeindlich= unsachlich
            Ist doch nicht so schwierig 😉

            Danke für das Belegen meiner Aussagen.
            Bzgl. Bevölkerungsaustausch müssen Sie sich anscheinend etwas besser informieren, z.B. über den Hoover Plan und diverse Aktivitäten von einigen NGOs, u.a. denen von Georg Soros. Nur weil Sie etwas nicht wissen, sollten Sie nicht immer anderes verunglimpfen

      • leftutti

        23. Mai 2019 20:41 at 20:41

        Unsere Lady Sabine ist offensichtlich etwas gaga 😉

        Er ist Ideologe und kämpft für seine Weltanschauung. Das tun Sie nicht? Sie betreiben kein politisches Mobbing? Vor allem nicht bei den Grünen, oder?

        Satire muss nicht witzig sein, auch nicht ironisch. Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände durch (beißenden) Spott kritisiert, verspottet oder angeprangert und der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Typisches Stilmittel der Satire ist die Übertreibung.

        Zum Thema Kinderpornografie und Parteien wurde bereits vor kurzem (21. Mai 2019 20:44) genug gesagt:
        https://finanzmarktwelt.de/als-donald-trump-das-twittern-gelernt-hat-oder-der-tag-an-dem-eine-neue-gefahr-fuer-die-aktienmaerkte-entstand-126905/
        Oder einfach nach „Arppe Kinder“ googeln…

        • JensF

          26. Mai 2019 07:36 at 07:36

          @leftutti
          Die ist einfach nur eine Rechtsradikale, sowie anscheinend jeder, der nicht Ihrer Meinung ist!

          • leftutti

            27. Mai 2019 10:37 at 10:37

            @JensF, Sie wiederholen sich in Ihren haltlosen, polemischen und langweiligen Unterstellungen. Jedoch, ich kann Sie verstehen: Sicherlich sind Sie noch frustriert und in der Trauerphase, weil die AusländerffeindlichenDemagogen nur zwei Drittel ihres großspurig verkündeten Wahlzieles und gerade mal die Hälfte der weltoffenen, pro-demokratischen und liberalen Grünen in DE erreicht haben…

            Da hat der deutsche Michel dem (österreichischen) Adi aber mal eins auf die Mütze gegeben 😉

  4. kong

    23. Mai 2019 19:56 at 19:56

    Für die Interessierten hier ein kleiner Auszug österreichischer Innenpolitik:

    Auch die Rolle von BK Kurz in Straches Offenbarungseid ist nicht ganz uninteressant. Auch wenn keinerlei konkrete Beweise vorliegen und es medial untergehen wird.

    Strache schwadroniert in dem Video über Rene Benko (in DE bekannt durch Karstadt), dass ÖVP und FPÖ Gelder erhalten. Ebenfalls erklärt er wie er nach der Übernahme der Kronenzeitung* seinen Stimmenanteil von 27 % auf 34 % erhöhen kann.

    Kurz vor Weihnachten 2017 stand die zweitgrößte Möbelkette Kika/Leiner kurz vor der Insolvenz. Um diese abzuwenden lies Sebastian Kurz knapp vor der Frist, in den Weihnachtsfeiertagen! ein Gericht öffnen und Benko konnte sich noch eine Prachtimmobilie in Wien sichern.
    https://www.addendum.org/benko/kikaleiner/

    Benko ist es auch gelungen, sich einen 24,5 % Anteil an der Kronenzeitung zu sichern. Liegt allerdings mit der Eigentümerfamilie in Clinch:
    https://diepresse.com/home/kultur/medien/5601755/Jetzt-greift-die-Krone-Investor-Benko-direkt-an

    Als politisch interessierter ferner Beobachter der deutschen Innenpolitik, kann ich mir solche Verhältnisse (trotz AFD) nur schwer vorstellen.

    Von den sonstigen FPÖ-Skandalen der letzten 1,5 Jahre möchte ich gar nicht anfangen. Diese würden den Inhalt und die Zeit hier völlig sprengen.

    Schöne Grüße, einer der 8 Millionen Debilen :-))

    *Kronenzeitung: Die Kronenzeitung ist die mit Abstand auflagenstärkste (Boulevard)- Zeitung in Österreich. Sie wird auch gerne als vierte Macht im Staat bezeichnet. Derzeit ist sie rechtkonservativ ausgerichtet. Hievte aber auch schon den sozialdemokratischen Werner Faymann in den Bundeskanzlerstuhl. Hat man die Krone gegen sich, ist ein politisches Überleben unmöglich. Es scheint als ob die politische Ausrichtung stark mit den öffentlichen Inseraten korrelieren.

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Allgemein

Handelskrieg – nach dreizehn Verhandlungsrunden zurück bei „Phase 1“

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Containerschiffe - Symbole im Handelskrieg

Die hochrangigen Gespräche in Washington endeten gestern Abend mit Absichtserklärungen und weiteren Zeitplänen. Einen Deal gab es im Handelskrieg noch nicht. Alle etablierten Zölle und Sanktionen bleiben vorerst in Kraft. Zentrale Fragen sind weiterhin offen.

Handelskrieg – keine weitere Eskalation

Eine gute Nachricht vorweg: Die für kommenden Dienstag geplante Zollanhebung von 25 auf 30 Prozent auf Importe aus China im Gesamtwert von 250 Mrd. US-Dollar wird ausgesetzt.

Zudem sprachen beide Seiten von „substanziellen Fortschritten“ in den Verhandlungen. Wobei Donald Trump erneut rhetorisch über das Ziel hinausschoss und von einer „substanziellen Einigung“ sprach, die es aber laut chinesischer Nachrichtenagentur Xinhua nicht gab, ebenso wenig wie einen Deal oder einen Teil-Deal. Lediglich den Ankauf von US-Agrarprodukten hat die chinesische Seite verbindlich zugesagt. Eine schriftliche Zusammenfassung der erreichten Verhandlungsergebnisse gab es ebenfalls nicht. Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin, der zusammen mit Robert Lighthizer die Verhandlungen für die US-Seite führte, äußerte sich daher auch zurückhaltend und sprach davon, dass es noch viel Arbeit zu tun gäbe, auf dem Weg zu einer Teilübereinkunft. Das liegt auch daran, dass bei den wichtigsten Kernthemen keine Kompromisse erzielt werden konnte. Das gilt insbesondere für die Huawei-Sanktionen, den Schutz geistigen Eigentums und für die staatlichen Subventionen an chinesische Unternehmen.

Nach dem Besuch des chinesischen Verhandlungsführers Liu He im Weißen Haus musste der US-Präsident dann auch eingestehen, dass man sich nach 18 Verhandlungsmonaten, sieben Zoll-Eskalationsstufen und diversen Sanktionen gegen Bürger, Unternehmen und Organisationen nun wieder in „Phase 1“ der Verhandlungen im Handelskrieg befinde.

Chronologie der Zoll-Eskalation zwischen den USA und China:

Handelskrieg USA China Verlauf

Zeitpläne und Fortschritte

Die USA halten sich weiter die geplante Zollanhebung für Mitte Dezember offen. So will man den Druck auf die chinesische Seite aufrecht erhalten. Wie glaubhaft diese Androhung neuer Zölle noch ist, steht auf einem anderen Blatt. Dem Präsidenten nahe stehende und mit den Verhandlungen vertraute Mitarbeiter hatten laut Reuters bereits im Vorfeld von dem Wunsch Donald Trumps berichtet, weitere Zollanhebungen nach Möglichkeit zu verhindern. Positive Signale vonseiten der chinesischen Verhandlungsdelegation könnten dafür schon ausreichen. Genau so kam es dann auch. Vermutlich scheut der Präsident mittlerweile eine erneute Eskalation im Handelskrieg mit weiteren Belastungen für die US-Wirtschaft und die Wall Street. Durch den innenpolitischen Druck in der Syrienfrage und das drohende Amtsenthebungsverfahren ist seine Autorität auch im Handelskrieg angeschlagen. Das weiß auch die chinesische Seite. Die kommunistische Führung Chinas ist jedoch ebenfalls mit innenpolitischen Problemen, v. a. in Hongkong, und wirtschaftlicher Eintrübung konfrontiert. Beide Entwicklungen könnten im Reich der Mitte zur Ausbreitung sozialer Unzufriedenheit bis hin zu offenem Protest und Unruhen führen. So scheint es, dass beide Seiten diesmal tatsächlich dazu bereit sind, zumindest eine Teilübereinkunft zu erzielen, die weitere Belastungen für China und Amerika abwendet. Für beide Seiten steht mittlerweile zu viel auf dem Spiel. Damit besteht erstmals seit Anfang Mai die berechtigte Hoffnung, dass zumindest auf Ebene der Zölle keine weitere Eskalation stattfindet. Das schließt gleichwohl Zölle gegen andere Handelspartner der USA und Provokationen auf Ebene von Sanktionen und verbaler Provokation durch den US-Präsidenten nicht aus.

In Anbetracht der noch zu findenden Kompromisse ist der weitere Zeitplan ambitioniert. In den nächsten drei Wochen sollen weitere konkrete Vereinbarungen schriftlich fixiert und finalisiert werden. Bereits in vier Wochen möchte sich Donald Trump nach eigenem Bekunden anlässlich des Asien-Pazifik-Gipfels mit Präsident Xi Jinping in Chile treffen, um ein Teilabkommen zu unterzeichnen.

Bedeutung für Weltwirtschaft und Märkte

Bereits im Mai hatte China einen von den USA ausformulierten Handelsvertrag zusammengestrichen, woraufhin der Handelskrieg weiter eskalierte. Seitdem sind die wirtschaftlichen Belastungen für China, die USA und die gesamte Weltwirtschaft angestiegen und bereits deutlich spürbar. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert den möglichen Schaden auf 700 Mrd. US-Dollar. Fast alle Regionen der Welt seien mittlerweile negativ betroffen, so die Direktorin des IWF Kristalina Georgiewa.

Der Welthandel leidet unter dem generellen Trend zum Protektionismus, der sich in weiteren Handelskonflikten zeigt. Von ökonomisch besonderer Bedeutung ist dabei der zuletzt eskalierte Konflikt zwischen Japan und Südkorea sowie den USA und Europa. Aber auch zwischen den USA und Indien gibt es noch offene Streitpunkte. Ob die deutsche Automobilindustrie erneut in den Fokus von Präsident Trump gerät, hängt auch davon ob, ob es für ihn von wahltaktischem Nutzen ist.

Fazit und Ausblick

Die jüngsten Verhandlungen in Washington zeigen eines ganz deutlich: Beide Seiten zeigen im Handelskrieg Ermüdungserscheinungen und sind auf ein Herunterkühlen des Konflikts bedacht. Ein Ende des Kampfes um die globale Dominanz auf verschiedenen Ebenen ist damit aber nicht eingeleitet. Sollte Trump tatsächlich wiedergewählt werden oder seine demokratische Kontrahentin Elisabeth Ann Warren sein Amt übernehmen, sind neue Spannungen zwischen den beiden führenden Machtblöcken vorprogrammiert.

Kurzfristig bedeutet die Deeskalation zumindest eine psychologische Entlastung für die Märkte. Auch der für die Gesamtwirtschaft in den USA so wichtige Konsument kann nun voller Hoffnung in die bevorstehende Weihnachtssaison starten. Was bleibt, ist das Nachrichtenrisiko oder besser gesagt das Twitter-Nachrichtenrisiko, welches man bei Donald Trump auch weiterhin nicht unterschätzen sollte.

Der grundsätzliche Konflikt um den Machtanspruch in der Welt, den Peking bis 2050 realisieren möchte und die USA auf keinen Fall aufgeben wollen, bleibt bestehen. Ebenso wie die grundsätzlichen ökonomischen Herausforderungen. Die Weltwirtschaft befindet sich in einem sehr reifen übergeordneten Verschuldungszyklus, der die weitere Entwicklung geldpolitisch, geopolitisch und ökonomisch dominiert. Diese Erkenntnis steht den Märkten noch bevor, die in Anbetracht der Fortschritte in den Verhandlungen kurzfristig in Verzückung geraten sind. Umso ernüchterter wird man feststellen, dass gar nichts gelöst ist und die eigentliche Krise des künstlich am Leben erhaltenen Finanzkapitalismus noch bevorsteht.

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Aktuell: USA-China-Gespräche im Weißen Haus – Update 22:06 Uhr mit Trump-Aussage

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Vor wenigen Minuten hat die chinesische Delegation das Weiße Haus betreten zu Gesprächen über eine Lösung im Handelskrieg zwischen China und den USA. Hier die wichtigsten Infos in Kurzform. Bitte aktualisieren Sie diesen Artikel für neue Infos.

Angeblich Teil-Deal für „Waffenstillstand“ im Handelskrieg, damit Donald Trump und Xi Jinping später im in diesem Jahr echten Deal vereinbaren können.

Kleiner Deal für Waffenstillstand könne dafür sorgen, dass geplante Zollanhebungen erstmal nicht in Kraft treten.

Update 21:05 Uhr:

Gleich ist es soweit. Presse soll wohl gleich ins Oval Office kommen.

Update 21:38 Uhr:

WH lässt Reporter zappeln. Vermutung: Man wartet bis 22 Uhr deutscher Zeit, bis die US-Aktienmärkte geschlossen haben?

Update 21:41 Uhr:

Trump: Erster Schritt eines Deals mit China, Abschluss Mitte November. Solange dauert es den Deal schriftlich zu fixieren. Deal beinhaltet:

– Geistiges Eigentum
– Finanzdienstleistungen
– Große Käufe von Agrargütern
– Devisenkurse

„Sell on good news“? Dow fällt in letzten 10 Minuten um 120 Punkte.

Update 21:53 Uhr:

Finanzminister Mnuchin: Zölle gegen China werden nächste Woche nicht erhöht.

Update 21.58 Uhr:

US-Handelsbeauftrager Lighthizer: Wir werden einen aufwändigen Konsultationsprozess zur Durchsetzung der Vereinbarungen haben, und sind auf die letzten Details angewiesen, was passiert, wenn es keine Lösung gibt. FMW: Also noch jede Menge offene Fragen und Probleme, und jede Menge Raum für Trump um böse Tweets abzusetzen? Fällt der Dow deshalb vom Top von vorhin aktuell um 150 Punkte?

Trump: Er denkt nicht, dass das Abkommen in den nächsten Wochen bröckeln wird, obwohl das passieren könnte.

Aktuelle Zollanhebungen entfallen, aber für Dezember noch keine Entscheidung (FMW: Na, das kann ja ein heiteres Chaos geben in den nächsten Wochen).

Huawai noch nicht Teil der heutigen Vereinbarung.

Update 22:06 Uhr:

Kurz-Fazit in Frageform: USA tauschen kurzfristig im Oktober Sojabohnen gegen Zollaussetzung? Und dann für November und Dezember bleibt man noch schön unverbindlich? Jede Menge offene Fragen. Dow hat in den letzten 30 Minuten 200 Punkte verloren.

Trump: Ab Mitte November soll dann Phase 2 des Deals mit China folgen usw. Es sei besser so einen Deal in einzelnen Abschnitten umzusetzen. Im Klartext: Man konnte sich einfach in vielen Punkten nicht einigen, und verschiebt die Probleme in die Zukunft?

Weißes Haus in Washington DC

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Aktien

Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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