Folgen Sie uns

Allgemein

Weißes Haus: China betreibt aggressiv Diebstahl geistigen Eigentums und Wirtschaftsspionage

Warum die Trump-Administration alles in die Waagschale wirft, um den Aufstieg Chinas zur gleichberechtigten Weltmacht neben den USA zu unterbinden!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Neue Runde im Handelskrieg – diesmal aber nicht durch neue Androhungen von Zöllen, sondern durch eine vom Weißen Haus veröffentlichte Schrift mit dem Titel „How China’s Economic Aggression Threatens the Technologies and Intellectual Property of the United States and the World“, die sich wie eine nachträgliche Begründung liest für die Trumpschen Strafzölle. Offenkundig soll dieses Papier die theoretische Grundlage dafür sein, warum die USA berechtigt sind, gegen das Streben nach weltweiter Dominanz Chinas vorzugehen – natürlich im Interesse der gesamten Welt!

So lautet gleich einer der ersten Sätze über das Wachstum Chinas:

„much of this growth has been achieved in significant part through aggressive acts, policies, and practices that fall outside of global norms and rules (collectively,“economic aggression”). Given the size of China’s economy and the extent of its market-distorting policies, China’s economic aggression now threatens not only the U.S. economy but also the global economy as a whole.“

China selbst habe einige Dinge offen gelegt, wie man diese Dominanz erzielen wolle – andere aber nicht. Diese „geheimen“ Methoden zur Errichtung der Dominanz seien folgende:

– Protect China’s Home Market From Imports and Competition (Schutz des chinesischen Marktes vor Importen und Wettbewerb)

– Expand China’s Share of Global Markets (Ausweitung des Anteils Chinas an den globalen Märkten)

– Secure and Control Core Natural Resources Globally (Sicherung und Kontrolle der wichtgisten globalen Ressourcen)

– Dominate Traditional Manufacturing Industries (Dominanz bei traditionellen Industrien)

– Acquire Key Technologies and Intellectual Property From Other Countries, Including
the United States (Erwerb von Schlüsseltechnologien und geistigen Eigentums anderer Länder)

– Capture the Emerging High-Technology Industries That Will Drive Future Economic
Growth and Many Advancements in the Defense Industry (Erwerb von aufkommenden Hightech-Industrien, auch im Verteidigungssektor)

Methodisch betreibe China staatlich geförderten Diebstahl geistigen Eigentums („State sponsored IP theft“), vor allem durch Cyber-Spionage und Piraterie unter systematischer Umgehung von US-Export-Gesetzen, indem US-Firmen für den Transfer von geistigem know how beschränkter Marktzugang in China gewährt werde. Daneben nutze China bewußt und zielgerichtet Produktfälschungen.

Dabei werden alle Punkte ausführlich dargelegt und mit einem umfassenden Fußnoten-Katalog versehen. Faktisch, das zeigt der Bericht, verstehen sich die USA nun als Vorkämpfer gegen die faktisch als kriminell eingestufte Wirtschaftspolitik Chinas, gegen die man nun zwingend vorgehen müsse<. So schließt der Bericht mit den Worten:

„Given the size of China’s economy, the demonstrable extent of its market-distorting policies, and China’s stated intent to dominate the industries of the future, China’s acts, policies, and practices of economic aggression now targeting the technologies and IP of the world threaten not only the U.S. economy but also the global innovation system as a whole.“

Liest man diesen Bericht, so wird vollends klar, dass die Trump-Administration alles in die Waagschale werfen wird, den Aufstieg Chinas zur gleichberechtigten Weltmacht neben den USA unter allen Umständen zu unterbinden. Wir stehen am Anfang eines gigantischen Machtkamps mit unabsehbaren Folgen!


Foto: Matt H. Wade, CC BY-SA 3.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leftutti

    20. Juni 2018 21:15 at 21:15

    Ausweitung des Anteils an den globalen Märkten
    Sicherung und Kontrolle der wichtgisten globalen Ressourcen
    Dominanz bei traditionellen Industrien
    Erwerb von aufkommenden Hightech-Industrien, auch im Verteidigungssektor

    Wenn ich das lese, fallen mir sofort zwei Sprichworte ein:
    Wer im Glashaus sitzt…
    Quod licet jovi non licet bovi.

    Seit etwa 70 Jahren definiert Wonderland einen wirtschaftlich-politisch-gesellschaftlich-moralischen Kompass, den man der ganzen Welt zu oktroyieren versucht. Nun haben andere diesen übernommen und orientieren ihr Handeln daran. Was ist die logische Konsequenz? Die amerikanische Doppelmoral schlägt wieder einmal zu Buche. Wir dürfen das, bei anderen ist das eine böse Sache.

    Das mag nun vielleicht ein einsamer und trauriger, aus Russland eingewanderter Profiler verstehen und zu verteidigen wissen, weil er seine überheblichen Selbst- und Fremdeinschätzungen irgendwie zu begründen hat. Normalen Menschen bis zu einem IQ von 125 erscheint diese Haltung eher dubios, schizophren oder einfach nur unverständlich.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

weiterlesen

Allgemein

Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Allgemein

Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen