Europa

Weiterhin rasante Zunahme bei Erwerbstätigkeit

Die Erwerbstätigkeit nimmt in Deutschland rasant zu. Gefühlt müsste es eigentlich schon längst Vollbeschäftigung geben bei so vielen neu geschaffenen Stellen. Alleine von Oktober auf November 2018 gab es 67.000 neue besetzte Stellen, wie es das Statistische Bundesamt heute früh vermeldet. Dies liegt über dem durchschnittlichen Zuwachs gegenüber dem Vormonat der letzten fünf Jahre (+52.000 Personen).

45,12 Millionen Menschen waren im November erwerbstätig (also Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Beamte und Selbständige). Gegenüber November 2017 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1% zu (+485.000 Personen). Im November 2016 waren es noch 44,06 Millionen. Die Statistiker vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen mit ihren Daten zur sogenannten Erwerbstätigkeit aus stets ihre eigene Erhebung zur „Erwerbslosigkeit“. Wie jeden Monaten möchten wir auch diesmal darauf hinweisen, dass diese Zahl dramatisch von der in Deutschland definierten „Arbeitslosenquote“ abweicht.

Denn bei der „Erwerbslosenquote“ streichen die Statistiker alle Arbeitslosen aus der Statistik, die zwar arbeitslos sind, sich aber laut Meinung der Behörden zuletzt nicht aktiv genug um Arbeit bemüht haben. Warum sie dadurch nicht mehr „erwerbslos“ sein sollen, bleibt ein Rätsel. Und so kommt eine Erwerbslosenquote heraus, die dramatisch niedriger ist als die „Arbeitslosenquote“ (mehr dazu heute Nachmittag). Hier das Statistische Bundesamt im Wortlaut:

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im November 2018 bei 1,41 Millionen Personen und blieb damit im Vergleich zum Vormonat unverändert. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse betrug die Zahl der Erwerbslosen im November 1,44 Millionen Personen und war damit um rund 9 200 Personen niedriger als einen Monat zuvor. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im November 2018 bei 3,3 %.

Erwerbstätigkeit

Erwerbstätigkeit in Deutschland



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1 Kommentar

  1. „Denn bei der „Erwerbslosenquote“ streichen die Statistiker alle Arbeitslosen aus der Statistik, die zwar arbeitslos sind, sich aber laut Meinung der Behörden zuletzt nicht aktiv genug um Arbeit bemüht haben. Warum sie dadurch nicht mehr „erwerbslos“ sein sollen, bleibt ein Rätsel.“

    Dazu gibt es ja durchaus eine offizielle Erklärung:
    https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Arbeitslosigkeit-Unterbeschaeftigung/Arbeitslosigkeit-Erwerbslosigkeit-Nav.html

    Über jede Definition kann man sicherlich streiten, aber grundsätzlich halte ich es für legitim, nicht jede erwachsene Person, die keiner Erwerbsarbeit nachgeht auch als arbeits- bzw. erwerbslos zu zählen. Dass z.B. Studenten oder Hausfrauen (und -männer) nicht als erwerbslos zählen sollten, ist glaube ich weitestgehend Konsens. Bei anderen Gruppen wird der Konsens dann aber kleiner.

    Letztlich geht es also um die Fragen: Was will ich überhaupt messen und wie trennscharf definiere ich die verschiedenen Gruppen?

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