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Weltbank sieht dunkle Wolken für die Weltwirtschaft aufziehen

Jetzt wird der Wirtschaftsabschwung immer offizieller. Die Weltbank geht in ihrem letzten Report von einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums aus

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Jetzt wird der Wirtschaftsabschwung immer offizieller. Die Weltbank geht in ihrem letzten Report von einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums aus, dies sagte der neue Präsident David Malpass am Dienstag in Washington. Das Institut senkte die Aussichten auf das globale Wachstum auf nur noch 2,6 Prozent, nach 4,1 Prozent im Jahre 2018.

 

Die vielfach bekannten Gründe

Immer höhere politische Unsicherheiten durch die Eskalation im Handelsstreit zwischen den großen Wirtschaftsblöcken, ein Abnahme der globalen Investmentvorhaben und ein allgemeiner Schwund im Vertrauen. Eigentlich schon alles bekannt, aber hat der US-Präsident die Botschaft auch vernommen?

Dieses Wachstum wäre das schwächste seit der Finanzkrise und 2,6 Prozent liegt nur noch knapp über den 2,5 Prozent Wachstum, welches als Rezessionsschwelle im Weltmaßstab angesehen wird. Erstaunlicherweise sieht die Weltbank für das Wachstum in China 2019 weiter die hohe Rate von 6,2 Prozent, ausgerechnet für das Land, welches durch die trumpschen Maßnahmen in die Knie gezwungen werden soll. Für die USA sieht die Bank 2019 noch ein Wachstum von 2,5 Prozent und einen Abschwung 2020 auf 1,7 Prozent. Eine Rezession will und (darf) man nicht in den Mund nehmen – wie es für große Institute üblich ist.

 

Weitere Aussichten

Für 2020 sieht man eine moderate Steigerung im globalen Wachstum auf 2,7 Prozent, allerdings ohne weitere Eskalation im Handelskrieg, sonst könnte es nochmal um ein Prozent auf 1,7 Prozent tiefer gehen. Was die Weltbank besonders hervorhebt ist, dass besonders die armen Staaten unter einer weltweiten Wachstumsschwöche leiden würden. Diese Schwäche könnte das Ziel der Reduzierung, die absolute Weltarmut unter die Drei-Prozent-Grenze bis 2030 zu senken, ernsthaft gefährden.

 

Fazit

Wenngleich die Weltbank auch keine Glaskugel besitzt, so wird eines immer deutlicher und zugleich gefährlicher. Desto mehr über Abschwung gesprochen wird, desto wahrscheinlicher wird er. Wirtschaft ist in hohem Maße Psychologie und so könnten diese permanenten Warnungen zur „Self-fulfilling prophecy“ mutieren.

 

Von Evetro – https://www.wetterprognose-wettervorhersage.de, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61223796

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Aktienmärkte: Perfekter Sturm? Marktgeflüster (Video)

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Braut sich da für die Aktienmärkte der perfekte Sturm zusammen – mit einem Potential, wie wir es zuletzt im Januar 2018 und im Dezember 2018 gesehen haben? Manches spricht dafür: die extreme Positionierung der Investoren vor allem im US-Tech-Sektor, die mangeldenen Absicherungen (Put-Optionen), der Glaube, dass nichts schief gehen könne, weil die Fed ja als Retter jederzeit bereit stehe etc. etc. Aber nun scheint das Coronavirus vor allem in Südkorea und Japan um sich zu greifen, die WHO zeigt sich zunehmend nervös. Und die Wall Street realisiert, dass auch die amerikanischen Aktienmärkte und die US-Wirtschaft nicht immun sind gegen Schocks (heute der Einbruch beim US-Einkaufsmanagerindex vor allem im Dienstleistungsbereich)..

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Kommt eine 10% Korrektur bei Aktien? China pumpt Geld, Gold steigt, und zwei Aktienideen

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China pumpt Milliarden ins Finanzsystem und senkt seinen Leitzins. Das soll helfen gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Manuel Koch bespricht das Börsengeschehen dieser Woche im folgenden Video. Goldman Sachs sieht die Möglichkeit, dass die Aktienmärkte um 10% einbrechen könnten. Gold hat laut Empfehlungen der trading-house Börsenakademie, die im Video besprochen werden, die Möglichkeit auf 1.700 Dollar zu steigen. Die Aktie von Airbus sei eine Short-Idee. Für beide Empfehlungen gibt es im Video konkrete Einstiegsmarken.

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Die EZB hat eine Meinung zur aktuellen Hausse am Aktienmarkt

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Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Wie viele Kommentatoren gibt es dieser Tage, die kund tun, dass die aktuelle Hausse am Aktienmarkt eine Manie ist, eine reine Gier, ein Trieb der Angst, weil man keine Gewinne verpassen will, usw. Dazu noch billiges Geld von den Notenbanken, die Aktien fast alternativlos machen. Also, alles stumpf rein in den Aktienmarkt? Das Lustige oder auch Traurige ist: Einer der Hauptverursacher dieser Situation meldet sich zu Wort, und sieht das kritisch, was er geschaffen hat. Es ist die EZB.

Es ist eine knochentrockene Aufgabe sich durch den vier Wochen verzögert veröffentlichten Sitzungstext der EZB zu kämpfen. Aber mit einem Tag Verzögerung haben wir uns das angetan. Gestern wurde nämlich der Sitzungstext des EZB-Rats aus Januar veröffentlicht. Und siehe da, man hat auch eine Meinung zum Aktienmarkt. Eigentlich äußert sich die Europäische Zentralbank nicht zu konkreten Entwicklungen am Aktienmarkt. Denn man ist ja ein „neutraler“ Player, und hat nur die Preisstabilität im Blickpunkt? Aber sie äußert sich im aktuellsten Sitzungsprotokoll wie folgt (ins Deutsche übersetzt):

Es sei angemerkt worden (man merkt schon, Protokollanten-Slang), dass der Anstieg des Aktienmarktes nicht mit einer Verbesserung der Gewinnerwartungen (der Unternehmen) in Zusammenhang zu stehen scheint. Wie es auch in den Vereinigten Staaten der Fall zu sein scheint, deute dies auf eine mögliche Abkoppelung zwischen den lebhaften Finanzmärkten und den weiterhin gedämpften Aussichten für die Realwirtschaft hin. Es wurde auf die Aktienmärkte verwiesen, wo der anhaltende Anstieg der Bewertungen nur schwer mit den schwächeren Gewinnaussichten auf beiden Seiten des Atlantiks, den gedämpften Gewinnmargen und der allgegenwärtigen Unsicherheit zu vereinbaren war. Es wurde auch angemerkt, dass höhere Immobilienpreise zu einer Fragilität des Finanzsystems führen könnten, die durch die makroprudenzielle Politik nicht ausreichend berücksichtigt werden könnte.

Dazu kann man nur sagen: Die Diagnose mag zwar richtig sein. Aber dass der Verursacher sich besorgt zeigt über die Folgen seines eigenen Handelns, ist schon bemerkenswert!

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