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Weltgrößte Werbeagentur mit Warnung und Aktieneinbruch: Ein wichtiger Hinweis für Google und Facebook?

Die weltgrößte Werbeagentur WPP hatte Anfang März seinen größten Tagesverlust im Aktienkurs seit der Finanzkrise hingelegt von 1910 auf 1760 Pence, weil man damals seine Umsatzprognose auf Jahresbasis…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die weltgrößte Werbeagentur WPP hatte Anfang März seinen größten Tagesverlust im Aktienkurs seit der Finanzkrise hingelegt von 1910 auf 1760 Pence, weil man damals seine Umsatzprognose auf Jahresbasis herabsenken musste auf nur noch +2% – das geringste Wachstum seit 2009. Heute nun kamen die jüngsten Quartalszahlen mit dem aktuellsten angepassten Ausblick für das Gesamtjahr.

Der Umsatz ging im letzten Quartal um 0,8% zurück. Die Netto-Umsätze gehen sogar um 1,7% zurück. Vor allem die Geschäfte in den USA und der Region „Westliches Kontinentaleuropa“ gehen um 3% und 3,2% zurück. Die bisherige Jahresprognose von mindestens 2% wurde heute angepasst auf 0%-1,0%. Also kann man sagen, dass die Werbeumsätze bei der weltweit größten Werbeagentur, die eher eine gigantische Holding mit zahlreichen einzelnen Agenturen ist, vor einer Stagnation stehen.

Der Ausblick im Wortlaut:

July 2017. July like-for-like revenue growth of -4.1% and net sales growth of -2.6% like-for-like, behind budget and the quarter 2 revised forecast. All regions, except the United Kingdom, Latin America and Central & Eastern Europe showed lower revenue than the prior year and all sectors were down, with advertising & media investment management and data investment management the most affected. Cumulative like-for-like revenue growth for the first seven months of 2017 is down 0.9% and net sales down 0.8%

FY 2017 quarter 2 revised forecast. Following the pressure on client spending in the second quarter particularly in the fast moving consumer goods (fmcg) or packaged goods sector, the quarter 2 full year revised forecast has been revised down further, with both like-for-like revenue and net sales forecast to be between zero and 1.0% growth. Despite the forecast reduction from the quarter 1 forecast, the headline net sales operating margin target improvement remains, as previously, 0.3 margin points in constant currency


Die WPP-Aktie verlor heute 11%, nachdem sie seit März (Absturz eingekreist) in einem längerem Abwärtstrend ist. Sie verliert seit März von 1927 auf heute 1410 Pence. Der Chart zeigt die Aktie seit Ende 2015.

Google und Facebook

Für die beiden großen „Werbe-Staubsauger“ Google (Suchmaschine + Adsense + YouTube) und Facebook könnte das vielleicht als Frühwarnung zu verstehen sein. Denn wenn die weltgrößte Werbeagentur jetzt schon prognostiziert, dass seine Werbekunden keine Werbesteigerungen mehr liefern werden für das Gesamtjahr 2017, dann wird das zwangsläufig auch zur Stagnation der Einnahmen bei Google und Facebook führen, weil die Ausgaben für Onlinewerbung ja zu großen Teilen bei den beiden landet. Google zum Beispiel sprach in seinem aktuellsten Quartalsbericht bereits von spürbar rückläufigen Werbepreisen, die die Kunden pro Werbebuchung über Google zahlen. Nur weil die Masse der Werbeklicks stieg, sahen die Google-Zahlen noch gut aus. Also, eine Frühwarnung für die nächsten beiden Quartalsberichte der beiden Internetriesen? Vielleicht…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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