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Absturz des Tages: Weltgrößter Minenkonzern BHP Billiton bricht ein

FMW-Redaktion

Die Aktien des weltgrößten Minenkonzerns, BHP Billiton, sind in Sydney heute Nacht abgestürzt und verloren gut 8%. Auslöser ist die Klage eines Gerichts in Rio de Janeiro gegen die Minenfirma Samarco und ihre Inhaber Vale SA und eben BHP Billiton – das Gericht fordert Schadensersatz in Höhe von 43,5 Milliarden US-Dollar (155 MIlliarden brasilianische Real).

BHP Billiton 040516

Dabei hat die brasilianische Staatsanwaltschaft eine 359-seitige Klageschrift vorgestellt – sie ist das Resultat einer sechs Monate andauernden Untersuchung der Behörden über den Dammbruch bei Samarco und die Folge für Menschen und die Umwelt – 19 Menschen waren dabei ums Leben gekommen, es entstand ein gigantisches Umwelt-Desaster durch Verschlammung einer ganzen Region.

Das Gericht orientiert sich nach eigener Aussage bei der Höhe seiner Schadensersatz-Forderung am Fall von Deepwater Horizon 2010 – der Eigner BP mußte für die Folgen für Umwelt und Menschen 53,8 Milliarden Dollar an Strafe bezahlen.

BHP Billiton hat nach eigenen Angaben noch keine Mitteilung des Gerichts in Rio de Janeiro über die Klage erhalten – man helfe aber dem Tochterunternehmen Samarco, um die für Menschen und Umwelt enstandenen Schäden so weit wie möglich zu beseitigen. Das Gericht wirft Samarco, aber auch der Lokalpolitik der Region Minas Gerais vor, bei der Errichtung bzw. Genehmigung des Damms schwere Versäumnisse an den Tag gelegt zu haben.



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