Ein bedeutendes Event für die globale Gas-Branche: Die weltweit größte Exportanlage für Flüssiggas (LNG) in Katar ist stillgelegt. Das verkündete heute kurz vor 13 Uhr Qatar Energy. Damit beeinflusst nicht nur die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran den globalen Energiemarkt. Auch die direkten iranischen Angriffe auf Katar, VAE und andere Länder in der Region zeigen Wirkung. Der Gaspreis auch bei uns zeigt eine deutliche Reaktion.
Mega LNG-Anlage in Katar stoppt Produktion
Hier die kurze Mitteilung von Qatar Energy, übersetzt: Aufgrund militärischer Angriffe auf die Betriebsanlagen von QatarEnergy in Ras Laffan Industrial City und Mesaieed Industrial City im Staat Katar hat QatarEnergy die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) und damit verbundenen Produkten eingestellt.
Damit „kämpfen“ asiatische Abnehmer wohl nun verstärkt mit europäischen Abnehmern um Lieferungen von LNG für die eigene Gas-Versorgung. Das bedeutet logischerweise steigende Gaspreise! Heute früh bereits öffnete der europäische Terminmarkt-Gaspreis TTF für die April-Lieferung mit einem Plus von 25 %. Vorhin war das Tagesplus durch die Meldung aus Katar auf 50 % angewachsen. Aktuell notiert TTF mit 45,56 Euro pro Megawattstunde (Hoch vor wenigen Minuten 48,31 Euro).
Saudi-Arabien stoppt Produktion in größter Ölraffinerie
Saudi Aramco stellte heute früh bereit laut Bloomberg den Betrieb der größten Ölraffinerie Saudi-Arabiens in Ras Tanura an der Küste des Persischen Golfs nach einem Drohnenangriff ein. Der Iran verstärkt seine Angriffe in der Region, um wichtige Energieinfrastrukturen zu beschädigten. Aramco schloss die Anlage in Ras Tanura mit einer Kapazität von 550.000 Barrel pro Tag heute vorsorglich, während die Schäden begutachtet wurden, teilte das saudische Energieministerium in einer Erklärung gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur des Landes mit. Es gab einen „begrenzten” Brand in der Anlage, der durch Trümmerteile von zwei Drohnen verursacht wurde, die auf die Anlage abgefeuert worden waren, und das Feuer wurde „sofort unter Kontrolle gebracht”, teilte die saudische Presseagentur mit.
FMW/Bloomberg
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