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Weltweit größter Bergbaukonzern BHP Billiton mit katastrophalen Zahlen

FMW-Redaktion

Der weltweit größte Bergbaukonzern BHP Billiton hat Katastrophenzahlen gemeldet. Für das letzte halbe Jahr fiel der operative Gewinn auf 412 Millionen Dollar von 4,9 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum – ein Minus von 92%. Real entstand ein Verlust von 5,7 Milliarden Dollar, wo vorher noch ein Plus von 4,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet wurde – aber interessieren tut die Börsianer die operative Zahl, und -92% im Jahresvergleich ist eine Katastrophe! Der Umsatz ging um 37% auf 15,7 Milliarden Dollar zurück. Der Cash Flow ist um 42% gesunken, die Ausgaben wurden um 40% gekürzt und sollen nächstes Jahr noch weiter zurückgehen.

Zum ersten Mal seit 15 Jahren kürzt man die Dividende, genauer gesagt von 62 Cents auf 16 Cents (-74%), wobei die Markterwartungen um die 30 Cents lagen – ebenfalls eine Katastrophe, nochmal so deutlich unter den eh schon gesenkten Erwartungen zu liegen. 50% der operativen Gewinne will man auch weiterhin als Dividende ausschütten – der Versuch einer Beruhigungspille für die Aktionäre. Die Rohstoffkrise, die vor allem aufgrund der nachlassenden chinesischen Nachfrage für Australien als Förderland enorme Auswirkungen hat, spiegelt sich jetzt letztlich in diesen Zahlen wieder. Laut BHP Billiton sei man auf die tiefen Rohstoffpreise vorbereitet gewesen, aber man hätte nicht mit einer so langen Phase niedriger Preise gerechnet. Man stelle sich jetzt auf eine „lange Periode niedriger Preise und hoher Volatilität ein.“

BHP Billiton
Grafik: BHP Billiton

Aufgrund von Anstiegen in den entsprechenden Rohstoffen und wohl einer Euphorie, dass die Zahlen gut ausfallen könnten, zog die BHP-Aktie gestern kräftig an von 730 auf 800 pence! Heute früh geht´s aber bergab auf 768 pence – bei diesen Zahlen ein recht sanfter Anfang in den Tag.

BHP
Der BHP-Kurs seit Freitag Abend.



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