Folgen Sie uns

Aktien

Wenn da mal keine Autokrise in den USA im Anflug ist: Hier wird sie sichtbar

Oft findet man hoch interessante Zahlen im Kleingedruckten, weit hinten in Finanzberichten von Unternehmen. So zum Beispiel heute bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen der größten…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Oft findet man hoch interessante Zahlen im Kleingedruckten, weit hinten in Finanzberichten von Unternehmen. So zum Beispiel heute bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen der größten US-Bank für Konsumkredite Wells Fargo. Das Ergebnis der Bank lassen wir diesmal ganz bewusst außer acht, und konzentrieren uns nur auf eine Zahl. Die Vergabe neuer Autokredite. Es ist ja bekannt, dass der absolute Großteil von Autokäufern immer eine Finanzierung zur Hilfe nimmt, denn der 0815-Verbraucher egal ob in Europa oder den USA hat die Kaufsumme ja nicht mal eben in einer Summe zur Hand.

Wenn also neue Autokredite im Volumen drastisch rückläufig sind, dann kann das nur bedeuten, dass auch deutlich weniger Autos gekauft werden. Nicht nur die Zahlen der Autohersteller bestätigen das, sondern auch diese dramatische aktuelle Zahl: Laut Wells Fargo sind die Neu-Kredite für Autos vom 3. Quartal 2016 bis zum 3. Quartal 2017 um sage und schreibe 47% zurückgegangen. Diese doch recht interessante Info findet man erst auf Seite 30 im ausführlichen Quartalsbericht von Wells Fargo. (markiert in Grafik).

Natürlich hat die Bank auch gleich einen guten Grund parat, warum das Geschäft sich binnen eines Jahres quasi halbiert hat. Nein, keine Autokrise, sondern die hausinternen strengeren Kreditrichtlinien seien der Grund. Darf man an dieser Aussage zweifeln? Welche Bank schraubt freiwillig hausinterne Richtlinien derart hoch, sodass das Neugeschäft bei Autokrediten um die Hälfte einbricht? Wir sehen es eher als Bestätigung des massiven Abrutschens vom Höhepunkt des US-Autobooms. Ach ja, gerade erst wurde in US-Medien veröffentlicht, dass GM wohl sein Werk in Detroit erst mal dicht macht für mehrere Tage – zu flaue Auftragslage…

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Ex - Bänker

    13. Oktober 2017 18:15 at 18:15

    Wenn es nich reicht ,dass die Kreditzinsen auf Jahrhunderttief sind wird die FED schlussendlich auch noch Autos kaufen müssen, dann würde der Hinterste u.Letzte merken dass das nicht normal ist,
    BEI ANLEIHEN U.AKTIEN FINDEN DAS VIELE NORMAL? ?

  2. Avatar

    Jora

    13. Oktober 2017 18:19 at 18:19

    Klasse! Treibstoff für eine Rakete.
    Anders kann ich mir den Aktienkurs nicht erklären.

    • Avatar

      Soratnik

      14. Oktober 2017 10:42 at 10:42

      Der hat schon lange mit der Realität nichts mehr zu tun.
      Hier kaufen Hedgefonds und Banken um den Totalabsturz zu verhindern.
      Die schieben sich die Aktien mithilfe der Zentralbanken vom einen Depot ins andere und tun so als sei die Wirtschaft saustark.
      So lange es billiges Geld in Hülle + Fülle gibt (FED + Ndranghi sei Dank) geht das Spiel auch munter weiter.
      Wenn aber die low perfomance Kredite mal auf den Marktwert in den Bankbilanzen abgeschrieben werden müssen, ist Feuer unterm Dach. So viel Wasser, das zu löschen, gibt es nicht.
      Resultat: black thursday (24.10.1929 – black tuesday 29.10.1929) repeated

  3. Avatar

    Steve

    15. Oktober 2017 07:29 at 07:29

    Besser als 47% +

    Zumindest sind ein paar Leute weniger …mit weniger verschuldet .

    Vielleicht haben ein paar davon sogar Einsicht bekommen

  4. Avatar

    Ex - Bänker

    15. Oktober 2017 08:33 at 08:33

    @Soratnik,auf den Punkt gebracht,die erstmalige Situation ,dass Aktien u.Anleihen künstlich hochgetrieben wurden bringen die Notenbanken in Not.Ganz Intelligente meinen solange z.B.die Anleihen nicht verkauft werden bleiben diese Werte vorhanden u.d.h.die Anleihenkurse hoch.Diese überhöhtenAnleihenkurse tummeln sich also in irgendwelchen Bilanzen als nicht realisierte Verluste herum genau wie Sie schreiben.
    Frage ,warum drucken die armen Länder in Afrika u.s.w. nicht einfach Geld ? aha weil die eben kein Geld bekommen für 2-3%, nur als Anmerkung an jene die meinen die Notenbanken können das Zinsniveau für ewig u. In jeder Höhe bestimmen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

4. Impfstoff-Montag in Folge: Moderna beantrag Zulassung, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Arzt mit Spritze

Die letzten drei Montage gab es immer Mittags zu deutscher Zeit von Pharmafirmen Erfolgsmeldungen zum jeweils eigenen Corona-Impfstoff. Jedes Mal gab es einen positiven Effekt auf die Aktienmärkte. Am 16. November war das US-Pharmaunternehmen Moderna an der Reihe mit eine positiven Meldung über den eigenen Wirkstoff. Heute zwei Wochen später hat Moderna vor wenigen Minuten eine weitere Meldung veröffentlicht, welche die Aktie vorbörslich in New York um 11 Prozent in die Gewinnzone befördert.

Man will eine Notfall-Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Und noch wichtiger, als erstes Pharmaunternehmen will Moderna jetzt die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Der Moderna-Antrag auf eine „bedingte Zulassung“ solle noch heute bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur „EMA“ gestellt werden. Hier auch soeben veröffentlichte Detailaussagen von Moderna zum eigenen Corona-Impfstoff, im Wortlaut:

The Phase 3 study, known as the COVE study, enrolled more than 30,000 participants in the U.S. and is being conducted in collaboration with the National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), part of the National Institutes of Health (NIH), and the Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA), part of the Office of the Assistant Secretary for Preparedness and Response at the U.S. Department of Health and Human Services.

The primary endpoint of the Phase 3 COVE study is based on the analysis of COVID-19 cases confirmed and adjudicated starting two weeks following the second dose of vaccine. Vaccine efficacy has been demonstrated at the first interim analysis with a total of 95 cases based on the pre-specified success criterion on efficacy. Today’s primary analysis was based on 196 cases, of which 185 cases of COVID-19 were observed in the placebo group versus 11 cases observed in the mRNA-1273 group, resulting in a point estimate of vaccine efficacy of 94.1%. A secondary endpoint analyzed severe cases of COVID-19 and included 30 severe cases (as defined in the study protocol) in this analysis. All 30 cases occurred in the placebo group and none in the mRNA-1273 vaccinated group. There was one COVID-19-related death in the study to date, which occurred in the placebo group.

Efficacy was consistent across age, race and ethnicity, and gender demographics. The 196 COVID-19 cases included 33 older adults (ages 65+) and 42 participants identifying as being from diverse communities (including 29 Hispanic or LatinX, 6 Black or African Americans, 4 Asian Americans and 3 multiracial participants).

The safety profile of the Phase 3 study of mRNA-1273 was previously described on November 16. A continuous review of safety data is ongoing and no new serious safety concerns have been identified by the Company. Based on prior analysis, the most common solicited adverse reactions included injection site pain, fatigue, myalgia, arthralgia, headache, and erythema/redness at the injection site. Solicited adverse reactions increased in frequency and severity in the mRNA-1273 group after the second dose.

The Company will submit data from the Phase 3 COVE study to a peer-reviewed publication.

“This positive primary analysis confirms the ability of our vaccine to prevent COVID-19 disease with 94.1% efficacy and importantly, the ability to prevent severe COVID-19 disease. We believe that our vaccine will provide a new and powerful tool that may change the course of this pandemic and help prevent severe disease, hospitalizations and death,” said Stéphane Bancel, Chief Executive Officer of Moderna. “I want to thank the thousands of participants in our Phase 1, Phase 2 and Phase 3 studies, as well as the staff at clinical trial sites who have been on the front lines of the fight against the virus. I would again like to thank our partners at NIH, NIAID, BARDA and Operation Warp Speed who have helped us advance the clinical development of mRNA-1273. Finally, I want to thank the Moderna team and our suppliers and partners for their tireless work on the research, development and manufacturing of our vaccine. We will file today for an Emergency Use Authorization from the FDA and continue forging ahead with the rolling reviews that have already been initiated with several regulatory agencies around the globe.”

Chart zeigt Verlauf der Moderna-Aktie seit Ende 2019

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Die gefährliche Euphorie – alles steigt!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte sind in Feierlaune und dürften den November mit neuen Rekorden abschließen: der S&P 500 ca. 11% im Plus, der Dow Jones mit dem besten Monat seit dem Jahr 1987 (und dem besten November seit dem Jahr 1928!), auch der Dax ist gut 15% im Plus seit Monatsbeginn, die deutschen Nebenwerte-Indizes MDAX und SDAX erreichen heute sogar neue Allzeithochs. Derzeit steigt einfach alles, ob Bitcoin, Kupfer – oder die meist hoch verschuldeten amerikanische Small Caps, die im Russell 2000 enthalten sind. Egal wohin man blickt: seit der Meldung von Pfizer/BioNTech am 09.November spielen die Aktienmärkte das Spiel: durch den Impfstoff wird alles besser als es vor der Coronakrise war. Dementsprechend ist der sichere Hafen Gold so ziemlich das Einzige, das fällt.

Aktienmärkte: wenn alle euphorisch sind..

Gleichzeitig rechnet niemand mit einem stärkeren Rückgang der Aktienmärkte – sichtbar am Rekordtief des Verhältnisses zwischen Puts und Calls. Das bedeutet: es ist derzeit extrem günstig, sich gegen eine Kursrutsch der Aktienmärkte abzusichern. Aber es ist nicht selten, dass Märkte, an denen die Investoren so derart einseitig positioniert sind, plötzlich ein überraschender Gegenwind auftaucht – eine Art Schwarzer Schwan, den niemand auf der Rechnung hatte. Dann müssen alle durch die selbe Tür – und da es so gut wie keine Shortpositionen mehr gibt, gibt es dann auch praktisch keine Käufer (die ihre Short-Positionen eindecken), wird es an der Tür dann sehr eng.

Nicht umsonst lautet eine Börsen-Weisheit (von Warren Buffett): „Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind“. Derzeit aber sind alle gierig – sichtbar auch am Fear & Greed Index mit einem Stand von aktuell 91.

Florian Homm bringt im folgenden Video die derzeitige Gier auf den Punkt und nennt einige Aspekte, die „schief gehen“ könnten:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

 

 

Die Aktienmärkte in Euphorie - das kann nach hinten losgehen

 

 

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage